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Test: Roland Cloud JX-3P, Synthesizer Plug-in

2. Juni 2021

Der ulitmative JX-3P Test

Der ultimative Roland Plug-in Test – JX-3P ACB

Den heutigen Test können wir durchaus als Langzeitprojekt betrachten und dennoch viel Neues mitnehmen. Es liegt uns daher fern, die Cloud-Version des Roland JX-3P als taufrisch anzupreisen, denn es gibt ihn zwischenzeitlich selbst von Roland in verschiedensten Versionen. Ob als Hardware-Synthesizer aus dem Jahr 1983, als Plug-out für das hauseigene Roland System 8, als Boutique-Synthesizer Roland JX-03 und nun auch als Plug-in aus der Roland Cloud. Ganz nebenbei, diese gibt es auch einzeln für 129,- Euro zu kaufen, also auch ohne Abschluss eines Abos.

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Übrigens, die Software-Version des Roland JX-3P erschien zunächst ohne Cloud und verrichtete im Studio des Autors sowohl im Rechner als auch im System-8 ihren Dienst.

Roland hat hier mit der Cloud-Version und dem ACB Plug-in/out ein nicht zu unterschätzendes Ass im Ärmel, die nahtlose Integration von Hard- und Software. Das mag den einen oder anderen Leser nun hellhörig oder die Stirn faltig werden lassen. Es gibt am derzeitigen Markt wenige Anbieter, die Gleichwertiges bieten.

Sehen wir praktisch am Beispiel der JX-3P, wir haben den ultimativen Sound in der Rechenkiste gezaubert und dieser soll nun mit auf Tour. Okay, Rechner mitnehmen wäre eine Option. Dann kommen aber noch Interface, Masterkeyboard und Gedöns mit in die Gig Bag. Was sich letzten Endes in Übergepäck niederschlägt und in Buckelei.

Wer sich übrigens schwer mit den Roland-Begriffen ABM, ZEN und ACB tut, für diejenigen habe ich am Ende des Tests nochmals alle Begriffe und Zusammenhänge ausführlich erläutert (siehe letztes Kapitel).

Der originale Roland JX-3P mit dem Dtronics-Controller DT-200

Der smarte Ansatz, System 8 einpacken

Dieses Beispiel soll beleuchten, dass es wie immer mehr als einen Weg gibt, der zum Ziel führt.

Genauso ist das mit den Cloud-Diensten, es gibt solche und solche. Roland hat, um beim JX-3P zu bleiben, die Einstiegshürden und die Vorkenntnis-Messlatte recht gering angesetzt. Im Zweifelsfall, wenn keine DAW vorhanden ist, auch wenn wir Logic und GarageBand lieben, tut es die kostenlose Zen Beats Version als Träger des JX-3P Plug-ins. Die ersten allfälligen Schritte wie Registrierung und Entscheidung für ein Lizenzmodell gehen fix.

Im Falle des Autors war die Erstellung und der Umstieg von der alten Roland Welt in die Roland Cloud ein Klacks. Alle Seriennummern und Plug-outs wurden übernommen, es wurde auf das Vorhandensein von Aktualisierungen hingewiesen. Kurzum es klappte. Nun noch schnell Logic X starten und eine erste Runde mit dem JX-3P drehen.

Nun springen wir aber drastisch ins Jahr 1983, dem Erscheinungsjahr des JX-3P. MIDI war damals „Neuland“, Cloud war damals fantastischer Neusprech und New Wave gar nicht mehr so neu. Der JX-3P stellt in dieser Hinsicht einen Bruch mit dem Juno-60 und in gewisser Weise dem Jupiter-6 dar. Optisch weniger Barock und vermutlich aus der heutigen Sicht eher so der schnörkellose Synthesizer. Regler und Fader inklusive Modulation „fünf“. Den Rest erledigt eine Schaltmatrix. Wer mehr möchte, musste neben dem Neupreis von 2590,- D-Mark, noch 500,- weitere D-Mark für den PG-200 anlegen. Und diese ist keine Erfindung von Apple, konnte den PG-200 oben rechts magnetisch befestigen. Ob damit nun Glamrock oder New Romantisch Tastenmenschen optisch ihre Performance aufpeppen konnten, ist leider nicht überliefert.

Und Ehre, wem Ehre gebührt. Der JX-3P war einer der ersten Synthesizer mit MIDI und einer spartanischen MIDI-Implementierung. Er empfängt und sendet immer auf Kanal 1 – SysEx-Daten bleiben außen vor – und lediglich Pitchbend, Hold und Program-Change werden übertragen.

Dem JX-3P haftete immer das Bild des kleinen, billigen Bruders an. Was vermutlich an seinem Klang liegt, leicht mittig, im Bass weniger druckvoll. Gut, zur Kenntnis genommen. Aber auf die inneren Werte kommt es an und hier kann der JX-3P mit zwei Oszillatoren und Synthesemöglichkeiten wie Oszillator-Sync und Crossmodulation punkten, die dem Juno (der nur einen Oszillator besitzt) verwehrt bleiben. Ebenso fügt sich der JX-3P ohne Nachbearbeitung sehr gut in den Mix ein. Seine Stärken sind String-, Sweep- und Pad-Sounds sowie harsche Sync-Leads; metallische, geräuschhafte Spektren lassen sich dank Crossmodulation problemlos programmieren. Auch unter den Presets findet sich der eine oder andere gute Klang.

Und hier springen wir durch die Vortex und landen im Hier und Jetzt.

Der Roland JX-3P aus der Roland-Cloud

Fangen wir mit dem Wesentlichen an, dem Klang. Roland wirbt damit, dass ACB/ABM nun eine authentische Replikation des Sounds versprechen. Dies ist so richtig. Wichtig ist hier, mit dem Parameter Condition zu spielen, der das ACB-Modell dann altern lässt. Ebenso sollte man mit den Effekten arbeiten. Hier erleben wir dann eine Überraschung, die Sounds beginnen zu atmen und wir können deutliches Rauschen vernehmen. Tatsächlich ist das kein Bug, sondern ein Feature und geschieht sowohl im JX-3P Plug-out oder Plug-in.

Wer ein möglichst nahes Ergebnis möchte, sollte beachten, dass sich unsere JX-3P Plug-in Version in der Stimmenarchitektur unterscheiden. Bot das Original 2 DCOs mit insgesamt 6 Stimmen, kann der JX-3P zwei, vier, sechs oder acht Stimmen abfeuern. Ebenso kann das gesamte Plug-in für eine niedrigere CPU-Auslastung umgestellt werden. Hier muss man im Kopf haben, dass zwischen der Intel Architektur und Apples M1 durchaus Unterschiede bestehen. Jedoch beträgt die Auslastung unter Catalina und Big Sur auf einem i5 Mac mini mit Logic X selbst bei 3 Plug-in Instanzen und maximaler Polyphonie selten über 50 Prozent. Unter Big Sure mit Intel ähnlich. Drastisch ist der Performance-Gewinn unter Big Sur und M1 zum Beispiel Macbook Air 2020, mit 8 Core CPU und 7 Core GPU. Noch nicht mal 10 Prozent. Und das mit 8 GB RAM. Generell ist unter Big Sur eine neue Installation des MacOS Pflicht, da es ansonsten zu einer nicht bestandenen Validierung der AU in Logic X kommen kann. Dies lässt sich zwar via Terminal beheben, ist aber recht zeitfressend.

Roland hat dem JX-3P eine weitgehende WYSYWYG-Oberfläche spendiert. Hier können wir mit einem Klick auf Option zwischen dem System-8 Modus, der JX-3P Oberfläche(ohne PG-200) wählen. Der dritte Modus, mit PG-200 erscheint durch einen Klick auf Edit. Welche Geschmacksrichtung man bevorzugt, obliegt dem Anwender. Die System-8 Besitzer freuen sich über die Integration desselbigen, was durchaus sinnvoll ist und uns die Arbeit weniger Bildschirm-fixiert gestaltet. Auch sollte man beachten, dass die FX-Sektion je nach Ansicht sich mal oben oder unten neben der Klaviatur befindet. Und dem Taster Chorus neben Brilliance eben nur den Chorus, also FX 1 zuschaltet. Die anderen Effekte nur über den Value-Regler aufgedreht oder in der Stellung Off, ausgeschaltet sind. Dies fällt nicht weiter ins Gewicht, da wir unter Logic X die Automationen nützen können. Allerdings die Smartcontrols hätten praxisnaher ausgelegt werden können.

Wo man beim virtuellen Abbild des JX-3P verzichten muss, ist der Stepsequencer, was keine schlechte Entscheidung ist. Die Funktion ist in Logic mit dem bordeigenen Stepsequencer vorhanden und vermutlich wesentlich praxistauglicher als der JX-3P Sequencer. Sorry.

Die Oberfläche optisch zu bewerten, erscheint etwas geschmäcklerisch. Die Form folgt der Funktion und übermäßige fotorealistische Effekthascherei sind hier fehl am Platz. Selbst der PG-200 wirkt nicht allzu gequetscht. Warum beim Umschalten allerdings immer eine Viertelnote als Osterei erscheint, würde der Autor gerne einmal nachvollziehen. Einfach mal Edit klicken und auf den Rate-Regler achten.

Klangsynthese im JX-3P-VST

Die im JX-3P arbeitenden DCOs bringen von Haus aus die Schwingungsformen, Saw, Square, Pulse mit. Beide können in den Fußlagen von 2’, 4’, 8’, 16’, 32’, 64’ erzeugen. Die Filtersektion orientiert sich an einem 24 dB Tiefpass, der in der realen Welt dem Juno mit IR3109 entspricht. Das Filter kann vom LFO oder der Hüllkurve moduliert werden. Der Fader “Brilliance” bietet ein Finetuning der Filter-Eckfrequenz, womit sehr sanfte Anhebungen oder Absenkungen der jeweils höchsten Frequenzen erzielt werden können. Was für sanfte Anhebungen der jeweils höchsten Frequenzen erzielt wird. Nun folgt im Signalfluss ein stufenloses Hochpassfilter.

Die ADSR-Hüllkurven kann mit positiver oder negativer Ausrichtung die Stimmung der DCOs, die Eckfrequenz des Filters und den VCA modulieren. Wie auch die Hüllkurve der Junos, gehört sie nicht zu den schnellsten; perkussive Sounds sind daher nicht die Stärke dieses Synths. Dennoch sind perkussive Sounds möglich, ein LFO mit  Sinus, Rechteck, Random.

Bei aktiviertem LFO-Trigger lässt sich per Taster ein Vibrato in Betrieb nehmen. Damals nannte man dies noch Spielhilfe. Da wir aber via Automatisierung weitreichende Möglichkeiten haben, reicht es, die Spielhilfe zur Kenntnis zu nehmen.
Ein Arpeggiator rundet das Plug-in ab. Dieser ist im originalen und realen Gerät nicht vorhanden.

Nun werden aufmerksame Kenner den polyphonen Stepsequencer vermissen. In einer DAW ist dieser nun nicht unbedingt sinnvoll, zumal Roland hier eine hohe Messlatte vorfinden würde. Auf der anderen Seite das System 8 hat einen und wenn man schon soweit geht, dass ein System als Controller dient, wäre ein Sequenzer in der Software auch sinnvoll und sei es nur, weil man Doppelarbeit vermeiden und eine Sequenz einfach via USB an das System 8 übertragen möchte.

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Die integrierten Effekte

Gut, fangen wir mal so an, der Autor ist ein Freund eines gepflegten Signal-Rauschverhaltens. Dass der originale JX-3P mit Chorus rauschte und im Nachgang durch ein Noisegate floss, ist keine Tonmeisterlegende, aus den Tagen, wo Azubis noch Siemens Halse Lufthaken aus zölligem Kupferdraht bogen. Oder kupferne Lötkolbenspitzen geschmiedet wurden. Roland ging hier den authentischen Weg: Schalten wir den Chorus ein, können wir beim Amplituden-Ausklang Rauschen hören. Sehr diskret, aber gut hörbar. Das ist hier nicht schlecht und macht den Sound lebhafter. Generell hat Roland die FX-Sektion des Plug-Outs im weiteren Verlauf analog zum System 8 angeordnet. Das heißt, 3 FX-Slots, die von Chorus, Overdrive, Delay bis hin zu Reverb reichen.

Speicherangelegenheiten

Roland hat – und vermutlich wird dies ein Zugeständnis an das System 8 sein – die Organisation in Bänken belassen, eine Bank kann 64 Presets aufnehmen. Es können jedoch beliebig viele Bänke angelegt werden.


Studioalltag

Der Lackmus-Test für so ein Plug-in, wie den des JX-3P, ist sicherlivh, ob es in heutigen Produktionen noch funktioniert. Damit sind nun nicht die Genres Synthwave oder ähnliches gemeint. Aus Sicht des Autors. Ja. Hierzu haben wir den JX-3P zum einen als Plug-in in Logic und zum anderen in Rolands ZenBeats abgefeuert. Und es funktioniert.

Dementsprechend sind auch die Klangbeispiele aufbereitet und eingespielt worden. Ein bunter Strauß trockener und effektierter Demo, mal mehr oder weniger automatisiert oder begleitet.

Am meisten werden sicher System 8 Nutzer von der nahtlosen Integration vom JX-3P Plug-Out und Plug-in profitieren. Dedizierte Controller-Zuweisungen haben im Produktionsalltag ihren Sinn. Generell muss man anführen, dass über die Automatisierungen und die Integration wesentlich mehr Sounds erreicht werden können, als das mit den Originalen möglich war. Zum anderen haben sich seit dem letzten Jahrtausend die Produktionsbedingungen drastisch geändert, sodass der Anwender heute in de Lage ist, genau und exakt seine Klangvorstellung umzusetzen.

Möchte ich einen Track im Stil der 80er-Jahre erzeugen, so funktioniert dies. Will ich modern und frisch klingen, so klappt auch das. Der JX-3P kann beides. Er ist sicher kein Juno oder Jupiter. Aber, Roland liefert hier eine authentische Software-Version eines zu Unrecht im Schatten stehenden Synthesizers.

Aus persönlicher Sicht des Autors und zwei Jahren Betrieb des JX-3P, sowohl in Hardware und Software, bleibt nur ein überaus positives Fazit zu ziehen.

Was sind nun ACB, ABM und ZEN?

Für Neulinge kurz eine Erklärung zu den Roland Abkürzungen ABM, ZEN und ACB.

Am Anfang von ACB stand die Idee, den Roland Juno-106 und den Jupiter-8 im Format eines Roland JD-Xi zu entwickeln. Diese Technik sollte dann zunächst für die AIRA Reihe und später für einige Boutique-Geräte entwickelt werden. Hier wird nun – und dafür steht ACB – das analoge Verhalten von Bauteilen nachgebildet und in ein digitales Modell überführt,

Kurz Analog Circuit Behavior.

Es reicht natürlich nicht nur, einen Transistor digital abzubilden. Roland ging wesentlich weiter und simulierte und analysierte auch Baugruppen, wie z.B. den Chorus des Juno-106.

Zitat :

Tohyama: Meine Wahrnehmung war, dass der Chorus-Effekt des JUNO-106 wirklich etwas Besonderes ist. In einem Gespräch mit den Entwicklern des Originals haben wir erfahren, dass der JUNO-106 aus Kostengründen nur einen Oszillator erhalten hat. Damit kann man natürlich keine fetten Sounds programmieren. Sie haben also einen Chorus-Effekt nachgeschaltet, damit der Sound mehr Dichte erhält. Der JUNO-106 ist außerdem bekannt für seine fetten Bass-Sounds, der dadurch erzeugt wird, indem die tiefen Frequenzen überbetont werden, wenn der High Pass-Filter nicht zu Einsatz kommt. Mit anderen Worten: Man hat seinerzeit verschiedene Strategien verwendet, um den Sound des nur einen Oszillators aufzuwerten. So macht man aus einer technischen Misere eine segensreiche Erfindung. [lacht]

Quelle: https://www.roland.com/de/promos/roland_boutique/interview_1/

ABM/ZEN

Dies kann man nicht eben als Marketing-Gag von Roland sehen. Zunächst müssen wir verstehen, was ABM, also Analog Behavior Modeling, ist.

Hierzu ein Interview-Auszug mit einem Entwickler.

Zitat:
Miki: Wir investierten jede Menge Zeit und Geld in die Entwicklung eines neuen Systemchips namens BMC. Die Abkürzung steht für Behavior Modeling Core. Der BMC ist eine echte Roland-Eigenentwicklung und basiert auf zahlreichen DSP- und CPU-Kern-Blöcken sowie Hardware-Logik und ist außergewöhnlich leistungsstark.

Auf dem BMC läuft ZEN-Core, eine erweiterbare und individualisierbare Synthesizer-Engine, die das Herzstück der neuen JUPITER-, FANTOM- und GROOVEBOX-Instrumente bildet. Die Kombination aus BMC und ZEN-Core ist der Formel-1-Motor im Bereich der Klangerzeugung.

Grundlegend arbeitet der ZEN-Core mit PCM- und Virtual Analog-Technologie der nächsten Generation und setzt dabei auf fortschrittliche Funktionen wie neue Virtual Analog-Oszillatoren, präzise gemodellte Filter, extrem schnelle, geschmeidige Hüllkurven und LFOs, hochauflösende Parameter und eine flexible Erweiterbarkeit. Die JUPITER-X-Serie setzt auf Analog Behavior Modeling (ABM) als eine der ersten beiden produktspezifischen Erweiterungen für die Bass-Engine, auf der auch die Model Bank-Funktion basiert. Der Vollständigkeit halber: Die zweite ZEN-Core-Erweiterung ist V-Piano in den neuen FANTOM-Synthesizern.
Quelle: https://www.roland.com/de/promos/jupiter-x_story/

Was ist nun ZEN?

Zitat Roland:

Die ZEN-Core Klangerzeugung von Roland arbeitet sowohl Hardware- als auch Software-übergreifend und vereint genredefinierende Sounds aus mehreren Jahrzehnten mit der Leistungsfähigkeit, diese auf neue, aufregende Weise zu gestalten. ZEN-Core steht sowohl in deiner DAW als auch für kompatible Hardware zur Verfügung. Auf diese Weise kannst du deine Lieblingssounds auch in deinem favorisierten Instrument verwenden. Egal ob du neue Stile erkunden oder auf bekannten Wegen bleiben willst: ZEN-Core liefert dir fortlaufend neue Sound Packs und Expansions, damit deine Musik stets neu und unverbraucht klingt.
Quelle: https://www.roland.com/de/promos/zen-core/

Und hier kommt nun der springende Punkt, plattformübergreifend. Dafür brauchen wir den ZEN Core. Stellen wir uns ZEN Core als ein Flugzeug vor, in dem verschiedene Klangerzeugungen aus 50 Jahren mitfliegen. Und das Flugzeug kann seine Last, ACB, ABM oder ZEN Synthesizer auf den Plattformen Roland Hardware, Windows Betriebsystem, MacOS und iOS ausliefern. Und genau das ist der Punkt.

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Fazit

Klanglich und von der Ergonomie gibt’s hier nicht zu meckern. System 8 Nutzer werden sofort abgeholt und Einsteiger finden sich im Jx-3P schnell zurecht. Alle Plug-ins, wie auch den JX-3P in einer Cloud-Lösung zu bündeln, macht es aus Anwendersicht einfach, zumal das Roland Lizenzierungsmodell ja auch Goodies und Leckerlies bietet. Was zumindest unter Mac OS Catalina und Big Sur durch Roland verbessert werden sollte, ist der Cloud Manager. Zwar wurden in Version 2.5.13 viele Fehler ausgemerzt, diese wären aber weitgehend vermeidbar gewesen.

In Summe sind die ACB-Versionen und hier der JX-3P kein Alteisen. Auch wenn die Grundrechenlast im Vergleich zu ZEN mit ABM etwas höher ist, was sich unter Apple M1 relativiert. Die Symbiose von Klang, Automatisierung und Integration von Hardware macht das Ergebnis rund. Man muss es vielleicht so sehen, der Roland Cloud Manager verhinderte hier ein Best Buy.

Plus

  • ein Klassiker
  • eigener Klang innerhalb der Roland Familie
  • Bedienung
  • Chorus

Minus

  • teilweise waren in früheren Versionen des RCM - Roland Cloud Managers einige Ungereimtheiten und Fehler

Preis

  • 129,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Klasse Test! Und die Cloud verhindert bei mir kein Best Buy. Nie hatte ich schneller so viele Sounds zur Verfügung ohne mich massenhaft mit Soundpacks der üblichen VST-Vertreter eindecken zu müssen. Und ja, auch digitale Dienstleistungen kosten Ressourcen und müssen bezahlt werden. Bitte das Best Buy hinzufügen!

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Holden, Vielen Dank. Das es keinen Best Buy gab liegt nicht am PlugIn sondern daran, das Roland am RCM (Roland Cloud Manager) noch etwas arbeiten sollte, damit es rund wird, sowohl unter MacOS und Windows10. Das gehört eben auch dazu. Ohne das wäre der JX-3P ein Best Buy. Ich bin die Tage dank eines Wasserschadens komplett auf Mac Book Air M1 und Big Sure umgestiegen. Und musste alles neuinstallieren. Da wird zwar der Download schön sauber queued aber anschliessend konkurrieren die Installationen und du hast Passwort Eingabe Terror. Wenn man nun die Installationen so wie sich das unter Mac gehört, einreiht, verliert der Anwender auch nicht den Überblick.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Bei mir unter Windows außer Updates alles tacko. Nur mit dem Password eingeben nervt. da sollte ein sicherer Key mal gespeichert werden können. Geht ja sogar beim Banking. Wasserschaden=Bier über die Tasten? :)

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Holden, eine Sturmböe und ein gebrochenes Fensterscharnier waren die Ursachen. Es regnete dann auf das Gerät… Wie gut das es Backups gibt ;-)

      • Profilbild
        a.jungkunst  AHU

        Hallo Toby, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wenn die JX3P-Emulation von Roland getestet wird, sollte man den Test und das Ergebnis darauf „reduzieren“. Etwaige Schwächen der Cloud als übergeordnete Software sind beim Umfang derselben getrennt testbar und, soweit ich weiß, gab es hierzu auch schon einen gesonderten Report. Wenn ein „Best Buy“ also nur dadurch verhindert wird, sollte man dieses Kriterium nicht zur Beurteilung des zu testenden Tools heranziehen. Durch den Lifetime Key oder die Nutzung im System-8 haben viele Anwender gar keinen bzw. kaum Kontakt mit der Cloud.

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hi Axel, du tritts mir nicht zu Nahe :-) Nur war es hier so, dass sich der Roland Cloud Manager teilweise sehr sperrig war. Und Roland möchte ich ja dazu bewegen, hier es dem Anwender so einfach wie möglich zu machen. Sowohl MacOS, als auch Windows. Und dazu gehört eben auch das der RCM funktioniert.

        • Profilbild
          Sven Rosswog  RED

          Hallo a.Jungkunst,

          Im Prinzip hast du recht. Wenn ich Software teste, werden die ja auch sehr oft von Verwaltungsprogrammen begleitet, wie es z.B. bei Arturia und NI der Fall ist. In den Tests werden die auch kaum erwähnt, weil sie keine Probleme machen. Wenn sie das tun würden, würde ich das aber erwähnen, weil im schlimmsten Fall ein übler Bug die Benutzung des PlugIn verhindern könnte. Wenn es mal Rund läuft, muss man auch nicht mehr von der Verwaltungssoftware von Roland sprechen.

          • Profilbild
            a.jungkunst  AHU

            Es geht nicht um das Erwähnen, das finde ich völlig legitim. Aber die Qualität des Plugin sollte unabhängig jedweder Verwaltungssoftware beurteilt werden. Ich habe unter Windows 10 kein Problem mit der Cloud, auch wenn ich seit Anbeginn auf Lifetime Keys gesetzt habe und absolut nichts von Abos halte. Verhindert ein übler Bug den Einsatz des Plugin, kann man es nicht testen, also auch kein Urteil fällen. Dann gibt es auch keinen Artikel.

  2. Profilbild
    cosmolab  

    SEHR schöner Test – da guckt an allen Ecken und Enden ein gehöriges Maß an Erfahrung durch.
    Und das schreibe ich jetzt fast „im Affekt“ – weil ich den Test nicht mal bis zu Ende gelesen habe. Aber nach den ersten Absätzen hab ich gemerkt, dass ich ihn lieber später in Ruhe „durcharbeiten“ werde… ;-)

  3. Profilbild
    Herr_Melin  

    Im Prinzip ein brauchbarer Test, durchaus auch subjektiv und wie eine Art Gedankenstrom verfasst, was für mich immer eine Bereicherung ist.

    Jedoch kommt er mir wie etwas arg schnell gestrickt vor und dann wohl nicht mehr abschließend gegengelesen. Einige Sätze verstehe ich nicht mal. Was zum Beispiel soll mir „Der Regler „Brilliance“ macht eine Findungen der Filtereckfrequenz.“ sagen? Ich habe zwar eine gewisse Vorstellung, was das bedeuten soll, aber ich frage mich trotzdem, warum die Redaktion sowas verschläft.

    Die besten Schriftsteller hatten Lektoren.

    Ansonsten aber eine schöne Würdigung eines Synths, der meiner Erinnerung nach in der Rezeption der Roland-Geräte immer eher eine kleine Geige gespielt hat. Lag wohl an den DCOs in Kombination mit der endoskopischen Bedienung ohne Programmer.

    • Profilbild
      Dirk Matten  RED

      Hatte verschludert, den Autor um eine Änderung des Satzes zu bitten, habe ich gerade nachgeholt. Und danke für den Hinweis, kriegen wir gemeinsam hin.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Danke für den Hinweis. Sowas passiert leider, wenn man auf dem neuen MacBook nicht die Eingabehilfe systemweit abstellt. Da wird aus der Saw Schwingung schnell mal die Sau.

      • Profilbild
        Dirk Matten  RED

        Das hatte ich vor der Veröffentlichung selbstverständlich korrigiert und dabei schwer gelacht, vielleicht ein neuer Begriff, so wie es einem Bekannten vor langer Zeit nach ein paar Bier zuviel passierte (er war nicht mehr der exakten Artikulation mächtig), dass er aus „ROM Sample Player“ den inzwischen international verwendeten Fachbegriff „ROMpler“ machte.

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