Test: Rockett Tranquilizer, Effektpedal für Gitarre

14. Juni 2016

Betablocker für die Ohren

Rockett oder auch J. Rockett Audio Designs schicken mit dem Tranquilizer den zweiten Bodentreter zu uns in die Testrunde.

Immer wenn man glaubt, man kenne dann doch langsam alle Bodentreter Hersteller, taucht kurz darauf wieder ein neuer, noch coolerer Boutiquepedal Hersteller am Markt auf. Meistens dann doch aus dem Land der, wie man mal sagte, unbegrenzten Möglichkeiten, den USA. Ob das dann alles besser und eine Spur edler ist, stellt sich natürlich zur Diskussion. Ähnlich wie der vermeintliche Sell-out dieser Nische. Aber die Nachfrage reguliert wohl den Markt und es finden sich immer noch neue/alte Effektkreationen unter dem Lötkolben wieder. Der Rockett Tranquilizer Effekt weist einen interessanten Vorteil auf, er vereint quasi zweit Arten von Signalbearbeitung. Zum einen den Phaser zum anderen einen Vibrato-Effekt. Getrennt voneinander einsetzbar oder auch vermischt. Durchaus ein interessantes Konzept, wie wir finden!

Hardware Betablocker

— Hardware Betablocker – der Rockett Tranquilizer —

Facts & Features

Recht schwer fühlt sich die Verpackung an, für einen Bodentreter mit den Maßen von 10,2 cm Länge x 5,8 cm Breite. Warum wird nach dem Auspacken recht schnell klar. Die kleine Kiste ist aus Edelstahl gefertigt, die Kantenschlitze hart verlötet/verschweißt und das Bodenblech mit vier Senkschrauben sauber verschraubt. Somit ist Spritzschutz gewährleistet. Bei Bühnenüberschwemmungen hat, wie die meisten anderen Effektpedale, auch der Rockett Tranquilizer keine Chance.

Schon alleine durch das etwas höhere Gewicht hat man zumindest den Eindruck, ein qualitativ hochwertiges Werkzeug in den Händen zu halten. Das Ganze aber hat nicht nur Vorteile, was vor allem das Endgewicht des Pedalboards betrifft. Ich denke es macht schon Sinn, dass die meisten Pedale aus Aluminiumdruckguss hergestellt werden.

Aber auch die vier Drehregler, in Grün gehalten, der Fußschalter und die Klinkeneingänge vermitteln einen hochwertigen Gesamteindruck. Einzig der Anschluss für das Standard 9-Volt-Netzgerät wirft einen kleinen Schatten auf den ersten Eindruck. Hier wurde leider die Buchse nicht mir dem Gehäuse verschraubt, ist also nur auf der Platine befestigt. Das kann durchaus lange funktionieren, aber wenn sie mal durch zu energisches Anschließen ausbricht, hat man wohl ein Problem. Eine Alternative bietet noch der interne 9-Volt-Batterieanschluss.

Außer dem Bodeneffekt befindet sich nur eine Garantiekarte im Lieferumfang. Eine Bedienungsanleitung, wie zu erwarten nur auf Englisch, steht auf der Homepage des Herstellers zum Download bereit.

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