Test: Red Panda Raster, Effektpedal für Gitarre

Sound und Praxis mit dem Red Panda Raster

Von extravaganten, abgedrehten Pitchshift-Sounds, über Leslie- und Rotary-Simulationen und wunderbar warm und weich klingenden Echos, bis hin zu atemberaubend fett klingenden Chorus- und Flanger-Klängen reicht das Repertoire des Red Panda Raster. Ich muss an dieser Stelle zugeben, selten einen Bodentreter gehört und gespielt zu haben, der eine solch große Anzahl an Modulationseffekten bei einer derart guten Signalqualität bietet. Es macht großen Spaß, mit den vier Potis und den zwei Minischaltern auf Entdeckungsreise zu gehen und dabei immer neue und inspirierende Sounds zu entdecken. Jede noch so kleine Bewegung der Regler löst eine regelrechte Kettenreaktion von Shift- und Echoeffekten aus, die auf Wunsch bis in die Selbstoszillation getrieben werden können.

Stirn

— Die Stirn des Panda —

 

Dabei ist die Signalqualität und die Dynamik des Red Panda Raster schlichtweg fantastisch. Abgesehen vom absolut nebengeräuschfreien Grundsound, dank True-Bypass-Schaltung, sind sämtliche Effekte bis in die kleinste Nuance wahrnehmbar. Das gilt bei weitem nicht nur für die Wiederholungen der ausgedehnten Echos, auch die Shift-Effekte wirken ungemein plastisch und sind, wenn es drauf ankommt, ohne jegliche Latenz spielbar.

Auch im Overdrive-Betrieb macht sich das Raster bestens und kann hier, speziell in einem Mix aus Chorus, Flanger und Doubler, verzerrte Riffs noch eine ganze Spur fieser klingen lassen, ohne das Originalsignal in seiner Qualität zu beschneiden oder etwa zu vermatschen.

Fazit

Es war schon immer etwas teurer, exklusiv zu sein! Das trifft voll und ganz auf das Red Panda Raster zu, dessen Preis von rund 300,- Euro natürlich für viele zunächst abschreckend wirken dürfte. Der Kostenfaktor tritt aber zunehmend in den Hintergrund und wandelt sich spätestens nach 10 Minuten Beschäftigung mit dem Pedal in den „Haben will“ Modus. So viel Zeit sollte man sich mindestens gönnen, um mit den vielfältigen Möglichkeiten des Raster vertraut zu werden. Und dabei kratzt man gerade einmal an der Oberfläche der Möglichkeiten, die dieses Pedal bietet. Ein absolutes Muss für Fans von Modulationseffekten und Leuten, die immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationen sind!

Klangbeispiele: Charvel Jake E Lee Signature, Orange Micro Dark, Hughes & Kettner 1×12″ Box (Celestion Vintage 30), Shrue SM57

Plus

  • dynamische und flexible Echosounds
  • experimentelle Pitchshift Effekte
  • schnelles Tracking
  • hervorragende Signalqualität/Nebengeräuschverhalten
  • robuste Konstruktion
  • Anschlüsse platzsparend auf der Stirnseite
  • hoher Kreativitätsfakor

Minus

  • Minischalter recht fragil

Preis

  • Ladenpreis: 289,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das Gerät sieht zugegeben wirklich sehr schön aus, und könnte so machen Gitarristen inspirieren, aber bei dem Preis beginnt die Inspiration sich nach was anderem um zu schauen. Und da schläft die Konkurrenz nicht? Fazit zu teuer

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Teste das Gerät doch einfach mal und gib dann (d)ein Urteil ab :) Die Kiste macht verdammt viel Spaß und ist m.M.n. jeden Cent wert.

  2. Profilbild
    Macilias  

    Ein Strymon Timeline kann da schon sehr viel mehr und lässt sich auch wunderbar über midi sturen, klingt meiner Meinung nach besser und hat noch einen eingebauten Looper. So viel teuerer ist er dann auch nicht – kann aber eine dermassen breite Fläche zaubern dass das Ding in einer anderen Liga zurückbleibt.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.