Test: RME Madiface USB, MADI Interface

MADI

Die seit langem am weitesten verbreiteten professionellen digitalen Audio-Schnittstellen AES/EBU und ADAT haben entscheidende Nachteile: So ist die pro Kanal übertragbare Datenmenge relativ gering, es wird für zwei bzw. acht Kanäle je eine Leitung (AES/EBU bzw. ADAT) benötigt, die Leitungslänge ist relativ gering, die optischen Kabel anfällig.

Nach und nach etabliert sich daher das neuere und wesentlich leistungsfähigere „Multi Channel Audio Digital Interface“, kurz MADI. Diese Schnittstelle erlaubt die Übertragung von maximal 64 digitalen Audiokanälen mit bis zu 48 kHz, 24 Bit bzw. maximal 16 Kanälen bei 192 kHz, 24 Bit gleichzeitig über ein einziges Kabel. Dies kann optisch oder koaxial sein und dabei eine Länge von bis zu 2000 m (optisch) bzw. 100 m (koaxial) haben.

Die Nachteile von MADI sind derzeit der vergleichsweise geringe Verbreitungsgrad und der relativ hohe Preis für passendes Peripheriequipment.

Äußeres

Das äußerst stabile (und damit roadtaugliche) Metallgehäuse ist mit Außenmaßen von 112 x 27 x 83 mm und einem Gewicht von 273 g klein und leicht genug für die Handtasche. Bei einem Leistungsbedarf von gerade einmal ca. 2 Watt ist auch bei schwachbrüstigen USB-Schnittstellen genug Saft vorhanden, eines zusätzlichen Netzteils bedarf es folglich nicht – weshalb auch keines mitgeliefert wird.

Auf der Rückseite gibt es optische und koaxiale Ein- und Ausgänge. Dazwischen sind zwei LEDs verbaut, diese blinken, sobald ein Signal am jeweiligen Eingang anliegt und leuchten bei richtiger Clock-Konfiguaration permanent auf.

Über die koaxiale BNC-Eingangsbuchse lässt sich nicht nur MADI empfangen, sondern wahlweise auch zweikanalige AES- oder Wordclock-Signale. Der BNC-Ausgang liefert dagegen ausschließlich MADI.

Auf der Vorderseite befindet sich neben der USB-Schnittstelle noch eine Leuchtdiode, die Betriebsspannung anzeigt sowie eine kleine Bohrung für die im Lieferumfang befindliche Kabelsicherung.

Rückseite

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