Test: Roland E-A7, Arranger Keyboard

9. März 2016

Die neue Arranger Generation?

In den 90er Jahren hatte der Hersteller Roland mit der E-Serie eine sehr erfolgreiche Produktreihe an Keyboards im Programm. Mittlerweile hören die aktuellen Keyboard-Modelle auf den Namen BK3 bis BK9, doch nun haben die Japaner ein neues Mittelklasse-Modell namens Roland E-A7 heraus gebracht. Kommt in der Keyboard-Szene nun auch eine Rückkehr und Besinnung auf die „alten“ Stärken der vergangenen Jahrzehnte? Mehr dazu in unserem Test zum Roland E-A7.

Roland E-A7

Roland E-A7

Aufbau

Rein optisch orientiert sich das E-A7 nicht an der alten E-Serie, sondern gleicht nicht nur aufgrund des zweiteiligen Displays eher den aktuellen BK-Modellen, insbesonders dem Top-Modell BK9. Im Hinblick auf das bzw. in diesem Falle die Displays wäre alles anderes auch nicht förderlich, denn heutzutage sollte ein aktuelles Arranger-/Entertainer-Keyboard auch ruhig entsprechende hochauflösende Displays bieten, das war in den 90ern natürlich bei weitem nicht so.

Die zwei Displays des E-A7

Die zwei Displays des E-A7

Untergebracht ist das E-A7 in einem mattschwarzen Kunststoffgehäuse, was Roland-typisch gut verarbeitet ist. Erstaunlich ist das Gewicht, denn das liegt beim E-A7 bei gerade einmal 8 kg. Die Bedienoberfläche macht einen aufgeräumten Eindruck, gelungen finde ich die Farbgebung der größtenteils hinter beleuchtenden Bedienelemente. Das geht in eine sehr moderne Richtung. Klar, die meisten Arranger- bzw. Entertainer-Keyboards sehen im Jahr 2016 schon lange nicht mehr altbacken oder bieder aus, aber Roland macht das meiner Meinung nach besonders gut. Die optische Orientierung an den aktuellen Synthesizer Modellen passt da sehr gut.

Zwischen den beiden 7 x 7 cm großen Displays befindet sich ein kleiner Mixer mit sechs Fadern und zugehörigen Buttons, die zur Steuerung der Lautstärke der Live- (Upper 1-3, Lower) und Style-Parts (Drums, Bass, ACC1-6) dienen. Über einen Bank-Schalter lässt sich zwischen den beiden Belegungen umschalten, so hat man die Lautstärken stets im Griff. Hinsichtlich der Übersichtlichkeit kann das E-A7 auf ganzer Linie überzeugen, denn dank der zwei Displays hat man sowohl die Styles und den Recorder (links) als auch die Sounds und die globalen Funktionen (rechts) stets im Blick.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Ganz ehrlich: An dem Gerät reizt mich überhaupt nichts.
    Und Sampling als neuen Schuh zu verkaufen?
    Ich habe schon vor 25 Jahren live Samples auf einem Casio Spielzeugkeyboard abgelassen.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe auch mit SK-5 / -200 und -2000 Samples abgefeuert, und das auch live auf der Bühne. Meistens waren es irgend welche
    Orchester-Hits oder Crash-Becken, die mein KB-800 und E-20 nicht besaßen.
    Ab PSK-2700 brauchte ich die Casios nicht mehr, denn das Yamaha konnte 1 MB Samples aufnehmen, die nach dem Ausschalten sogar
    gepuffert blieben (bei eingelegten batterien). Wahnsinn.
    Mein Ketron SD-1 hatte dann zwar einen Sampler, aber die Gesamt- Bedienung
    war das Schlimmste, was ich jeh hatte.
    Der Sampler im A-E7 finde ich ist gerade das Reizvolle, weil es in diesem
    Preissegment lange nichts gegeben hat.
    Und auch nicht gibt.
    Lediglich Korg bietet in der High-End-Liga noch einen Sampler on Board.
    Der A-E7 kostet „nur“ gute 1000 Euro, hat hunderte sehr gut klingende Sounds,
    sowie ebenso hunderte Styles, sieht gut aus, und hat halt noch diesen vollwertigen Sampler, mit dem man sogar komplette Multisamples erstellen kann.
    Ich glaube, uns geht es heute „zu gut“, wir vergessen, dass ein vergleichbares Gerät
    Mitte der 1980er Milionen gekostet hätte, wenn es überhaubt realisierbar gewesen wäre.
    Eine Mittelklasse-Begleit-Orgel kostete Ende der 1970er 25.000 DM, und die konnte
    aus heutiger Sicht rein gar nichts, ausser den Rücken kaputt. Dafür bekam man
    drei VW Golf mit Zubehör, …

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe auch mit SK-5 / -200 und -2000 Samples abgefeuert,
    und das auch live auf der Bühne. Meistens waren es irgend welche
    Orchester-Hits oder Crash-Becken, die meine KB-800 und E-20 nicht besaßen.
    Ab PSR-2700 brauchte ich die Casios nicht mehr, denn das Yamaha
    konnte 1 MB Samples aufnehmen, die nach dem Ausschalten sogar
    gepuffert blieben (bei eingelegten batterien). Wahnsinn.
    Mein Ketron SD-1 hatte dann zwar einen Sampler, aber die Gesamt- Bedienung war das Schlimmste, was ich jeh hatte.
    Den Sampler im A-E7 finde ich ist gerade das Reizvolle, weil es in diesem
    Preissegment lange nichts gegeben hat. Und auch Heute nicht gibt.
    Lediglich Korg bietet in der High-End-Liga noch einen Sampler on Board.
    Der A-E7 kostet „nur“ gute 1000 Euro, hat hunderte sehr gut klingende Sounds, …

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    …sowie ebenso hunderte Styles, sieht gut aus, und hat halt noch diesen
    vollwertigen Sampler, mit dem man sogar komplette Multisamples erstellen kann. Ich glaube, uns geht es heute „zu gut“; wir vergessen, dass ein vergleichbares Gerät Mitte der 1980er Millionen gekostet hätte, wenn es überhaubt realisierbar gewesen wäre.
    Eine Mittelklasse-Begleit-Orgel kostete Ender der 1970er 25.000 DM, und die konnte aus heutiger Sicht rein gar nichts, ausser den Rücken kaputt. Dafür bekam man drei VW Golf mit Zubehör. Oder halt eine Orgel mit 16 Quietsche-Rhythmen, die man nicht verändern konnte und manchmal auch kaum zu gebrauchen waren.
    Das Einzige, was mich (noch) abhält, das E-A7 zu kaufen ist die Befürchtung, dass die Programmierung von eigenen Styles sich wieder als zu kompliziert oder eingeschränkt erweist.
    Ansonsten ist das Konzept aus Sounds und echtem Sampler, Preis und Design, eigentlich ein ein Treffer. Und eingebaute Lautsprecher, die einen professionellen Touch durchkreuzen sollen? Leute, da finde ich aber ein Smartphone für 1000 Euro mit nicht wechselbarem Akku viel schlimmer, das hat einen Touch von Wegwerf-Taschenlampen, die man in einer Steckdose laden konnte …

  5. Profilbild
    1-Mann-Band Berlin  

    „Die Klangerzeugung basiert auf der SuperNATURAL-Technologie von Roland“

    Leider nicht. Roland ist dem Kritikpunkt „zu wenig SuperNatural-Klänge im BK9“ so begegnet, dass sie diese im E-A7 wegließen.
    Zudem ist der Samplespeicher kein echtes Argument, weil zu wenig.
    Es ist ein kastriertes BK9, keine SuperNatural-Klänge, keine Zugriegel.
    Ein Erlebnis bei einem Sommerfest eines Musikhändlers ist bezeichnend. Yamaha präsentierte das damalige Topkeyboard, der Roland-Vertreter hatte nur ein Prelude und entschuldigte sich dauernd, dass dieses bei seinem niedrigen Preis natürlich nicht mit dem 4000 EUR-Keyboard mithalten kann.
    Das einzige Instrument von Roland, was einem G70 Nachfolger am nächsten kam, war das BK9. Das EA7 kann vielleicht ein E50-Nachfolger sein, mehr nicht.

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