Test: Roland RP-102, Digitalpiano

13. Dezember 2017

Schlanke, kompakte Tasten für zu Hause

 

Roland RP-102

Wer auf der Suche nach einem schlanken und kompakten Digitalpiano ist, das optisch nicht nur im Kinder- und Arbeitszimmer, sondern auch im Wohnzimmer eine gute Figur macht, für den könnte das Roland RP-102 interessant sein. Kürzlich erschienen, vereint das Digitalpiano die wichtigsten Funktionen und Sounds, sowohl für Ein- als auch Aufsteiger. Aber alles der Reihe nach, das Roland RP-102 im Test.

Das Roland RP-102 gehört zu den kompakteren und äußerst schlanken Digitalpianos am Markt, die Maße betragen überschaubare 137 x 41 x 97 cm. Dazu fällt das Gewicht mit knapp 38 kg moderat aus, es lässt sich also durchaus mal transportieren, was vor allem für Musikschulen interessant sein dürfte. Trotz dieser Eigenschaften handelt es sich beim RP-102 um ein vollwertiges Digitalpiano – inklusive stabilem Holzunterbau und fest montierter 3-fach Pedaleinheit.

Roland RP-102

Bei der Tastatur des Roland RP-102 handelt es sich um eine PHA4-Tastatur, eine abgewandelte PHA4-Concert Tastatur, die u.a. auch beim Stagepiano RD-800 (was mittlerweile vom RD-2000 abgelöst wurde) oder bei einigen der Digitalpianos der HP-Reihe zum Einsatz kam. Jede Taste verfügt über einen synthetischen elfenbeinartigen Überzug, wodurch man auch bei schwitzigen Fingern einen guten Grip erhält. Die Tastatur bieten einen guten Druckpunkt, ist nicht nur schwer gewichtet und ist somit vor allem für Einsteiger, insbesondere Kinder geeignet. Besonders in jüngeren Jahren fehlt oft noch die Kraft, jede Taste ordentlich anzuspielen, da ist das RP-102 eine gute Alternative bevor man auf schwerer gewichtete Tastaturen umsteigt.

Die Bedienung des Roland RP-102 ist einfach, liegt aber u.a. an den sehr überschaubaren Funktionen. An Bedienelementen bietet das Digitalpiano lediglich vier Taster, einer als Power On/Off, zwei für die Lautstärke, einer für Function. Wer sich mit Einsteiger Stage- und Digitalpianos auskennt, weiß somit bereits, wie sich das RP-102 bedienen lässt. Stets muss die Function-Taste in Kombination mit einer der Tasten der Klaviatur gedrückt werden, um Sounds umzustellen, zu transponieren, Effekte hinzuzufügen etc. Die den Tasten zugewiesenen Funktionen sind allerdings nicht aufgedruckt, so dass oft der Blick ins Handbuch notwendig ist.

Roland RP-102

Deutlich komfortabler gelingt die Bedienung des Roland RP-102 mit Hilfe der kostenlosen App „Piano Partner 2“. Über die integrierte Bluetooth 4.0 Schnittstelle lässt sich das Digitalpiano drahtlos mit einem iOS- oder Android-Gerät verbinden und über die App steuern. Alle Sounds, die integrierten Rhythmen und weitere Funktionen lassen sich hierüber auswählen. Diese Funktionen sollte man wirklich nutzen, komfortabler geht es wirklich nicht.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    RoDi

    Wie haben wir es früher nur geschafft ohne Twin-Modus vierhändig zu spielen?
    Tatsächlich sind vierhändige Stücke so gesetzt, dass man an einer durchgehenden Tastatur gemeinsam spielen kann, ohne die Finger zu verknoten. Der Twin-Modus ist wohl eher für eine Lehrer-Schüler Situation sinnvoll.

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    umbra

    Auf wieviel Sounds kann man denn mit der App zugreifen und wie ist deren Qualität !

    Mfg Jens

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      Felix Thoma  RED

      Hallo umbra,
      die genaue Zahl muss ich nochmal bei Roland erfragen. Es waren aber pro Soundkategorie sicherlich 7-8 Einträge, also deutlich mehr als die 15 die Roland offiziell angibt. Die Qualität der Pianos/E-Pianos ist gut bis sehr gut, der Rest gutes Mittelfeld.

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo umbra,
      insgesamt sind 54 Sounds auf die man dann zugreifen kann. Hinzu kommen 9 Drumkits und 15 FX Sounds.

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    vssmnn  

    Der PM, welcher sich den Quark mit der App ausgedacht hat, um an die Sounds zu kommen, gehört vor ein Tribunal.
    Kopfschütteln ?

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    AMAZONA Archiv

    Schicke Gardinen, wie bei mir daheim, nur das Klavier ist echt.

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    Codeman1965  

    Ich warte schon sehnsüchtig auf ein neues Auto, bei dem mit einer App ab iOs 11.3 auch der 3. bis 6. Gang nutzbar ist.
    Welcher Hammer-Einfall kommt hier als Nächstes? Erfolgsboni wie beim Zocken (so für 100 mal C-Dur Tonleiter gespielt schaltet ein neues Vibraphone frei), oder Bezahlinhalte über ständige Internetverbindung? Oder wieder ein Cloud-Abo für’s Homepiano…?
    Mag sein, daß ich ein wenig negativ ‚rüberkomme, aber dieser Quatsch mit der App-Anbindung ist doch lächerlich!
    Da muss man ja froh sein, daß es heute Smartphones gibt, vor 20 Jahren hättest Du dann wohl Dein Piano zu nächsten Telefonzelle getragen… :-)

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    Fragender

    Auf der ersten Seite vom Testbericht steht:

    „[…] Die Tastatur bieten einen guten Druckpunkt, ist nicht nur schwer gewichtet und ist somit vor allem für Einsteiger, insbesondere Kinder geeignet. […]“

    Damit auch die nachfolgenden Sätze Sinn ergeben, muss es meiner Meinung nach heißen: „…ist nicht SEHR schwer gewichtet… “

    Der Autor will doch offenbar sagen, dass die PHA4 Standard Tastatur am RP-102 eher leichter gewichtet ist und deswegen für Kinder besser geeignet sei.

    Oder wie ist der Absatz sonst gemeint?

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