Die Steuerung der App über den Controller funktioniert wirklich tadellos und ohne jegliche Latenz. Mittig sitzen die Knöpfe zur Steuerung von Browser und Trackauswahl und schon kann es los gehen. Die Haptik ist alles in allem sehr gut und die Bedienelemente fühlen sich wertig und stabil an. Die großen, flach gehaltenen Jogwheels überzeugen ebenfalls, nichts wackelt oder hat Luft. Außerdem bieten alle Fader einen angenehmen, dem jeweiligen Zweck angepassten Widerstand.
Etwas ungünstig hingegen erscheint mir die Unterbringung der Kopfhörer-Regler inmitten der beiden EQ-Reihen. Zwar ist genügend Platz und optisch mag das Ganze schick aussehen, von der Bedienbarkeit her hätte man jedoch einen besseren Platz im unteren Bereich des Beatpad finden können. Dies gilt ebenso für die beiden Pitch-Regler, die etwas entfernt von den Jogs links und rechts oben am Gehäuserand einen Platz gefunden haben. Aber lieber so, als dass man die Jogwheels zugunsten einer näheren Unterbringung verkleinert hätte.
Die weiteren Bedienelemente auf dem Controller zeigen, was bereits einige Tests vorher ans Licht gebracht haben: Die DJay App von Algorridim ist eine ernst zu nehmende Alternative zum Auflegen mit dem Laptop geworden. Neben den Standard-Steuerelementen bietet das Reloop Beatpad zwei umfangreiche Effekt- und Kreativabteilungen zur Steuerung der App. So lassen sich direkt am Controller Effekte auswählen und zumischen, die Filter der App bedienen und vier verschiedene Performance-Modes verarbeiten. Dazu dienen jeweils vier kleine Pads, die dann zum Beispiel zum Triggern von Hotcue-Punkten, Loops oder auch Samples verwendet werden können. Und das läuft wirklich flüssig, sehr gut! Die App macht einen sehr stabilen und schnellen Eindruck, überzeugt mit einer guten, farbigen Wellenformdarstellung und punktet auch in wichtigen Bereichen wie zum Beispiel der Geschwindigkeit der Trackanalyse und Übersicht im Browser. Darüber hinaus geht Algorridim einen interessanten Weg in Richtung Zukunft. User des Streaming Dienstes Spotify können mittels einer Internetverbindung ihre Musik über DJay mixen.
Gleiches gilt natürlich an dieser Stelle für die App, die für Mac OS und einen entsprechenden Laptop zu erstehen ist. Da das Beatpad aber offensichtlich für ein iPad gebaut ist, macht es an dieser Stelle Sinn, vor allem diesen Anwendungsbereich zu beleuchten.



























