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Test: Reon Driftbox RE-501R Limited, Synthesizer


Mal was zum Abdriften

Die Reon Driftbox RE-501R des japanischen Ein-Mann-Unternehmens Reon ist eines von mehreren semimodularen Modulen in kompakter Baugröße. Es handelt sich hierbei um die „Special Edition“, die sich jedoch offensichtlich nur in der Farbgebung unterscheidet.

Reon Driftbox-R - RE-501R Limited Edition

Reon Driftbox-R – RE-501R Limited Edition

Der schwarze Metallkasten mit den schlanken Maßen von 150 x 105 x 58 mm hat in der normalen Edition eine hellblaue Beschriftung. In der Special Edition ist dies ein bekannter Grünton, der sofort der Roland AIRA-Serie zuzuordnen ist. Warum konkret jetzt hier und die RE-501R als „AIRA-Edition“ angeboten wird, erschließt sich jedenfalls nicht sofort. Hier und da wird berichtet, dass ROLAND den Vertrieb außerhalb Japans übernimmt, jedoch nur für den RE-501R. Offiziell läuft der Vertrieb aller Driftboxen jedoch über eine ominöse japanische E-Mail Mini-Firma.

Beim Reon RE-501R handelt sich um einen voll analogen Schreibtisch-Synth, dem jegliche digitale Komponente abgeht. Es gibt weder eine der bekannten USB-AIRA-Schnittstellen, noch eine Form der MIDI-Steuerung über MIDI-USB/DIN-MIDI. Gesteuert wird ausschließlich über CV/Gate, die kleinen, aber robusten Kippschalter und die 14 Potis. Diese gehen ölig schwer und so lassen sich Einstellungen präzise vornehmen. Die Potikappen sind aus Hartplastik, ein wenig geriffelt und erinnern unweigerlich an MOOG.

Noch so einer?

Die Ausstattung ist zunächst einfach beschrieben und lässt vermuten, dass es sich bei der Reon Driftbox RE-501R um „noch so einen“ Analogsynth handelt: 2 Oszillatoren gehen in ein Low-Pass-Filter und werden dann durch die Lautstärken-Hüllkurve an den Audioausgang geschickt. So weit, so unspektakulär. Wäre da nicht die interne Verschaltung der einzelnen Elemente untereinander. Selbst ausgesprochene Modularkenner dürften ein wenig brauchen, um da durchzublicken. Das macht die Driftbox-R einerseits interessant, andererseits tut sie sich mit Sachen schwer, die ein Synth selbstverständlich beherrschen sollte.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
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    t.goldschmitz RED

    Hi!

    Grundsätzlich:

    2 x Standard VCO
    1 x VCA
    1 x VCF

    und dann halt die Verschaltung.

    Möglich, dass da noch ein Mixer rein muss.
    Ich wollte damit nur zu bedenken geben, dass man mit etwas mehr Investition ein ungleich flexibleres Instrument bekommt. Allerdings ist der Preis der Driftbox-R noch mal runtergegangen, so dass der Vergleich nun etwas unfair erscheinen mag.

    • Profilbild
      budinis

      hm… ich habe den reon-synth selber nicht und immer wieder damit geliebäugelt – trotz oder gerade weil ich ein modularsystem habe…
      denke auch, dass mit 2 x vco, vca, vcf nicht getan ist…
      abgesehen vom fehlenden case, fehlt da zumindest die hüllkurve (also ein adsr bzw. ad-modul), noise (also ein noise-modul) und gegebenfalls abschwächer bzw. mixer, weil man ja die vco’s – soweit ich das verstanden habe – auch in der lautstärke regulieren kann.
      Dann sind wir schon bei ziemlich über 395,-
      Trotzdem mal vielen Dank für den Artikel, vielleicht bestelle ich sie doch noch. :)

  3. Profilbild
    Green Dino ••••

    Achso, dachte du hattest da jetzt irgendwas Spezielles im Sinn…
    Auf jeden Fall kommen da interessante Sachen aus der Driftbox raus, gefällt mir richtig gut – So als Sample-Liferant für perkussives Zeug, wie du geschrieben hast, würde mir das schon sehr gefallen! Andererseits wollte ich mir bald was Modulares für Percussion bauen…Hmmm.

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Reon Driftbox RE-501R

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