Test: Rode AI-1, Audiointerface

12. März 2018

Neues Spielfeld für den Mic-Spezialisten

rode ai-1

Den australischen Hersteller Rode bringt man zunächst nicht unweigerlich mit dem Thema Audiointerfaces in Verbindung, denn das Spezialgebiet der Firma fokussiert sich vor allem auf Mikrofone. Doch es liegt zumindest nicht fern, eine gute Kombination aus Mikrofon und Interface zu entwickeln und genau das hat das Unternehmen gemacht. Das Audiointerface Rode AI-1 ist allerdings auch solo erhältlich, wir haben es für euch getestet.

Wie schon im ersten Trailer-Video anlässlich der Ankündigung im Dezember zu erkennen war, fällt das Rode AI-1 extrem kompakt aus. Gerade einmal 12,5 x 10,0 x 4,0 cm misst das Gehäuse, bringt aber dennoch satte 560 Gramm auf die Waage. Das Gewicht kommt natürlich nicht von ungefähr, das Interface steckt in einem komplett aus Metall gefertigten Gehäuse. Für den besseren Stand wurde auf der Unterseite eine Kunststoffplatte befestigt, diese bietet vier Standfüße, so dass auf dem Studiotisch auch nichts zerkratzt. Das Rode AI-1 wirkt also sehr solide und robust, gelegentliches Runterfallen – wenn auch sicherlich nicht erwünscht – macht dem Interface mit Sicherheit nichts aus.

rode ai-1

Zum Lieferumfang des Rode AI-1 gehören ein in englischer Sprache gehaltener Quick Start Guide, ein USB-Kabel für die Computerverbindung sowie eine Lizenz für Ableton Live Lite. Mehr als den Quick Start Guide wird man beim Rode AI-1 auch nicht benötigen, denn die Anzahl der Bedienelemente ist überschaubar und die integrierten Funktionen somit nahezu selbsterklärend. Somit ist auch das Einsatzgebiet des Rode AI-1 klar: Singer/Songwriter oder Musik „on the road“, die auf die Schnelle eigene Songideen festhalten möchten, um sie als Demo zu nutzen oder später im Studio auszuarbeiten.

Die Vorderseite des Rode AI-1 bietet einen kombinierten XLR/TRS-Eingang, einen Kopfhörerausgang in 6,3 mm Klinke sowie zwei Potis mit Push-Funktion. Mit dem linken Poti pegelt man das anliegende Signal ein, drückt man das Poti, aktiviert man eine +48 V Phantomspeisung. Zwei kleine LEDs – eine grün, eine rot – signalisieren, ob das anliegende Signal einen passenden Pegel bringt oder man den Eingang zu heiß anfährt.

Das zweite Poti dient als Lautstärkeregler für den Kopfhörerausgang. Drückt man dieses, aktiviert man das „Zero Latency Monitoring“, d.h. das am Eingang anliegende Signal wird direkt und ohne Umwege an den Kopfhörerausgang geleitet, ideal wenn man sich selbst aufnimmt und ohne Latenz abhören möchte. Ist das Poti nicht gedrückt, wird das Signal zunächst über USB an den Computer geschickt und als vom Computer zurückkommendes Signal auf den Kopfhörerausgang geroutet.

rode ai-1

Neben einem USB-C-Port zur Verbindung mit dem Computer ist die Rückseite des Rode AI-1 mit einem Pärchen Klinkenausgänge bestückt. Hier lassen sich aktive Studiomonitore zum Abhören anschließen. Die Lautstärke dieser Ausgänge lässt sich nicht regeln bzw. hängt stets von der Stellung des Gain-Potis für den Eingangskanal ab.

Forum

Es sind momentan noch keine Kommentare für diesen Artikel vorhanden.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.