Test: RCF M18, Digitalmixer

Equalizer

 

Standard EQ

Standard EQ

 

In jedem Eingangskanal befindet sich ein 4-Band-EQ mit zwei voll-parametrischen Mittenbändern sowie Shelving-Filtern im Höhen- und Tiefenband. Es gibt drei verschiedene EQ-Typen. Der Standard-EQ kommt mit Schiebereglern und zeigt die EQ-Kurve an, so wie man es aus den gängigen DAWs kennt. Leider lässt sich die EQ-Kurve nur mit den Reglern und nicht direkt in der Kurve editieren. Auch eine Spektrumsanzeige des eingehenden Signals wäre schön, ist aber höchst wahrscheinlich zu rechenintensiv. Der Standard-EQ klingt verfärbungsfrei und macht, was er soll.

 

Vintage und Smooth EQ

Vintage- und Smooth-EQ

 

Der Vintage-EQ bietet natürlich auch eine Vintage-Optik und klingt kerniger und dicker als der Standard-EQ, was ihn zu meinem Favoriten macht, da sich die Signale so gut durchsetzen. Der Smooth-EQ lässt sich in seiner Sanftheit anpassen, klingt für meinen Geschmack aber etwas dumpf und bassig. Das kann für bestimmte Signale aber genau richtig sein. Die Mackie Master Fader App bietet im Vergleich zwar auch verschiedene EQs, doch ist es dort nur Augenwischerei, denn außer der Optik verändert sich sonst nichts. Der Equalizer im RCF M18 bietet dagegen auch klangliche Vielfalt.

 

Master-Sektion

 

Master-Prozessoren

Master-Prozessoren

 

Die Master-Sektion beinhaltet neben einem 31-Band-EQ auch drei weitere einfach zu bedienende Klang-Prozessoren. Da ist zum einen der Valve Warmer, ein Sättigungseffekt, der von leicht angezerrt bis voll verzerrt alles bietet. Ich würde ihn aber nicht benutzen, da die vollmundig beschriebene analoge Wärme dadurch nicht zustande kommt. Das einzige, was man hier bekommt, ist Verzerrung, was live nicht unbedingt von Vorteil ist, will man doch normalerweise möglichst hohe unverzerrte Pegel erreichen.

Als nächstes kommt der Xciter. Da denken viele wohl an die 80er Jahre, doch der Exciter wirkt wirklich wahre Wunder. Obenrum etwas Präsenz, untenrum etwas Schub – das gefällt und macht nur wenig hochfrequente Nebengeräusche. Damit lässt sich sogar der typische Radio-Sprecher-Sound formen, genau das Richtige für Alleinunterhalter und DJs.
Als nächstes kommt der Maximizer, der das Signal am Ende auf Wunsch limitiert und mehr Lautheit erzeugen kann. Damit sollte man bei Veranstaltungen dosiert umgehen, denn mit der Summen-Komprimierung sinkt auch die Feedback-Schwelle und damit der mögliche Maximalpegel, bevor alles in einer Feedback-Orgie untergeht. Er ist klanglich nicht so transparent wie Studio-Plug-ins, tut aber ansonsten, was er soll.
Danach kommt der 31-Band-EQ. Dieser lässt sich vergrößert anzeigen, um genauer arbeiten zu können und er bietet eine clevere Draw-Funktion zum Einzeichnen der EQ-Kurve mit dem Finger. Alle weiteren Ausgänge besitzen den Standard-4-Band-EQ, der ansonsten auch bei den Inputs zu finden ist. Das heißt, auch die Bühnenmonitore lassen sich klanglich anpassen.

Forum
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    Danny Who  AHU

    Eine Profifirma, die ein absolutes Paradigma falsch umsetzt (alles unter 0dBFS darf nicht zerren, sofern die Quelle sauber ist), hat irgendwo reichlich geschlafen.

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      r.biernat  RED

      Dass die Eingangs- und Ausgangsstufen irgendwann anfangen zu zerren ist klar, aber solch hartes Clipping auf digitaler Ebene hat mich auch gewundert. Ich hätte gedacht, dass wäre heutzutage kein Thema mehr. Zumindest sind wir da durch moderne Mischpulte und DAW´s mit hoher interner Bitauflösung oder Fließkomma-Berechnung stark verwöhnt. Vielleicht lässt sich das aber auch programmiertechnisch beheben, wer weiß.

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    Martin Andersson  RED

    Danke für den ausführlichen Test, Robert. Das Konzept ist überzeugend und dennoch unbrauchbar. Ehrlich gesagt würde ich diesem Digital Mischer nicht einmal einen Stern geben. Ein Mischer, der derart schnell zu clippen beginnt, ist vergleichbar mit einem Auto, dessen Bremsen nicht funktionieren. Und dann ist die weitere Ausstattung auch egal. Nur meine Meinung.

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      r.biernat  RED

      Danke für den Kommentar. Um den Vergleich weiter zu führen: die Bremsen funktionieren schon, man darf nur nicht zu viel Gas geben.

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    vssmnn  AHU

    Hatte am Wochenende worst-case Szenario mit der Band:
    Gerät angeschaltet, kein WLAN sichtbar.
    Reset nach allen 3 im Handbuch beschriebenen Szenarien durchgeführt – kein Erfolg, das Gerät war nicht zu erreichen.
    Externen Accesspoint per LAN angeschlossen, ebenfalls erfolglos.

    Dass man auf das Gerät zur Not nicht direkt per LAN über Browser erreichen kann, z.B. über einen Laptop, um zu sehen, ob das M18 überhaupt noch lebt, ist sehr unpraktisch und lässt einen total im ungewissen stehen.
    Zum Glück konnten wir noch einen analogen Mixer auftreiben und den Abend (und die Gage) retten.

    Hatten schon vorher das Phänomen, daß während der Live Mugge sich 2-3 mal Kanäle wie von selbst verstellten. Ich dachte erst, daß da vielleicht ein iPad Touchscreen ne Macke hat, aber nach dem letzten Wochenende bewerte ich das M18 als defekt.
    Letztendlich finde ich den Ansätze von Mackie, wo man auch ohne WLAN arbeiten kann, weil das Gerät im Dock steckt, oder von Behringer (Browserintegration) zumindest etwas (betriebs) sichererer. Nochmal würde ich den M18 nur aus diesem Grund nicht kaufen, ansonsten eigentlich sehr ok.

    Nach dem 10 Reset-Versuch im Büro gebe ich es jetzt auf und bringe das Gerät zur Post.
    Selten so geschwitzt und geflucht ;-)))

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      Steffen7533

      Habe mir den RCF M18 letzte Woche gekauft und war echt begeistert, genau das richtige für meine Bedürfnisse im Proberaum und für die kleinen „Kneipen-Gigs“.

      Das Problem, was du da beschreibst, also dass der mixer nichts mehr von sich gibt hatte ich jetzt auch.
      Er funktionierte zwischendurch wieder einwandfrei, dann wider nicht… hat da schon jemand eine adäquate Lösung gefunden?
      Ich meine, die Kommentare hier sind von 2017, vielleicht gibt es ja schon weitere Erfahrungen.

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      vssmnn  AHU

      Fast 1 Jahr danach.. gestern wieder die gleiche Situation.
      Kollege hatte zum Glück einen Behringer X18 mit.
      Der Mist kündigte sich schon seit 3 Muggen an, spontane Mutes einzelner Kanäle und wundersame Pegeländerungen in den Kanälen, obwohl keiner dran rummacht.
      Gestern auf dem Dorf gemuggt und das Teil angeschaltet,: Kein Wifi.
      Die Reset-Prozedur ist die jämmerlichste Mistkaxxe, und sie funktioniert nicht mal.
      Da kannst Du gern 20x versuchen, das Teil auf Werkszustand zurückzusetzen, da blinkert nix bei der Front-LED, was angeblich sein soll. Spontan war dann heute mal das WLAn da, um nach dem nächsten Anschalten wieder trotz X-fachem Reset nicht wieder zu erscheinen.
      Das Ding ist einfach Mist.. großer Mist.

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        r.biernat  RED

        Das tut mir leid zu hören. Wenn dann noch die Zeit knapp wird vor der Mucke, dann sprießen die grauen Haare nur so. Das ist kein Spaß.

        Wenn ich bei Live-Mucken Probleme hatte, dann entweder mit kaputten Kabeln oder mit Digitalpulten. Ein Yamaha 01V hat sich mal direkt nach dem fertigen Soundcheck verabschiedet und nur noch Rauschen mit Vollpegel von sich gegeben. Ein altes Mackie 8-Bus Analogpult musste aushelfen und klang megageil ohne Kompressoren, Gates und Effekte. Das hat selbst die Band auf der Bühne gemerkt.
        Mit Soundcraft-Digitalpulten verbindet mich sowieso eine Hass-Liebe. Wie oft mich das SI Performer im Stich gelassen hat… Dropouts und Knackser bei der Benutzung der digitalen Stagebox trotz teurer Neutrik-Cat5-Kabeltrommel, und immer dann wenn man es gerade gar nicht gebrauchen kann.
        Der Super-Gau dann an Silvester vor 3 Jahren, 21.30 die Hauptband spielt ihren 3. Song, ich schalte das Delay an und was kommt unvermittelt mit voller Härte aus den Boxen…weißes Rauschen mit Vollpegel. Neustart, neues Cat-5 Kabel, Frequenzweiche getauscht, Amps getauscht…Es half alles nichts, der Abend war gelaufen.
        Den genauen Fehler konnte ich nie herausfinden, auch Thomann und Soundcraft nicht.

        Mein Tipp: Tu dir den Streß nicht an und besorg dir etwas das zuverlässig ist. Das Leben ist zu kurz, um sich über schlechte Digitalpulte zu ärgern.

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