Test: Roland EC-10, Hybrid Cajon

28. Februar 2016

Fette E-Beats aus der Holzkiste

Mit der EC-10 Cajon betritt die Firma Roland ein völlig neues Terrain. Das traditionell aus umfunktionierten alten Schubladen oder Holzkisten entstandene Instrument in eine elektrische Hybrid-Version zu verwandeln, erfordert schon einen großen Gedankensprung. Die ursprüngliche Idee, eine möglichst einfache, unkomplizierte Methode zu finden, einer akustischen Band den entsprechenden Rhythmus zu verleihen, schließt Instrumente mit elektrischem Energiebedarf eigentlich erst einmal aus. Doch Roland war hier erfinderisch. Alles Weitere im folgenden Test der Roland EC-10 EL Cajon.

Kann fetten Elektrosound, aber auch rein akustisch klingen

Kann fetten Elektrosound bringen, aber auch rein akustisch klingen – das Roland EC-10

Was ist ein Hybrid-Cajon

Bei der Roland EC-10 EL Cajon handelt es sich um eine Art Hybrid-Cajon, d.h. sie ist sowohl rein akustisch als auch elektrisch spielbar. Dafür verfügt die Cajon über ein eingebautes Soundmodul mit 30 vorkonfigurierten Soundkits sowie einen internen Lautsprecher. Der auf dicken Gummifüßen stehende Korpus der Roland EC-10 besteht aus schwarzem, glatten Kunststoff. Die verschraubte Schlagfläche aus hellem Sapeli Holz (eine Mahagoni Art), spielt sich angenehm und man kann die generelle Verarbeitung der EC-10 als sehr hochwertig beschreiben. Hier zunächst ein paar (offizielle) Eindrücke der Cajon:

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Da die EC-10 aufgrund des Soundmoduls natürlich irgendwo her Strom beziehen muss, die Cajon aber traditionell für akustische Setups herangezogen wird, hat sich Roland etwas einfallen lassen. Sollte keine Möglichkeit gegeben sein, die Cajon per Steckdose mit Saft zu versorgen, ist zusätzlich die Möglichkeit gegeben, die Kiste per Batterien unter Strom zu setzen. Nicht revolutionär, aber effektiv. Bis zu 12 Stunden soll man im Batteriebetrieb spielen können, bevor einem der Saft ausgeht. Durch diese Möglichkeit kommt die Roland EC-10 dann doch wieder für den Straßeneinsatz bzw. für akustische Setups in Frage.

Der interne Lautsprecher der Cajon macht die elektronischen Sounds hörbar. Allerdings wirkt er etwas unterdimensioniert, fügt dem eigentlichen Klang aber eine kleine Prise Elektrofeeling hinzu. Der Lautsprecher macht sich im Bass-Bereich nicht sonderlich bemerkbar, aber die hohen Frequenzen setzen sich sehr gut durch und bereichern das Klangspektrum dieses Instruments. Schließt man die Roland EC-10 EL Cajon an eine leistungsstarke Box an, kommen die druckvollen und guten Sounds dann aber richtig zur Geltung. Leider wurde dem Instrument kein integriertes Mikrofon spendiert, das sich sicherlich sehr schön zum Elektrosound hinzu mischen ließe. So muss man also zusätzlich mikrofonieren, um diesen Effekt zu erreichen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Die Idee find ich wirklich witzig, das Promovideo jedoch ist megapeinlich, vor allem die „special moves“ gegen Ende.
    Vielleicht sollte Roland mal seine Marketing-Abteilung etwas auffrischen und auch Kerle einstellen, die jünger als 60 sind und sich nicht ihren Altherrenphantasien so hemmungslos hingeben….

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das Video ist naja, so etwas übertrieben sexy, das Instrument finde ich dadurch nicht besser. Roland ist der glaube ich erste der da noch was elektrisches dazu gebaut hat. Die Idee finde ich so lala, ist jedoch Geschmackssache.

  3. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Der Punkt ist, dass ein Cajón ein einfaches (Bauweise) akustisches Instrument ist, dass in Deutschland erst seit ca. 12 Jahren einen bis daher nicht bekannten Boom erlebt. Dadurch ist es höchst ungewohnt für den Kunden, in so einem Instrument (jetzt schon)Elektronik zu verbauen. Dazu kommt noch, dass es ein Schlaginstrument ist. Ähnlich ergeht es bis heute dem elektronischen Schlagzeug, im Gegensatz zum Entertainment-Keyboard, was weitgehend akzeptiert wird. Ich finde die Idee durchaus Innovativ, bevorzuge aber ganz klar meine akustische Version der peruanischen Holzkiste. Das Promo-Video ist auch nicht mein Fall, aber es muss erwähnt werden, dass diese Dame kein „Katalogmodel mit Spielerfahrung“ ist, sondern eine Cajón-Spielerin, die ihre eigenen Signature-Cajóns besitzt und auch auf der Bühne zu Hause ist. Aber ich bin mir sicher, sie weis ihren „Fokus“ gekonnt in Szene zu setzen.

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    abbuda  

    Das Instrument ist überflüssig, braucht kein Mensch und wird auch keine Verbreitung finden. Ist natürlich nur meine bescheidenen Meinung. Aber was die Heidi angeht bin ich ganz anderer Meinung als die Kollegen hier: die Heidi ist eine der besseren Cajon Spielerinnen auf diesem Planeten. Die kann Cajon spielen und weiss wovon sie spricht. Und ja, sie ist sexy, war sie schon immer. Ihr solltet sie mal live erleben und treffen, wow ;o)

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