Test: Roland RD-2000, Stagepiano

10. Mai 2017

Das neue Bühnen-Highlight?

Mit dem RD-2000 bringt Roland ein neues Topmodell im Bereich der Stagepianos auf den Markt. Das nächst kleinere Modell RD-800, das seit rund 3 Jahren auf dem Markt ist und aktuell für knapp 1.900,- Euro über den Ladentisch wandert, wird es laut Hersteller auch weiterhin geben. Mit dem Roland RD-2000 möchte man also diejenigen ansprechen, die noch mehr Sound und Funktionen benötigen. Ob das funktioniert, soll der folgende Test klären.

Roland RD-2000

Optik wiegt schwer

Wer viel auf Bühnen unterwegs ist und sein Equipment oft vom Auto zur Bühne transportieren muss, weiß wie hart es manchmal als Keyboarder, Schlagzeuger, Gitarrist, Bassist etc. sein kann. Auch wenn das Roland RD-2000 mit seinen 22 kg diesen Weg nicht leichter machen kann, spürt man sofort, dass man es bei diesem Stagepiano mit einem waschechten STAGEpiano zu tun hat. Die Verarbeitung ist exzellent, das Gehäuse besteht aus robustem Metall mit Seitenteilen aus Kunststoff. Hier geht so schnell nichts kaputt. Auch die Optik kann überzeugen, Roland setzt beim RD-2000 auf eine matte, schwarze Außenseite mit einer nach vorne geneigten Bedienoberfläche. Das zentrale LC-Display mit 256 x 80 Pixeln lässt sich sehr gut ablesen und durch die vielen Hintergrundbeleuchtungen und LED-Ketten/Kränze lässt sich das Stagepiano auch auf und in dunklen Bühnen/Proberäumen wunderbar steuern, klarer Pluspunkt vorab. Einige Details wie die zwei (!) seitlich beleuchteten Modulationsräder fallen zusätzlich positiv auf. Diese lassen sich mit unterschiedlichen Funktionen belegen.

Zwei Modulationsräder, dazu ansehnlich beleuchtet

Obwohl die Bedienoberfläche des Roland RD-2000 zunächst sehr vollgestopft erscheint, durchschaut man das Konzept des Pianos doch sehr schnell. Von links angefangen findet man auf der Oberfläche zunächst zwei Modulationsräder plus den Roland-typischen Pitch Bend-/Modulations-Joystick. Es folgt der Lautstärkeregler sowie die Effektabteilung, die mit acht Potis und einigen Funktionstastern einen Direktzugriff auf verschiedene Parameter bietet. Maximal acht Zonen bietet das RD-2000 und deren Lautstärke/Aktivität lässt sich mit den darauf folgenden Fadern/Buttons steuern. Es folgt das Display, das mit Hilfe der drum herum liegenden Buttons und dem Endlosdrehrad gesteuert wird.

Rechts davon geht es mit der Soundsektion und den zehn Kategorietastern weiter, darüber liegen die Funktionen für Registrierungen, Tone Designer etc. Abgeschlossen wird die Oberfläche mit den Buttons für Sequencer und Transposition.

Die Rückseite des RD-2000 bietet – gemäß der Ausrichtung auf das Profilager – eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten. Wo welcher Anschluss liegt, lässt sich bereits von der Spielerposition aus ablesen, dafür sorgen die Beschriftungen auf der Gehäusekante.

Das Roland RD-2000 bietet drei Stereoausgänge, wobei der Main Out wahlweise als symmetrischer XLR- oder unsymmetrischer Klinkenausgang genutzt werden kann. Der dritte Stereoausgang dient als unsymmetrischer „Sub Out“, hierüber lassen sich Effektsounds oder beispielsweise die Orgel-Sounds ausführen, um sie weiter zu bearbeiten. Direkt daneben befinden sich der Kopfhörerausgang und der 3,5 mm Klinken-Stereoeingang. Auf alle Fälle genug Möglichkeiten, um das RD-2000 in allen Lebenslagen gebührend zu verbinden.

Vier Pedale (Damper, Footswitch 1/2, Ext) lassen sich am Stagepiano betreiben, für Datenverbindungen stehen ein MIDI-Trio bzw. zwei USB-Ports (to-host/to-device) bereit. Hierüber kann das RD-2000 auch als Audio/MIDI-Interface genutzt werden, d.h. Stagepiano an den Laptop hängen, darauf die Software-Instrumente spielen und das Audiosignal kommt über die Main-Ausgänge des RD-2000 zum Mischer. Auch die Anbindung an ein Tablet ist natürlich möglich. Strom bezieht das RD-2000 über ein normales Kaltgerätekabel, direkt neben der Anschlussbuchse befindet sich der Netzschalter.

Zum Lieferumfang des RD-2000 gehören ein Stromkabel, eine gedruckte mehrsprachige Kurzanleitung sowie ein Haltepedal. Optional erhältlich ist der passende Ständer KS-G8B.

Soundausstattung

Eine Frage vorab: Wer kennt noch das V-Piano von Roland? Dieses auf Physical Modeling beruhende Piano hatte Roland im Jahr 2010 auf den Markt gebracht und in Verbindung mit dem RD-2000 kommt die Klangerzeugung nun wieder auf den Tisch. Das RD-2000 verfügt nämlich über zwei Klangerzeugungen: Eben dieses Physical Modeling, bei dem der Klang und das gesamte Klangverhalten virtuell simuliert wird, zuständig für alle akustischen Pianos und als zweites die Roland eigene SuperNatural Technologie samt Virtual Tone Wheel Organ und PCM Sound Generator.

Ein großer Vorteil des Physical Modelings ist die Möglichkeit, selbst detaillierteste Veränderungen, beispielsweise für jeden einzelnen Ton und dessen Klangverhalten, vorzunehmen. Seinem persönlichen Wunschsound kann man mit dem RD-2000 somit auf alle Fälle sehr nahe kommen, deutlich näher als dies mit der herkömmlichen Sampling-Technologie plus Piano Designer etc. möglich ist.

Das Spielen der V-Piano Sounds macht großen Spaß, die Presets sind sehr dynamisch aufgebaut und wirken äußerst authentisch. Vor allem im oberen Tastaturbereich können die V-Piano Sounds, von denen Roland dem Stagepiano ab Werk 10 Presets mit auf den Weg gibt, überzeugen. Das Anschlagsverhalten ist exzellent, hier kann auch die Tastatur des RD-2000, eine PHA-50 Klaviatur (leider ohne Aftertouch), überzeugen. Diese besteht aus einem Holz-Kunststoff-Mix und lässt sich wunderbar schnell und dynamisch spielen. Bei solch einem Oberklasse-Piano zählt letzten Endes natürlich immer der persönliche Geschmack, die Ausstattung und die klanglichen Möglichkeiten des Roland RD-2000 sind jedoch ohne Zweifel erstklassig.

Beim Umschalten auf die „Sampling“-Pianos fällt auf, dass der Klang etwas eindimensionaler wird, die Sounds versprühen nicht mehr ganz so viel Glanz und wirken im direkten Vergleich flacher. Eine Einschränkung gibt es allerdings bei den V-Piano Sounds, diese lassen sich nur auf Tastaturzone 1 legen und sind somit bei größeren Keyboard-Splits nur ein Mal einsetzbar.

Die E-Pianos teilt Roland beim RD-2000 in die Kategorien Vintage und Modern ein und auch hier gibt es absolut nichts zu kritisieren. Vor allem in Verbindung mit der sehr guten Effektabteilung, insbesondere die Amp Simulation, funktionieren die Rhodes und Wurlitzer Sounds sehr gut. Auch für die seichteren Songs hat das RD-2000 natürlich passende Presets im Gepäck. Sehr gut finde ich, dass Roland auch alte Sounds neu aufleben lässt, so beispielsweise Presets des ersten RD-Stagepianos RD-1000 oder dem Soundmodul MKS-20. Vor allem im Coverband-Bereich kommt man mit diesen Sounds noch näher an die Originalvorlage heran, aber auch in aktuellen Liedern können diese „Signature“-Sounds dienlich sein.

Insgesamt bietet die Klangerzeugung des Roland RD-2000 über 1.000 Presets, für ausreichend Klangfutter ist also gesorgt. Etwas schwach finde ich die Streicher- und Bläsersounds des RD-2000, da sind meiner Meinung nach nur wenige sehr gute Presets dabei, die auf dem Niveau der Pianos liegen, schade. Dafür überzeugt das RD-2000 wiederum im Orgel- und Synthesizer-Bereich, bald sollen sogar weitere optionale Soundpakete für das Stagepiano erhältlich sein.

Zumindest bei den Orgeln kommen dann auch die neun Fader zum Einsatz, passende Registrierungen lassen sich damit schnell und sicher erstellen und als Setup abspeichern.

Programs, Scenes, Drums und Sequencer

Wo wir schon dabei sind: Das Roland RD-2000 bietet die Möglichkeit, maximal 300 „Programs“ zu speichern, d.h. komplexe Setups mit allen Sounds, Effekten und Einstellungen. Sind diese ausgeschöpft, lassen sie sich über USB ex- und später wieder importieren. Eine weitere Möglichkeit sind die „Scenes“, Momentaufnahmen der aktuellen Einstellungen, die man auf Wunsch in die „Programs“ überführen kann. Davon lassen sich 100 intern speichern.

Ebenfalls mit an Bord sind 200 Drum-Patterns. Wem das Metronom zu langweilig ist oder beim Finden neuer Songideen etwas Schlagzeugunterstützung wünscht, kann diese einfachen Grooves dafür nutzen.

Der interne Recorder des Roland RD-2000 ermöglicht die Aufnahme von Audiodaten, MIDI wird leider nicht unterstützt. Selbst abspielen kann das RD-2000 keine Standard-MIDI-Files, sehr schade. Der Audio Recorder zeichnet stets WAV-Dateien auf, MP3 wird nicht unterstützt, d.h. man kann auch über angeschlossene USB-Speichermedien keine MP3s abspielen. Zwei fehlende Funktionen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Effekte und Masterkeyboard-Funktionen

Wie bereits erwähnt, verfügt das Roland RD-2000 über eine sehr gute Effektabteilung. Diese umfasst insgesamt vier Multieffekte, die man frei auf die Tastaturzonen 1-4 verteilen kann. Die vier Effektblöcke dürfen aus einem Fundus von 62 Effekten wählen, hinzu kommt der Tremolo/Amp-Simulator, der nochmals den Einsatz von vier Blöcken ermöglicht. Reverb (6 Typen) und Delay (5 Typen) sind global ausgelegt und beeinflussen das Gesamtsignal des RD-2000. Zusätzlich steht noch ein 3-Band-Kompressor sowie ein 5-Band-Equalizer zur Verschönerung des Signals bereit.

Klanglich bieten die Effekte mittlere bis gute Qualität. Die Reverb- und Delay Presets decken ein großes Einsatzgebiet ab und sind für den Bühneneinsatz ausreichend. Dank der Potis der Effektabteilung kann man auch im Direktzugriff Parameter verändern, was an das Konzept der Nord Keyboards erinnert, allerdings ist die intuitive Bedienung der Nords noch deutlich direkter als beim RD-2000. In der Abteilung Tremolo/Amp-Simulator inklusive Rotary bietet das Roland sechs Variationen (Normal, E-Piano, Guitar Amp, MKS Tremolo etc.), wobei diese beim RD-2000 dann nochmals unterteilt werden, somit ergeben sich weitere Optionen. Obwohl Roland hier eine große Parametervielfalt bietet und beim Rotary beispielsweise auch die Geschwindigkeit von Slow/Fast, die Acceleration und der Spread eingestellt werden kann, kann mich diese Abteilung nicht vollends überzeugen. Verglichen mit meinem Nord Electro 5 hängt das RD-2000 da klanglich doch deutlich hinterher, schade.

Wenn ein Stagepiano mit acht Tastaturzonen aufwartet, schreit es förmlich danach, das Keyboard als zentrale Verwaltungsstelle für komplexe Setups zu nutzen. Die acht Zonen des RD-2000 lassen sich sowohl mit den internen Sounds als auch mit externer MIDI-Hardware nutzen. MIDI-Parameter wie Kanal, Program, MSB- und LSB-Befehle etc. können individuell für jede Zone gesendet und über die Bedienelemente des RD-2000 gesteuert werden.

Fazit

Das Roland RD-2000 ist ein absolut erstklassiges Stagepiano, das sowohl hinsichtlich des Klangs als auch bei den Funktionen und der Gesamtausstattung auf ganzer Linie überzeugen kann. Highlight des RD-2000 ist die vom V-Piano bekannte Physical Modeling Klangerzeugung, die für exzellente Piano-Sounds sorgt. Insgesamt ist die Klangqualität beim RD-2000 sehr hoch, sowohl für den Live- als auch den Studiobereich findet man hier passende Presets. Komfortabel lässt sich alles über maximal acht Tastaturzonen steuern.

Die Zusatzfunktionen wie Effekte, Recorder, Registrierungen, Scenes und Drum-Pattern sind ebenfalls gut bis sehr gut, auch wenn die Beschränkung auf das Audioformat WAV nicht ganz stimmig erscheint. Alles in allem eine glatte 1 für das RD-2000.

Plus

  • Klangerzeugung (Physical Modeling/SuperNatural)
  • acht Tastaturzonen
  • Effekte
  • Tastatur

Minus

  • abspielen von MIDI-Files nicht möglich
  • keine MP3-Unterstützung

Preis

  • Ladenpreis: 2.499,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich möchte eine negative Bewertung nicht ohne Kommentar abgeben.
    Die ersten Töne der „Strings“ … au. Und das wird mit Fortdauer leider nicht besser. Was mich doch etwas verwundert, da im Jupiter-80 bessere Streichersounds zu finden waren. Das 1975er Tine E-Piano lässt den typischen, dynamischen Klangverlauf nahezu zur Gänze vermissen. Davon unabhängig, den Sound haben einige andere, z.B. Waldorf mit deren Zarenbourg, Clavia, Korg, Yamaha im CP doch um einiges besser eingefangen. Die Orgel, ernsthaft? Kurzweil hatte, ich glaube Ende der 90er, einen Ansatz an den ich mich gerade erinnert fühle. Gibt es im Roland RD-2000 keine Möglichkeit die Register zu ziehen? Wie sieht das mit den EFX aus, ist da kein Leslie verfügbar? Falls ja, wie klingt der? Den gibt es mittlerweile in durchaus anerkannter, digitaler Form von mehreren Herstellern, ob extern (Neo Instruments) oder intern bei den Spezialisten ( z.B. Hammond, Viscount oder Crumar und natürlich bei Clavia) . Wo steht Roland in dieser Hinsicht? Die Pianos sind meines Erachtens besser, aber auch da wird man sich an den Marktbegleitern messen lassen müssen, V-Piano hin, SuperNatural her.
    Klar, Geschmäcker sind verschieden, nur meinen trifft eigentlich keines der Klangbeispiele. Wenn diese repräsentativ sind, dann erachte ich den ausgerufenen Preis für eine Tastatur ohne Aftertouch für mutig.

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      MidiDino  AHU

      Mir persönlich reicht als Piano das Pianoteq 5 vollkommen aus, aber darum geht es nicht. Roland hat online verschiedene Produktfilme stehen, in denen unter anderem von tiefenreichenden Bearbeitungsmöglichkeiten gesprochen wird, auf Basis der integrierten SuperNaturalSounds. Ich sehe es nicht als Aufgabe der Tester an, jede gebotene Variation zu prüfen, sondern für einen eigenen Test neugierig zu machen. Die schlechte Bewertung und deren Begründung kann ich nicht nachvollziehen.

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        AMAZONA Archiv

        Natürlich reden wir hier nicht von Pianoteq 5 oder Keyscape. Wir diskutieren über ein Stagepiano, ein Instrument das in eine Gattung fällt, die seit vielen Jahren von mehreren Herstellern bedient wird. Es ist natürlich nicht Aufgabe eines Testberichts die Rolle des Manuals zu übernehmen, da sind wir einer Meinung. Beschreibungen bzw. Erklärungen habe ich aber nicht eingefordert, oder ordnest Du die Frage nach dem Leslie entsprechend ein? Um aber gleich bei der Orgel zu bleiben „Zumindest bei den Orgeln kommen dann auch die neun Fader zum Einsatz, passende Registrierungen lassen sich damit schnell und sicher erstellen..“ Einige Kollegen nutzen die Register im Spiel um die Klangfarbe zu variieren und in den entsprechenden Instrumenten gibt es die Möglichkeit einen Leslie zu starten/stoppen. Das kann im Livespiel schon mal ein Stolperstein sein, wenn der z.B. schmiert bzw. den Sound matschig macht. Eben habe ich gesehen, dass Felix so nett war und etwas im Test nachgereicht hat…. muss ich jetzt mal lesen. Gehört hätte ich es dennoch gerne.

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      Felix Thoma  RED

      Hallo Peter,
      danke für die Info, da ist beim Hochladen tatsächlich ein Absatz verloren gegangen. Findest Du nun auf Seite 4. Wie beschrieben erlaubt der Rotary zwar detaillierte Einstellungen, klanglich kommt er aber bspw. nicht an den Electro 5 ran.

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        AMAZONA Archiv

        Hallo Felix,
        Vielen Dank für das Nachreichen und vor allem auch für die Vorabbeantwortung der Frage, die ich Dir gleich gestellt hätte.
        Ich vermute, hier liegt der Focus auf den Pianos und ähnlich dem „kleineren“ Yamaha CP hat man die anderen Sounds dazu gegeben.
        Clavia hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren schon einiges richtig gemacht…..das hat seinen Preis, keine Frage. Der V-Piano Teil ist aber eine gute Entscheidung.

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          Felix Thoma  RED

          Dem stimme ich zu und ich bin gespannt was das Nord Stage 3 leistet. Durch die deutlich erweiterte Synthesizer Sektion wird das glaube ich ein ziemlicher Kracher, mit entsprechendem Preis

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      Karpo72

      Sehr genau. Ich habe mir das Roland letzte Woche mal genauer angeschaut und ich muss sagen Roland ist echt schlecht geworden. Sowohl die Sounds als auch die Tastatur kann nicht mithalten. Da greife ich lieber zu einem Korg Grandstage oder einem Kawai MP 7. Die Piano Sounds beim Roland klingen für mich Retro und veraltet, nach Blechbüchse. Für mich persönlich ist der Klang und die Tastatur wichtig und vor allem der Klang der A und E-Pianos. Rein klanglich empfinde ich Korg und Nord ganz weit vorne.

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    AMAZONA Archiv

    Finde die Klangbeispiele jetzt auch in Hinsicht auf den Democharakter durchaus gelungen. Aber – da bin ich beim pmm – die Strings, zumindest das, was man hier vernehmen kann, sind m.E. auch nicht das Gelbe vom Ei. Gerade bei Strings, wenn sie denn natürlich klingen sollen, muss man auch berücksichtigen, dass die in aller Regel nur wirklich gut von zig GB Samplelibraries getroffen werden. Da hat so’n Stagepiano halt naturgegeben ’nen schwierigen Stand, weil es halt nicht die Domäne eines solchen Gerätes ist und es aufgrund der Hardwareeinschränkungen und fehlender Rechenpower da nicht mit den (gesampelten) Spezialisten gleichziehen kann. Insofern ist die Idee, die Klangerzeugung auf Physical Modelling aufzubauen m.E. auch richtig, weil hier die zur Verfügung stehenden Ressourcen insgesamt besser genutzt werden können.Mit Abstrichen muss man dabei immer rechnen. Fände es klüger von Roland und Co. in solchem Fall eher auf die Emulation von „echten“ Strings zu verzichten und sich eher an Solinastrings o.ä. zu orientieren. Ließe sich vermutlich authentischer reproduzieren.
    Der Tester hat hier ’nen guten Job gemacht und die klanglichen Defizite auch angesprochen.

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    Arno

    Hallo Felix,
    vielen Dank für den aufschlussreichen Test.
    Ich selbst habe mir erst letzten November noch einen RD-800 zugelegt. Da ich aktuell sehr viel Klassik spiele war die Entscheidung zwischen Roland und dem Kawaii nicht ganz einfach. Am Ende haben mich aber die Möglichkeiten des RD-800 eher überzeugt.
    Mich würde nun interessieren, ob sich denn ein Umstieg vom RD-800 auf den RD-2000 wirklich lohnen würde. Die Möglichkeiten den RD-2000 als Master einzusetzen sind zwar ganz nett, aber für mich persönlich nicht entscheidend, da ich dafür schon eine Alternative im Haus habe. Eher interessant sind schon auf Grund der Klassik Tendenz die V-Piano Sounds.

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      Felix Thoma  RED

      Hallo Arno,
      klares Nein von meiner Seite. Solltest Du vor allem Klassik spielen, sind die vielfältigen Funktionen des RD-2000 wahrscheinlich größtenteils überflüssig, dann vielleicht doch lieber ein Kawai? Beim RD-2000 würde (für Deinen Fall) zu viel Geld in die Funktionen gesteckt, trotz V-Piano Sounds

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    Synclavier  

    Ich hatte mal vor recht langer Zeit ein Roland A-90 EX Masterkeyboard / Stage-Piano, welches seinerzeit eins der besten Keyboards für die Bühne war. Das neue RD-2000 erinnert mit seinen vielen Anschlussmöglichkeiten auch optisch ein wenig an das alte A-90, nicht zuletzt aufgrund der zwei Modulationsräder. Allerdings bot die eingebaute VE-RD1 Karte nur eine recht begrenzte Anzahl an PCM-Klängen die man auch im JV-1080 fand. Das man jetzt die vom V-Piano bekannte Physical Modeling Engine mit integriert hat, ist natürlich spitze. Bei dem RD-2000 mit seiner erstklassige Ausstattung und Tastatur könnte man fast schwach werden. Das oder ein Kurzweil Forte wären ein wahrer Traum… danke für den Test!

  5. Profilbild
    robertprinz  

    Also bei Roland habe ich den Eindruck, sie packen überall ihre alten 1000 Sch**** Sounds mit drauf um auf dem Papier damit aufwarten zu können. Das war schon bei den Vorgängern der Fall.

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