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Test: Rane One MKII, DJ-Controller

Motorisierte Jogwheels und volle Stem-Power

28. August 2025
Test: Rane One MKII, DJ-Controller

Test: Rane One MKII, DJ-Controller

Der Nachfolger des beliebten DJ-Controllers Rane One MKII mit motorisierten Jogwheels wurde ja schon im Rahmen der diesjährigen NAMM gesichtet. Nun ist es offiziell: Wir haben direkt zum Produkt-Launch ein Testgerät im stylischen weißen Design erhalten. Selbstverständlich kommt auch bei der MKII-Variante die DJ-Software Serato DJ Pro zum Einsatz, die nach dem Anschluss des DJ-Controllers freigeschaltet wird.

Wir sind gespannt, was das neue Modell kann und für wen es sich eignet.

Bewertung

Rane One MKII

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors
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Kurz & knapp

  • Was ist es? Ein DJ-Controller mit motorisierten Jogwheels und voller Serato DJ Pro Integration.
  • Neuerungen: Touch-Strip weg, vier zusätzliche Performance-Pads und verbesserte Stem-Funktionen.
  • Praxis: Motorisierte Plattenteller und überarbeitete Fader ermöglichen butterweiches Mixen und Scratchen.
  • Effekte & Stems: Interne Effekte ohne Rechner nutzbar und vielseitige Stem-Kontrolle für kreative Übergänge.
  • Zielgruppe & Fazit: Ideal für erfahrene DJs, intuitiv bedienbar, sehr flexibel, Anfänger könnten überfordert sein.

Der DJ-Controller im Überblick

Einen Überblick muss man sich bei dieser vollgepackten Oberfläche tatsächlich verschaffen.

Sprechen wir doch zunächst die Unterschiede zwischen der neuen und der alten Version an: Der Touch-Strip an der oberen Seite der Track-Decks ist weggefallen. Dafür gibt es bei der neuen Version nun vier weitere kleine Performance-Pads, auf die wir in unserem Praxisteil noch zu sprechen kommen. Bei einigen Buttons wurde lediglich die Positionierung geändert.

Test Rane One MKII, DJ-Controller

Die überarbeitete Mixer-Sektion samt OLED-Display und internen Effekten

So gibt es die Reverse-Funktion jetzt beispielsweise nur über die Shift-Taste auf der linken oberen Seite des Track-Decks statt auf der rechten Außenseite neben dem motorisierten Jogwheel. An dieser Stelle befinden sich jetzt nämlich ein A capella- und ein Instrumental-Button. Die Stem-Kontrolle wird beim Rane One MKII nämlich großgeschrieben. Das zeigt sich auch bei den verschiedenen Modi für die acht Performance-Pads unter dem Jogwheel. Anstelle des Slicer-Modus gibt es nun einen Stem-Modus.

Auch die Mixer-Sektion wurde ein wenig aufgefrischt. Beim Rane One MKII wird nach wie vor auf Effektwippen gesetzt, jedoch sind die Effekte hier auf dem Gerät ausgeschrieben und können im Menü angepasst werden.

Die Vorderseite des Rane One MKII ist ziemlich üppig ausgestattet

Neben der Oberfläche des DJ-Controllers ist auch die Vorderseite des Rane One MKII sehr umfangreich gestaltet. Anschlusstechnisch gibt es hier nur einen Kopfhörerausgang mit 3,5-mm- und 6,3-mm-Klinke-Variante. Die gesamte Kopfhörer-Sektion befindet sich direkt daneben. Hier hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell kaum etwas verändert. Das bedeutet, dass wir neben der Kopfhörer-Sektion auch die Mikrofon-Sektion mit 2-Band-Equalizer und Einstellungsmöglichkeiten für Deck-Contour und Crossfader-Contour haben. Die einzige Neuerung auf der Front des DJ-Controllers ist das dedizierte Poti zur Lautstärkenregelung des Sample-Players. Das ist im Einsatz natürlich sehr angenehm!

Die Anschlüsse der Rane One MKII

Ein Blick auf die Rückseite zeigt keine Veränderungen im Vergleich zur Vorgängerversion.

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Test Rane One MKII, DJ-Controller

An Anschlüssen bleiben hier doch keine Wünsche offen, oder?

Mit zwei Kombibuchsen für Mikrofone, externen Anschlüssen via Cinch für beide Decks, einem AUX-In, Master- und Booth-Out via XLR sowie zwei verbauten Soundkarten sind die Möglichkeiten hier wirklich üppig. Dass man hier noch nicht auf USB-C als Anschluss gesetzt hat, verwundert uns ein wenig, aber gut. Dafür gibt es für den Einsatz zu Hause auch noch einen Master-Out via Cinch.

Als letztes Detail auf der Rückseite gibt es einen Schalter, mit dem sich das Drehmoment des Rane One MKII anpassen lässt.

Der Rane ONE MKII in der Praxis

Packen wir den DJ-Controller aus, können wir zunächst neben den notwendigen Anschlüssen für Strom und Sound sowie der Verbindung zum Rechner die Plattenteller, Slipmats und Vinyl auflegen. Das geht schnell. Im Lieferumfang des Rane One MKII liegen pro Track-Deck je zwei weitere Ringe, sogenannte „Schwimmer“, bei, mit denen sich die Slipmat und das darauf liegende Vinyl mit noch weniger Reibung über den Plattenteller bewegen lassen.  Nach ein wenig Herumprobieren haben wir uns für einen pro Deck entschieden.

Test Rane One MKII, DJ-Controller

Diese Button ersetzen den bisherigen Touchstrip

Das Arbeiten mit motorisierten Jogwheels macht wirklich Spaß und man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran. Generell geht das Auflegen mit einem DJ-Controller wie dem Rane One MKII grandios von der Hand. Die MKII-Variante haben wir seinerzeit nicht getestet, aber laut Hersteller wurden sämtliche Fader überarbeitet. Neben dem Mag-Four-Crossfader bedeutet dies, dass auch die Volume-Fader noch einmal besser laufen. In der Praxis gibt es von uns nur Lob. Hier läuft alles butterweich, genau wie man es sich wünscht. Wer jedoch ein wenig mehr Widerstand mag, kann dies mit den Potis auf der Frontseite anpassen. Mit diesem Crossfader kann man auf jeden Fall scratchen.

Natürlich kamen auch die neuen Channel-FX zum Einsatz. Pro Deck haben wir hier die Auswahl zwischen Filter, Filter Roll, Flanger und Noise FX. Hinzu kommen die 29 internen Effekte des Rane One MKII, die sich auch ohne Rechner nutzen lassen.

Stem-Funktionen beim Rane One MKII

Kommen wir zur Integration der gesamten Stem-Funktionalitäten beim Rane One MKII. Grundsätzlich dürfen wir sagen, dass der Algorithmus zur Trennung von Drums, Bass, Melodie und Vocals bei Serato schon lange hervorragend funktioniert. Dies geschieht auf der Seite des Computers und benötigt je nach Song auch einen Moment. Vorbereiten lohnt sich also. Mit dem Rane One MKII gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, mit Stems zu arbeiten. Über die Buttons „A capella” und „Instrumental”, die auf beiden Track-Decks zu finden sind, kann im Handumdrehen ein Song angepasst werden.

Das ist besonders angenehm bei Übergängen, bei denen sich die Gesänge eventuell gegenseitig stören. Aber auch, um aus einem Song einen Backing-Track zum Scratchen zu machen, ist es grandios. Umgekehrt ist es natürlich auch ideal, um mit dem Vocal eines Songs herumzuexperimentieren.

Test Rane One MKII, DJ-Controller

Direkter Zugriff auf A capella oder Instrumental

Die einzelnen Stems können im Stem-Modus der Performance-Pads natürlich auch einzeln stummgeschaltet werden. Das gibt einem noch ein wenig mehr Kontrolle. Ein cooles Gimmick ist es zum Beispiel, das Vocal und die Drums eines Songs beim Ausfaden noch laufen zu lassen.

Zusätzlich können bei Bedarf die Levels der einzelnen Stems auch über den 3-Band-Equalizer angepasst werden. Dazu einfach via Shift und dem eigentlichen Cue-Button das Stem-Level zum Vorhören aktivieren. Schon dient der 3-Band-Equalizer als Mixer für die einzelnen Stems. Darüber hinaus können wir nun natürlich auch einzelne Stem-Parts mit Effekten versehen.

Ihr seht also: Rund um das Thema Stems könnt ihr euch auf verschiedenste kreative Weisen mit dem Rane One MKII ausprobieren. Das hat uns in der Praxis extrem viel Spaß gemacht. Übung und Überblick sind hier das A und O. Es kann natürlich auch an uns liegen, aber es ist uns nicht nur einmal passiert, dass wir normal aufgelegt haben, auf einmal mit dem EQ gearbeitet und uns dann gewundert haben, dass die Drums nicht mehr zu hören waren.

Wir finden das grandios, denn es gibt etwas, wofür man üben muss und keinen weiteren DJ-Controller mit zwei Echo-Varianten mehr, sondern neue Werkzeuge für DJs.

Test Rane One MKII, DJ-Controller

Die Performance-Pads beim Rane One MKII

Beim Überblick haben wir bereits die zusätzlichen Pads auf der Oberseite des DJ-Controllers angesprochen. Mit diesen vier Pads können wir die verschiedenen Pad-Modi, wie beispielsweise Hot Cue oder Stem, bedienen. Das bedeutet, dass wir mehrere Pad-Modi parallel verwenden können. Stems stummschalten und gleichzeitig Hot-Cues abfeuern? Kein Problem mit dem Rane One MKII. Das finden wir wirklich gelungen, denn wie man sieht, verfügen auch kleinere DJ-Controller mittlerweile fast immer über vier oder acht Performance-Pads mit mehreren Modi. Die Beliebtheit dieser Funktion liegt auf der Hand. Bisher waren wir jedoch immer an einen Modus gebunden. Dass damit eine komplett neue Ebene der Verwendung aufgetan wird, finden wir klasse. Auch beim Auflegen haben wir uns immer wieder daran versucht.

Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass beim MKII-Modell ein Reverb und ein Echo als Effekte für den Mikrofoneingang 1 zur Verfügung stehen. Da wir im Testzeitraum leider kein Mikrofon zur Verfügung hatten, konnten wir dies nicht testen.

Test Rane One MKII, DJ-Controller

Hier dreht sich alles rund

Die Zielgruppe des DJ-Controllers

Der Rane One MKII spricht natürlich eine große Zielgruppe an. Serato DJ Pro kann mit diesem Gerät genial genutzt werden. Hip-Hop-Freunde werden die leichtläufigen Fader lieben und alle, die das Gefühl von sich bewegenden Plattentellern unter den Fingern mögen, werden auch hier auf ihre Kosten kommen. Darüber hinaus ermöglichen die Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte noch mehr Flexibilität beim Setup. Zudem ist der DJ-Controller gut transportabel und fügt sich mit seinem Look überall gut ein. Daher können wir den Rane One MKII jedem empfehlen. Lediglich Einsteiger könnten von der vollgepackten Oberfläche und der Vielzahl von Möglichkeiten etwas überfordert sein.

Der Preis des Rane One MKII

Der Rane One MKII kostet 1.598,- Euro und ist damit nicht günstig, aber für die Vielfalt der Funktionen durchaus vertretbar. Klar ist, dass man mit diesem DJ-Controller viel Flexibilität beim Einsatzort und Einsatzweise bekommt, da durch die Anschlüsse auch weiteres Equipment sehr gut eingebunden werden kann.

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Fazit

Mit dem Rane One MKII ist ein zeitgemäßes und vernünftiges MKII-Modell gelungen, das die gesamte Stem-Funktionalität an mehreren klugen Stellen aufgreift. Durch den Wegfall des Touchstrips wurde Platz für separate Pads geschaffen, sodass nun verschiedene Modi gleichzeitig genutzt werden können. Das ermöglicht eine ganz neue Spielweise. Zudem gibt es interne Effekte, sodass der Rane One MKII auch beim Einsatz ohne Rechner sehr viel Flexibilität bietet. Zwar ist die Oberfläche nun noch etwas vollgepackter, aber das Auflegen funktioniert dennoch recht intuitiv. Das Mixen mit den motorisierten Plattentellern macht natürlich extrem viel Spaß, denn das Feeling ist Rane hier wirklich gut gelungen.

Plus

  • extra Pads für Benutzung mehrerer Pad-Modi gleichzeitig
  • vielfältige Stem-Funktionalität, mit Effektbedingungen, separatem Pegeln und schnellem Erzeugen von A capella oder Instrumental Versionen
  • gute Anschlussmöglichkeiten

Preis

  • 1.598,- Euro
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Über den Autor
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The Droids RED

Im Dezember 2016 haben sich die langjährigen Musiker und Freunde Max und Amin unter dem Namen The Droids als Live-Act zusammengeschlossen. Mit elektronischen Live-Sets, Hybrid-DJ-Sets und DJ-Performances begeistert das Duo seine Fans mit pumpenden Bässen, dramatischen Synthesizer-Melodien und markanten 909-Drum- Sequenzen. Dabei erschaffen The Droids einen Sound geprägt von klassischer House-Musik, sphärischen und träumerischen Klänge sowie melodischem und dunklem Techno. Durch ihre ...

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