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Test: Roland AX-Synth


Roland AX-Synth

Das große 80er Jahre Revival nimmt kein Ende, und nachdem in den letzen Jahren selbst die gefürchtete „Vo-Ku-Hi-La“ die Köpfe vieler junger Menschen wieder ziert, ist es aller höchste Zeit für die Wiederauferstehung der so genannten „Keytar“. Wie die Wortmischung aus Keyboard und Guitar schon verrät, geht es um das stark polarisierende Umhängekeyboard. Obwohl es die ersten Versionen schon in den 60er Jahren gab, erzielte dieses optisch eigenwillige Instrument seinen größten Erfolg in den 80er Jahren, danach wurde es weites gehend verpönt.
Die AX-Serie von Roland ist eine der bekanntesten seiner Art, die bereits 2002 wieder zum Leben erweckt wurde. Nun bietet Roland erstmalig ein neues Modell mit integrierten Rom-Sounds an – den AX-Synth.

Roland AX-Synth

Roland AX-Synth

Auf den ersten Blick

Das äußerst solide Kunststoffgehäuse der neuen Roland „Keytar“ erscheint in strahlendem Weiß und wurde am Halsansatz , wie bei zahlreichen E-Gitarren, mit einem unteren Cutaway versehen. Was bei E-Gitarren durchaus Sinn macht, da leichter die oberen Bünde zu erreichen sind, ist hier eine rein optisch Aufwertung, die den AX-Synth ein bisschen wie eine riesige Axt mit überdimensioniertem Blatt aussehen lässt.
49 anschlagsdynamische Tasten zieren das Gehäuse, welches in der Länge 114 cm, in der Tiefe 26,6 und in der Höhe 8,7 cm misst.
Das Gewicht von 3,9 kg entspricht weitestgehend dem einer schweren E-Gitarre und ist im Vergleich zu einem Moog Liberation mit seinen 6,3 kg doch wesentlich rückenfreundlicher.
Damit direkt im Stehen losgerockt werden kann, ist im Lieferumfang ein einfacher Schultergurt enthalten, genau wie das externe Netzteil und die gut verständliche Anleitung. Optional kann die „Keytar“ auch mit acht AA-Batterien bis zu sechs Stunden betrieben werden, wodurch die Bewegungsfreiheit auf der Bühne natürlich deutlich wächst.
Die Sounds des AX-Synths sind in neun einfache Gruppen unterteilt, wie zum Beispiel Bass, Lead oder Brass, die sich bequem über üppige Knöpfe anwählen lassen. Ein überschaubares dreistelliges Display liefert dabei Auskunft über den angewählten Speicherplatz.

Modulationshals

Modulationshals

Modulationshals

Der Hals ist mit unterschiedlichsten Echtzeitcontrollern ausgestattet, mit denen wilde Klangmodulationen verwirklicht werden können – bei Bedarf natürlich auch mit ganzem Körpereinsatz.
Zuerst einmal gibt es auf der Rückseite des Halses jeweils einen Regler für Volume und Aftertouch, sowie drei Druckknöpfe für Portamento, Bender und Hold. Der Bender-Mode-Taster beeinflusst das Verhalten des auf der Vorderseite liegenden Ribbon Controllers. Mit ihm lässt sich gleitend die Tonhöhe variieren, während der direkt daneben liegende Modulationshebel in der Regel für Vibrato- und Tremolo-Effekte zuständig ist.
Über den Octave/Variation-Taster kann der Klang des AX-Synths transponiert werden, was sowohl in ganzen Oktaven als auch Halbtonschritten möglich ist.
Zusätzlich wurde noch ein D Beam Controller eingebaut, der schon häufiger seinen Platz in Roland Synthesizern gefunden hat. Mit ihm lassen sich via Infrarot wahlweise Filter, Pitch oder eine beliebige Control-Change-Nummer kontrollieren. Die Steuerung erfolgt mit freien Handbewegungen in der Luft und erinnert ein bisschen an die Bedienung eines Theremin.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    KeyJey

    ich find das teil macht zwar was her auf der bühne, aber der preis ist viel zu hoch für so einen bühnengag. ich würde mir das nicht kaufen.

  2. Profilbild
    Alex_KIDD

    schick sieht er ja aus…nur finde ich den Preis
    persönlich auch zu hoch. Keytars sind zwar
    nicht nur etwas für die 80s aber es kann auch schnell „kindisch“ wirken.

    Für die Zielgruppe sicherlich ein gutes Stück
    Roland.

  3. Profilbild
    KeyJey

    auf der musikmesse wurde noch einer (meiner meinung nach) kleinere version vorgestellt. schwerer zu spielen, als ich gedacht habe. für arpeggios ganz gut, doch nicht so gut taglich für fetzige Akkorde. so genau hab ich ihn dann aber doch nicht getestet. das teil ist cool.

  4. Profilbild
  5. Profilbild
    Radschlaeger

    Typischer Roland-Sound, wie in vielen ihrer Keyboards. Die verwenden im Grunde immer die gleichen Soundboards, so dass es hier nix Neues gibt.
    Idealer wäre ein angepasses ROM für Solostimmen wie Synth-Lead und GUTE E-Gitarren.

    Ansonsten nettes Gimmick.

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