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Test: Roland TD 12KX – V-Drum-Set

(ID: 1682)

Soundmodul TD 12

Bewertung

Test: Roland TD 12KX – V-Drum-Set

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Bewertung des Autors
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TD 12 Vorderseite

TD 12 Vorderseite

 

Was soll ich sagen, die Bedienungsanleitung hat nicht umsonst über 100 Seiten.

Das TD 12 hat unzählige Möglichkeiten. Es gibt 50 Kits , 560 Drumsounds und 262 Backinginstrumente und, und, und … Ein integrierter Sequenzer erlaubt es, zu 150 Preset-Patterns zu spielen, die alle im Tempo variabel sind. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit, sich 100 User-Patterns zu basteln.  Das Spielen zu den Patterns hat mir richtig viel Spaß bereitet.

Nun zu den Drumsounds:

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Alle nichtakustischen Sounds hören sich wirklich hervorragend an. Bei den „echten“ Schlagzeugsounds klingt es manchmal etwas nach Plastik, v.a. bei den Toms. Becken und HiHats sind hingegen sehr gut. Es wurde hier, so scheint mir, seitens Roland etwas mehr Augenmerk auf elektronische Klänge gelegt. Die Percussion-Sets wiederum finde ich äußerst gelungen. Phantastisch ist auch, dass man das Set mit Besen spielen kann.

Wie bereits erwähnt bietet das TD 12 eine unglaubliche Vielzahl an Sounds und Editiermöglichkeiten. Bei Kick und Toms kann man Kesseltiefe, Fellart, Stimmung, Dämpfung und Übersprechen auf den Snare-Teppich einstellen. Bei der Snare kommt noch Kesselmaterial und Teppichspannung hinzu. Bei Becken und HiHat sind Größe und Art variabel. Natürlich gibt es zu jedem Becken den passenden Rand- bzw. Kuppensound. Außerdem kann man bei jedem Instrument die Mikrophonposition verändern. Zusätzlich sind Hallraumart, -größe, -form und Wandbeschaffenheit frei editierbar. Man kann auch jedes Pad einzeln mit einem EQ und Compressor versehen.

Auch beim Sequenzer sind wenig Grenzen vorhanden. Es steht einem eine komplette Band zur Verfügung, die man sich nach Gusto zusammenstellen kann, sei es bei der Editierung bestehender Patterns oder wenn man was Neues aufnehmen will. Etwas schade finde ich allerdings, dass das Modul nur 4 Ausgänge hat. Somit ist man gezwungen, alle Lautstärkeveränderungen bei einer Aufnahme am Computer im Modul zu machen. Der MIDI Aus- bzw. Eingang schafft aber eine zusätzliche Möglichkeit, auf externe Soundquellen zuzugreifen oder nur MIDI-Daten aufzunehmen und somit das „Feintuning“ auf später zu verschieben.

TD 12 Rückseite

TD 12 Rückseite

Diese vielen Möglichkeiten haben auf den ersten Blick natürlich den Nachteil, dass man sich am Anfang etwas erschlagen fühlt von der Informationsflut. Man muss sich wirklich Zeit nehmen, um alle Features dieses Sets auskosten zu können. Und das kann dauern. Vieles ist leicht zu finden und erklärt sich quasi von selbst. Manche Funktionen allerdings findet man nur mit der Bedienungsanleitung in der Hand. Darum am Anfang nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn’s etwas dauert, bis alles so klingt, wie man es gerne hätte.

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Klangbeispiele
Fazit

Der Preis lässt einen am Anfang doch etwas schlucken, doch man bekommt wirklich Einiges für sein Geld. Die Verarbeitung ist wirklich vom Feinsten. Das Rack ist äußerst stabil und funktionell. Da haben sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht und mit den ganzen Features, wie Kugelgelenke an den Pad- und Beckenhaltern und innen verlegte Kabeln usw. etwas Tolles geschaffen. Die Ansprache der Drum-und Beckenpads ist super. Alle Triggerzonen funktionieren tadellos. Die Bestückung mit Mesh-Heads schafft ein sehr gutes Spielgefühl und verhindert das nervige Klacken, das man bei Gummi-Pads gewohnt ist. Das HiHat-Pad ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig im Handling, da es etwas träge und schwer kontrollierbar wirkt, aber mit etwas Geduld und Editierwillen sind alle Unannehmlichkeiten bald beseitigt. Das Soundmodul selbst bietet unzählige Möglichkeiten, und die Sounds sind fast alle erstklassig. Lediglich bei den Akustik-Drumsounds macht sich etwas Enttäuschung breit, da manches wie z.B. Toms manchmal etwas künstlich klingt. Die Editiermöglichkeiten sind schier grenzenlos und bieten dem Tüftler einige Freude. Allerdings beansprucht es dann doch relativ viel Zeit und Geduld, bis man sich durch alle Features durchgearbeitet hat, um dann im richtigen Moment den richtigen Knopf zu betätigen, um den gewünschten Sound zu kreieren. Etwas schade ist, dass das TD 12 nur mit 4 Ausgängen bestückt ist. Das macht z.B. den Live-Einsatz etwas aufwendiger beim Soundcheck und bietet dem Toningenieur weniger Möglichkeiten während des Gigs einzugreifen. Wer sich außerdem überlegt hat, das TD 12KX voll aufgebaut im Ganzen zu transportieren, wird große Augen machen. Das Gewicht ist alleine nicht machbar. Die Pads sind aber schnell abmontiert und mit dem Rack leicht separat verstaut. Der Wiederaufbau geht dann wie von selbst.

Plus

  • tolle Elektro- und Percussion-Sounds
  • super Qualität in der Verarbeitung
  • hervorragende Features und Editiermöglichkeiten
  • super Spielgefühl

Minus

  • relativ hoher Preis
  • zu wenig Ausgänge
  • Akustiksounds

Preis

  • UVP: 4453,75 Euro
  • Straßenpreis: 3649,- Euro
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Über den Autor
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c.schmitz

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn AHU

    „Alle nichtakustischen Sounds hören sich wirklich hervorragend an. Bei den „echten“ Schlagzeugsounds klingt es manchmal etwas nach Plastik,“

    ..dann hat das Gerät in der Hauptdisziplin versagt!

  2. Mehr anzeigen
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