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Test: Roland Juno-DS61, DS76 & DS88, Live-Synthesizer

Der mysteriöse MFX Button

Hier habe ich ein Problem, in der Bedienungsanleitung wird seine Funktion nur vage angerissen. Ab Auslieferungszustand meldet sich der Knopf vielsagend mit einem „No Assign“. Dass man diesen Multi FX gezielt ein- und ausschalten kann, indem man die beiden Mode Taster drückt, wird nur am Rande dokumentiert. Hat man dies einmal gemerkt, finden wir hier eine Multi FX Sektion, in der mit verschiedenen Algorithmen Klänge und Klangparameter beeinflusst werden können.

Beispiel, ich brauche bei einem Plucksound ein musikalisches Delay von einer ganzen Note bis zu einer 1/64 Triole. Dann wähle ich einen Plucksound, lege auf den MFX Regler mein Delay und speichere dies als Preset ab. Oder ich habe einen Orgelsound, der mit Brake gespielt werden möchte, hier lege ich mit Brake On/Off auf den MFX und steuere mit dem Expressionpedal meinen Orgelsound.

Die 88-Tasten Version Roland Juno-DS88

Keyboard Sektion

In der Keyboard Sektion des Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 steuern wir alles, was mit dem Keyboard oder der Klaviatur zu tun hat. Bei genauerer Betrachtung sehen wir hier folgende Spielmodi. Split (mit wählbarem Upper/Lower Splitpunkt), Layer, Dual legt 2 Patches übereinander.

Superlayer stapelt bis zu 16 Parts übereinander, auf Wunsch mit Detune. Die Lautstärke der einzelnen Parts wird entweder über das Display geregelt oder über die 4 Fader.

In dieser Sektion finden wir ebenso Keytouch zum Einstellen der Anschlagskurve, die Einstellung für den Anschlag, hier von 0-126 und Real, was den echten Anschlag des Keyboarders meint. Die Anschlagsstärke wird auf den 8 Phasen Pads angezeigt, wer dies nicht mag, kann das im Settings Menü abschalten.

Transpose und Oktave transponieren im Halbtonschritt oder eben im Oktavschritt.

So fühlt sich der Roland Juno-DS wohl – ON THE ROAD!

Die komplette Effekt Sektion

Der Vierte unserer Regler regelt den Reverb Anteil unseres Audiosignals. Über die Edit Funktion kann ich hier die wichtigsten Parameter einstellen, der Reverb als solches klingt gut, Kirchenorgeln und Artverwandtes matschen nicht zu oder klingen verwaschen.

Nicht schön, ist der Reverb für einen Sound aufgedreht, beginnt der Sound/Effekt zu pumpen, wenn der Mic Reverb Regler aufgedreht wird.

Der Arpeggiator

Arpeggiatoren sind Spielhilfen, mit denen nach einem vorher definierten Muster musikalische Läufe auf einem Instrument wiedergegeben werden. So einfach, so gut. Der Arpeggiator des Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 ist aus meiner Sicht mit seinen Auflösungen nicht sonderlich praxistauglich. Er kommt mit Auflösungen wie 1/1, 1/4, 1/8, …, 1/12 Triolen usw. Zusätzlich kann ich anwählen, ob Upper oder Lower das Arpeggio triggern, es rauf, runter, alternierend laufen soll. Das Gate des Arpeggios lässt sich anpassen. Das war es dann auch fast. Ich kann nur noch zusätzlich den Arpeggio-Style auswählen. Hier aus Presets mein Arpeggio wählen.

Entweder ich kann Zähler und Nenner des Arpeggios mit anpassen oder aber ich kann eigene Arpeggios als Presets hinterlegen, dann macht das Sinn, so bin ich hier eingeschränkt. Positiv Arpeggios werden über MIDI ausgegeben.

Roland Juno-DS61, DS76 & DS88

Die Klänge

Neben den bekannten Klängen des Roland Juno Di hat Roland im Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 in den 10 Bänken etliche Highlights der Supernatural Soundsynthese und Klassiker der Roland D-50 und der „echten“ Junos implementiert wie Roland Juno-60, Roland Juno-106 und Roland Alpha Juno. Mit den Werksounds decken wir von Rock und Pop, bis Top40 Coverband, Soul, RnB, Jazz und EDM alles ab. Wem dies nicht reicht, kann über die Roland Axial Community weitere Sounds laden. Grundsätzlich gibt es bei den Sounds Überschneidungen zur Roland FA-06 und Roland FA-08, was aber nicht störend ist, da die Zielgruppe für die Roland Juno-DS61, DS76 & DS88  klar und eindeutig der auftretende Künstler ist.

Bei den Soundbeispielen habe ich hier deshalb Augenmerk darauf gelegt, diese Bandbreite wiederzugeben. Für mich persönlich ist es kein Minuspunkt, dass ich nur Cutoff, Resonanz und Attack und Release einstellen kann. Der geneigte Klangschrauber wird hier die Augenbraue hochziehen. Geht hier aber absolut in Ordnung und wirkt.

Das Highlight bei den Klängen sind sicher die sequenzierten Klänge, diese können im Tempo angepasst werden, so dass sie effektvoll in einen Song eingebaut werden können,

Was ist hier neu? Der Sampler. Um hier meine Wertung vorweg zu nehmen, er ist sehr basic(!) und hier gibt’s den zweiten Minuspunkt. Ich kann Loopmodus, Looplänge, Hüllkurve einstellen. Mehr nicht. Multisamples, Velocitylayer Fehlanzeige. Als Samples werden nur WAV Dateien in 44,1 kHz und 16 Bit akzeptiert.

Kostenlose, neue Sounds bietet übrigens Rolands AXIAL Online-Library

Zum anderen ist hier strukturiertes Arbeiten angesagt. Liegen unsere Samples auf einem USB-Stick parat, sollte das erste Sample z.B. der Ton C4 in einer Datei mit dem Namen 01.wav vorliegen, dann anschließend in Halbtonschritten einen Schritt weiter.

Alle Klänge können entweder mit dem Jogwheel oder den Numeric Tasten angewählt werden. Shift und gleichzeitig Numeric gibt eine kurze Beispielsequenz wieder, gut fürs klangliche Feintuning. Favourite markiert einen Klang, Patch, Performance als Favoriten.

Neue Sounds bietet übrigens für die ROland-JunoDS Serie, die Roland-Plattform AXIAL. Wer hier mehr wissen möchte folgt diesem Link HIER KLICKEN.

Alles Loops oder was?

Um Loops und Sequenzen am Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 ins Spiel zu bringen, haben wir beim Roland Juno-DS, zwei Möglichkeiten: Rhythm Pattern oder Pattern Sequencer.

Rhythm Pattern sind Audio Loop Phrasen, die vom USB-Stick wiedergeben werden können oder aber in Gerät gespeichert wurden, hier kann ich pro Song bis zu 8 Phrasen über die Pads antriggern. Loop schaltet im Playback Modus die Schleifenwiedergabe ein und aus.

Hier heißt es auch, überlegt an die Performance heranzugehen. Folgendes sollte vorbereitend erledigt werden.

Auf dem USB-Stick einen Ordner Song List anlegen. Hier das Unterordner mit Song 1, Song2 usw. . In diesen Ordnern dann bitte Dateien mit 01, 02, …, 08. * anlegen. Was Roland beim Sequencer einbüßt, macht es hier wieder gut. Hier werden, Wave, MP3 und AIF Dateien akzeptiert.

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Im Padmenü importiere ich nun meine Loop Phrasen und kann sie anpassen und für die Performance feintunen. Über die vier Fader lässt sich für die Parts, das Mischungsverhältnis einstellen.

Loops und Samples durchlaufen die komplette Synthesizer Sektion, das heißt, dass zumindest Cutoff und Resonanz immer regelbar sind.

Der Pattern Sequencer, die Grundfunktion eines Sequencer ist bekannt, soll Noten und Ereignisse aufzeichnen und im gegebenen Tempo und Auflösung wiedergegeben. Alles das macht der Juno DS ohne großes Federlesen. Allerdings nimmt der Sequencer weder externe MIDI-Daten entgegen oder gibt sie aus. Dies ist ein weiterer Minuspunkt. Positiv: Der Sequencer hat einen über die Mixertaste zu erreichenden Mixer mit an Bord. Noten werden ab Werk als 1/16 bei 4/4 Takt quantisiert. Im Sequencer Menü können andere Taktarten und Auflösungen eingestellt werden. Sounds werden mit dem Pattern abgespeichert, Besitzer früherer Roland Geräte kennen dies, es ist bewährt und macht Sinn.

Zwischenfazit

Die Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 sind fantastische Bühnen-Keyboards. Vor allem der ROland Juno DS88 spielt seine Performance-Stärkedurch die sehr gute Tastatur aus. Dazu kommt die einfache und schnelle Bedienung. Die DAW Funktionen sind grundlegend vorhanden und genügen für einfache Aufgaben. Was wir hier noch nicht beleuchtet haben, ist die DAW Steuerung und Integration. Ist der DAW Button gedrückt, wird bei verbundenem USB-Kabel in Verbund mit dem Mac unser Juno DS erkannt und die vier Drehregler können zugewiesen werden. Die Transport-Steuerungsknöpfe der Junos haben in unserer Konfiguration keine Funktion. Da wir hier aber in erster Linie ein Performance Keyboard vor uns haben, geht das an dieser Stelle in Ordnung. Ich habe hier die Integration mit Apple Mainstage getestet, was vom Blickpunkt der Performance sinnvoll ist. Hier sollte das Audiosignal nicht direkt aus den Audio Outs kommen, sondern via USB in den Mac und hier mit dem Mainstage Teil gemischt werden und dann via Interface wieder auf den Kopfhörer.

Dazu ist derzeit noch manuell ein Audio Hauptgerät anzulegen, wer schon Roland Aira Geräte im Setup hat, kann dieses Audiohauptgerät nutzen. Anschließend werden beide Signale in Mainstage zusammengeführt und können weiter bearbeitet werden.

Für wen sind Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 gedacht?

Fangen wir das Feld von hinten an aufzurollen, die grundlegenden Funktionen zur Steuerung einer DAW sind vorhanden. Der Sequencer nimmt keine externen MIDI-Daten entgegen und gibt keine aus. Der Arpeggiator ist mit einfachen Aufgaben nicht überfordert. Der Mic In würde unser Juno DS für den Alleinunterhalter prädestinieren.

Das Jazz Duo mit kleinem Equipment würde hier eher Sinn machen oder der EDM Live Act. Aber auch die Rock und Top 40 Coverband. Sicher? Sicher!

Man muss sagen, Roland hat bei der Auswahl auf Vielfalt gesetzt und liefert mit den 10 Bänken für alle Stile Klänge und Sounds.

Wenn man sich mit dem Sampler arrangiert, stehen weitere kreative Ergänzungsmöglichkeiten zur Verfügung

Neben einer großen Bandbreite an Sounds, ist Hauptaugenmerk des Juno DS die einfache und schnelle Bedienung. Die DAW-Steuerung ist nur eine Ergänzung, somit empfiehlt sich der Juno DS für den Bühneneinsatz. Die Verarbeitung ist robust aus Hartplastik und zusätzliche Metallteile verstärken das Keyboard. Die Bedienelemente sind griffig und präzise. Die Ivory G Tastatur des Roland Juno-DS88 spielt sich sehr gut, der Druckpunkt ist spürbar, die Gewichtung ist gut.

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Mobiles und Energetisches

Roland bietet mobilen Musikern die Option, mit 8 AA NiMH Akkus das Gerät auf der Straße zu betreiben. Hier ist mit handelsüblichen Akkus ein Betrieb von bis zu 5 Stunden möglich. LiOn Akkus werden von Roland als nicht kompatibel angeführt. Ebenso Alkali Zellen. Eine LED namens „Battery“ weißt und auf ein baldiges Nachladen frischer Akkus hin.

Hier ist es ratsam, den Juno DS in den Energiesparmodus zu versetzen, das Display schaltet sich aus, das Gerät wird in einen Energiesparmodus versetzt und wacht bei einem Tastendruck wieder auf.

Eines für alles

Roland hat mit Roland Juno-DS61, DS76 & DS88 den fast perfekten Hybriden für den Performer an den Start gebracht. Die Klänge sowohl im Split, Dual und Superlayer Modus überzeugen, seien es nun die Vintage Klänge diverser OB-Strings und Pads. Die 80er Jahre „Juno like“ Brass Sektion, diverse D 50 Klänge. Oder die Klaviere und Keyboard, Organ Sektion. Wem das nicht reicht, kann über die Axial Community seine Soundbänke erweitern und dank Kompatibilität zu Juno Di und FA06 und FA08 stehen hier etliche Sounds zur Verfügung.

Der Roland Juno-DS ist kein Keyboard/Synthesizer für Klangschrauber, sie werden eine vollständige Hüllkurve und vollständige Filter vermissen. Ich sehe beim avisierten Einsatzzweck hier kein Problem, da die rudimentären Filter und Hüllkurvenparameter funktionieren.

Foto

Audiobeispiele

Leider hat unser Autor die Files im Apple-Format „m4a“ hochgeladen. Wir werden die Files zeitnah in MP3 umwandeln, sorry wenn es also im Augenblick noch nicht läuft.

Wir bedanken uns bei ROLAND für die Bereitstellung der Pressebilder.

Fazit

Das Testfazit zu Roland Juno-DS61, DS76 & DS88  fällt sehr positiv aus. Man muss Roland attestieren, mit dem Juno DS 88 insgesamt das Konzept der Juno D Reihe aufgewertet und erweitert zu haben. Hier haben wir einen Allround Synthesizer, der in den Disziplinen Performance, Studio und Proberaum punkten kann. Seine Stärke sind der schnelle Zugriff auf Sounds, die Erweiterung durch eigene Samples und Loop-Phrasen. Ebenso wie das Konzept der Phrase Pads. Was für den Bühnenarbeiter nebst der Bandbreite an Sounds sicher am wichtigsten ist, die Klaviatur, in der getesten 88er Variante mit Ivory Feel-G war ein akzentuiertes Spiel in verschiedenen Stilen möglich.

Der eingebaute Sampler und Phrasen Looper ist eine sinnvolle und praxistaugliche Lösung, um in live und Studiosituationen verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Ob 44,1 kHz Abtastrate und 16 Bit Äufflösung noch zeitgemäß sind, sei infrage gestellt, Multisamples Velocity Layer fehlen ebenso. Bei den Audio-Formaten glänzt der Juno DS allerdings mit Vielfalt.

Eindeutige Minuspunkte sind der Arpeggiator mit praxisfremden Notenauflösungen, der Sequencer, der keine extern MIDI-Daten entgegennimmt oder ausgibt. Und ein sehr eigenwilliger Chorus/Delay Effekt.

Der Roland Juno-DS61, DS76 & DS88  ist kein reiner „Synthesizer“, sondern eine Performance/Workstation mit Fokus auf einfache, effiziente Bedienung und optionaler Einbindung einer DAW oder bühnenorientierter Programme wie Brainspawn – Forte 4 oder Apple Mainstage 3. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, erhält ein sehr gut verarbeitetes Gerät mit einem sehr angenehmen Spielgefühl, einfacher und schneller Bedienung und einer in 5 Minuten abgeschlossenen Integration an PC/Mac DAW.

Wer auf den großen Auftritt braucht, nimmt die 88er Version und erhält hier ein hochwertiges Spielgefühl. Perfekt von Ballade bis zum „Final Countdown“. Die anschlagsdynamische 61er Version sehe ich eher im Bereich EDM und hier bei Liveacts mit Augenmerk auf spielende Performance.

Plus

  • Sound überzeugt, Superlayer ist fast schon zu fett
  • Cut Off und Resonanz wirken bis zum Sweep
  • einfache effiziente Bedienung
  • Verarbeitung
  • Ivory G Klaviatur
  • Multi FX
  • Arpeggiator gibt MIDI-Daten aus
  • Loop Phrasen

Minus

  • Arpeggiator praxisfremd
  • Multi FX ist nicht ausreichend dokumentiert, im Auslieferungszustand ohne Funktion
  • Sequencer nimmt keine MIDI-Daten entgegen oder gibt sie aus
  • nur 2 Audioausgänge
  • Sampler akzeptiert nur 44,1kHz 16 Bit WAV, keine Multisamples, keine Velocitylayer

Preis

  • Roland Juno-DS61: 553,- Euro
  • Roland Juno DS 88: 854,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Mit den analogen Junos haben die digitalen Nachfolger allenfalls den Umstand gemeinsam, dass sie relativ günstige Einsteiger-Teile sind, ohne an der Sound-Qualität zu sparen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass bei den aktuellen Modellen am falschen Ende gespart wurde. Mein etwas älterer Juno-G hat zwar keine Super-Natural-Sounds, bietet aber 2 Stereo-Outputs, vollständigen Zugriff auf alle Klangparameter, 16 MIDI-Sequencer, der auch externe Synthies ansteuern kann, 4-Track Audio-Recorder, und mit der V2.0 Nachrüstung auch Sampling (hier aber auch sehr eingeschränkt). In allen Bereichen außer dem Sound können die Neuen dem alten Urahn nicht das Wasser reichen, und das zu einem Preis von knapp 1000,-€ bis zu <800,-€ zum Schluss. Für einige Jahre war er besonders für Wochenend-Sessions ideal geeignet und ich konnte so auch ohne weitere Hardware alles aufnehmen, sehr praktisch. Außerdem waren die Aufnahmen schon im MIDI-Sync für weitere Nachbearbeitung zuhause. Allerdings war der Juno-G auch das Flaggschiff der neuen Juno-Reihe, während die Juno-DS eher Abkömmlinge des Juno-D sind. Der Juno-G hat bisher keinen direkten Nachfahren erhalten...

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo SoM,

      ich bin jetzt ob des Relaunches und Erweiterung der Juno DS Reihe etwas zwiegespalten. Damals hatte ich die 88 Variante zum Test und finde die Klaviatur äussert spielbar. Die Presets sind ausgewogen, mit einem Tick in Richtung Modern RnB, EDM. Aber als zusätzlicher Lieferant würde das auch in einer Rockband funktionieren.
      Was mir damals und heute noch Kopfzerbrechen macht ist der Workflow. Letztlich habe ich exakt deswegen die MOXF gekauft. Das ich da noch GX1 Samples oben drauf erhalte, ist geschenkt. Lassen wir das mal beiseite und konzentrieren wir uns auf den Preis, ist das schon attraktiv aber dann wirds nach unten eng, denn da sitzt der JDXi. Nach oben bin ich wieder beim MOXF. Und hier ist dann wieder die Frage, reichen die Goodies, wie USB, MX1 kompatibel, Axial Sounds. Um mit dem Workflow klar zu kommen? Da ich persönlich den Juno DS als Performerkiste sehe und da brauch ich ein Hands on Gerät. Und Roland kann sowas bauen.

  2. Profilbild
    costello  RED

    Hi Toby, ist schon Wahnsinn, was man heute für gut 500,- Ocken kriegt. Das klingt ja alles ziemlich amtlich. Beim ConcertGrand dachte ich glatt, da sitzt der Billy Joel dran :-)

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      TobyB  RED

      Hallo Mr. C,

      Danke für die Blumen :-) Und ich dachte bei der Orgel, Mist – zuviel Interstellar gesehen. :-D Und andere meinen, spiel mehr so wie bei Pop Piano ;-) Spass beiseite, die Dinger sind schon Klasse, das 88er hatte ich ja damals zum Test. Die Klaviatur war sauber. Der Workflow ist schwierig, wenn du an TR, JDXi gewöhnt bist. Aber vom Sound, amtlich. Durch den USB Port vom MX1, Mastering an. Fertig. Ich denke der Juno DS ist eine Performer Kiste. Nicht unbedingt für maschinengetriebene Musik. Allerdings wird der Markt der „semi-pro“ Live Workstations zwischen 500 – 1200 damit langsam unübersichtlich. Auf alle Fälle ist das hier eine Antwort an Yamaha. Wobei, der Workflow beim MOXF für mich persönlich besser ist. Siehe oben. Allerdings mutmasse ich, das die Juno Plattform über kurz oder lang ein Update erfahren wird. Wenn man dann die JDXi, JDXa, System8 Betriebssystemplattform hernimmt und noch verbessert, wirds richtig spannend. Ich hatte z.b. Null Probleme beim Aufstieg vom JDxi zum System 8. Auspacken, einschalten, aufs letzte OS Updaten, war in 15 Minuten erledigt und dann konnt ich mich den Obertonvergleich Roland und Moog widmen. ;-)

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    Atarkid  AHU

    Hey Toby u. Costello :) Ja, der Juno G war schon ne andere Hausnummer!… Und Costello, ich geb dir Recht, dass 500 Euro nicht viel für das Gebotene sind, allerdings, und das hab ich schon an anderer Stelle geschrieben, scheint es sich dabei um ein Schulband-Anfänger Keyboard zu handeln.
    Der Juno-G ist aber erst 12 Jahre alt, da brauchts doch noch lange keinen würdigen Nachfolger! (denkt sich Roland wahrscheinlich).

    Ich weiß grundsätzlich nicht, was das mit dem Aftertouch soll. Yamaha scheint auch zu glauben, dass Musiker das nicht brauchen. Der MODX wär soooo interessant gewesen. Aber nein, kein Aftertouch. Glauben die etwa, dass man dann ihre Flagschiffe kauft? Ich werd das mit Sicherheit nicht tun!

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Atari,

      ich kann mir vorstellen, das Roland keine Wahnsinns Entwicklungsabteilung hat. Und die derzeitige Juno DS Reihe um ein Modell zu erweitern und die Preise zu senken, ist betriebswirtschaftlich sinnvoll. Das die Juno DS ein Anfänger Kistchen ist, sehe ich nicht so, der Anfänger wird mit der Dynamik der Klaviatur der 88er Variante seine Mühe haben. Ich habe mehr als einen Take gebraucht, bis das hier im Kasten war. Die Kiste ist nur auf Budget gebaut, das merkst du an der Software die die DS treibt. Jede Funktion und Zeile Code kostet Geld.

      Roland kollaboriert ja grade wieder mit SE, wir warten mal ab. Das Geschäftsjahr hat grade erst bekommen, Q1 geht grade erst zu Ende. Und dann kommt Weihnachten und die NAMM. Ich hol mal mein Glaskugelleder und rubbel. „Da kommt noch was“.

      Ich kann das mit dem Aftertouch verstehen und nachvollziehen aber persönlich arbeite ich sehr wenig damit. Ich bin halt beim Expressionpedal gelandet und komm damit klar. Deswegen MOXF und wegen dem Workflow. Das MODX ist preislich interessant, das muss ich zugeben. Der fehlende AT ist für mich kein Grund, das Gerät nicht zu kaufen. Moog Mother hat auch ein AT, du musst halt drehen, wenn du mehr Expression haben willst ;-)

  4. Profilbild
    Despistado  

    Der kommt mit den Juno Di Sounds? Der Juno Di ist aber auch schon zehn Jahre alt und war auch schon damals soundtechnisch längst nicht mehr neu.
    Naja, Roland-typische Resteverwertung nenn ich das mal.
    ;)

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Despistado,

      ich denke Roland zielt mit sowas eher auf den preisbewussten Tastenkünstler, da muss man dann halt Abstriche hinnehmen. Die sind aber bei den DS Kisten durchaus vertretbar. Hinzukommt das die DS Kisten am AIRA Gear, MX1 auch funktionieren. Die Frage ist halt was jemand braucht. Und da geht das Konzept der DS schon auf.

    • Profilbild
      microbug  

      Ich hab den DS neulich angespielt und eine Menge der Sounds ist mit denen des Juno G identisch, also noch älter.

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