Test: Roland, AC-33 Acoustic Chorus, Gitarrenverstärker

13. Juli 2010

Roland AC-33

Als Roland im Jahre 2003 den AC-60 auf den Markt brachte, waren schon viele begeistert. Der AC-90 kam 2007 dazu. Der große Bruder besticht durch einen voluminöseren Klang und mehr Leistung. Was jetzt noch fehlte im Sortiment, ergänzten die Japaner dieses Jahr im März. Der kleinste dieser Baureihe, der Roland AC-33, wird auf den Markt gebracht. Wie seine Brüder ist auch er in erster Linie ein Stereo-Akustik Gitarrenverstärker mit einem integrierten Chorus. Ähnlich in der Bauweise der Großen hat er doch immens an Gewicht verloren, ein paar Features wurden raus genommen und durch das Eine oder Andere ersetzt bzw. ergänzt. Wollen wir doch mal sehen, wie sich das Leichtgewicht im AMAZONA.de Test beweisen kann.

 

-- Der Roland AC-33 Acoustic Chorus --

— Der Roland AC-33 Acoustic Chorus —

Konstruktion

Ich denke, der Paketlieferant hatte deswegen gute Laune: Der Roland Acoustic Chorus AC-33 nimmt im Vergleich zu seinen Artgenossen AC-90 und AC-60 ca. die Hälfte ab. Kaum zu glauben, ist er mit seinen ca. 4,7kg wahrlich ein Leichtgewicht. Was unter anderem wie schon bei den anderen AC Modellen zum großen Teil an den leichten Neodym-Magneten liegen muss. Zumal die Abmessungen (318(B) x 223(T) x 243(H)mm) wohl auch eher an ein Spielzeug, als an einen ernst zunehmenden Akustikgitarrenverstärker erinnern. Insgesamt verfügt er über eine Leistung von 30 Watt, die Leistung wird natürlich durch die Stereonutzung noch mal halbiert, somit kommen wir auf zwei mal 15 Watt im Netzbetrieb bzw. 20 Watt (zwei mal 10 Watt) im Batteriebetrieb. Das ist auch eine nicht unwichtige Veränderung zu den größeren Modellen. Man kann den Roland AC-33 somit auch für z.B. Straßenmusik einsetzen. Das sehr kompakte Format lässt schnell vermuten, dass der Verstärker eher als  Übungs-Amp zu gebrauchen ist, zumal er „nur“ über zwei 5“ (12cm) Lautsprecher verfügt. Doch die speziell für Akustikinstrumente entwickelten Speaker sollen zu weit mehr fähig sein. Wir sind gespannt.

Die zwei Kanäle ermöglichen die Verwendung von mehreren Kombinationen, zum Beispiel das Verstärken eines Gitarrenduos, wobei der MIC/LINE-Kanal nur von einem Instrument benutzt werden kann, das über einen integrierten Vorverstärker verfügt. Die Alternative wäre, man nimmt eine Gitarre mit einem Mikrofon ab. Bei der Verbindung Gesang über den MIC-Kanal und Gitarre über den GUITAR-Kanal  wird der AC-33 zur Mini PA für den Straßenmusiker. Wer den „perfekten“ Sound aus seiner Gitarre rausholen will, kann natürlich auch versuchen, mit magnetischem Schallloch Pickup in den einen Kanal und Piezo- Pick Up-Preamp in den anderen beide Signale separat zu mischen und zu verstärken. Dazu gibt es sogar noch die Möglichkeit über einen dritten Input, einem AUX-Kanal. Entweder über Stereo Cinch oder Stereo Miniklinke kann man einen MP3/CD-Player und/oder Konsorten anschließen, wobei sich beide Eingangsbuchsen auch gleichzeitig nutzen lassen. Der GUITAR-Kanal verfügt über einen üblichen Klinkeneingang, Volume-Regler, Dreiband-Equalizer (Bass, Middle, Treble) und einen Chorus-Schalter mit den Optionen WIDE, SPACE  und OFF. Ähnlich ist auch der MIC/LINE-Kanal ausgestattet, wobei hier anstatt dem Middle-Band-Regler ein XLR-Mikrofoneingang hinzukommt. Außerdem findet sich im Bedienelementfeld noch ein Master-Volume, eine Antifeedback-Sektion, ein Master-Hallregler, ein Kopfhörerausgang, der LOOPER(!) und natürlich ein EIN/AUS-Schalter.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    wernie

    Der AC-33 hat ganz normale Keramik-Speaker, kein Neodym! Was der Tester vergaß zu erwähnen: Der AC-33 hat einen STEREO-Looper! Weitere Einzelheiten siehe meine Rezension bei Thomann.

    • Profilbild
      Michael Fendt  RED

      Hallo und Danke für die Ergänzung!
      Ich ging davon aus, dass es sich um Neodym Magnetmaterial handelt, da es in der Beschreibung nicht ersichtlich war. Roland bestätigte mir Heute aber auch nochmal, dass es sich um konventionelle Magneten handelt. Grüße, Michael Fendt

    • Profilbild
      Michael Fendt  RED

      Hallo,
      ist schon eine Weile her, dass ich den Amp Zuhause hatte. Dazu fehlt mir leider der Vergleich zum BA 330.
      Vielleicht soviel dazu, ich spiele den kleinsten von AER. Für mich völlig ausreichend auf jeder Bühne, so ähnlich war das mit dem AC33 auch. Auf der Straße bzw. Open Air könnte es aber grenzwertig sein.

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