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Test: Roland SP-404A, Performance Sampler

Der Sequencer, das Abspielen von Pattern und das Erstellen neuer Pattern mit dem Roland SP-404A

In den Pattern-Modus des SP-404A wechselt man bei gedrückter Select-Taste, so dass diese leuchtet. Der SP-404A verfügt über keinen internen Step-Sequencer. Grooves erstellt man mittels Metronom und das live Einspielen der Groove-Elemente. Wenn man nicht ganz so spielsicher ist, sollte man vor dem Einspielen der einzelnen Tracks die gewünschte Quantisierung einstellen. Hier bietet der SP-404A mit Shuffle bzw. Swing ausreichend Möglichkeiten.

Pattern sind schnell aufgenommen und ein Pattern kann auf eine Patternlänge von 1-99 Takte (Bars) eingestellt werden. Wobei ich mich hier fragen muss, wer 99 Bars (Takte) per Hand einspielt. Einmal aufgenommen, sind die Möglichkeiten des Pattern-Editing eher verhalten. Hier gibt es nur die Möglichkeit, einen Overdub zu machen oder den Track zu löschen und erneut einzuspielen. Ebenso ist mir negativ aufgefallen, dass man zwar die Pattern-Länge verlängern kann, aber im Nachhinein nicht mehr verkürzen kann. Auch das Stummschalten der einzelnen Sample-Pads und somit der Instrumenten-Tracks ist nicht möglich. Ich habe das Ganze dann so gelöst, dass ich mir ein fertiges Pattern mehrmals kopiert habe, sodass ich mehrere Variationen eines Pattern vorliegen hatte.

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Das Abspielen von Pattern ist wiederum praktisch. Sitzen die Grooves erst einmal, zeigt sich der SP-404A hier von seiner flexiblen Seite, sodass der SP-404A eine ideale Ergänzung für elektronische Live-Sets wie auch DJ-Sets sein kann. Auch die Verwendung des SP-404A als Backingtrack-Maschine ist durchaus denkbar und kann in Erwägung gezogen werden. Hier kann der Roland SP-404A wirklich als eine sehr gute Ergänzung zu einem AIRA-Live-Setup auftrumpfen.

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Fazit

Trotz seiner rudimentären Ausstattung an Funktionen und Features ist der Roland SP-404A ein Sampler mit entsprechenden Spaßfaktor. Fasst man eine Anschaffung ins Auge, sollte man sich vorher bewusst sein, was man mit dem SP-404A machen möchte. Die eierlegende Vollmilchsau wie Akais MPC-Live, Natives Maschine MKIII oder Elektrons Octatrack MKII  ist der Roland SP-404A nicht.

Als Sampler ist er eine gute Erweiterung im Studio oder im Live-Einsatz. Ausschlaggebend hier sind vor allem Kompaktheit und Mobilität. Den Preis von 492,- Euro finde ich persönlich, wenn man sich den Markt betrachtet, zu hoch angesetzt. Bekommt man doch für etwas mehr einen Digitakt oder etwas weniger einen Korg Electribe Sampler. Alles Geräte, die weitaus mehr können und in ernsthaften Produktionen Verwendung finden. Hier sollte das Produktmanagement von Roland noch einmal nachdenken. Auch der Aspekt, dass Roland gerade den TR-8S rausgebracht hat, spricht eher dafür, dass der Preis einfach zu hoch angesetzt ist.

Der Roland SP-404A empfiehlt sich für Produzenten im Bereich Hip Hop, Downbeat oder House. Für mich persönlich kommt der SP-404A als flexible Ergänzung in DJ- und Live-Sets in Frage und als Backtracking- oder Playback-Maschine. Hier macht der SP404A eine gute Figur, wenn man bestimmte Defizite mit einkalkuliert.

Plus

  • Verarbeitung
  • Mobilität dank Batteriebetrieb
  • Audio-Streaming via SD-Card kein RAM
  • DSP-Effekte und Bedienung
  • schnelles Direkt-Recording
  • alternative Backtracking-Maschine für den Live-Einsatz

Minus

  • File-Management
  • Sequencer (keine Lauflicht-Programmierung oder Step-Editierung des Sequencers)
  • Polyphonie schnell ausgereizt (zwölf Mono-Samples o. sechs Stereo-Samples max.)
  • keine anschlagsdynamischen Pads
  • Sample-Editing & Einstellen von Sample Start- und End-Punkt umständlich
  • Pattern-Editierung
  • keine Undo-Redo-Funktion
  • kein Beat-Slicing
  • kein chromatisches Spielen von Sounds bzw. Sample-Content
  • keine Track-Mute-Funktion

Preis

  • Ladenpreis: 492,-Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Numitron  AHU

    Ich besitze seit 2011 einen sp404sx.
    Mag das gerät, aber diese version ist unnötig.
    Sie hätten gleich auch eine technische überholung machen sollen.
    Die preisgestaltung kann ich nicht nachvollziehen.
    2011 kostete der sx 350€.
    Ja, ich weiss inflation aber das ist wohl etwas übertrieben,

  2. Profilbild
    ForAndreas

    Die SP404 SX entspricht fast exakt der SP404A. Einziger Unterschied ist die Triggerfunktion und die Optik. Wobei natürlich auch die SP404/X von aussen angetriggert werden konnte.
    In Summe ist es Wein in alten Schläuchen und den Test zur SP404SX auf Bonedo hätte man man fast Copy und paste auf Amazona übertragen können.

    Nichtsdestotrotz ist die SP 404/555 nachwievor ein tolles Instrument. Optimale Grösse. Guter Klang und Effekte und hoher Spassfaktor. Das die Treiberschwäche der 555 nie ausgebessert wurde(wie soviele Produkte von Roland) ist schade aber die ticken da knallhart. Produktliebe und Pflege ist was anderes.

    • Profilbild
      Lars Hemmerling  

      Wie geschrieben, einzig das Faceplate ist auf Aira gemacht und der mirgelieferte Sample-Content von Loopmaster ist neu. Die hoch angepriesene Integration zur TR8 ist, wenn man MIDI versteht, auch einfach nur ein Versuch auf Marketingebene den SP-404A attraktiver zu machen. Ich hätte mir zumindest eine Step-Sequenzer Integration gewünscht. Es mach trotzdem Spaß mit dem SP-404A zu arbeiten. Manchmal fokussiert weniger Möglichkeiten auch auf das Wesentliche.

  3. Profilbild
    Roller  

    Ich finde der Test haette durchaus mehr kritische Gewichtung hinsichtlich AIRA Kompatibilitaet vertragen koennen. Denn offensichtlich sollte ja mit diesem „Update“ eine Bruecke zu AIRA geschlagen werden. Dafuer ist das gebotene aber ziemlich mau und preislich ganz schoen happig.

  4. Profilbild
    Der_Brechreiz  

    Ich stimme ForAndreas zu, die SP404 ist eine tolle Spaßkiste.

    Aber 492 € für eine Gerät welches im Grund schon 12 Jahre in den Regalen steht, ist schon eine gewaltige Dreitstigkeit von Roland…

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