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Test: Roland Go Mixer Pro, Kompaktmischpult

Was geht und was geht nicht?

Die Frage, ob es der Roland Go Mixer Pro sein muss oder der Go Mixer ausreicht, lässt sich schon mit dem Lavaliermikrofon beantworten. Diese benötigen zwingend eine Speisespannung, die der kleine Go Mixer nicht bietet. Hieran lassen sich nur dynamische Mikrofone anschließen, so dass eine externe Speisespannung nötig wird. Gerade bei Videoaufzeichnungen ist der unterstützende Batteriebetrieb des Roland Go Mixer Pro eine Entlastung für den Smartphone-Akku, der nicht gleichzeitig geladen werden kann. Die Halterung für das Smartphone ist ebenfalls sehr praktisch, auch wenn man es nicht in der Neigung verstellen kann. Für Selfies bei richtiger Aufstellhöhe kann es reichen, ein Stativgewinde auf der Unterseite hätte den ihn noch flexibler gemacht.

roland go mixer pro

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Weil der Roland Go Mixer Pro als USB-Class-Interface erkannt wird, sind keine Treiber notwendig, lediglich bei Android-Devices wäre zu klären, ob das genutzte Gerät USB-Audio unterstützt. Falls ja, ist der Betrieb mit jeder Anwendung möglich, welche auf externes Audio zugreifen kann. Leider schränkt Apple den Nutzen hier etwas ein, so werden Telefongespräche und FaceTime-Anrufe nicht über den Lightning-Anschluss geroutet. Das hat zur Folge, dass man den Go.Mixer Pro nicht für Telefoninterviews einsetzen kann, die man mit einem Audiorecorder am Line-Ausgang aufzeichnet.

Als eigenständiges Gerät macht sich der Roland Go Mixer Pro ebenfalls gut, ohne Smartphone gelingt wie beschrieben der Batteriebetrieb. Dann verhält sich das Gerät wie ein Mischpult und gibt die Summe über den Line-Ausgang aus. Da es leider nur einen Ausgang gibt, muss man den Mix über den Kopfhörerausgang des Audiorecorders mithören. Am Computer verhält er sich ebenfalls wie ein gewöhnliches Audiointerface ohne ASIO-Treiber. Der Loop-Back-Schalter entscheidet auch hier, ob das Computersignal in den Mix oder den Line-Ausgang geroutet wird. Wenn die genutzte Audioanwendung das Monitorsignal ausgibt, kann es mitunter auch zu Rückkopplungen kommen. Dies verhindert einzig der Griff zum Loop-Back-Schalter.

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Gemischte Gefühle beim Roland Go Mixer Pro

Im Ergebnis leistet das Gerät alles, was die Werbung verspricht. Die einfache Bedienung und Reduktion auf das Wesentliche in Verbindung mit einem guten, aber nicht perfekten Sound, wird Anwender sicher gefallen, die wenig Erfahrung mit Audiotechnik haben. Viel falsch machen kann man nicht, wenn man die Funktion der Eingänge befolgt. Als solider Audioverteiler am Smartphone oder Notebook leistet der Roland Go Mixer Pro gute Dienste, wer nicht über Studiomikrofone nachdenkt, kann auch mit dem Go Mixer zufrieden sein.

roland go mixer pro

Auf der anderen Seite hätte ich zu diesem Preis durchaus mehr erwartet, gerade die Karaoke-Funktion und fehlende Effekte lassen das Gerät für diesen Anwendungszweck nicht als geeignet erscheinen. Auch die ungeregelten Line-Eingänge erfordern etwas Übung und häufiges Ein- und Ausblenden wird nicht intuitiv. Sieben Schieberegler für alle Eingänge hätte das Problem elegant lösen können, mir persönlich hätte auch ein MIDI-Eingang zum direkten Anspielen virtueller Instrumente gefallen. Trotzdem kann ich das Gerät empfehlen, denn mit dem Smartphone als Huckepack hat man eine Einheit, die schnell griffbereit ist und durchaus für eine einfache Jam-Session ausreichend ist. Luft nach oben gibt es sicher, vor allem bei dem aufgerufenen Preis.

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Fazit

Der Roland Go Mixer Pro ist der erweiterte Go Mixer mit Batteriefach und 48 V Phantomspeisung. Er eignet sich für die mobile Nutzung am Notebook und Smartphone gleichermaßen, ist allerdings im Funktionsumfang auf das Wesentliche reduziert. Lautstärkeverhältnisse muss man hören, weil es bis auf die Peak-LED keine optische Rückmeldung gibt. Die Drehregler sind griffig, aber für ständiges Regeln eher ungeeignet. Gemessen am Preis überzeugt der Formfaktor, in Klang und Funktion findet man in diesem Preisbereich allerdings größere Kleinmixer, die nicht nur besser ausgestattet sind, sondern auch besser klingen.

Plus

  • handliches Format
  • Akkubetrieb entlastet Smartphone
  • Phantomspeisung zuschaltbar
  • einfache Handhabung
  • vielfältig einsetzbar

Minus

  • Drehregler etwas unergonomisch
  • keine Effekte
  • Karaoke-Funktion eher unbrauchbar
  • Line-Eingänge ohne Lautstärkeregelung

Preis

  • Ladenpreise:
  • Roland Go Mixer Pro: 169,- Euro
  • Roland Go Mixer: 83,- Euro
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