Test: Roland BK-9, Arranger Keyboard

Styles

Neben den 1.718 Sounds bietet das neue Roland Keyboard 540 interne Styles. Pro Style stehen jeweils vier unterschiedlich dicht arrangierte Versionen zur Verfügung, die über eigene Intros, Fills und Endings verfügen. Ebenfalls gibt es vier passende One Touch Settings pro Style, die passende Sounds zu den Begleitrhythmen beinhalten. Reichen die internen Begleitrhythmen nicht mehr aus, können neue Styles per USB-Stick geladen werden oder komplett neu mit dem Rhythm Composer erfunden und kreiert werden. Eine sehr nützliche Funktion ist der Music Assistant, der über 1.000 Songeinträge mit passenden Styles, Sounds und Effekten enthält. Möchte man also den Marianne Rosenberg Klassiker „Er gehört zu mir“ spielen, sucht man sich den passenden Eintrag im Music Assistant heraus und auf Knopfdruck werden die passenden Einstellungen geladen. Gerade im hektischen Live-Betrieb funktioniert das wunderbar einfach, sofern der gewünschte Song bereits ab Werk verfügbar ist oder vorab selbst programmiert wurde.

Die linke Seite des BK-9 mit der Style-Sektion.

Die linke Seite des BK-9 mit der Style-Sektion.

Die Klangqualität der Begleitrhythmen ist durch die Bank weg sehr hoch und vor allem druckvoll. Viele Intros und Endings sind gut durchdacht, teilweise aber recht ausschweifend. Wie bei den Sounds auch, kann das BK-9 hier vor allem durch die große Bandbreite überzeugen.

Effekte

84 Effekttypen, sehr gute Leslie- und Amp-Simulationen, Kompressoren und EQs sind die Eckdaten der Effektsektion des BK-9. Neben den typischen Send- und Insert-Effekten kann man jedem Tone Part des BK-9 einen von zwei Multieffekten zuordnen. Weitere drei Multieffektslots stehen für die Begleitautomatik bereit. Als Abschluss der Effektkette kann man den Gesamtsound des Keyboards mit zwei Mastering-Einheiten getrennt für Tone Parts und Begleitautomatik beeinflussen. Die Qualität der Effekte ist sehr gut und reicht für das Einsatzgebiet des BK-9 vollkommen aus. Die Bedienung erfolgt teilweise über die neun Fader unterhalb der Displays, so dass man in vielen Fällen direkten Zugriff auf die Effektintensität etc. hat.

USB-Port direkt von vorne.

USB-Port direkt von vorne.

Klangbeispiele
Forum
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      Felix Thoma  RED

      Hallo Entertain70,
      da hast Du Recht, den D-Beam Controller gab es schon beim VA-7. In der aktuellen BK-Serie gibt es den aber nur beim BK-9, die kleineren Modelle haben den leider nicht. Ansonsten findet man den D-Beam aber bei den Workstations und Synthesizern von Roland.

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    siebenhirter

    Für professionelle Styleplayer fehlt der Direktzugriff auf Fill-Ins. Es gibt zwar pro Style sechs Fill-ins, aber diese sind den einzelnen Variationen als Fill-Up/Fill-Down zugeordnet, können also nur je nach Status von Autofill – aber immer an die Variation gebunden – getriggerd werden.

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    Stephan Merk  RED

    Hallo, zum VA-7 habe ich jüngst einen Artikel geschrieben, der sicher bald hier erscheinen wird. Das hat einen D-Beam und einen Ribbon-Controller. Im Vergleich bei gleich eingestellten Werten viel mir auf, dass der D-Beam extrem wenig Werte übergibt und der Effekt dadurch sehr stufig klingt. Das hat man beim BK-9 hoffentlich optimiert, im VA-7 kann ich auf den D-Beam zumindest für Filter gerne verzichten.

    Als Zubehör wurde für das BK-9 der FC7 Fußschalter erwähnt, für das VA-7 war dieser auch schon verfügbar. Recherchen im Netz und Anfrage bei Roland ergaben, dass dieser offenbar nicht mehr erhältlich ist. Und das, wo das BK-9 noch aktuell ist? …

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    1-Mann-Band Berlin  

    Leider gibt es keinen echten Nachfolger zum BK9. Das EA7 hat weder Zugriegel, noch Super Natural Sounds und einen Jupiter 50 mit einem BK7 Modul zu kombinieren, ist deutlich teurer.

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