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Test: Reloop Beatpad, iPad-Controller

(ID: 85620)

Die Steuerung der App über den Controller funktioniert wirklich tadellos und ohne jegliche Latenz. Mittig sitzen die Knöpfe zur Steuerung von Browser und Trackauswahl und schon kann es los gehen. Die Haptik ist alles in allem sehr gut und die Bedienelemente fühlen sich wertig und stabil an. Die großen, flach gehaltenen Jogwheels überzeugen ebenfalls, nichts wackelt oder hat Luft. Außerdem bieten alle Fader einen angenehmen, dem jeweiligen Zweck angepassten Widerstand.

Etwas ungünstig hingegen erscheint mir die Unterbringung der Kopfhörer-Regler inmitten der beiden EQ-Reihen. Zwar ist genügend Platz und optisch mag das Ganze schick aussehen, von der Bedienbarkeit her hätte man jedoch einen besseren Platz im unteren Bereich des Beatpad finden können. Dies gilt ebenso für die beiden Pitch-Regler, die etwas entfernt von den Jogs links und rechts oben am Gehäuserand einen Platz gefunden haben. Aber lieber so, als dass man die Jogwheels zugunsten einer näheren Unterbringung verkleinert hätte.

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Die Effektsektion.

Die Effektsektion

Die weiteren Bedienelemente auf dem Controller zeigen, was bereits einige Tests vorher ans Licht gebracht haben: Die DJay App von Algorridim ist eine ernst zu nehmende Alternative zum Auflegen mit dem Laptop geworden. Neben den Standard-Steuerelementen bietet das Reloop Beatpad zwei umfangreiche Effekt- und Kreativabteilungen zur Steuerung der App. So lassen sich direkt am Controller Effekte auswählen und zumischen, die Filter der App bedienen und vier verschiedene Performance-Modes verarbeiten. Dazu dienen jeweils vier kleine Pads, die dann zum Beispiel zum Triggern von Hotcue-Punkten, Loops oder auch Samples verwendet werden können. Und das läuft wirklich flüssig, sehr gut! Die App macht einen sehr stabilen und schnellen Eindruck, überzeugt mit einer guten, farbigen Wellenformdarstellung und punktet auch in wichtigen Bereichen wie zum Beispiel der Geschwindigkeit der Trackanalyse und Übersicht im Browser. Darüber hinaus geht Algorridim einen interessanten Weg in Richtung Zukunft. User des Streaming Dienstes Spotify können mittels einer Internetverbindung ihre Musik über DJay mixen.

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Die Optik der App setzt sich auf dem Beatband fort.

Die Optik der App setzt sich auf dem Beatpad fort

Gleiches gilt natürlich an dieser Stelle für die App, die für Mac OS und einen entsprechenden Laptop zu erstehen ist. Da das Beatpad  aber offensichtlich für ein iPad gebaut ist, macht es an dieser Stelle Sinn, vor allem diesen Anwendungsbereich zu beleuchten.

 

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Fazit

Wer damit liebäugelt, sein iPad als DJ-Gerät zu verwenden, dem kann ich das Reloop Beatpad nur sehr ans Herz legen. Bisher hat mich kein iPad Controller in dieser Form überzeugt. Entweder sind die Bedienelemente zu spartanisch, um kompakte Maße zu erzeugen oder aber die Materialauswahl ist qualitativ eher schlecht, um den Preis zu drücken und damit eher die Käuferschicht der Spaß-DJs zu erreichen (was natürlich auch seine Berechtigung hat). Mit dem Beatpad bekommt man nun erstmals eine Vorstellung davon, wie leistungsfähig iPad Apps heutzutage sind und dass es sich bald nicht mehr lohnen wird, einen Laptop mit zum nächsten Gig in die Bar oder den Club zu nehmen. Reloop hat hier vieles richtig gemacht. Nicht nur, dass sich das iPad während des Sets laden lässt (was eigentlich eine Grundvoraussetzung sein sollte, damit man nicht nach 3 Stunden abbrechen muss), man hat Wert auf qualitative Verarbeitung, umfangreiche Bedienmöglichkeiten und gute Ausstattung gelegt. Der Klang kann überzeugen, ist transparent und druckvoll, es gibt, wenn auch marginale Möglichkeiten, weitere Geräte oder ein Mikro anzuschließen und man kann die Möglichkeiten der Software tatsächlich vom Controller aus voll ausschöpfen. Wer auf einen Booth-Ausgang verzichten und sich mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Position der Cue-Mix-Regler einstellen kann, für den ist das Reloop Beatpad eine klare Kaufempfehlung.

Plus

  • gute Verarbeitung und Qualität
  • umfangreiche Steuermöglichkeiten
  • DJay App
  • guter Sound
  • iPad wird während der Performance geladen

Minus

  • Position der Cue-Mix-Regler
  • keine Vorhörmöglichkeit für Mikro und Aux-Geräte

Preis

  • Straßenpreis: 439,00 Euro
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