Test: Roland Integra-7 & WNA1100 W-Lan Adapter

17. April 2014

Der 19"-Synthesizer-König.

Alle Klänge dieser Welt in einem Synthesizer

Seit gut einem Jahr steht der ROLAND Integra-7 nun in den Läden und polarisiert die Musiker-Gemeinde wie kaum ein anderer. Von Preset-Schleuder ist hier oft die Rede, aber auch vom Traum-Synthesizer. Wir haben unseren Testbericht von 2013 deshalb nochmals komplett gelöscht und den Integra-7 erneut einem sehr ausführlichen Test unterzogen. Hier das Ergebnis der Version 1.20.

Der Roland Integra-7 ist ein 16fach multitimbraler Synthesizer im Rack-Format, der neben der bekannten Roland-Sample-basierenden Engine auch die neue Synthese-Engine „SuperNatural“ integriert.

Besonders interessant wird der Integra-7 durch die unglaubliche Vielzahl an Sounds, die zur Verfügung stehen.

Im Klartext: Rolands neuestes Soundmodul verfügt über:

  • 256 brandneue SuperNatural Akustik-Klänge
  • 1109 SuperNatural Synthesizer-Klänge
  • 26 SuperNatural Drum-Kits
  • 896 neue, aber herkömmlich generierte PCM-Sounds
  • 14 neue, aber herkömmlich generierte PCM-Drumsets
  • ein GeneralMidi 2 Set mit 256 Sounds und 9 Drumkits

Dazu gesellen sich nun 4.000 weitere Sounds, rekrutierend aus einem zusätzlichen GeneralMidi-2 Set, weiteren 6 Natural Sound-Sets und der kompletten SRX-Soundboard-Serie. 12 Stück wurden hier für die letzte Generation der ROLAND Workstations und Synthesizer produziert – und alle 12 Boards (Preis pro Stück derzeit im Ausverkauf 160,–€) sind ebenfalls einsetzbar, dazu später mehr. Einige der SRX-Boards beinhalteten übrigens bereits ein BEST OFF aller SR-JV80 Boards, die seinerzeit den Klassikern Roland JV-1080 und Roland JV-2080 eine sehr hohe Verbreitung bescherten.

Zusammengefasst: Die berühmteste Sample-Sound-Kollektion der Musikgeschichte plus dem neuesten Syntheseverfahren der jüngsten ROLAND-Geschichte (SuperNATURAL werkelt z.B. im JUPITER 80) in einer einzigen Einheit. Hut ab!!!

Der Wolf im Schafspelz

Das maximal 128-stimmige Soundmodul beansprucht im Rack zwei Höheneinheiten und wiegt dabei gerade mal 4 Kilo. Jeder der sechzehn Multi-Parts kann ohne Einschränkungen mit einem SuperNatural- oder PCM-Klang beladen und über einen der 8 analogen Ausgänge an ein Mischpult weitergeführt werden. Die Ausgänge können natürlich auch in Stereogruppen arbeiten. Ein koaxialer S/PDIF-Ausgang spiegelt das Hauptausgangspaar. Wie es bei Roland üblich ist, steht ein Hall (der leider nicht all zu gut klingt) und ein Chorus für alle Parts parat, wobei aber pro Part zusätzlich noch ein Multi-Effekt und Equalizer zugeschaltet werden kann.

Man kann hier also getrost von einem kompletten Demo-Studio auf zwei HE sprechen. 16 polyphone Instrumente und Kanäle, von denen jeder seine eigene Mixereinstellung (Lautstärke, Pan) erhält, EQ, Insert-Effekt plus separate Sends zu den beiden zusätzlichen Mastereffekten. Aber damit noch nicht Schluss:

Motional Surround in 5.1

Mit Motional Surround wird bei Stereowiedergabe eine pseudo-räumliche Klangstaffelung erreicht. Angeblich auch HINTER dem Zuhörer – obwohl die beiden Monitore in der Regel vor einem stehen, oder man einen Kopfhörer trägt. Ähnliches versprechen derzeit auch Hersteller von Home-Cinema Frontlautsprechern, um Konsumenten die Verteilung von 6 Lautsprechern rund um die Abhörposition zu ersparen.

In der Regel funktioniert das „leidlich“. Aktuell kann man sich das in jedem Audiomarkt mit Bose oder Onkyo Systemen vorführen lassen. Schaltet man dabei die Manipulationsversuche des Verkäufers auf Durchzug, bleibt von dem Audio-Raumgefüge nicht viel übrig. Leider verhält es sich mit dem Emotional Surround ebenso, wenn man den Effekt nur mit Stereoausgängen verwendet.

iPad Fenster für Motional Surround

iPad Fenster für Motional Surround

Ganz anders aber, wenn man sich die Mühe macht, wirklich 6 Kanäle zu bedienen und auch die Abhöre entsprechend um sich herum angebracht hat.  Tja, da schlägt das Soundbastler-Herz höher – versprochen! Auf dem dazugehörigen iPad-App (dazu später mehr) kann man nun die 16 Instrumente wirklich frei im Raum bewegen. Und das klappt wunderbar.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Jeder Part des Integra-7 wird bei Verwendung des Emotional Surround (egal ob Stereo oder 5.1)  mit einem Ambience/Halleffekt versehen, der dem zu simulierenden Raum entspricht. Der globale Hall- und Chorus-Master-Effekt wird dann automatisch deaktiviert.

USB, Audio & Midi

Verbindet man den rückseitigen USB-Anschluss mit seinem Rechner, übermittelt die Schnittstelle das Stereo-Signal am Masterausgang sowie die Audio-Eingänge des Integra-7 an den Rechner und stellt Midi-In und Out zur Verfügung. (Funktioniert nur mit dem speziellen ROLAND-Treiber, sonst fällt Audio flach und nur Midi wird übermittelt.) Das alles mit 24bit und 96kHz in einer sauberen und rauschfreien Qualität.

Aber auch hier ein Manko. Für APPLE User gibt es den Roland-Treiber noch nicht für das neue Betriebssystem OSX 10.9.. Hier wird also zum jetzigen Zeitpunkt über die USB-Schnittstelle nur Midi wiedergegeben.

Anschlüsse des Roland Integra-7

Anschlüsse des Roland Integra-7

Alternativ zur USB-Schnittstelle kann man natürlich auch die bestehenden MIDI- und Audioanschlüsse verwenden und diese mit externen, hochwertigeren Audio- und/oder Midi-Interfaces benutzen. Wer aber nicht mindestens eine High-End-Interface (z.B. RME) sein Eigen nennt, wird über die hohe Qualität der Roland-Wandler erstaunt sein.

Auf der Frontseite befindet sich ein weiterer USB Anschluss für USB-Drives oder einen W-Lan Dongle, zu dem ich später noch komme.

DAW Integration per VST

Trauriges Thema – wollen wir wirklich drüber sprechen? Rolands Integra-7 bietet ein VST-Plug-In zur Steuerung der „Emotional Surround“ sowie endlich nun auch ein Sound-Edit-Plug-In. NUR: Auch mit dem neuen Sound-Edit Plug-In lassen sich wieder nur die SuperNatural-Sounds editieren (Dazu später mehr).

Was sich Roland dabei gedacht hat?? OK, wir stellen gleich noch ein iPad App vor, aber das empfinde ich als Add-On. Die Basis wäre wirklich eine vernünftige VST/AU-Einbindung für DAWs gewesen.

Dicker Minuspunkt, sorry!

Bildschirmfoto 2014-04-16 um 16.41.27
Klangerzeugung

PCM

Der Integra-7 beherbergt neben Rolands bewährten PCM-Synthese die neue SuperNatural-Synthese. Rolands PCM-Synthese kennen wir ausreichend aus Klassikern, beginnend mit dem Roland D50, über den Roland JD800 bis hin zu den Roland Fantoms der jüngsten Vergangenheit. Filter, Hüllkurven, Modulationen, alles da – und als Grundlage werden dabei immer ein oder mehrere Multisamples bearbeitet. Klingt „Roland-typisch“ immer sehr warm, hervorragend geeignet, um digitales oder hybrides Klangmaterial zu erzeugen und kann bisweilen auch analoge Sounds gut abbilden. Wer hier genaueres wissen möchte, liest unsere Tests zur letzten Fantom-Generation, da diese exakt der PCM-Engine des Integra-7 entspricht.

SuperNatural

SuperNatural hingegen ist (fast) neu. SuperNatural ist ein intelligentes, Sample-basierendes System, welches verschiedene Innovationen mit sich bringt:

Je nach Spielweise des Keyboarders werden die passenden Samples automatisch umgeschaltet und imitieren dadurch z.B. Eigenheiten akustischer Instrumente. Zusätzlich sind hier die Samples nicht geloopt sondern das Sample-Ende resynthetisiert. Das Ausklingverhalten ist also deutlich realistischer als bei einem Loop. Sechs verschiedene Synthese-Grundmodelle kommen bei den akustischen SuperNatural-Instrumenten zum Einsatz. Jedes der Modelle verfügt dabei über ganz spezifische Besonderheiten, die wir Sie bitten, auf der verlinkten Roland-Seite nachzulesen. Hier die Modelle im einzelnen:

  • Flügel
  • E-Piano
  • Gitarre
  • Strings
  • Nässe
  • Ethnische Instrumente

Bei SuperNatural-Synthesizer-Sounds kommen hingegen virtuelle Emulation von analogen Synthesizer-Schaltkreisen zum Einsatz (ähnlich wie bei einem VA-Synthesizer). Die VA-Oszillatoren werden dabei in Echtzeit berechnet. Neben den üblichen Verdächtigen Saw, Tri, Sqr, PWM, Noise und Sinus gibt es noch die Supersaw.

Im folgenden Beispiel habe ich eine Sequenz mit einem OSC (modulierte Pulswelle) erzeugt, dabei Cut Off und Resonanz verändert, schließlich auf SAW umgeschalten, dann als zweiten OSC Noise hinzugefügt und am Ende den LPF (12db) umgeschaltet auf einen HPF.

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Zusätzlich gibt es bei den SuperNatural-Synth-Sounds auch die Option, statt der VA-Oszillatoren eine von 450 PCM-Samples als Oszillatoren für digitale Klangspektren einzusetzen. Die Auswahl der PCM-Samples ist dabei  nicht erweiterbar und beinhaltet zum großen Teil zyklische Schwingungsformen und bekannte Samples von Glocken über Vocal-Samples bis hin zu digitalen Spektren, wie man sie z.B. aus einem Korg DW-8000 kennt.

Der Klang des Roland Integra-7

Ich mag ja altmodisch sein, aber nach meinem Geschmack gehören alleine schon die SRX-Boards zum Besten, was man an Brot-und-Butter-Sounds auf dem Synthesizer, Workstation und PlugIn-Markt bekommen kann. Ich war Besitzer eines Korg Oasys und besitze jetzt einen Korg Kronos, aber keiner der genannten hat die Vielfalt (nur auf PCM-Sounds bezogen) der 12 SRX-Boards, die hier im Integra-7 integriert sind – und qualitativ – da werden mich jetzt einige steinigen – liegen die SRX-Boards auf Augenhöhe mit z.B. den PCM-Sounds eines Korg Kronos.

Hinzu kommen die neuen PCM-Sounds, die zusätzlich zu den SRX-Boards für den Integra-7 programmiert wurden. Alleine diese Basis-PCM-Sounds sind allererste Sahne.

Der Clou sind aber wirklich die SuperNatural-Sounds. Hier hat Roland ungelogen die Messlatte nochmals deutlich angehoben. Vor allem die Simulationen der akustischen Instrumente klingen teilweise authentischer als so manche Multi-Gigabyte Library. Roland hat hier vor allem die Spielbarkeit von Akustikinstrumenten über ein Keyboard sehr gut umgesetzt.

Aber auch die SuperNatural Synthesizer-Sounds haben mich klanglich voll überzeugt.  Die Wärme und Klangfülle der VA-Sounds klingt deutlich realistischer als alles, was Roland bisher in diesem Bereich auf den Markt gebracht hat. Ich jedenfalls war absolut baff, als ich die VA-Sounds des Integra-7 z.B. mit einem Access-Virus verglichen habe. Für mich war dabei der Integra-7 – rein vom Sound – der klare Gewinner. Leider aber nicht in Sachen Editierung.

Editing

Die Bedienung ist für erfahrene Roland Nutzer ein Klacks, und auch mit den wenigen Bedienelementen kommt man recht schnell an den gewünschten Parameter, trotzdem ersetzt  es natürlich nicht die Haptik z.B. einer Access-Virus Oberfläche.

In einem anderen Test konnte ich lesen, dass die Editierung am Display so umständlich sei – nein, ist sie definitiv nicht. Die Menüführung ist ROLAND (nach so vielen Jahren Erfahrung) extrem gut gelungen. Dank des hochauflösenden, hellen und Grafik-fähigen Displays, verliert man wirklich nie in den Überblick und kann – wirklich kein Scherz – relativ einfach jeden Sound seinen persönlichen Vorstellungen anpassen und abspeichern.

Trotzdem: Ein grafisches VST-Plug-In zur Soundeditierung wäre deutlich angenehmer gewesen. So vermute ich, dass viele sich nur durch die 6.000 Sounds zappen werden, um dann evtl. am Display ein paar rudimentäre Änderungen vorzunehmen. Schade eigentlich!

Die Editierungsmöglichkeiten der Supernatural Akustikklänge sind im Gegensatz zu den PCM-Sounds recht beschränkt und hängen vom jeweils gewählten Akustik-Modell ab.

Die SuperNatural-Synthesizer-Klänge bieten zwar mehr Parameter, erlauben aber ebenfalls nur einen eingeschränkten Zugriff in die Tiefe der Soundgestaltung. Unterm Strich ist SuperNatural-Editing also nichts für „from Scratch“ Klangfetischisten sondern eher etwas für Produzenten, die nur noch vorhandene Klänge mehr oder weniger umfangreich adaptieren und anpassen möchten.

Der SRX-Soundboard-Loader im iPad App

Der SRX-Soundboard-Loader im iPad App

SRX-Boards, Expansions & Soundfinder

Von den 12 verfügbaren SRX-Boards, lassen sich maximal 4 gleichzeitig verwenden. Auch das wurde bei dem ein oder anderen als negativ angesehen. HALLO???? Der Integra-7 ist auch ohne ein einziges SRX-Board randvoll mit Sounds!!! So sind z.B. ALLE SuperNatural-Sounds sofort verfügbar und zusätzlich alle NEUEN PCM-Sounds. Die 4 zusätzlich akivierbaren Boards sehe ich als Bonus – und nicht als Kaufkriterium.

Dazu kommt, dass sich selbst bei einem Fantom G6 nur 2 ARX Boards oder bei einem Roland XV-5080 nur 4 SRX-Boards einstecken haben lassen. Im Integra-7 kann man nun auf Knopfdruck (ganz ohne Schraubenzieher, wie bis vor kurzem!!) 4 von 12 Boards aktivieren und das in Sekundenschnelle. Ich verstehe wirklich die Welt nicht mehr, warum das einen Minuspunkt geben soll???

Damit aber nicht genug, gibt es zusätzlich 6 SuperNatural Expansions mit den Bezeichnungen

  • Ethnic
  • Wood Winds
  • Session
  • Acoustic Guitar
  • Brass
  • SFX

die ebenfalls in einen der vier Slots geladen werden können. Und als i-Tüpfelchen existiert darüber hinaus ein umfangreiches zweites „General Midi 2“ Expansion-Set mit weiteren 512 PCM-Sounds sowie 119 Drumkits.

Links zwei geladene SRX-Boards, rechts 6 verfügbare SuperNatural Expansions

Links zwei geladene SRX-Boards, rechts 6 verfügbare SuperNatural Expansions

Die Soundfinder-Funktion gruppiert die Klänge nach Bereichen und schafft etwas mehr Überblick. Auch hier kann ich nur das iPad App empfehlen – dazu gleich mehr.

iPad App & W-Lan Adapter

Dass es dieses App nur für die Apple-Comunity gibt, hat die Roland-Fangemeinde sicher gespalten. Als eingefleischter Apple-Fan der ersten Stunde habe ich es mir aber nicht nehmen lassen, dieses App einem ausführlichen Test zu unterziehen. Und gleich eines vorab – es lohnt sich, weiterzulesen.

App Connection

Als wir das Testgerät hier in der Redaktion hatten, wollten wir natürlich zu allererst das App ausprobieren. Leider Pustekuchen – ging nämlich nicht. Um das iPad mit dem Integra-7 zu verbinden, benötigt man entweder das Camera-Connection-Kit für das iPad, oder den Roland USB-Stick WNA-1100, den man direkt in den USB-Schacht auf der Vorderseite des Integral-7 schiebt.

Das Camer-Connection-Kit schlägt als No-Name-Produkt mit ca. 20,– Euro zu Buche. Das iPad wird über diesen Adapter per USB-Kabel schließlich mit dem Integra-7 verbunden. Noch ein Kabel im Studio – nein danke.

Wir haben daher 29,– Euro investiert und den W-Lan Stick von Roland/Netgear gekauft, Stick in die Buchse eingesteckt, das kostenlose App aus dem App-Store gezogen und los ging es:

Im Netz gibt es eine ausführliche Anleitung dazu, die man auch braucht, sollte man nun eine „ganz unkomplizierte“ Verbindung über WPS aufbauen. Langes Lesen, kurzer Sinn. Hat nicht funktioniert, unsere neue Fritz Box wollte das WPS Signal des Integra-7 einfach nicht finden. Also Anleitung in den virtuellen Müll getreten (war ja nur ein PDF ;-) und am Display des Integra-7 über Menü den Punkt „Wireless“ aufgerufen. Dort zeigte das Submenü SELECT schließlich alle verfügbaren W-Lan-Verbindungen an, unseres wurde ausgewählt, Passwort unseres Netzwerkes eingegeben – Bingo. Warum nicht gleich so ;-). Das iPad App erkannte nun sofort den empfangsbereiten Integra-7 und der Test konnte beginnen.

Dropdown-Menü zum Einrichten des empfangsbereiten Integra-7

Dropdown-Menü zum Einrichten des empfangsbereiten Integra-7

Multimode-Screen

Jaaa … sooo geht Multimode.

Multimode-Ansicht des iPad Apps

Multimode-Ansicht des iPad Apps

Alle 16 Kanäle sind auf  einem Blick sichtbar und können editiert werden. Die Parameter (in blau) sollten selbsterklärend sein. Aber mal im Ernst, wer möchte denn jetzt noch den Integra-7 direkt am Gerät editieren??

Wählen wir doch mal auf einem der Kanäle einen neuen Sound aus, indem wir einfach den blau leuchtenden Soundnamen antippen:

IMG_0473

In dieser Ansicht können wir alle verfügbaren Klänge (ca. 6.000) nach Kategorien sortieren. Wählen wir also eines der Icons auf der linken Seite, werden nur die entsprechenden Klänge der Kategorie angezeigt und können nun Step by Step angespielt werden. Oder wir lassen das App die Sounds anspielen über den Button rechts oben, „Preview“. Im gezeigten Screen wählen wir dabei gerade den Sound für Kanal 1 aus. Wir können nun also ganz einfach auf Kanal 2 gehen und das Spiel wiederholen.

Oder:

Ganz unten im Screen finden wir blau hervorgehoben „by Category“. Nun wählen wir daneben das Feld „By Tone & Bank“. Schwups, haben wir folgende Ansicht:

Ansicht der Sounds nach Boards und Bänken

Ansicht der Sounds nach Boards und Bänken

Diese Ansicht zeigt uns nun alle verfügbaren Bänke und Boards, die gerade geladen sind.

Im vorliegenden Fall wären das in der lila Leiste alle von Haus aus geladenen Presets – unterteilt nach SuperNatural und PCM. Darunter die User-Sounds in blau (in unserem Fall noch komplett leer). Noch eine Zeile weiter in Ocker Grün die GM-Sounds, darunter sehen Sie nun vier dunkelgrüne Kästchen mit den 2 geladenen Expansion-Boards SRX-08 und SRX-09, jeweils aufgeteilt nach Sounds und Drums.

Tippe ich jetzt eines der im Augenblick 16 aktivierten, farbigen Felder an, werden in der rechten Spalte ausschließlich die Sounds aus diesem „Slot“ gezeigt. Aktuell ist der Slot „SuperNatural Akustik-Presets“ aktiv, was man an den rechts gelisteten Klängen auch nachvollziehen kann. (Zum Vergrößern bitte Sreenshot anklicken.)

Die Auswahl und Zuweisung von Sounds im Multimode ist meines Erachtens über jeden Zweifel erhaben. Da wir das iPad per W-Lan verbunden haben, spielt es nun auch keine Rolle mehr, wie weit der Integra-7 im Studio vom Regieplatz entfernt ist. Selbstredend lässt sich ein neu erstelltes Multimode-Set-Up auch mit eigenem Namen benennen (in unserem Beispiel AMAZONA.de) und speichern.

Multimode-Mixer

Wer möchte, kann aber auch eine Übersicht aller Kanäle auf dem iPad mit klassicher Mixer-Darstellung aufrufen.

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Für kurzes Justieren der Lautstärken und Panoramas ist das ganz nett. Automatisieren kann man damit leider nichts, schließlich ist die App ja in keiner Weise gesynct mit unserer DAW. Natürlich lassen sich die Kanäle auch per Controller von der DAW aus steuern, aber eben nicht vom iPad.

EQ und große Fragezeichen

Pro Kanal steht uns ja ein EQ, ein Insert-Multi-Effekt und Sende zu den Mastereffekten zur Verfügung. Ja, äh… wo? Was gut anfing, hört an dieser Stelle auf, Spaß zu machen. Denn wo zum Henker habe ich Zugriff auf all diese Parameter? Zumindest der EQ Button versucht, meine Enttäuschung etwas zu mindern.

IMG_0477

So sieht das Ganze aus, wenn auf Kanal 2 der EQ aktiviert wurde. Der Klang des integrierten EQs ist erstaunlich gut, wird aber später als Audiospur in der DAW wahrscheinlich einem Profi-EQ weichen müssen. Für Stage und Demos ist er aber absolut ausreichend. Trotzdem nochmal meine Frage – „wieso kann ich hier nicht auch ein Pop Up zur Editierung des Insert-Effekts oder der Mastereffekte bekommen???“ Ich hoffe nur, im Land der aufgehenden Sonne arbeiten sie da schleunigst schnell an einem Up-Date.

Sound-Editing und weitere große Fragezeichen

Nein, es gibt keine tolle grafische Oberfläche zum Editieren der Sounds – oder doch? Bei allen Versuchen, den Edit-Menü-Button (ganz oben vierter von links) zu aktivieren, bleibt der Screen verdunkelt und zeigt nur schemenhafte Umrisse der GUI.

Außer….. man wählt einen SuperNatural-Synthesizer-Klang. Schwupp, sieht das ganze so aus:

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Hier sind nun tatsächlich ALLE Parameter dargestellt, mit denen ich die SuperNatural-Synth-Sounds verändern kann. Im vorliegenden Fall sind zwei von drei Oszillatoren aktiv und Oszillator 1 ist ausgewählt. Als Wellenform für OSC1 wurde SuperSaw gewählt. Darunter übrigens das Auswahlmenü für eine der 450 digitalen PCM Wellenform-Zyklen.

Das Editing mit dieser GUI macht richtig Spaß – aber warum dieses Feature NUR für SuperNatural-Synthesizer zur Verfügung steht, ist mir ein Rätsel.

Und nun doch, das VST/AU-Plug-In

Es geschehen noch Zeichen und Wunder – und so hat ROLAND soeben das lang erwartete VST/AU-Plug in veröffentlicht.

Die gute Nachricht:
Das Plug-In lies sich unkompliziert installieren und erkannte auch sofort den angeschlossenen Integra-7.

Der Mixer Screen im neuen VST/AU Plug-Im

Der Mixer Screen im neuen VST/AU Plug-Im

Die schlechte Nachricht:
Das VST/AU-Plug-In entspricht 1:1 dem iPad App, mit ein paar kleinen Neuerungen. Zum einen besitzt der Mixer nun zwei Sends zu den Mastereffekten, zum anderen lassen sich ab sofort auch SuperNatural-Akustik-Sounds editieren. Das wäre ja schon ganz toll – ABER – versucht man die Seite zur Verwaltung der Expansions aufzurufen, stürzt das Plug-In sofort ab (nur am MAC probiert). Vielleicht können hier PC-User zeitnah besser Neuigkeiten vermelden.

Die Edit-Page im neuen VST/AU-Plug-In für SuperNatural-Akustik-Sounds.

Die Edit-Page im neuen VST/AU-Plug-In für SuperNatural-Akustik-Sounds.

In vielen Testberichten wurde der Roland Integra-7 als Presetschleuder kritisiert. Alles Blödsinn! Zwar bieten die SuperNatural-Klänge nur eingeschränkten Parameter-Zugriff, aber nicht die sonst übliche PCM-Klangerzeugung der Fantom-Synthesizer, die ja im Integra-7 integriert ist und auf dem Bildschirm des Integra-7 über 20 Bildschirmseiten (!!!) editiert werden kann.

Fazit

Der Roland Integra-7 ist definitiv ein großer Wurf. Der Integra-7 ist vieles, aber ganz sicher keine Preset-Schleuder. Außer man definiert Preset-Schleuder an Hand der Menge von 6000 Presets. Aber ganz nebenbei, wer mag, kann auch 6.000 eigen kreierte Sounds in den User-Speicher legen ;-).

Klar ist das Gigantismus pur, aber im Kern der Sache steckt doch ein sehr ausgefuchster Synthesizer im Integra-7 mit hunderten von Parametern, die gerne verändert werden wollen.

Die Editierung am Gerät ist sicher ein Nachteil für VST-verwöhnte Musiker, aber ganz ehrlich, das grafische Display ist ein Traum gegenüber den Displays die wir in den 80ern so gewohnt waren. Die Menüführung ist vorbildlich und wer sich nicht sein eigenes Dogma aufbaut, wird auch mit der Editierung am Gerät zu Recht kommen.

Trotzdem – das unausgegorene VST/AU-PlugIn ist heutzutage ein herbes Handicap und für mich nicht nachvollziehbar. Das eingeschränkte iPad App ist dafür dann doch nur ein schwacher Trost, weil sich eben nur ein Bruchteil der Möglichkeiten über das App editieren lassen.

Klanglich ist der Integra-7 erste Sahne. Gerade die SuperNatural-Sounds halten, was die vollmundige Werbung verspricht. Auch die SuperNatural-Synthesizer-Sounds lassen so manchen VA-Synthesizer blass aussehen – von mir aus steinigt mich für diese Aussage – ist aber trotzdem so ;-).

Und zu guter Letzt, die schier unglaubliche Auswahl an optional nachladbaren (kostenlosen) Klängen u.a. in Form von 12 SRX-Boards, ist sensationell.

Wer heute – April 2014 – einen flexiblen und vielseitigen Synthesizer-Soundexpander sucht, der kommt am ROLAND Integra-7 nicht nur NICHT vorbei, der hat einfach gar keine andere Wahl.

Plus

  • Gigantische Auswahl an Klängen
  • Überzeugende SUPER NATURAL Sounds
  • Alle 12 SRX-Boards als Bonus
  • Bequeme Steuerung über iPad
  • Klangqualität über jeden Zweifel erhaben
  • USB-Audio & Midi-Adapter
  • Motional Surround für 5.1
  • 8 Einzelausgänge auch als 5.1 verwendbar
  • Hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis

Minus

  • Eingeschränktes VST/AU-Plug In (entspricht in etwa dem iPAd App)
  • Aktuell kein Audio-Treiber für MAC OSX 10.9 User
  • Kein Soundediting über das iPad App (außer SuperNatural Synth-Sounds)
  • Kein Arpeggiator (zumindest habe ich beim besten Willen keinen finden können)
  • Über das iPad App bislang nur eine sehr eingeschränkte Bedienung des Integra-7 möglich
  • Dürftiger Hall-Effekt im Master-Modul

Preis

  • Ladenpreis:
  • Roland Integra-7 1487,-- €
  • Roland WNA100 Wireless Adapter 29,--€
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Rookie2

    Hallo Peter,
    es wäre interessant gewesen zu lesen, was Euch nach über einem Jahr bewogen hat den Integra noch einmal zu testen und den alten Test in den Ausguss zu kippen.
    Software-Updates, neue Funktionen, etc?
    Auch wäre es schön gewesen, die alte Bewertung zu erwähnen. Jetzt einfach „nur“ erneut zu testen, und gleich einen „Best Buy“ als Bewertung rauszuhauen, trotz aller im Test aufgezählten Mängel….
    Ich will euch nichts unterstellen, aber auf mich wirkt das merkwürdig, zumal mir kein anderer Amazon-Test bekannt ist, wo ihr so verfahren seid. Update-Tests ja, aber gleich den alten, nicht so hoch lobenden Testbericht entsorgen…. Da bleibt ein großes Fragezeichen.
    Gruß Rookie

    • Profilbild
      Tyrell  RED 31

      Hallo Rookie2,
      der im Februar 2013 erschienene Test war für mein Gefühl zu kurz und zu lückenhaft. Viele wichtige Details wurden vom damaligen Autor überhaupt nicht erwähnt. Auf Grund von Lieferschwierigkeiten, konnten wir den Test aber erst jetzt wiederholen. Zudem, wie in Absatz 1 erwähnt, wurde im alten AMAZONA.de-Test, wie auch auf anderen Plattformen, der Integra-7 als Presetschleuder beschrieben. Das ist definitiv falsch.
      Den alten Test haben wir „überschrieben“ um auch weiterhin bei Google das Top-Ranking für dieses Produkt zu behalten.
      Zum BEST BUY. Ja, das Gerät hat seine Macken, aber nenne mir eine Hardware-Alternative in 19″? Da es meines Erachtens keine gibt, bedeutet das schlechtweg: BEST BUY!
      Freu Dich also bitte über einen ausführlichen und auch kritischen Test an dem der Autor zwei Tage lang gearbeitet hat ;-)

      • Profilbild
        Rookie2

        Hallo Peter,
        danke für die Klarstellung. Das mit dem Google-Ranking war mir so nicht bekannt. Den Inhalt des Test hatte ich ja auch gar nicht beanstandet. Der ist schon gut ;-)
        Also Peace ;-) und schöne Ostertage
        Rookie

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      AMAZONA Archiv

      Ich nehme mal an, weil der alte Test relativ „kurz“ war und gar nicht auf die iPad APP einging. Dieser Test hier ist wesentlich ausführlicher und auch die APP wird ausführlich besprochen. Ich finde es gut, dass dieser Test aufgefrischt wurde und wenn Du Autor vor Freude völlig aus dem Häuschen ist, könnte es vielleicht auch daran liegen, dass der Synth tatsächlich ziemlich geil ist. Natürlich ist all das Subjektiv und deshalb kann es nicht schaden das Ding mal selbst anzutesten.

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    MidiDino  AHU

    Ich freue mich ebenfalls über diesen neuen Test! Ich hatte – als ‚alter Rolandfan‘ – die ersten Videos über das Gerät, die Soundbeisp. auf YT gehört, und konnte viele Testergebnisse einfach nicht nachvollziehen, zumal mir die rolandtypische Parameterachitektur bekannt war und davon auszugehen war, dass die Parameter auch erreichbar sind, zumindest am Gerät ;-) Es fehlt nur ein VST/AU-PlugIn, da gebe ich Peter Recht!
    Für mich ist Integra7 eine ‚Dream-Machine‘, doch ein vollständiges Studio? Eine tolle Ergänzung! Ich hatte mir so ein Gerät stets erhofft, um den Rechner zu entlasten!!! Dass dabei sogar die Soundqualität des Geräts riesige Libraries in den Schatten stellt: dies war nicht zu erwarten! Es ist aber geschehen :-)

    • Profilbild
      Tyrell  RED 31

      Asche auf mein Haupt wenn das mit dem „Studio“ falsch rübergekommen ist. Klar kann der Integra-7 kein Studio ersetzen, höchstens entlasten. Ich denke aber, selbst mit einem veralteten Rechner, kiesen sich damit umfangreiche Demos und Playbacks machen. Und Danke für das Lob ;-)

    • Profilbild
      Tyrell  RED 31

      Spannend: Jetzt gibt es ein VST-PlugIN zur Editierung. Habe deshalb Seite 10 nochmals überarbeitet :-)

  3. Profilbild
    vssmnn  

    Moin.. also ich finde die in die Jahre gekommenen SRX Boards gar nicht so gut und vor allem im Vergleich zu z.B. Kurzweil nicht live tauglich.
    Wer sich die 19″ Kiste holt und sich vor Jahren vielleicht schonmal von einem Roland verabschiedet hat, bekommt jetzt das alte Gefühl zurück, das wars dann aber schon.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 31

      Genau falsch verstanden.
      Die SRX-Boards im Integra-7 sind NUR ein Bonus. Die Kiste ist randvoll mit aktuellen Klängen. Und mit diesen neuen Klängen ist er auf Augenhöhe zu allen aktuellen Synthesizern am Markt. Ich denke es ist wichtig, mal die Diskussion von den SRX-Boards weg zu bringen und hin zu den neuen Sounds im Integra-7.

  4. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    so ein „RundumsorglosPaket“ wird man wohl
    derzeit nirgends finden (Software ausgenommen)

    Allein schon die 12 SRX Boards kosten ja
    heute schon ein kleines Vermögen.

    Rechnet man nur quantitativ, so muss man
    eigentlich zuschlagen.

    Qualitativ ist der Integra so ziemlich alles, was das Herz begehrt.
    Ein moderner VA, ein superb PCM Sampleplayer und nun kommt die Supernatural Akustiv Synthese, die zwar nicht neu aber dafür sehr ergiebig ist.

    Leider liegt der Integra (noch) ausserhalb meines Budgets, aber derzeit führt kein Weg drann vorbei.

    Vor allem ist die Kiste ja auch platzsparend. Best-bye definitiv

    mfG

  5. Profilbild
    Betancourt  

    Ich kenne selber nur den Jupiter, aber die Supernatural Sounds vom Integra dürften ja in weiten Teilen vergleichbar sein. Es lassen sich damit definitiv sehr schöne, sogar warme und in jedem Fall absolut moderne Synthsounds erzeugen, mit denen man ein weites Feld aktueller Produktionen abdecken kann. Von den akustischen Instrumenten ganz zu schweigen. Wenn man Supernatural Sounds in einer Produktion zusammen mit älteren Synths verwendet, z.B. dem auch heute noch sehr modern klingenden JD-990, merkt man allerdings doch, daß der Sound insgesamt eher glatt, gefällig und bisweilen unspezifisch ist. Da hat man schon immer wieder mal das Bedürfnis, mit externen Mitteln mehr Charakter in den Klang zu geben. Trotzdem ein tolles Instrument und schön, daß es nochmal so einen klassischen 19-Zöller gibt.

  6. Profilbild
    uboller

    Die Kritik, die dem Integra zuweilen entgegenschlägt, ist meiner Meinung nicht völlig unberechtigt: Vom Klang her ist der Integra zwar nicht zu beanstanden, aber Roland hätte aus dem Teil mit sehr geringem Aufwand sehr viel mehr herausholen können:

    Z.B. bei der Bedienung: Das Display ist kleiner als das eines JV 2080 (Baujahr 1997!), und es fehlen (unverständlicherweise) die Softbuttons, mit denen man mit nur einem Klick z.B. direkt zur Filter-Page springen kann. Beim Integra muss man unzählige Male klicken, bis man auf der gewünschten Seite angelangt ist.

    Ich muss trotzdem an der Handhabung mit den Expansion-Slots herummeckern. Was hätte es Roland (bzw. den User) gekostet, wenn mehr RAM zur Verfügung stehen würde, so dass man alle Expansions verfügbar hat? Nicht viel, nehme ich an. Es ist doch einfach unpraktisch, wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Sound nicht mehr genau weiss, auf welcher Karte er drauf ist, und dann probehalber mal eine Expansion laden muss, wobei dann automatisch eine andere Expansion rausfliegen.

    Klar, man kann die Expansions einfach nur als netten Bonus betrachten. Aber das stimmt eben auch nicht ganz: Ohne Expansions fehlen dem Integra nämlich halbwegs sinnvolle elektronische Drums. Also komme ich doch nicht drum herum, mir die gewünschten Sounds auf den verschiedenen Boards zusammenzusuchen. Das behindert einfach den Workflow.

    Fragwürdig finde ich z.B. auch, dass der Patch-Modus über Bord geworfen wurde und es nur noch einen permanenten Multimode gibt. Wer will schon beim Durchsteppen der Sounds auf jedem Sound die selbe Hallfahne und denselben Chorus hören?

    Das tönt vielleicht nach viel Gemeckere. Wie gesagt, ist der Integra klanglich ein gutes Gerät und hat wohl auch eine einzigartige Stellung am Markt, aber das Teil hätte so viel besser werden können, wenn sich Roland ein wenig mehr reingekniet hätte.

  7. Profilbild
    Tyrell  RED 31

    Da gebe ich Dir in allen Punkten uneingeschränkt Recht. Was ich am meisten vermisst habe, ist eine Namens-Suchfunktion.

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    AMAZONA Archiv

    Hallo Tyrell, wo bekommt man den das Vst-Plugin? Hab bei Roland nichts gefunden. Und ist das Plugin, dann ggf.auch ffür Jp80/50 bzw. ist von Roland da etwas geplant? Frohe Ostern!

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            RoGo541

            Hallo TobyFB,

            ich finde nur die Editor- und Librarian VSTs für den Mac. Für Windows ist da nur der Motional Surround Editor. Welche Download-Datei beinhaltet das Windows-VST?

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              TobyB  RED

              Hallo RoGo,

              vermutlich gibts für die Win User nur diesen Motional Editior, was eigentlich bescheuert ist, wenn man einen Librarian Editor für iOS und Mac anbietet. :-(

              Ich hab gehört das es RAD IDEs für alle 3 Plattformen mit einer einzigen Codebasis geben soll.

              -tob

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          RoGo541

          Von Roland gibt es Stand heute noch keinen Windows Editor. Unter http://syn.....ura.ne.jp/ hat aber jemand einen Freeware-Editor erstellt, der unter allen Windows-Versionen von XP bis 8.1 läuft!
          Für Cubase gibt es mittlerweile auch schon Geräte-Maps um Sounds auszuwählen (habe mir den Link dummerweise nicht notiert).

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    Markus Galla  RED

    Eigentlich macht es Roland doch auch nur wie alle anderen Hersteller auch: man kocht die alte Brühe immer wieder auf und schmeißt einige neue Gewürze hinein, um sie als neu zu verkaufen. Wie lange schon werkeln die Motif Sounds in den Yamaha Produkten? Wie lange schon werkeln die verschiedenen Synthese Engines älterer Korg Modelle in allen Synths und Portables, höchstens mal durch ein „i“ oder „x“ erweitert? Die Vast Synthese von Kurzweil ist auch schon in die Jahre gekommen und doch hat man sich erst kürzlich getraut, das Triple Strike Piano mal zu ersetzen. Aber was soll auch noch Neues kommen? Noch realere Naturinstrumente? Warum? Es gibt doch das Original und Software. Wer benötigt so etwas auf der Bühne? Wirkt doch auch affig, wenn man das Saxophon- oder Gitarrensolo auf dem Synth spielt. Eigentlich zeigt Nord als einziger Hersteller, wie wichtig für Bühnen-Keyboarder die Reduktion ist – und feiert damit große Erfolge. Der Integra gehört ins Studio und da muss er mit Plugins konkurrieren. Er schlägt sich hier ganz gut und belastet den Rechner nicht, das ist ein Pluspunkt. Vom Handling her sind die Plugins aber klar im Vorteil und bieten noch mehr Möglichkeiten. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er bevorzugt.

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      BA6  

      Mit dem, was du über das „aufkochen der alten Brühe“ schreibst, triffst du m.E. den Nagel auf den Kopf.
      Trotzdem – oder gerade deswegen – bin ich der Meinung, dass etwas neues kommen müsste. Es kann doch nicht sein, dass man im Jahre 2014 ein neues Gerät kauft und mit den gleichen ROM-Samples dasteht wie vor 15 Jahren! Da kann man ja gleich einen gebrauchten JV 1080/2080/5080/Fantom XR kaufen und ist nicht schlechter dran.
      Jetzt könnte man zwar sagen, dass im Integral die Super Natural Sounds drin sind, aber ganz ehrlich, mit real gespielten Flöten, Gitarren, Saxophonen etc. hat das immer noch nicht viel zu tun. Eher ist das ein kleines Schrittchen auf dem Weg zum Realismus, der noch lange nicht zu Ende gegangen ist. Wenn Roland so scheibchenweise weitermacht wie eh und je, muss ich wohl 150 Jahre alt werden, um wirklich realistische Sounds zu erleben. Ich will hier gar nicht über Sinn und Unsinn von der Simulation von akustischen Instrumenten diskutieren, aber wenn man das schon macht, sollte man es auch richtig machen und nicht größtenteils auf dem Stand von vor 15 Jahren.

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    Viertelnote  AHU

    mit den Solo-Instrumenten sehe ich das
    nicht so dramatisch.

    Klar, einen Saxophonisten würde ich auch lieber auf der Bühne sehen, nur finde ich auch einen wirklich guten?

    Wenn sich der Keyboarder mit der Supernatural Akustik Sache beschäftigt und ordentlich reinkniet, kann er mindestens genauso gut klingen.

    So hab ich als Keyboarder im übertragenden Sinne die Möglichkeit, Saxophon spielen zu lernen, nicht unbedingt mit einem echten Spieler gleichzusetzen aber immerhin vergleichbar.

    Wenn Roland schon verschiedene Spielweisen anbietet, dann bin ich als Keyboarder in der Pflicht, diese so gut wie möglich umzusetzen. So werden eben meine Finger zum ergiebigen „Kontroller“.

    Vom Klang her kritisiere ich aber die Effekte ein wenig, der Hall klingt nicht wirklich gut, das können andere besser.

    Als Gespann könnte ich mir aber den Fantom G als Masterkeyboard und den Integra als Soundmodul gut vorstellen.

    mfG

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      AMAZONA Archiv

      Du scheinst immer wieder zu überlesen, dass es eben nicht nur alte ROM-Sound von vor 15 Jahren sind ;-)

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    Henrik Fisch  

    Vielen Dank für den ausführlichen nachgereichten Test. Ganz im Ernst: Ich hatte damals beim ersten Test schon das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Ich besaß eine ganze Zeit lang den Roland »JV-1080« und war damals absolut begeistert, was die Synthese-Möglichkeiten in Verbindung mit den bereits vorhandenen Preset-Sounds und der Klangqualität angeht. Nebenbei bemerkt: Ich hatte auch da nie das Problem, die Parameter mittels des Displays im Überblick zu haben. Der erste Test des »Integra-7« machte den Eindruck, als wäre das Gerät wirklich nur eine Preset-Schleuder. Das wäre sehr sehr SEHR untypisch für Roland gewesen.

    Nur noch mal, um die vorhandenen Finger meiner zwei Hände auszulasten: Das Gerät hat über 6.000 Sounds mit an Board? Es hat diese »Supernatural Synthese« (sehr eindrucksvoll in dem verlinkten YouTube-Video von Scott Tibbs demonstriert)? Es hat auch die alte und heiß geliebte »alte« Syntheseform, bekannt zum Beispiel aus dem JV-1080? Es bietet ALLE Sounds/Samples der 12 SRX-Boards, von denen vier gleichzeitig erklingen können? Es ist 16fach multitimbral (Parts), von denen jeder Part einen EIGENEN Multi-Effekt hat und EQ, Pan und Lautstärke separat eingestellt werden können? Und JEDER Part kann individuell auf einen der acht Ausgänge geroutet werden? Und generell kann das ganze Ding KOMPLETT programmiert werden (wenn auch die PCM-Synthese »nur« am Gerät)? Und es hat auch noch 24 Bit/96 kHz? Und das ganze Ding kostet dann EUR 1.500?

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    RoGo541

    Das Gerät bitte nicht kaufen!!!

    Man kommt vor lauter tollen Sounds anhören überhaupt nicht mehr zum Musik machen. Jetzt veröffentlicht Roland noch weitere Sounds unter http://axial.roland.com/ .Schimpft sich ganz harmlos als Aftersale-Service und die Sounds hören sich auch noch gut an. Wollen die denn, dass mit den Geräten Musik gemacht wird?
    Ich brauch mehr Zeit und will wieder spielen !!!! ;)

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    STRomzAeHLEr  

    Hallo zusammen, ich habe mir eben mal die Demos angehört und wage es, (trotz „nur“ MP3-Qualität) meine Meinung zu schreiben.
    Die Sustain-Phasen der Solo-Instrumente gefallen mir leider gar nicht. Mir ist klar, dass die Sustain-Phasen von SuperNatural-Sounds keine geloopten Samples mehr sind und resynthetisiert werden, aber das sollte man eben gerade NICHT hören. Toll finde ich die Möglichkeit, dass man bestimmte Parameter von der Spielweise abhängig macht (also Umschalten auf Legato-Mono mit Portamento, wenn schnelle Soli gespielt werden). Ich frage mich aber, wie gut die Erkennung im praktischen Einsatz tatsächlich ist. Oder läuft es darauf hinaus, irgendwo einen Button/Fußtaster zu drücken, während ich spiele?

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    eschmidt

    über 6000 Sounds. groestenteils überragend klingend, (NATURAL) und extrem easy einspielbar, … ist meiner Meinung nach die perfekte Ergänzung zur DAW, …
    => habe den Kauf noch keine Sekunde bereut & würde es wieder tun ;)

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    Despistado  

    Woraus kann denn nun ein Patch bestehen?
    Sind die Supernatural-Sounds und PCM-Patches völlig getrennt oder können auch Supernatural-Sounds gemeinsam mit PCM-Wellenformen ein Patch bilden (inkl. Structures usw.)?
    Wie verhält es sich, wenn man Patches erstellt hat mit Wellenformen von SRX-Boards die gerade NICHT geladen sind?
    Wird einem da angezeigt, dass Wellenformen fehlen oder werden die gar automatisch geladen (wohl kaum) oder was passiert da?

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    fiebius

    Habe schon lange keine Musik mehr gemacht.
    Zuletzt, gegen Ende der 90er! Damals wollte mir nicht in den Kopf weshalb das digitale Signal aus meinem Emu 6400 Sampler erst analog gewandelt werden muss um dann, wiederum digital gewandelt, in dem Digitalmischpult 02R verarbeitet werden zu können. Mit Jahren Verzögerung brachte EMU dann irgendwann eine ADAT Expansion Card mit 16 Ausgängen, damit wäre es wahrscheinlich möglich gewesen. Jetzt leben wir im Jahr 2014, die Studiomusik ist digitalisiert worden. Technische Hürden sollte es da nicht mehr geben. Vielleicht hab ich es auch einfach noch nicht kapiert? Eine Megafirma wie Roland bringt eine Soundmonster an den Start welches nichtmal die Möglichkeit bietet 8 Einzelsignale/Instrumente, digital in ein z.B. Cubase Mixer zu übertragen??? Muss ich jetzt 8 Analoge Eingänge von meinem teurem Audio-Interface opfern um die durch 2fach Wandlung verschlechterte Soundqualität vom Integra im Cubase Mixer nutzen zu können??? Ich glaube es einfach nicht, man ist stolz auf einen Parameter Editor für den Integra, sowas konnte Sounddiver doch schon vor 20Jahren.
    Andere Meinungen erwünscht :-)

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      krollspell  

      Zumindest ein stereo Ausgang gibt’s digital. Es ist aber schon schade dass nicht alle 8 digital vorhanden sind. Das macht z.B. Komplete (obwohl nicht direkt vergleichbar) für mich interessant(er). Den Sounddiver für einen Vergleich heranzuziehen finde ich diesem Zusammenhang nicht für angebracht. Er ist halt aus einer ganz anderen Zeit. VST ist ‚was ganz anderes.

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    tantris  

    Ein echtes Musikinstrument wird sich immer von einem virtuellen unterscheiden, das geht physikalisch gar nicht anders. Ist doch klar, dass ein Saxophon – per Tastatur gespielt anders klingt. Wer dieses Manko zur Kaufentscheidung eines Synthesizers heranzieht, hat nicht begriffen, dass ein Synthesizer und z.B. ein Saxophon zwei unterschiedliche Instrumente sind.

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    cubemusic

    Hallo, weiß zufällig jemand, wo genau ich das Gitarren-Preset finden kann, das bei den Soundbeispielen unter ´SuperNatural Acoustic3´ ab ca. Sekunde 22 / 23 zu hören ist? Das funky Gitarrenriff? Für einen Tipp wäre ich sehr, sehr dankbar. Viele Grüße

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    broeselhai

    Hallo,
    nachdem es mittlerweile eine Flut an verschiedenen iPads gibt würde mich interessieren welches iPad für die Verwendung mit dem Integra7 geeignet ist. Da ich selbst noch keines besitze, müßte ich eines gebraucht kaufen. Da ich vor habe es nur für das Editing des Integra7 zu verwenden würde mich besonders interessieren mit welchem iPad das Editieren „schon“ funktioniert; also – je älter, je besser.

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    krollspell  

    Hallo, mittlerweile gibt es das vst-Plugin in der Version 2. Die Beschreibung ist vielversprechend: „INTEGRA-7 Editor Ver.2.0.3 … enables editing of all tone parameters, including PCM sound source“. Das wäre doch ein Test-Addenum wert – nicht?

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    Alessio

    Ich habe den I7 seit einem Jahr und bin sehr zufrieden. Vielen Dank für den guten Artikel, zu dem ich einige Anmerkungen habe:

    „Wer hier genaueres wissen möchte, liest unsere Tests zur letzten Fantom-Generation, da diese exakt der PCM-Engine des Integra-7 entspricht.“ Diesen Satz habe ich nicht ganz verstanden, denn die PCM-Engine im I7 entspricht der Vorgängerserie JV/XV, und nicht der Fantom-Serie (die eine weniger komplexe Klangerzeugung hatte).

    Auch „die neuen PCM-Sounds, die zusätzlich zu den SRX-Boards für den Integra-7 programmiert wurden“ kann ich nicht bestätigen – die PCM-Sounds sind allesamt aus der XV-Reihe. Es sei denn, Ihr meint die zusätzlichen GM-Sounds? Die sind tatsächlich neu, lassen sich aber leider nicht als PCM-Sounds editieren. Wer eigene neue Klänge erstellen will, muss sich also mit den XV-Samples zufrieden geben.

    Ob die Idee mit zuladbaren Slots gut ist, sei dahingestellt – was mich wunderte, ist die recht willkürlich anmutende Verteilung von SuperNatural-Grundsounds in Hauptspeicher und zuladbare Expansions. Gerade die „Session“-Klänge gehören m.E. fest in den Hauptspeicher.

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      Despistado  

      Wenigstens mal ein bisschen Klarstellung, finde ich gut.
      Nachdem du das Gerät ja hast kannst du vielleicht auch diese Fragen beantworten:
      Sind die Supernatural-Sounds und PCM-Patches völlig getrennt oder können auch Supernatural-Sounds gemeinsam mit PCM-Wellenformen ein Patch bilden (inkl. Structures usw.)?
      Wie verhält es sich, wenn man Patches erstellt hat mit Wellenformen von SRX-Boards die gerade NICHT geladen sind?

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        Alessio

        Die SuperNatural-Sounds sind getrennt und können (bis auf einige Parameter) gar nicht editiert werden. Es gibt auch keinen Zugang zu deren Samples. Eigene Klangkreationen kann man aus diesen also nicht entwickeln, lediglich Layers/Splits sind möglich (also das „Stapeln“ von verschiedenen Sounds in einem Studio Set). Für echtes Klangdesign bleibt nur die JV/XV-Engine mit ihren PCM-Sounds.

        Wenn ein virtuelles SRX-Board nicht geladen ist, sind dessen Wellenformen nicht verfügbar und werden in Patches dann auch nicht abgespielt.

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    1-Mann-Band Berlin  

    Also ich finde es erbärmlich, was es so an Audio Demos online gibt. Ich überlege, ob dieses Teil mir helfen könnte, bessere Drums für mein Keyboard zu bekommen und kriege nur Antworten auf Fragen, die ich niemals stellte. Mal ein Bla Bla Video ala „Werbeprospekt für Blinde“, mal ein Video nach dem Motto „Der JV 1080 heißt Integra, sonst ist alles gleich“, mal ein Video, bei dem der musikalische Horizont auf Techno und House beschränkt ist, aber niemals etwas, was mir die Kits zeigt.
    Leider haben die TD Module keine MIDI ins.
    So, was mache ich jetzt?
    Kann doch nicht die Verkäufer im Musikladen damit nerven, dass ich denen einen ganzen Tag ein Integra blockiere.

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    Atomicosix  

    Da die Zeit der Midi-Sound-Expander vorbei zu sein scheint, steht der Roland Integra fast konkurrenzlos da. Immherhin hat er das gesammte Roland-Sample-Contend im Angebot. Mich hat es schon früher geärgert das die Roland-Instrumente mit verschieden Sounds/Samples ausgestattet waren und man sich mehrere davon anschaffen mußte um alles im Zugriff zu haben.

    Bis auf das Display ist der Integra sehr gut ausgestattet und verarbeitet. Die Wandler bzw. die dazugehörigen Platinen sind sehr hochwertig, das hört man vorallem im Studio. So bekommt man den Roland-Sound auf höchsten Niveau. Die Suche nach Instrumenten funktioniert auch am Gerät selber ganz gut, aber mit dem VST Editor geht es natürlich viel besser.

    Am Anfang hat mich der relativ hohe Preis abgeschreckt, aber die Investion lohnt sich meiner Meinung nach, da sie sich langfristig auch rechnet. Zu Not kann man den Integra auch als Midi/USB-Interface nutzen.

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