Test: RME Madiface USB, MADI Interface

Inbetriebnahme

Nach Installation der Treiber steckt man das mitgelieferte 2 m USB-Kabel ins Madiface und in einen freien USB-Slot, dann ist es sogleich betriebsbereit. An verschiedenen Windows und OSX Systemen funktionierte alles umstands- und reibungslos. Anschließend kann man das Gerät bedenkenlos abtrennen und bei Bedarf gleich wieder anschließen, das alte Versprechen von Plug and Play wird hier tatsächlich eingelöst.

Anders als bei meinen RME HDSP(e) PCI(e) Karten dauerte auf dem PC das Aktivieren des ASIO-Treibers in der DAW jeweils einen kurzen Moment, lief dann aber immer flüssig. Sofern der Rechner über eine ausreichend schnelle USB-Schnittstelle und genügend Rechenleistung verfügt, kann man die gewohnt niedrigen Latenzen einstellen.

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Eigenschaften

Wer schon mit anderen RME-Produkten gearbeitet hat, braucht sich kaum umzugewöhnen. Neben der optisch neu aufbereiteten Totalmix Software kann auch das bekannte und überaus nützliche Tool Digicheck zur optischen Analyse von Signalen eingesetzt werden (Freeware Download auf der Website des Herstellers). Auf RME-eigene Effekte wie Equalizer, Hall usw. muss man allerdings verzichten, da das Madiface USB den hierfür notwendigen Signalprozessor nicht besitzt und daher auch Totalmix FX nicht zum Einsatz kommt.

Wie die meisten RME-Produkte verfügt auch das Madiface USB über die bekannte Steadyclock, welche schlechte Clock-Signale aufbereitet und unterschiedliche Eingangssignale störungsfrei erfassen kann. Koaxialer und optischer Eingang können (mit der gleichen Samplefrequenz) sogar parallel betrieben werden. Hierfür gibt es den 128-Kanal Modus, bei dem aus beiden Eingängen Kanäle ausgewählt, über Totalmix geroutet und zu einem neuen 64-Kanal MADI-Stream verbunden werden können. Die Anzahl von Kanälen bei der Aufnahme ist allerdings immer auf 64 begrenzt.

Stand-Alone Betrieb

Mit einem beliebigen USB-Netzteil, beispielsweise vom Smartphone, lässt sich das Madiface auch stand-alone, also ohne Rechner betreiben. Dabei kann es einerseits als Formatwandler zwischen optisch und koaxial arbeiten, bei Bedarf auch gleichzeitig und kreuzweise; schließlich ist es auch noch als Repeater einsetzbar.

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