Test: Roland JC-40, Gitarrenverstärker

Doch was auf den ersten Blick vielleicht etwas aus der Zeit gekommen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Betrachten nach wie vor als äußerst stabile und zudem noch sehr gut verarbeitete Konstruktion. So wird das 592 x 251 x 436 mm große und rund 16 kg schwere Gehäuse des Roland JC-40 an allen Ecken von Kantenschonern geschützt und auch die angesprochene Beleistung der Kanten ist von guter Qualität, sodass der Amp auch ein paar Stöße locker wegstecken kann. Das gilt auch für den robusten, silbergrauen Bespannstoff, der die Speaker wirkungsvoll zu schützen weiß. Ruhen tut der Combo stabil auf vier rutschfesten Gummifüßen, ein ausreichend dimensionierter Tragegriff auf der Oberseite sorgt zudem für einen reibungslosen Transport des Gerätes.

Konnektivität

Mit den Jahren ist auch der Umfang der Ausstattung gewachsen, so besitzt der JC-40 an seiner Rückseite zahlreiche Anschlüsse. Angefangen von einem Stereo-Effektweg, über einen stereo Line-Out und einen stereo Kopfhörerausgang, bis hin zu den Fußschalterbuchsen zum Aktivieren von Distortion, dem Chorus/Vibrato Effekt und dem bordeigenen Hall, der in digitaler Form vorliegt.

rear panel

— Rückseite des JC-40 —

Die Fußschalter, oder zumindest ein Exemplar für das Zuschalten des Distortionsounds, befinden sich leider nicht im Lieferumfang. Roland bietet hierzu natürlich auch entsprechende Pedale an, aufgrund des einfachen 6,3-mm-Klinkendesigns können aber hier günstigere Varianten aus dem Zubehör problemlos genutzt werden.

Durch die komplett offene Rückseite des Combos lassen sich die zwei verbauten 10″ Lautsprecher gut erkennen. Es handelt sich hierbei um Speaker aus eigenem Hause, die über zwei getrennte Endstufen ihren Sound abgeben. Das muss auf Dauer reichen, denn über einen Anschluss für eine Zusatzbox verfügt der Roland JC-40 nämlich nicht. Und das reicht auch bei weitem! Aber dazu später im Soundcheck mehr.

Speakers

— Jeder Speaker wird über seine eigene Endstufe befeuert —

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der Distortion Regler ist wohl der, der bei fast allen JCs in der absoluten Nullposition bleibt. Interessant ist der kleine JC für mein Rhodes (kleiner Raum). Da macht dann auch das Vibrato Sinn.

    Wenn ich es richtig verstehe, dann hat Roland hier Chorus/Vibrato in der guten alten Bauweise integriert und verwendet keine digitalen Versionen, oder? Übrigens rauscht mein JC-160 bei Betätigen von Chorus oder Vibrato. Und das dann gehörig!

    Danke für den Test, der zum optimalen Zeitpunkt erschienen ist.

  2. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Wenn ich mich recht erinnere waren früher die „kleinen“ Jazzchoruse in mono, was sie doch arg limitierte.
    Aber das Teilchen hier scheint alles richtig zu machen.

  3. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Auch ich mag die JCs seit Jahrzehnten. Clean ist aufgrund der Transistoren seit je her unvermeidlich. Alternativ gibts den neuen Blues Cube. Die angegeben musikalischen Richtungen deuten bereits an, auf wen man sich jeweils ausgerichtet hat. Es freut mich, dass sich Roland mal wieder den Gitarristen zuwendet (und nicht bloß diesen), diesmal sogar in stereo.

  4. Profilbild
    Tom

    Ich hatte früher den JC-50 (mono). In Sachen Clean-Sound und Chorus ist die Roland Jazz Chorus-Serie für mich heute immer noch Referenz. Leider hat er sich damals mt meinen Ibanez Tubescreamer nicht so gut vertragen, so dass ich ihn dann später verkauft habe. Ist eben letzendlich doch ne Transe, für Blues- und Rocksounds für meinen Geschmack nicht optimal.

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