Test: Reon Driftbox RE-501R Limited, Synthesizer

Die Reon Driftbox RE-501R muss von außen über CV/Gate angesteuert werden. Jeder der Oszillatoren kann dabei unabhängig angesprochen werden. Mit einem Kippschalter der Schalterreihe oberhalb der Drehknöpfe des Gerätes kann auch nur ein CV für beide Oszis verwendet werden. Des Weiteren finden sich dann noch ein CV-Eingang für die Filtersteuerung, natürlich ein Gate-Eingang sowie ein Gate-Ausgang, um den Gate-Trigger der Driftbox-R selber abzugreifen. Dieser Gate-Trigger in Form eines kleinen Arcade-Buttons ermöglicht es auch ohne CV/Gate-Anschlüsse, dem Gerät Klänge zu entlocken.

Eigenwilliger Signalfluss

Die erwähnte Reihe von Kippschaltern ist die Signalflusszentrale. Einige erklären sich von selbst, wie etwa die High/Low-Schlater für die Oktavumschaltung, für andere muss man in das mitgelieferte Faltblatt (jap./engl.) schauen, um die Funktion zu durchdringen. Der Wave-Schalter des VCO1 kennt zwar nur zwei Schaltzustände, wechselt aber zwischen mehr als zwei Schwingungsformen. Durch mehrmaliges Blinken wird angezeigt, ob es sich z.B. um Rechteck der Sägezahn handelt. Zur Verfügung stehen: Saw, Pulse, Pulse 75%, Pulse 25%, Tri, White-Noise, Pink-Noise. Der zweite Oszillator ist mit Saw und Pulse nicht so üppig ausgestattet. Aufgefallen ist mir sofort, dass die Noise-Varianten gegenüber den Oszillatoren deutlich leiser waren.

Zusätzlich zu den CV-Ins zu Osc1, Osc2, Filter und Gate, gibt es noch ein Gate out.

Zusätzlich zu den CV-Ins zu Osc1, Osc2, Filter und Gate, gibt es noch ein Gate-Out

Überhaupt fiel beim ersten Antesten auf, dass die Driftbox-R sehr ungestüm ist. Lässt man die MOD-Regler zunächst unten, kann getrost von einem Standard-Synth mit 24 dB 4-Pol-LP-Filter im Moog-Stil gesprochen werden. Hier wird es allerdings schon schwierig, einkommende CV-Signale richtig zu „eichen“. Nur wenn der VCO1- bzw. VCO2-FREQ-Regler exakt auf 12-Uhr steht, werden V/Okt-Signale tonhöhenakkurat wiedergegeben. Und obwohl die Potis gut eingestellt werden können, ist es dennoch jedes Mal eine Geduldsprobe. Eine Mittenrasterung hätte hier die Bedienung entscheidend vereinfacht.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    t.goldschmitz  RED

    Hi!

    Grundsätzlich:

    2 x Standard VCO
    1 x VCA
    1 x VCF

    und dann halt die Verschaltung.

    Möglich, dass da noch ein Mixer rein muss.
    Ich wollte damit nur zu bedenken geben, dass man mit etwas mehr Investition ein ungleich flexibleres Instrument bekommt. Allerdings ist der Preis der Driftbox-R noch mal runtergegangen, so dass der Vergleich nun etwas unfair erscheinen mag.

    • Profilbild
      banalytic

      hm… ich habe den reon-synth selber nicht und immer wieder damit geliebäugelt – trotz oder gerade weil ich ein modularsystem habe…
      denke auch, dass mit 2 x vco, vca, vcf nicht getan ist…
      abgesehen vom fehlenden case, fehlt da zumindest die hüllkurve (also ein adsr bzw. ad-modul), noise (also ein noise-modul) und gegebenfalls abschwächer bzw. mixer, weil man ja die vco’s – soweit ich das verstanden habe – auch in der lautstärke regulieren kann.
      Dann sind wir schon bei ziemlich über 395,-
      Trotzdem mal vielen Dank für den Artikel, vielleicht bestelle ich sie doch noch. :)

  2. Profilbild
    Green Dino  AHU

    Achso, dachte du hattest da jetzt irgendwas Spezielles im Sinn…
    Auf jeden Fall kommen da interessante Sachen aus der Driftbox raus, gefällt mir richtig gut – So als Sample-Liferant für perkussives Zeug, wie du geschrieben hast, würde mir das schon sehr gefallen! Andererseits wollte ich mir bald was Modulares für Percussion bauen…Hmmm.

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