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Test: Roland Cloud CR-78, Drummachine Plug-in

Die Rückkehr einer Legende

10. April 2026
roland cloud cr-78 test

Roland Cloud CR-78, Drummachine Plug-in

Roland hat kürzlich die virtuelle Inkarnation seiner legendären Drummachine CR-78 veröffentlicht. Nachdem diese zuvor nur für TR-8s und TR-6s verfügbar war, ist dieser Schritt konsequent und logisch. Wir haben das Roland Cloud CR-78 Plug-in für euch getestet.

Kurz & knapp

Was ist es? Roland Cloud CR-78, Software-Emulation der legendären CompuRhythm-Drummachine von 1978 als Plug-in für moderne DAWs.

  • Authentischer Sound: Sehr detailgetreue Emulation der klassischen CR-78 mit charakteristischem Analog-Charme.
  • Erweiterte Funktionen: Pattern-Sequencer, zusätzliche Editiermöglichkeiten und Subausgänge erweitern das Konzept der Hardware deutlich.
  • Workflow: Bedienung orientiert sich am Original, ergänzt um moderne Plug-in-Funktionen und komfortables Pattern-Editing.
  • Integration: Austausch von Patterns und Presets mit TR-8s und TR-6s möglich.
  • Kritikpunkte: Relativ hoher Preis und Bindung an das Roland-Cloud-Ökosystem.
Bewertung

Roland CR-78

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Roland CR-78: Historisches

Bevor wir zum eigentlichen Test des Roland Cloud CR-78 Plug-ins kommen, ein kurzer historischer Blick, um die CR-78 einzuordnen.

Die ursprüngliche CR-78 wurde erstmals 1978 vorgestellt und veränderte die Musikproduktion für immer. Als eine der ersten programmierbaren Rhythm-Machines erhielten Musiker und Produzenten die volle Kontrolle über ihre Rhythmen, gepaart mit einem charakteristischen Analogsound, wie es ihn bis dahin noch nicht gegeben hatte. Mit ihren warmen, griffigen Sounds prägte sie eine Vielzahl epochaler Tracks und wurde zu einem Grundpfeiler des frühen Synth-Pop und New Wave.

Hierzu muss man sich auch vergegenwärtigen, dass Prozessor-gesteuerte Studio-Elektronik damals Neuland war. Ebenso, dass man Presets vorab in EPROMs speichern konnte. Mit dem WS-1 Programmer gab es dazu auch ein externes Gerät, das die Erstellung eigener Presets ermöglichte und für Roland den Weg für nächste Jahrzehnt vorgab: digitale Steuerung und analoge Klangerzeugung.

Jetzt ist die CR‑78 wieder da, laut Roland „in atemberaubender Detailfülle und mit der Geschwindigkeit, Präzision und kreativen Flexibilität“, die moderne Produktionen voraussetzen. Ein zeitloser Sound – ob für Retro-Authentizität oder futuristische Grooves.

CR-78 in Braun

So wundert es nicht, dass die CR-78 bis zur Veröffentlichung der TR-909 auf unzähligen Tracks eingesetzt wurde. Und das nicht nur im New Wave, sondern auch Soul- und Pop-Bereich. Die bekanntesten Musiker, die die CR-78 ausgiebig nutzen, waren Phil Collins und Genesis, Roxy Music, Blondie oder Pop-Perlen wie Men Without Hats (Pop goes the World) oder Soul, Hall & Oates. Und auch Jean-Michel Jarre kam nicht an der CR-78 vorbei. Bleibt die Frage, wie sinnvoll ist die CR-78 im Jahr 2026?

Roland Cloud CR-78: Kauf und Installation

Wie bei allen anderen Plug-ins aus der Roland Cloud gibt es bei der CR-78 grundsätzliche zwei Wege für den Erwerb des Plug-ins. Zum einen über eine Mitgliedschaft (Abonnement) der Roland Cloud und einem entsprechenden Abo-Plan oder über einen Lifetime-Key (Einzelkauf).

Für den Test laden wir das Plug-in und zusätzliche Presets mit dem Roland Cloud Manager. Danach landet die AU- oder VST 3-Version im entsprechenden Verzeichnis. Das Installationspaket ist schlanke 65 MB groß. So man sich bei der Installation an die Systemstruktur hält, ist das Roland Cloud CR-78 Plug-in nach wenigen Klicks in der DAW eurer Wahl einsatzbereit. Und um es schon mal vorwegzunehmen, Besitzer der TR8s oder TR6s können ihre Presets-Patterns von der Hardware in das Plug-in laden und umgedreht auch senden.

Das Setup der MIDI-CCs erledigt sich mit einem „CTRL“-Klick auf ORIGINAL. Und über den Panel-Button wählt man zwischen Hochglanz-Braunholz- und einer angeranzten Schwarz-Optik.

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CR-78 im Roland Cloud Manager

Look und Feel des Roland Cloud CR-78 Plug-ins

Die Bedienung der Roland Cloud CR-78 ist weitestgehend identisch mit der Hardware, der Tempo-Regler ist allerdings nun der Shuffle-Regler. An dieser Stelle wäre das schon ein erster Kritikpunkt, wenn ich jetzt den Programmer benötigen würde, um in der CR-78 ein Kit, Preset oder Pattern anzupassen oder zu erstellen. Roland war jedoch so klug, das Bedienkonzept analog zu den TR-Plug-ins fortzuführen. Tatsächlich hat man das angepasst und hat nun im Pattern-Bereich die Sound- und Mix-Parameter und das Pattern im Blick, was die Arbeit etwas nahtloser macht.

Schwarze CR-78, vermutlich aus dem Bestand einer Rockband

Die große Schwäche des Originals war der Programmer, glücklich wer ihn besaß oder ein Derivat hatte, sonst konnten nur die Presets angepasst werden.

Durch den Pattern-Sequencer und die Möglichkeit der Speicherung wird dieses Manko nun wettgemacht und dürfte neben dem authentischem Klang auch einer der Pluspunkte für das CR-78 Plug-in sein. Wir lassen die Übertragungskette hier außen vor. Auch im Vergleich zur Hardware, wenn man TR6s/Tr8s als Richtlinie nimmt, ist kein Unterschied zu hören.

CR-78 Libary

Generell, und da sticht das Plug-in gegenüber den Wettbewerbern hervor, hat man sich bei Roland schon Gedanken gemacht und keine sklavische 1:1 Software-Kopie der CR-78 abgeliefert.

CompuRhythm, Pattern und Kit

Generell bieten sich mit der Oberfläche des Roland Cloud CR-78 Plug-ins verschiedene Arbeitsweisen an. Entweder laden wir Presets und Patterns über MIDI-CC oder wir erstellen unsere eigenen. Wie gehabt kann ein Pattern „frei“ oder synchron zu DAW gestartet und gestoppt werden. Ebenso können wir mittels Drag & Drop dieses Pattern weiterverarbeiten.

Jeder Sound verfügt (pro Step) über einen ALT-Sound. In Summe übertreffen wir hier schon mal die Möglichkeiten einer CR-78 in Werksausstattung. Das führt sich unter anderem auch im „Stereo-Ausgang“ des Plug-ins fort, ebenso können die Sound via PAN im Panorama verteilt werden.

Wer voll im Vintage-Modus bleiben will, verarbeitet das Mono-Signal durch einen Hall aus der entsprechenden Zeit und macht mit einem Chorus „Stereo“ daraus. Erlaubt ist, was gefällt. Im Hall- and Oates-Modus geht auch ein Flanger. Aber generell ist Flexibilität immer gut, insofern ist es sehr schön, dass ich die einzelnen Sounds nicht nur als Main-Signal in Stereo ausgeben kann, sondern auch über die Subausgänge. Die Bass-Drum sitzt dann bspw. auf Sub 1, Guiro auf 1/2 auf Sub 11.

CR-78 Mixer-Fenster

Ebenso können wir pro Instrument die Parameter Tune, Decay, ggf. Attack, Gain, Panorama und Volume festlegen und automatisieren.

Metallic Beat lässt sich sowohl auf der CR-78 Oberfläche als auch im Pattern-Bereich anpassen., so dass man die grobe Arbeit mit der Maus im Pattern/Kit-Bereich erledigt und später stilecht auf der CR-Oberfläche anpasst.

CR-78 Pattern-Fenster

Was ebenfalls sehr schön ist: Beats jenseits des 4/4-Taktes gehen mit der Roland Cloud CR-78 fix von der Hand. Pro Pattern habe ich jeweils eine A/B-Variation und ein Beat kann klassisch schnell oder langsam eingeblendet werden. Fill-in kennt 10 verschiedene Fill-ins, Break- und Roll- Versionen und alles kann automatisch oder manuell gestartet werden. Dazu kann pro Instrument der „Last Step“ variieren.

CR-78 Kitbrowser

In Verbindung mit Scale, Taktteiler 3, 4, 6 oder Steps sind wir mit einem Fingerschnipp dann auf der Spur der Könige des 6/8-Pops (Ultravox) oder auf den Spuren der Maid of Orleans (OMD). Was mir persönlich gefällt ist, dass ich auf der einen Seite kreativ begrenzt bin, wenn ich den Pattern-Mode und diverse Einstellmöglichkeiten nicht nutze. Somit muss ich mich intensiver mit der CR-78 befassen und auf der anderen Seite habe ich doch, wenn nötig, alle Eingriffsmöglichkeiten an der Hand.

Ein Software-Drummer unter vielen?

Früher und heute war und ist es durchaus üblich, dass ein Live-Drummer und/oder mehrere Drummachines im Verbund eingesetzt werden. Das gelingt mit der Roland Cloud CR-78 sehr gut. Im Mix platziert setzt sie sich sehr gut durch, die Bongos sind gut abgestimmt, passen sich immer gut in Arrangements ein und ergänzen eine LinnDrum (auch die Behringer-Variante) oder TR-707, TR-808 und TR-909 perfekt. Dabei ist es unerheblich, ob die CR-78 nun als Percussion-Instrument oder „Haupt-Drummachine“ genutzt wird.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass ich Patches von der TR8s, TR6s laden und editieren kann. Somit hat man das Beste aus beiden Welten.

Die heimlichen Könige der New Wave Disco

Pro und Contra

Zu den positiven Punkten der Roland Cloud CR-78 ist sicher die Authentizität und Originalität des Plug-ins zu zählen oder dass Patches der Hardware-Pendants importiert, bearbeitet und exportiert werden können. Auf der Habenseite ist auch das Timing, auch bei mehreren Instanzen (bei mir Logic 12 auf einem Mac Studio M2 Max), zu verzeichnen. Selbst wenn Spuren raus aus der DAW gehen und analog bearbeitet werden, bleibt der Beat stets tight. Dazu geht die Bedienung, sei es mit Maus oder Controllern, flott von der Hand.

Kritik gibt es hinsichtlich des Preises (aktuell 229,- Euro) bzw. die Bindung an ein Cloud-Abonnement.

Bleibt die Frage, ob der Sound einer CR-78 bzw. des Plug-ins noch zeitgemäß sind. Meiner Meinung nach ja, aber es kommt natürlich drauf an, wie man sie einsetzt. In der Regel macht es die Mischung.

Die Klangbeispiele sind ein bunter Frühlingsstrauß. Alle mit „CR-78“ beginnenden Beispiele kommen trocken aus dem Plug-in und der DAW. Wer das eine oder andere Preset erkennt, kann es gerne in die Kommentare schreiben. Alle anderen Beispiele sind bearbeitet  und werden von den üblichen Verdächtigen begleitet.

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Klangbeispiele
Fazit

Die virtuelle Variante der Roland CR-78 überzeugt auf ganzer Linie. Roland setzt hier konsequent auf seine Stärken und bring den Sound der frühen 80er- und späten 70er-Jahre in die Computer des neuen Jahrtausends.

Plus

  • Klang
  • Bedienung
  • Integration TR8s/TR6s

Preis

  • 229,- Euro (Lifetime Key), alternativ als Abonnement der Roland Cloud erhältlich
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Über den Autor
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TobyB RED

Musikalisch ist ToB(y) mein Alter Ego. Die Spannweite reicht von Funk bis Trance. Ohne sich auf einen Stil und eine Richtung festlegen zu wollen. Der Himmel ist die Grenze und der Weltraum die "Final Frontier". Musikalisch ein Kind der Achtziger und Neunziger. Spätestens mit dem ersten eigenen Synthesizer Korg M1 vom Virus infiziert. Den M1 gibt es immer noch. Und es sind ebenso viele Geräte hinzugekommen und gegangen. Und belegen mittlerweile ein
Dachgeschoss.

Der erste Test für ...

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Numitron AHU

    für den hohen Preis der Software cr78 kann ich einmal mehr die Roland tr6s empfehlen!
    hier sind übrigens auch die presetpatterns der cr78 inklusive.
    cr78, 606, 626, 707, 727,808, 909 u.a. und man kann auch zb cr78,808 und 909 mischen in eigenen Kits…
    liebe den kleinen BASSTARD seit 2 Jahren!

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @Numitron Aber Hallo!😱

      Die Preisgestaltung kann ich nicht ganz nachvollziehen, nachdem mir die Kirschen-Software für einen Preis um 50€ angeboten wurde. 😳 (ja, ja… ist eine Billigkopie).

      Was mich positiv stimmt: Die TR6s macht eine saubere Figur, wenn auch als Hardware vorhanden…🫠
      Da stimme ich Dir in Gänze zu! Das Gerät ist der Oberknaller!

      • Profilbild
        mudi2000

        @CDRowell Die Preisgestaltung ist auch merkwürdig, denn das Plugin wurde, als es neu erschienen ist, zu einem Einführungspreis von ich glaube 50 Euro verkauft. Da ist die Differenz zum „normalen“ Preis doch recht hoch.

        • Profilbild
          CDRowell AHU

          @mudi2000 Oh… hätt ich das vorher gewusst, hätte ich es nicht gekauft, da ich schon die Kirsche besitze…

    • Profilbild
      plumperquatsch AHU

      @Numitron sobald man die sounds ein bisschen miteinander austauscht klingt das auch nicht mehr wie
      „my first sony, äh drum machine“ sondern nach „sampler produktion“ (was man heute so gewohnt ist zu hören) imho

      Roland muss verrückt sein. 🤔
      Das Plugin kostet mehr als die Behringer Hardware. 😆

  2. Profilbild
    DasIch&DerEr

    Roland hat bei Software doch den Knall nicht gehört.
    Da kaufst du Dir für 179€ oder gebraucht gür 140-150€ den RD 78, hast einen top Nachbau und sparst Geld….
    Wenn Hardware preiswerter ist als die VST…

  3. Profilbild
    Mixit

    Das erste Soundbeispiel erinnerte mich doch gleich an eine sehr erfolgreiche US-Action-Komödie aus den 80er 🙂

    Als „muss man nicht haben, könnte aber nett sein“ erscheint mir der Preis (Lifetime) bei den möglichen Alternativen entschieden zu hoch. Und „Miet Software“ kommt für mich grundsätzlich nicht in Frage.

    • Profilbild
      TobyB RED

      @Mixit , dann hab ich das Ziel wohl erreicht ;-) Ich hab vor dem Test zufällig den OST zu Fletch im CD Player. Danach kam John Carpenter – Christine. Die CR-78 passt nun aber nicht wirklich zu Carpenter 😅

  4. Profilbild
    AntonAmazona

    Cherry Audio CR78 -> 49,00€
    Roland CR78 -> 229,00€

    Noch Fragen ??

    Das der Rolandpreis vieleicht dreistellig, mit einer kleinen Eins am Anfang hätte sein können „Hätt‘ mich zwar schockiert, wahrscheinlich hätt‘ ich’s noch kapiert, aber ROLAND hat ja,uhh, gleich auf Raffgier gemacht…“

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @AntonAmazona Ob der Rezipient den gravierenden Preisunterschied als höherwertige Schallquelle aufnehmen wird ist evtl. in Frage zu stellen.

      Jedenfalls darf die Frage „Was Soll Das?“ – GM88 vs. CR78 – erlaubt bleiben. 😉

      Habe ein ROLAND gegen CHERRY-Test selbst angesteuert:
      Das Ergebnis ist überraschend: Beide klingen LEICHT unterschiedlich. Doch qualitativ kann ich nichts schlechtes an der KIRSCHE finden… sie wirkt auf mich durchsetzungsfähiger…

      Vielleicht ist es genau der ORIGINALE KLANG, der den Preis ausmacht?

  5. Profilbild
    MPC-User

    Mich würde mal ein Vergleichstest zu den viel günstigeren Alternativen interessieren.
    Einfach nur frech von den Japanern.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @MPC-User Als Tester des Cherry Audio CR-78 (https://www.amazona.de/test-cherry-audio-cr-78-drummachine-plug-in/) kann ich dir sagen, dass der Cherry Audio CR-78 aus dem Stand heraus deutlich besser und druckvoller klingt. Warum? Weil Cherry Audio die üblichen Bearbeitungen, die früher im analogen Studio stattgefunden haben, gleich im Plug-in vornimmt.

      Kannst du schön selbst vergleichen:

      CR-78 Rock vom Roland entspricht dem ersten Pattern in meinem Cherry Audio-Demo. Man achte nur auf die Bassdrum. Bei Roland ist sie dünn, bei Cherry Audio macht sie Druck. CR-78 Samba kommt bei mir ab 00:40 und klingt grundlegend anders bei Cherry Audio, in meinen Ohren aber besser. Authentischer? Kann ich nicht sagen, denn ich hatte noch nie eine echte CR-78 in den Fingern.

      Aber was ist schon authentisch? Schließlich hört man die alten Vintage-Geräte niemals pur auf einer Platte, sondern immer stark bearbeitet. Und genau da liegt für mich der Vorteil aktueller Plug-ins wie der Cherry Audio CR-78: man hat all diese Möglichkeiten direkt im Plug-in. Man erkennt die berühmten Sounds sofort und kann kreativ werden, ohne gleich teures Vintage-Outboard nutzen zu müssen (oder Plug-in Emulationen davon).

      Ist der Roland-Preis gerechtfertigt? Nö, die wollen die Leute ja dazu bringen, das Cloud-Abo abzuschließen. Wenn man das nicht will: Cherry Audio oder bei Hardware eben Behringer oder die Roland Hardware.

      • Profilbild
        Chufu

        @Markus Galla Analoge Synths/Drummaschines und Vrirtuel Analoge. Was klingt Autentisch? Dies Frage ist für mich irgend wie ein reiz Thema. Was ist der Autentische Klang?🙄
        Wenn man sich seiner Zeit zwei oder mehr Identische Analoge Synths gekauft hätte kann mir keiner erzählen das diese beiden exact gleich geklungen hätten. Das liegt alleine schon an den Tolleranzen der intern verbauten Bauteile. Das diese Synths dann auch noch heute so klingen wie Damals kann mir auch keiner Erzählen.
        Ein Technisches Beispiel: In so einem Synth sind eine Menge Kondesatoren verbaut. Viele dieser Kondensatoren bestehen grob gesagt aus zwei Metallplatten in einem bestimmten Abstand zueinander, die eine bestimmte grösse haben und oft durch eine Ölige Flüssigkeit (das Dieelektricum) von einander getrennt sind. Daraus ergibt sich die Kapazität des Bauteils.
        Wenn über die Jahre hinweg das Dieelektricum austroknet verändert sich die Kappazität des Kondensators.
        Also die Beurteilung des Authentischen Klangs ist immer eine sehr subjektive und in meinen Augen immer eine sehr individuelle Sache.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          @Chufu Das steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt. Fakt ist aber, dass wir diese Synthesizer nie ohne eine ganze Effektkette gehört haben: Externe Filter, Bandecho, analoger Chorus, Flanger, Phaser, Übertrager in DIs, EQs aus teuren analogen Studiopulten, Plattenhall uvm. Hört man einen Jupiter 8 pur ist man genauso enttäuscht wie bei anderen Synths, die auf den berühmten Aufnahmen so ganz anders klingen. Dann wurde noch gestackt (auch schon vor MIDI). All das ergibt dann den heißgeliebten Sound. Beispiel „Thriller“. Der J8 klingt für sich alleine dünn. Der Anteil des Synths ist dann vielleicht ein Zehntel von allem. Heute macht das mein Roland Fantom alleine. Bestes Beispiel ist auch der Song „Born in the USA“. Im Studio war es ein CS80. Live auf der Tour auch. Der Synth klingt live aber komplett anders, voller untenrum, sehr trocken und er hat weniger Höhenanteile. Bob Clearmountain hat nie im Leben den puren Sound von Roy Bittans CS80 genutzt, sondern den Track stark bearbeitet. Genauso bei „My Hometown“ und „I‘m on fire“. Auch hier klingt der CS80 live komplett anders, obwohl man den genutzten Sound wiedererkennt. Es fehlen eben die Effektbearbeitungen der Studioversionen. Auch Blade Runner. Erst die Effekte machen aus dem CS80 Sound das, was alle lieben. Gitarristen kennen das: Man kann ruhig die berühmte schwarze Strat von David Gilmour spielen, ohne seine Signalkette und Spielweise klingt es nicht nach Comfortably Numb. Er mit einer anderen Gitarre schon…

          • Profilbild
            TobyB RED

            @Markus Galla , sehe ich auch so Markus. Ich zieh das Beispiel Blondies Cop Show. Da wird die CR-78 einmal analog durch das Outboard gejagt. Der Polysix, Juno 106, Moog Messenger und TEO auch. Ebenso die MPC und Linn. Keiner mag die trockenen Versionen hören. Bevor das beim Hörer ankommt, ist ne Menge mit dem Signal passiert. Genauso ist das bei Inner Journey, einfach mal zu anzunehmen ich schliesse ein Rhodes an die DAW an und es „klingt“ wie ein Rhodes… Für mich ist das immer ne Fall Entscheidung welchen Weg das Signal geht, aber am Anfang der Kette steht ein Preamp und am Ende Dynamik und EQ, egal ob 1176, Pultec. Genauso ist das mit den Mixern, obs nun Tascam D-4800, SSL Big Six oder MX-1 ist, alle drei haben ihre Unterschiede.

            • Profilbild
              plumperquatsch AHU

              @TobyB so ein kleiner röhren preamp gehört in jedes Homestudio, imho
              dann hat man immer die wahl zwischen clean ins audiointerface
              oder mit röhre.

              Von dem trockenen Behringer model d war ich nicht so recht begeistert,
              sobald ich den durch nen röhren preamp schicke hört sich das sofort nach „Schallplatte“ an.
              ohne chorus, reverb & Co. oder das ich da noch irgendwas mit plugins machen muss 😎

          • Profilbild
            Chufu

            @Markus Galla Stimmt! Das kommt natürlich noch dazu. Manche Synths werden erst mit einem schönen Chorus und Reverb richtig schön. Für mich sind auch heute Effekte ein fester bestandteil beim Sounddesign. Was währe so ein schöner Spherischer Klang ohne ein passendes Reverb und einen schönen Chorus oder Flanger.
            Ein paar Effekte machen aus einer Tischhupe ein Gigantisches instrument. Und Wenn irgend welche Leute dann fragen welches Instrument das ist und man erzählt das, dann kommt die Verwunderung. 😮
            Trotz allem ist für mich die Roland CR-78 völlig überteuert. Cherry Audio kann es erheblich günstiger. Ich bin mit dem Cherry Clone sehr zufrieden.

  6. Profilbild
    Viertelnote AHU

    roland tr6s ist guter tipp die ich so auf meinen zettel auch habe.
    B RD 78 klingt in ohren von mir nicht gut.verkratzt und mit seltsamen
    accent.das ist schade. oder behringer lm und samples von CR nutzen.
    update von drums sounds wäre zeit auch bei mir🙂bin da nicht actuell.

    aber was roland hier haben will..hm nein dankesehr!
    PS: und was bedeudet abo in der cloud? begrenzung im nutzenzeitraum?

    • Profilbild
      MPC-User

      @Viertelnote Bin da nur noch mit Samplern unterwegs.
      Da füttere ich meinen Digitakt und gut is

  7. Profilbild
    exitLaub

    Wer den Sonic Charge Microtonic hat, der kann sich das Vintage Tonic Set runterladen. Da ist u.a. eine astreine CR-78 dabei und da kann man die Sounds auch noch in alle Richtungen verbiegen.

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @exitLaub Ja, stimmt! Die Maschine hab ich total vernachlässigt. Danke für den Einwand. Die werde ich gleich mal wieder bemühen…🧡

  8. Profilbild
    Herr Rorschach 1

    Bin mit der TR 6s und der RD 78 rundum zufrieden. Allerdings kann die TR 6s so unendlich viel mehr, als nur CR 78; ich glaube, die nehme ich mir nachher mal wieder zur Brust :)
    Die origibnale CR 78 hatte ich mal früher, leider ohne WS-1.

  9. Profilbild
    Eisenberg

    Man kann es kaum fassen. Da hat man Rechenpower ohne Ende, kann praktisch alles generieren an Klangzeugs, was man sich so vorstellen ksnn und emuliert für teuer Geld Elektroschrott.
    Wann kommt der Amiga- Emulator für den Mac, für den extra beschissenen Workflow?

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Eisenberg wird’s sicher schon lange geben.
      hab einen Atari ST Emulator und Dos Emulator l.
      warum nicht? auf der Switch laufen alte spiele als Emulation.

  10. Profilbild
    MadMac AHU

    Der Sound der CR-78 fällt für mich in die Kategorie „Wir hatten damals halt nichts anderes“. Wenn ich mir die Beispiele so anhöre, erinnern mich einige doch stark an eine Wersi Orgel. Fehlt nur noch der Lambada.😉 Aber für das Plugin auch noch 229€ abzurufen ist schon Realsatire. Danke Roland, ihr wart schon mal origineller.

  11. Profilbild
    Lewis

    Im Intro von The Who’s “Eminence Front” ist die CR 78 auch zu hören … fand ich immer super cool, dass selbst Rock Bands das Teil nutzten … aber Pete Townsend ist ja eh immer super kreativ beim Eqipment gewesen …

  12. Profilbild
    Chufu

    Da kann ich nur emfehlen Cherry Audio CR-78 (49€). Damit bin ich sehr zufrieden. Roland will euch nur mit Gewalt ein teures Abo andrehen. Oder anderweitig euch teure Software auf’s Auge drücken.

  13. Profilbild
    NONAME

    Roland scheint es immer noch zu probieren, und solange das irgendwie sich rechnet, sollen die machen. Aber ich denke, für mich selbst ist das nix. Man will doch seine Sachen besitzen und sich freuen, anfassen können, Schalter und Regler dran haben und Stecker reinstecken. Aber diese Ausleiherei ist nicht meins. Ja wenn ich mal sterbe freut sich sicher ein Erbe, aber das ist mir heute zu Lebzeiten herzlich egal. Aber was passiert mit dem geliehenen CR Dingsbums wenn die Cloud nicht mehr ist, oder der Firma es schlecht geht. Zumindest will ich das Gefühl haben, wenn mir etwas gehört, gehen wir gemeinsam durch dick und dünn. Und das geht man besten mit Hardware die ausserhalb eines Computers ein eigenständiges Leben hat. Man kann es anfassen und sich darin verlieren. Bei Software habe ich nicht dieses Gefühl. Deshalb kommt mir der Behringer Clone grad recht. Er kann das was selbst diese Roland Software Hologramm nicht kann, nämlich echt sein und auch so klingen. Denn das Roland Software Dingsbums klingt mal wieder gar nicht wie sein eigenes Vorbild sondern kann viel zu viel und dadurch macht es sich unglaubwürdig. Sorry, aber ich verstehe dass Roland sich mit seinem Erbe bereichern will und durchschlagen tut, aber ohne mich.

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