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Test: Reloop RP-7, 7″-Vinyl DJ-Plattenspieler

Reloop RP-7: Der erste DJ-Plattenspieler nur für 7"-Vinyl

18. September 2025
Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ-Plattenspieler

Test: Reloop RP-7, 7″-Vinyl DJ-Plattenspieler

Der Reloop RP-7 ist der erste professionell in Serie gefertigte DJ-Plattenspieler für 7″-Vinyl. Wir schauen uns an, was der kompakte Plattenspieler kann, für wen er sich eignet und was ihn ausmacht.

Erst Ende August offiziell angekündigt und schon bei uns im Test: Der Reloop RP-7 ist ein DJ-Plattenspieler, aber ein ganz eigener. Er ist konzipiert für das kleine Schallplattenformat mit 7 Zoll Durchmesser. Wir sind gespannt, was wir hier erhalten. Dahingehend fangen wir doch erstmal mit ein paar Hardfacts an. Zunächst können wir die Abmessungen darlegen. Mit 35 x 27 x 13,9 cm (B x T x H) sind diese natürlich deutlich schmaler als sonst. Das Gewicht von 5,7 kg ist für diese Abmessungen gar nicht mal so gering, was wir gut finden. Je schwerer, desto besser, zumindest insofern, als dass dies eine bessere Laufruhe erzeugt und weniger vibrationsanfällig ist.

Bewertung

Reloop RP-7

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors
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Kurz & knapp
Worum geht es? Der Reloop RP-7 ist der erste professionelle DJ-Plattenspieler speziell für 7″-Vinyl. Getestet werden Ausstattung, Handling und Zielgruppe.
  • Kompakt: Mit 35 x 27 cm und 5,7 kg bietet der RP-7 ein handliches, aber stabiles Format.
  • Antrieb: Direktantrieb mit 2,5 kg/cm Drehmoment sorgt für zuverlässiges Cuen und Scratchen.
  • Tonarm: Höhenverstellbare VTA-Basis, gerader Tonarm – ideal für Headshell-Tonabnehmer.
  • Zielgruppe: Sammler und DJs mit 7″-Vinyl profitieren, der Preis von 549,- Euro richtet sich an Liebhaber. 

Ein paar Fakten zu dem 7″-DJ-Plattenspieler

Was uns bei der Ankündigung besonders gefreut hat, ist, dass beim Reloop RP-7 auf einen DC-Motor gesetzt wurde, der den notwendigen Anschub garantiert.

Ganze 2,5 kg/cm Drehmoment verpackt der kompakte DJ-Plattenspieler. Der bürstenlose Motor wurde neu entwickelt. Wir freuen uns, dass hier auf einen Direktantrieb und nicht auf einen Riemen gesetzt wurde. Das hohe Drehmoment ist notwendig, um verlässlich zu cuen und vernünftig zu scratchen.

Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ Plattenspieler

Alles bekannt – nur kleiner

Die nächste gute Nachricht gibt es in Bezug auf den Tonarm: Hier wurde die höhenverstellbare VTA-Tonarmbasis der Modelle Reloop RP-7000 und RP-8000 verwendet. Im Vergleich zu den größeren Modellen verfügt der Reloop RP 7 jedoch über einen geraden Tonarm aus Kupfer mit interner Gummidämpfung, der eine ideale Spurtreue auf der Schallplatte garantiert. Selbstverständlich verfügt der Plattenspieler auch über einen hydraulischen Lift für den Tonarm. Auf Anti-Skating wird bei dem DJ-Plattenspieler für 7″-Vinyl verzichtet. Dafür gibt es das universelle Tonabnehmer-Anschlusssystem, sodass Headshell-Tonabnehmer verwendet werden können.

Der Reloop RP-7 deckt neben 33 1/3 und 45 rpm auch 78 rpm ab. Er verfügt über einen Tempo-Fader ohne Einrastung bei 0 % mit einem einstellbaren Pitch-Bereich von +/- 8 %, +/- 16 % und sogar +/- 35 %. Das gibt den Anwendern einen ziemlich großen Spielraum, um komplett unterschiedliche Tempi und Genres zu mixen.

Positiv ist auch, dass sowohl Cinch- als auch Erdungs- und Netzkabel abnehmbar sind und bei einem Kabelbruch einfach ausgetauscht werden können, ohne dass an einer Platine gelötet werden muss.

Interessant ist außerdem, dass die LED-Nadelbeleuchtung drehbar und sogar abnehmbar ist.

Der Lieferumfang des Reloop RP-7

Sprechen wir kurz über den Lieferumfang des DJ-Plattenspielers. Die schlechte Nachricht vorweg: Es liegt kein Tonabnehmer bei. Im Paket enthalten sind neben dem Gerät selbst ein Vinyl-Puck, eine Slipmat, ein Slip Sheet, ein Gegengewicht, ein Phono-Cinch-Kabel mit Erdung, ein Netzkabel und die LED-Nadelbeleuchtung.

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Der kompakte DJ-Plattenspieler in der Praxis

Kommen wir zur Praxis mit dem Reloop RP-7: Der schwarze Plattenspieler ist schnell ausgepackt und macht direkt einen guten und vor allem wertigen Eindruck. Für sein Format bringt das Gerät ein ordentliches Gewicht auf die Waage. An der Rückseite werden schnell die notwendigen Kabel an die Anschlüsse gesteckt. Der Cinch-Anschluss des Reloop RP-7 ist vergoldet.

Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ Plattenspieler

Ein Feature, das extrem konsumentenfreundlich ist, haben wir dabei noch gar nicht erwähnt: Der Reloop RP-7 hat auf der Rückseite einen Schalter, mit dem sich das Signal bei Bedarf von Phono auf Line umstellen lässt. Das finden wir super, da das ausgehende Signal so nicht unbedingt vorverstärkt werden muss.

Bevor wir jedoch vollends durchstarten können, müssen wir zunächst einen Tonabnehmer über den Bajonett-Anschluss anbringen und mit dem Gegengewicht richtig einstellen. Das geht relativ zügig, dann können wir loslegen.

Der passende Tonabnehmer für den DJ-Plattenspieler

Hier möchten wir auf die Thematik des Tonabnehmers zu sprechen kommen. Aufgrund des universellen Anschlusses können selbstverständlich auch Concorde-Systeme angeschlossen werden. Da wir nur ein solches zur Verfügung hatten, haben wir dieses für unseren Test verwendet. Dabei gab es aus unserer Sicht keine Probleme.

Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ Plattenspieler

Im Setup sieht der „Kleine“ wirklich gut aus!

Reloop selbst empfiehlt für die Verwendung mit dem Reloop RP-7 Headshell-Tonabnehmer auf Grund des Tracking Angle Errors. Dieser entsteht, weil der Tonarm des Plattenspielers nicht exakt tangential zur Plattenrille ausgerichtet ist, sondern in einem Winkel aufliegt. Dadurch kommt es zu Verzerrungen, die je nach Tonarmgeometrie und Abtastposition auf der Schallplatte unterschiedlich stark ausfallen. Aufgrund des geraden Tonarms, der in dieser Ausführung auch kürzer ist, ist der Tracking-Angle-Error bei diesem Modell größer als bei regulären Plattenspielern. Reloop gibt an, dass die Verwendung von Headshell-Tonabnehmern zu einem besseren Sound, einer präziseren Stylus-Position und einer ausgeglicheneren Abnutzung führt. Daher empfiehlt das Unternehmen die Verwendung solcher Tonabnehmer. Wer mehr darüber lesen möchte, dem verlinken wir zu dieser Thematik hier die ausführliche Darlegung des Herstellers.

Aber weiter im Text und vor allem in der Praxis! Zugegeben, unsere Sammlung an 7″-Vinyl ist nicht gerade groß. Dennoch greifen wir in unsere Plattenkiste und legen die erste Schallplatte auf.

Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ Plattenspieler

Der höhenverstellbare Tonarm der Reloop RP-7

Beim Drücken der Play-Taste merken wir, dass der Direktantrieb gute Arbeit leistet und schnell auf Geschwindigkeit kommt. Im Übrigen ist beim Reloop RP-7 der An- und Ausschalter eingelassen, sodass man den Plattenspieler nicht aus Versehen während des Betriebs ausschaltet. Bei den ersten Berührungen der Schallplatte zum Cuen und Scratchen merken wir, wie locker der Plattenteller darunter läuft. Scratchen ist damit wirklich gut möglich.

Der Formfaktor ist zunächst einfach ungewohnt. Wer könnte es uns verübeln? Schließlich feiern wir mit dem Reloop RP-7 eine kleine Premiere.

Für unseren Test benutzen wir unseren DJM-400, dieser ist etwas kleiner als der Plattenspieler. Wer einen 2-Kanal-DJ-Mixer von Reloop, wie den RMX 22i, verwendet, kann sich freuen: Hier schließt der Plattenspieler bündig mit dem Mixer ab, sofern man den RP-7 um 90 Grad dreht und in den Battle-Modus versetzt.

Ein Setup mit zwei dieser Plattenspieler hat in unseren Augen absoluten Charme, jedoch bedarf es der entsprechenden Sammlung passender Schallplatten.

Wir testen schnell alle Abspielgeschwindigkeiten durch. Um auf 78 RPM zu kommen, muss man wie so oft sowohl den 33- als auch den 45-RPM-Knopf gleichzeitig drücken. Das klappt alles problemlos. Gleiches gilt für das Durchschalten der Pitch-Range: +/- 35 % deckt wirklich einen ziemlich großen Bereich ab. Eine LED über dem Pitch-Fader leuchtet durchgehend rot, wenn die Range auf +/- 16 % eingestellt ist, und sie blinkt, wenn der noch größere Pitch-Bereich aktiv ist.

Beim Abspielen unserer Schallplatte läuft alles rund: Der Reloop RP-7 hält brav die Spur, springt nicht und gibt das Signal klar wieder.

Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ Plattenspieler

Die Nadelbeleuchtung lässt sich um 360 Grad drehen und kann bei Bedarf auch vollständig abgenommen werden

Dann wäre da noch die freidrehbare und sogar abzunehmende Nadelbeleuchtung. Das ist irgendwie ein cooles Feature, wobei wir diese schlussendlich doch nur auf die Nadel ausrichten, um immer einen Blick auf ungewollte Störpartikel zu haben.

Alles in allem eignet sich der Reloop RP-7 sowohl zum Hören als auch zum ganz normalen Auflegen von Schallplatten.

Die Zielgruppe des Reloop RP-7

Der Reloop RP-7 spricht natürlich eine ganz besondere Zielgruppe an. Mit diesem Modell kommen Sammler von 7″-Vinyl auf ihre Kosten. Es ist der erste Plattenspieler seiner Art, der vollends auf dieses Format ausgelegt wurde. Wer also viele dieser kleinen Schallplatten sein Eigen nennt und sie in einem passenden Format auflegen und mixen möchte, für den ist dieser DJ-Plattenspieler absolut geeignet. Für alle anderen gibt es genügend andere Modelle, ob von Reloop selbst oder von anderen Marken wie dem Klassiker Technics SL-1200.

Test: Reloop RP-7, 7"-Vinyl DJ Plattenspieler

Der Reloop RP-7 im Battle-Mode

Preis des kompakten DJ-Plattenspielers

Der Kostenpunkt für den Reloop RP-7 liegt bei 549,- Euro. Das ist nicht wenig, jedoch bekommt man hier einen grundsoliden Plattenspieler mit einem vernünftigen DC-Motor und gutem Drehmoment. Passend zum Preis wirkt das Gerät sehr wertig und verfügt über alle notwendigen Funktionen zum Auflegen. Allerdings benötigt man dann zwei Einheiten. Für etwas mehr Geld gibt es etablierte Plattenspieler in regulärer Größe, mit denen sich auch 7″-Schallplatten abspielen und mixen lassen. In unseren Augen ist der Preis trotz der Wertigkeit des Modells recht hoch angesetzt und wirklich etwas für Liebhaber.

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Fazit

Mit dem Reloop RP-7 bekommen wir einen wirklich gut verarbeiteten, aktuell einzigartigen DJ-Plattenspieler der extra für 7“-Vinyl konzipiert worden ist. Das einzige, was dem Lieferumfang fehlt ist ein passender Tonabnehmer, hier empfiehlt der Hersteller für den optimalen Sound die Verwendung eines Headshell-Systems.

Der Reloop RP-7 kann alles, was ein „großer“ auch kann. Mit allen RPM-Varianten und einer anpassbaren Pitch-Range von bis zu +/- 35 % bekommen wir hier jede denkbare Flexibilität die wir als DJ benötigen. Dabei richtet sich der Plattenspieler natürlich klar an Liebhaber des kleinen Vinyl-Formates.
Preislich setzt der Reloop RP-7 mit 549,- Euro in unseren Augen relativ hoch an, da man für mehr Geld einen regulären DJ-Plattenspieler erhält, mit dem auch kleine Schallplatten abgespielt werden können. Dennoch können wir nicht anders und müssen dem Modell von Reloop eine Menge Charme attestieren.

Plus

  • tolle Verarbeitung
  • alle Abspielgeschwindigkeiten und großer Pitch-Bereich möglich

Minus

  • kein Tonabnehmer im Lieferumfang

Preis

  • 549,- Euro
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Über den Autor
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The Droids RED

Im Dezember 2016 haben sich die langjährigen Musiker und Freunde Max und Amin unter dem Namen The Droids als Live-Act zusammengeschlossen. Mit elektronischen Live-Sets, Hybrid-DJ-Sets und DJ-Performances begeistert das Duo seine Fans mit pumpenden Bässen, dramatischen Synthesizer-Melodien und markanten 909-Drum- Sequenzen. Dabei erschaffen The Droids einen Sound geprägt von klassischer House-Musik, sphärischen und träumerischen Klänge sowie melodischem und dunklem Techno. Durch ihre ...

Forum
    • Profilbild
      Mattvank

      @Nicole Preislich sogar teurer als eine 12 incher. Selbst die Platten kosten genausoviel.
      Anfürsich ein intressantes Format wenn es ums auflegen mit Vinyl geht. Aber so?

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Nicole hab sogar auf insta einige Postings damit gesehen.
      für nerd-djs sicher interessant 😄
      was man wissen sollte, in der Jamaikanischer Musikszene gibt’s fast alles auf 7 Inch.

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        svebur

        @Numitron Ich mußte da irgendwie gleich an Macka B’s „Never played a 45“ denken.

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          Numitron AHU

          @svebur danke! kannte ich noch nicht.
          passt ja wie die Faust aufs Auge! 😉
          hab eine Queens of the Stone age 7 Inch single in grau und von Jan delay eine 12 Inch mit 7 Inch dabei 😎

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            svebur

            @Numitron Gerne :) „Suspicious“ und „Cucumba To Di World“ find ich von ihm auch recht genial.

            Ich hab auch noch ne bescheidene Sammlung, aber die rechtfertigt leider auch keinen 7″-Player im Battle Mode.

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        Numitron AHU

        @Numitron ein e Piano? oder eine musicbox?.😎
        im österreichischen Fernsehen hab’s ab 1985 eine Show mit Videoclips namens Wurlitzer.
        Leute könnten anrufen und Songs wünschen.
        in der ersten Folge war Falco zu sehen..
        im meiner Erinnerung spielte es sehr oft „say,say,say“ von Paul mc cartney und Michael Jackson. ein Song den man komischerweise heute nicht mehr im Radio oder sonst wo hört.

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          Numitron AHU

          @Numitron haha.
          ich hab letztes Jahr einen alten Sony 200 Fach Cd Wechsler gekauft.
          alte Alben von Sony music sind sehr günstig.
          zb 5er Box cypress Hill oder Korn nur 12€!
          bin Jean Michel Jarre gibt’s sogar 2 Boxen.
          aber leider nicht nur gute alben dabei. 😄

          • Profilbild
            Numitron AHU

            @Numitron sozusagen 😉
            als Kind hab ich von so einem hifiturm geträumt.
            heute sehr günstig, will ja fast keiner mehr.😂

  1. Profilbild
    FaderMode

    Sieht ganz schick aus und könnte für den einen oder anderen nützlich sein. In meinem Fall ist es jedoch eher unnötig.

  2. Profilbild
    luap AHU

    Dann gehst mal beim Kumpel paar Schallplatten durchstöbern und merkst dann, dass du seine normalen Schallplatten nicht mal drauf abspielen kannst.
    Also wirklich sehr speziell.

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