Test: Rockboard Iso Powerblock V10

12. November 2019

Starker Powerbrick aus dem Hause Warwick!

Der deutsche Vertrieb und Hersteller Warwick nimmt sich die Wünsche vieler Spieler und Musiker zu Herzen und denkt mit. Das Repertoire an Zubehör, Pedalen und Instrumenten hat inzwischen beachtliche Dimensionen angenommen. Der gerne übersehenen Frage in Sachen Stromversorgung widmet sich Warwick immer wieder: Nun hat man mit der Rockboard Iso Powerblock V10  die neueste Iteration und Antwort auf die Frage geliefert, wie eine verlässliche Stromversorgung von Equipment aussehen kann. Zehn getrennte Anschlüsse, kompaktes Design und mehr: Wir schauen mal genauer hin ob die alten Fame Strombuchsen und Daisy-Chains in den Ruhestand geschickt werden können.

Rockboard Iso Powerblock V10 – Erfahrungsbericht

Man will also glauben, dass für 100,- Euro eine gute Powerstation möglich sein muss. Warwick liefern das hier ab: Kein störendes Surren, verlässliche Stromversorgung und  -spannung und eine mögliche Gesamtversorgung von 2000 mA (die nicht überschritten werden darf). Zum Vergleich: Die siebzig Euro teurere Palmer PWT Station weist ebenfalls diese Obergrenze in Sachen Gesamtbelastung auf – sowie viele anderen Stromstationen.

Insgesamt besitzt der Rockboard Iso Powerblock V10 zehn Anschlüsse. In Sachen Variation von Stromspannung gibt es folgende Merkmale: Zwei der Anschlüsse mit 18 Volt, die restlichen arbeiten mit 9 Volt. Entsprechend ist auch die Ampere-Verteilung: Anschlüsse 1 bis 8 haben 150 mA, während die zwei 18 Volt-Anschlüsse mit 400 mA arbeiten. Die Verteilung der Anschlüsse zeigt gleich auch, was sich Warwick hinsichtlich der Positionierung des Rockboard Iso Powerblocks gedacht haben: Anstatt eine frontale oder Stirnseite mit sämtlichen Anschlüssen zu versehen, sind diese um die ganze Powerblock herum verteilt. Will heißen: Die zwei 18 Volt Anschlüsse sind gegenüber des Stromanschlusses, auf den restlichen Seiten verteilen sich gleichmäßig die acht 9 Volt-Anschlüsse.

Einer der wichtigsten Punkte, vor allem wenn man mit einem reichlich bestücktem Pedalboard arbeitet, ist die Unterbindung von Störgeräuschen, ausgehend von einer mangelhaften Versorgung oder Stabilität der Spannung. Warwick haben hier mitgedacht und das gute Stück mit einer entsprechenden Filtertechnologie ausgestattet, die solche Störgeräusche der Vergangenheit angehören lässt. Auch enorm wichtig: Eine Kurzschluss-Sicherung, die vor allem Powerstationen der älteren Generation nicht besitzen. Wenn beim Warwick Iso Powerblock V10 einer der Eingänge einen Kurzschluss erleidet, sind die anderen Anschlüsse davon nicht betroffen.

Im Lieferumfang mitinbegriffen ist so einiges: Umso erfreulicher, wenn man bedenkt, dass man sich hier immer noch in der 100 Euro-Riege bewegt. Ein 18 V Netzteil versorgt den Powerblock selbst mit Strom, wobei hier unterschiedliche Anschlussadapter dabei sind. Insgesamt zehn Flat Power Cables mit einer Länge von 60 Zentimeter sind auch dabei, für die Versorgung der Pedale. Ein 20 cm langes Y-Kabel für die Verdopplung oder Zusammenlegung der Volt-Anzahl ist auch dabei – ein Ace Voltage Doubler. Ein Current Doubler ist ebenfalls im Lieferumfang dabei, wenn die Belastbarkeit in Sachen mA an einem Anschluss verdoppelt oder zusammengelegt werden soll. Die Maße selbst des Warwick Iso Powerblock V10 passen in eine Hand: 123 x 70 x 26 mm ergeben ein Gewicht von 180 g. Genauso also, wie man es sich für die Stromversorgung der Pedale erhofft: Handlich, kaum bemerkbar und platzsparend. Jetzt ist die Verteilung der Anschlüsse über den Block hinweg natürlich auch eine Geschmacksfrage: Die meisten, die ich kenne, packen ihre Stromstation an die Stirnseite des Pedalboards. Beim Warwick Iso Powerblock V10 macht das nur bedingt Sinn. Hier ist es durchaus bedachter, das gute Gerät direkt unter das Board zu befestigen – oder eben in den vorgesehenen Slots bestimmter Board-Typen. Die Maße dafür stimmen alle Mal. Ein bisschen Umdenken ist da vielleicht von Nöten, aber nichts, was einer echten Kritik bedarf.

Ich tausche also meine alte, klobige Fame-Powerstation gegen den handlichen Iso Powerblock. Praktisch schon mal, dass die jeweiligen LED-Leuchten den Belastungsstand am jeweiligen Anschluss anzeigen. Die Messungen der jeweiligen Volt- und Ampere-Ausmaße zu messen ist zwar nicht möglich, aber das getaktete Anschließen einer Reihe von Pedale und die Überprüfung von Nebengeräuschen und Beständigkeit der Versorgung, um die Leistungsfähigkeit der Pedale zu gewährleisten, schon. Will konkret heißen: Ist im Zuge einer Strombelastung die Versorgung konstant, oder fällt sie unter den Normalwert im Leerbetrieb? Speziell die gleichzeitige Verwendung von analogen und digitalen Geräten, wie ich sie auf meinem Board habe, führt immer wieder zu einem leichten Surren und Störgeräuschen. Erst schließe ich ein analoges Fuzz sowie einen Overdrive an den Warwick Iso Powerblock V10. Erwartungsgemäß macht sich kein Leistungsabfall bemerkbar. Auch die Zuführung der 4046m-Maschine von Industrialectric verläuft problemlos. Jetzt kommen die digitalen Modulation-Pedale ins Spiel. Der Reihe nach schließe ich einen Wombtone II von Chasebliss Audio und Gravitas-Tremolo an, die jeweils mit 9 V gespeist werden. Auch hier machen sich keinerlei Störgeräusche bemerkbar. Die schrittweise Versorgung erreicht nun ihren kritischen Punkt: Drei stromhungrige, digitale Multieffektgeräte werden angeschlossen – und es bleibt leise, obwohl der Ampere-Bedarf hier amtlich ist. Da kein Mehrfachmessgerät vorhanden ist, um einen Vergleich zwischen Leerlauf und Belastungsmomentum vorzunehmen, kann der Eindruck nur über die praktische Verwendung beschrieben werden. Alle 9v-Schalter sind belegt und auch die Ampere-Versorgung der digitalen Geräte scheint ohne Spannungsabfall zu erfolgen. Auch nach mehrstündiger Verwendung bleibt es still – handfeste Verlässlichkeit also.

Fazit

Verlässlich, handlich, praktisch – so muss die Stromversorgung eines Pedalboards aussehen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man zwischen billigen Daisy-Chains und überteuerten Zementblöcken wählen musste. Der Rockboard Powerblock V10 ist mit galvanisch getrennter Speisung und, Kurzschlusssicherung und praktischen Maßen eine nahliegende Antwort für die Frage nach der Stromversorgung.

Plus

  • Verlässlich
  • Handliche Maße
  • Keine Störgeräusche
  • Kurzschlusssicherung

Preis

  • 129,- Euro
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