Test: Resolume 3

Ebenen und die Clip-Sammlung

-- Ebenen: Zahlreiche Überlagerungsmodi stehen zur Verfügung --

— Ebenen: Zahlreiche Überlagerungsmodi stehen zur Verfügung —


Die obere Hälfte des Programmfensters gehört der Ebenenkomposition. Links werden Einstellungen wie Transparenz, Ebenenmodi (Addieren, Luma-Maske etc.) sowie Solo und Bypass getroffen. Die Pfeiltasten steuern die Ebenenreihenfolge. Für viele Benutzer war die Begrenzung auf drei Ebenen eine der größten Beschränkungen von Resolume 2. Mit Avenue ist das Geschichte: Neue Ebenen können beliebig per Mausklick hinzugefügt werden.

Rechts der Ebenen befindet sich die Clip-Sammlung, in der die Videoclips abgelegt werden. Standardmäßig bietet Resolume elf Clips pro Ebene an, aber auch die Anzahl der Spalten lässt sich einfach erhöhen. Da auch dieser Platz erfahrungsgemäß nicht lange ausreicht, kann unterhalb der Sammlung zwischen mehreren Projekten gewechselt werden, ohne die aktuelle Belegung der Ebenen zu löschen. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang, den sich der VJ oft wünscht, in vielen Programmen aber vergebens sucht.

In diesem Aufbau stößt man auf eine interessante Funktion: Standardmäßig wird ein angeklickter Clip in der Ebene abgespielt, in deren Zeile er sich befindet. So kann man Hintergrundclips in einer Ebene sammeln und läuft nicht mehr Gefahr, andere Clips ungewollt zu überdecken. Diese Funktion lässt sich aber auch abschalten, wodurch jeder Clip in die gerade aktive Ebene gesetzt wird. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift startet alle Clips der Spalte in ihren jeweiligen Ebenen. Auch das ist sehr nützlich, etwa um zwischen verschiedenen Szenen zu wechseln.

Diese Verknüpfung zwischen Clip-Sammlung und Ebenen bietet nach kurzer Einarbeitung zahlreiche Möglichkeiten, die Performance bei einfacherer Bedienung komplexer zu gestalten und ist für mich eines der interessantesten Features von Avenue.

Die untere Hälfte

Vier mit Reitern versehene Spalten füllen die untere Hälfte des Bildschirms aus. Links befinden sich die beiden Vorschaumonitore, die sowohl die komplette Komposition als auch die gerade ausgewählte Ebene oder den Clip anzeigen.

-- Effekt-Browser: FreeFrame für Video, VST für Audio --

— Effekt-Browser: FreeFrame für Video, VST für Audio —


Ganz rechts befindet sich ein Browser, mit dem man sich recht komfortabel durch die Verzeichnisse seiner Festplatte navigieren kann, um nach Clips zu suchen. Diese werden auf Wunsch mit Thumbnails und weiteren Informationen angezeigt, was aber schwächere Systeme während einer laufenden Performance gerne mal an den Rand der Leistungsfähigkeit führen kann. Weitere Reiter dienen zur Auswahl von Kompositionen, Effekten und an den Rechner angeschlossenen Videoquellen.

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