Test: Roland, UA-55 Quad-Capture, USB-Interface mit Digital I/O

Installation

So macht das Roland: Wie installiere ich ein Audiointerface?

So macht das Roland: Wie installiere ich ein Audiointerface?

Die Installation gestaltet sich einfach. Roland liefert Treiber für Windows XP, Vista und 7 sowie OS X mit. Für OS X gibt es allerdings kein mitgeliefertes Cakewalk Sonar LE (was für manche ja ein Kaufanreiz sein kann) und auch keinen anderen Ersatz, schade. Mittels eines separaten Konfigurations-Programmes in Plug-in-Optik macht man die Feineinstellung. Hier lässt sich ein Low-Cut zur Unterdrückung tieffrequenter Geräusche zuschalten und mittels Phase eine Phasenumkehr (bei komplexeren audiotechnischen Problemen) erwirken, die Auto-Sensitivität zur Pegeleinstellung abstellen und auch der Eingangspegel des Preamps selber regeln. Auch kann man hier die Samplerate (bis 192 kHz, wenn auch unter Verzicht auf digital) und Latenz (bei 44,1 kHz runter auf nur 48 Samples und damit 1-2 Millisekunden) einstellen, Auto-Sens genau einstellen oder eines der drei USB-ausgangsseitigen Stereopaare des (ASIO-und WDM-)Treibers auf den Digitalausgang routen. Damit lässt sich ein ideales Setup mit einem externen edlen Hall konfigurieren oder auch der Mix auf einen gängigen Masterringrekorder überspielen oder gar ein PA-Digitalpult mit den zwei wichtigsten Einzelmixelementen separat ansteuern. Zum Beispiel Bassdrum und Bass oder andere mixkritische Sounds. Insgesamt ist das also gelungen und praxisnahe. Auch aufgrund der geringen Latenz des Interfaces kann man auch sehr professionelle und stabile Sachen machen, etwa mit Notebook als Sampler Ersatz auf Tour. Oder eben im Projektstudio mit einem extra für das gewissen Etwas  erworbenen Outboard-Edelhall für den gewissen Glanz.

Blick auf das Softwareutility

Blick auf das Softwareutility

Forum
  1. Profilbild
    fantomxs

    Hallo,
    ich verwende das Interface seit ca. 4 Wochen in Verbindung mit meinem Mac und Cubase. Qualität und Verarbeitung sind sehr gut. Kaufgrund war vor allem der rückseitige Digitaleingang, um einen entsprechenden Synthesizer digital zu verbinden.

    Im Test steht, die Samplerate sei softwareseitig nicht zu ändern, dies stimmt zumindest bezogen auf mein System nicht, ich kann kann jederzeit die Samplerate in Cubase direkt verändern (MacOSx Lion)

    Auf jeden Fall ist das Teil für kleinere Setups im Homestudio absolut zu empfehlen.

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Zitat:
    Die – auch per Software genau einstellbaren – integrierten Kompressoren sind gut. Sie unterstreichen den gehoben semiprofessionellen Anspruch des Gerätes, denn letztlich hilft nachträgliche Kompression nicht bei vorher übersteuertem Eingangsmaterial. Im Regelfall will man ja das Signal vor der Wandlung verdichten, nicht danach. Trotzdem gelungen, denn Sinn macht es allemal, und nicht jeder hat tolle Kompressoren im Arsenal.
    Zitat Ende

    Ja, hat er nun die Kompressoren vor oder nach dem Wandler? Das „trotzdem“ deutet auf danach, das ist aber nicht klar und das finde ich auch wichtig.

    • Profilbild
      sir stony

      Auf der Homepage ist eindeutig zu lesen „digital compression“.
      Eigentlich schade, denn schon die Vorfahren UA25 und UA25EX hatten analoge Limiter bzw. Kompressoren, m.E.n. einer der stärksten Bonuspunkte dieser Interfaces.

  3. Profilbild
    microbug  

    Wenn ich mir das Flußdiagramm auf dem Bild so anschaue, steht da nichts von einer Treiberinstallation, weder auf Mac noch auf Windows, es ist also Class compliant. Du schreibst aber etwas von mitgelieferten Treibern. Die sind dann offenbar keine, sondern nur optionale Utilities. Das kommt im Text leider nicht so deutlich raus.

  4. Profilbild
    W.Karp

    Hallo zusammen!

    Ich benutze dieses Audio-Interface mit Windows 7 Ultimate und Cakewalk Sonar X1 Studio … völlig problemlos. Ein Vorteil sehe ich auch darin, dass dieses Teil kein seperates Netzteil benötigt – USB 2.0 reicht hier völlig für die Versorgung aus .. und es ist ein Plus für all die jenigen, die einen Laptop oder ähnliches ihr Eigen nennen. Am Digitaleingang habe ich ein kleines „M-10DX“ (auch von Roland)Digitalmischpult angeschlossen. Auf diese Weise bekomme ich von einem zweiten PC (Atomteilchen) die Midiausgabe (als Audio) meiner betagten „Yamaha SW 1000XG“ in die DAW Wer ein unkompliziertes Audio Interface sucht, der liegt mit diesem Teil genau richtig.

  5. Profilbild
    harrymudd  

    leider wird im Test nicht der brummende Instrumenteneingang erwähnt, welcher so stark mit einem internen ~62Hz Störgeräusch verseucht ist, dass die Verwendung von Amp-Simulationen vereitelt wird:-(
    (Problem ist dem deutschen Roland Support bekannt)

  6. Profilbild
    boxtoear

    Hallo, mich würde interessieren, wieviel teurer war der TLAUDIO Preamp – welcher ist es?

    Und besonders würde mich die klangliche Einordnung zu Apogee One, Duet und anderen bis zur 500 Euro Region interessieren. Kommt er da ran oder lohnt es sich, die 333 für ein Duet zuum Abverkaufspreis auszugeben? Rein klanglich.

    Klingt besser als Einsteiger Interfaces – welche Preisregion ist damit gemeint?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen, danke für den ansonsten informativen Test.

  7. Profilbild
    markusd

    Ich muss die Erfahrungen von Harrymudd leider bestätigen. Nach anfänglicher Euphorie, fiel mir auch das extreme Nebengeräuschproblem auf, das eben besonders beim Hi-Z Eingang zu Tage tritt. Das digitale Brizzeln ist immer vorhanden, egal an welchem Rechner oder USB-Hub. Mit Aktivierung des Hi-Z Eingangs kommt eben auch noch das 62Hz Brummen dazu.

    Zudem hat es ein Mikrofonie-Problem wie ein alter Röhrenamp: Dreht mal den Gain-Regler bei aktivierten Hi-Z und den Kopfhörerausgang auf und klopft links auf das Gehäuse: Ergebnis ist ein deutliches Klingeln im Kopfhörer.

    Hier schwingen scheinbar die Kontakte der Kombibuchsen und wirken beim hochohmigen Hi-Z Modus wie Mikrofone.

    Schade um dieses tolle Konzept, aber die Nebengeräusche sind so nicht hinnehmbar.

    • Profilbild
      gomfist

      Hi, darf man fragen bei welchem Interface du nun gelandet bist?
      Bin selbst auch auf der Suche – kann mich nicht zwischen extern und intern entscheiden und auch sonst nicht.

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