Test: RPE SEQ12, Hardware-Sequencer

23. Juni 2012

Außergewöhnlicher Step-Sequencer

Bisher wurde nicht all zu viel über diesen Geheimtipp gesprochen. Aber es gibt ihn, den einfach zu bedienenden Hardware Sequencer. Diesem Gerät liegt ein sehr straightes Bedienkonzept zugrunde. Es ist nicht notwendig, schon immer ein Nerd gewesen zu sein. Er wird vorwiegend nach dem Lauflichtprinzip bedient und ist somit leicht und übersichtlich. Deshalb hat Roy Ploigt aus Berlin als Einzelkämpfer schlicht und einfach sich und anderen genau diesen Wunsch erfüllt. Dies ist ein Sequencer für das ganze Studio. Sowohl Maus-Abstinenzler als auch Freunde der Hardware-Live-Performance sollten sich für ihn interessieren.

Inzwischen ist das Gerät ein Open Source Sammelprojekt. Dies ist eine neue Entscheidung, weshalb weitere Informationen dazu über die nächsten Wochen veröffentlicht und in Foren bereits besprochen werden.

Aufbau und Idee des RPE SEQ12

Das Gerät hat drei MIDI-Ausgänge und einen Eingang und ist in der Lage, einen kleinen Synthesizer-Fuhrpark ohne die Notwendigkeit eines Computers zu bedienen. Es gibt keine Festplatte oder Lüfter. Es hat lediglich den üblichen externen „Netzknubbel“ für den Betrieb. Das Netzteil ist vom Typ eines mit Kabel auf beiden Seiten, was den Live-Einsatz nicht all zu sehr erschweren wird. Die Front ist sehr klar und einfach strukturiert. Die bekannte Lauflicht-Matrix für 12 Spuren präsentiert sich dem Nutzer direkt mittels roter LEDs und bedarf kaum einer Erklärung. Die Übersicht über 12 Drum-Spuren oder aber eine Melodiespur ist stets gewährleistet.

Es gibt genau drei Hauptseiten mit eigenem Taster auf der rechten Seite. Ebenso finden sich dort die obligaten Taster für Start, Wiedergabe und Aufnahme. Der Sequencer versteht Echtzeiteingabe und das Lauflicht-Step-Prinzip, wie dies schon die Roland TR Drum Machines anboten. Der Sequencer muss, im Gegensatz zu Rolands TRs oder MCs, für keine Funktion angehalten werden und ist daher immer für jeden Spaß zu haben. Das Gerät ist sechs Höheneinheiten hoch. Die linke Reihe Taster schaltet die Darstellung zwischen Notendarstellung, MIDI-Controllern, Längen, Dynamik und Timing-Einstellungen um.

Spurtypen

Es existieren drei Optionen von Sequencer-Spuren-Typen:

• monophon
• polyphon
• Drums

Die Drum-Abteilung stellt erwartungsgerecht 12 Spuren untereinander angeordnet bereit. Ihre MIDI-Notennummer lässt sich individuell festlegen. Diese Arbeit sollte man als eine der wenigen in diesem Gerät vor einer Aufführung tun. Klassisch sollte man sich auch mit diesem Gerät „mit sich selbst einigen“, welche MIDI-Kanäle welche Synthesizer ansteuern und welche MIDI-Noten die vorhandenen Drumsounds im Rechner oder in Hardware ansteuern. Die Darstellung erinnert an den Genoqs Octopus oder die einschlägig bekannten Grooveboxen von Korgs Electribes bis Elektron. Auch Drum-Synthesizer wie der Vermona DRM1Mk3 oder ähnliche können damit gesteuert werden. Drumspuren haben keine volle Dynamik, sondern eine Accent-Spur, während die anderen Typen die volle Dynamik in 128 Stufen nutzen. Diese wird allerdings nur von wenigen reinen Hardware-Grooveboxen umgesetzt (Spectralis – noch erhältlich; Yamaha RS7000, Roland MC909 – nicht mehr erhältlich). Als kleiner Trick, verschiedene Dynamikstufen umzusetzen, ist es möglich, eine weitere Drumspur mit einem anderen Accentpegeln einzusetzen. So lassen sich maximal 12 Dynamikstufen auf einen Blick darstellen.

Für die verbleibenden Melodiespuren weisen auch MIDI-Controller-Sonderspuren auf, die fester Bestandteil des SEQ12-Konzepts sind. Die polyphone Betriebsart enthält zwei, die monophone drei solcher Spuren. Die Werte werden in Form von Balken angezeigt und können leicht mit dem Finger durch einfaches „Entlangfahren“ auf den Tastern eingezeichnet werden. Diese Balken sind trotz der „Punkthöhe“ von 12 Step-Tastern in voller Auflösung vorhanden. Die feinere Abstimmung erfordert lediglich einen Bedienschritt. Neben den Controller-Spuren können gesetzte Steps auch zeitlich versetzt werden, um ein feinfühliges Microtiming umsetzen zu können. Das sorgt für den richtigen Groove. Ebenfalls im Dienste des Grooves ist auch die bekannte Swing-Funktion an Bord. Wie zu vermuten ist, sind die zwölf Tasten in der vertikalen Richtung perfekt gewählt, um Tonhöhen darzustellen. Es darf angemerkt werden, dass dies für die chromatische Eingabe gilt. Die Wahl der MIDI-Notennummern für die Drumspur oder ähnliche Verwaltungsfunktionen sind über ein übersichtliches Menü ohne viele Ebenen schnell erreichbar. Ähnlich der Eingabe für Controller-Verläufe sind für die Tonhöhe zwei Funktionstaster vorgesehen. Der zweite steuert die Oktavlage, während der erste die entsprechende Note anzeigt. So erreicht der Sequencer einen großen Tonumfang bei maximaler Übersicht. Das Display muss hierzu nicht genutzt werden, da alles auf die Matrixgröße abgestimmt ist. Den Nachteil der nur 10 Spuren des Octopus hat der SEQ12 nicht und muss deshalb keine bedientechnischen Kompromisse wagen.

Struktur

Patterns haben sechzehn Steps (Schritte). Da nicht jede Musik mit dieser Schrittzahl ausreichend beschrieben werden kann, gibt es auch eine nächst höhere Ebene für die Organisation von Patterns. Neben dem klassischen Song-Mode und der einfachen Pattern-Loop-Betriebsart gibt es die Betriebsarten Song und Jam. Dort können die zwölf Spuren unterschiedlich schnell und unabhängig voneinander laufen. Die Spuren sind horizontal angeordnet. Ein einziges Akkord-Pattern mit sechzehn Schritten kann das gleiche Tempo wie eine Kette von acht Drumpattern abgespielt werden und Speicher und Aufwand sparen. Das funktioniert freilich nur, wenn die Auflösung des Akkord Patterns nicht zu klein gewählt wird. Das Tempo wird relativ zum Systemtempo angegeben. Die „Darstellung“ durch LEDs erinnert an eine Art Session-Ansicht wie in Ableton Live. Bei Hardware liegt der Vergleich auch hier mit dem Spectralis Sequencer näher als mit den Electribes oder Elektron Maschinen, da letztere alle Patterns immer zeitlich und parallel zueinander spielen können, während SEQ12 und Spectralis diese auch polyrhythmisch verschachteln lassen können durch unterschiedliche Längen und Tempi. Der Bediener muss nur wissen, dass die Inhalte der Patterns im Pattern-Mode verändert werden, die Position und wann welches Pattern läuft, wird hingegen im Jam-Bereich überwacht. Die Tempi werden als Teiler-Faktor von 1 bis 32 pro Spur relativ zum Haupttempo angegeben.

Für den Song-Mode existieren zwei Hierarchieebenen. Acht Parts enthalten jeweils eine Matrix aus Patterns, die über diesen Modus zentral gesteuert werden können. Die Matrix ist jene Zwischenebene, welche andere Hersteller Chain (Kette) nennen. Die Verkettung einer überschaubaren Menge an Patterns sind im SEQ12 ein Element, welches innerhalb einer Performance verändert werden kann. Dies geschieht „grafisch“ über die LED-Matrix.

Um sich das Einspielen längerer Passagen zu erleichtern, wird man aufeinander folgende Patterns verkoppeln, kann diese aber jederzeit neu verteilen. Über die Cursor-Taster darf die Matrix genau 64 Sechzehn-Schritte-Patterns umfassen und kann 256 Steps als eine Einheit abspielen. Das ist die doppelte Länge einer mit einer Electribe erstellbaren Patterngröße sowie die Vierfache der Monomachine. In der Matrix ist auch eine Wiederholung der einzelnen Patterns möglich. Die einzelnen Kettenglieder lassen sich über die Cursortaster erreichen. Es ist kein Problem, dass die Matrix am Gerät „nur“ 12×16 misst, sie wird entsprechend weiter „gescrollt“. Die Matrix ist wohlgemerkt der Ort, in dem die meiste Handlung in Echtzeit passiert und somit 98% allen Handelns am RPE Gerät aus macht. Die Position jedes Patterns in der Kette wird genau hier bestimmt. Es wären auch sofortige „Remixes“ der Patterns durch Verschieben möglich. Eine Variante, die nur wenige Sequencer so direkt ohne Chaos bereit stellen können.

Details

Es sind die Details der Bedienung, die einen Sequencer als live-tauglich ausweisen oder ihn als unbedienbaren oder unmusikalischen netten Versuch schnell wieder einschlafen lassen werden. Beim SEQ12 hat sich Roy Ploigt für Ersteres entschieden. Die Umsetzung der Dynamik-Eingabe wird beispielsweise zunächst grob gewählt und durch erneutes Anwählen der Dynamik-Funktion über die ganz links angeordneten Taster feiner justiert. Auf diese Weise lassen sich im Livebetrieb schnell Ergebnisse musikalisch und direkt umsetzen. Anders als bei der Bedienung von Ableton Live über das Launchpad muss man sich aber nicht mit der groben Wahl in 8-12 Schritten begnügen. Die Töne können auch direkt per Tastatur eingespielt werden, dafür muss nur Record gedrückt werden. Sollte man einen Dynamikwert per Step-Taster an einer Stelle setzen, an der noch kein Ton gespielt oder gesetzt wurde, wird eine Note generiert.

Löscht man hingegen die Dynamik, so wird auch die dazugehörige Note entfernt. Auf diese elegante Weise umgeht man umständliche Manöver zwischen zwei Ansichtsmodi. Zu Navigation über mehrere Patterns hinweg (mehr als sechzehn Steps) werden die Cursortaster verwendet. Es gibt bisher keinen automatischen Modus, der stets die Anzeige gemäß der aktuellen Position des Lauflicht-Zeigers nachführt (Follow Song). Dies entspricht mehr oder weniger dem Prinzip der Electribes, denn diese haben ebenfalls keine solche „Song Follow“ Funktion. Die Notenlängen werden durch Balken dargestellt, wie überhaupt alle Werte außer Noten über eine Balkendarstellung in vertikaler Richtung signalisiert werden. Es wird bereits mit einer alternativen Darstellung für monophone Sequenzen experimentiert, welche die Länge in Form von zusammenhängenden horizontalen „LED-Linien“ zeigt, um die Töne wie im Rechner nach Art von Pianorollen-Editoren sichtbar macht. Beide Möglichkeiten sind sehr praktikabel und generell nie mehr als einen Tastendruck entfernt, da jede Funktion einem entsprechenden Taster auf der linken Seite entspricht. Die Kopierfunktionen gelten für den normalen Betrieb. Der Record-Betrieb lässt die Verschiebefunktionen auf die Step-Events wirken. Dies ist bereits die „komplizierteste“ Bedienkomplexität, die man maximal erlernen muss, um den SEQ12 zu bedienen.

Ebenfalls über die links angeordneten Taster können Events rotiert und geschoben werden, alternativ dienen die vier untersten Elemente zum Kopieren und Einsetzen an andere Stellen und sogar für das Auslösen von Zufallsmustern. Das Lesen der Anleitung ist wirklich seltenst notwendig, und auch nach einer oder zwei Wochen ohne Beschäftigung mit dem Gerät lässt die intuitive Konzeption selbst Musiker, die eine Kombination aus Bühnenverwirrtheit und Missbrauch akzeptierter Volksdrogen, nicht im Tal der Unwissenden stehen. Dieses Gerät ist definitiv dafür gemacht, nicht über Bedienkonzepte nachdenken zu müssen, sondern sich auf die Musik zu konzentrieren.

Die Notenlängen verstehen sich für das RPE Gerät als Teiler im musikalischen Sinne und sind deshalb auch schnell einzugeben. Es gibt deshalb aber auch keine Sonderlängenangaben, die außerhalb dieses Schemas liegen. Das ist für populäre Musik der meisten Stile allerdings zu verkraften.

Akkorde im Akkord

Die Darstellung eines Akkords für die Poly-Betriebsart wird innerhalb einer Oktave angezeigt. Deshalb sind diese sich in einer weiteren Oktave befindlichen Töne nur über eine weitere Spur zu realisieren. Das ist der Darstellungsweise geschuldet. Dafür ist diese sehr übersichtlich, denn die zwölf Töne sind direkt im Blickfeld und manuell oder per Einspieler sofort zu erfassen und lassen sich sehr bequem umstellen. Den Trick zu versuchen, einen Akkord einzuspielen, den das Gerät per Step-Eingabe nicht akzeptieren würde, kann man sich sparen. Die Einschränkung der Oktavlage für Akkorde ist nicht auszuhebeln.

Einordnung

Der SEQ12 ist hervorragend für Jams und freie Auftritte geeignet, da sehr wenig vor der Benutzung eingestellt werden muss. Zudem gibt es keine Funktion, die nicht im laufenden Betrieb zu beidienen ist. Das hat sich inzwischen wirklich herumgesprochen. Die Konkurrenz ist entweder nicht mehr da oder noch nicht da. Oder sie ist schon wieder weg, weil sie zu kompliziert war oder eben nicht im laufenden Betrieb bedienbar war. Die Konzepte der meisten Sequencer orientieren sich entweder an einfachen Wiederholern im Stile des MAQ16 oder des SAM16 oder sie sind nicht nur reine Step-Sequencer, die keine Echtzeiteinspielung erlauben. So bleibt man schnell bei Grooveboxen als Haupt-Konkurrenz stehen. Diese haben durch ihre Integration mit der Klangerzeugung sicher Handling-Vorteile, bei der Anzahl der Spuren und Polyphonie hingegen schneiden diese nur dann besser ab, wenn sie im Stile der MPC arbeiten, dann jedoch wiederum keine Lauflicht-Eingriff-Methode beherrschen oder die Step-Eingabe eher ungeeignet ist, jemals größere Fangemeinden zu bekommen. Deren Stärken liegen daher auf anderen gebieten.

Lauflicht-Sequencer sind in einem nahezu unschlagbar: Man kann mit ihnen im Vorfeld über Ereignisse, die nur wenige Takte in der Zukunft liegen, sehr genau verfügen. Hihat-Figuren schnell umzuarrangieren fällt mit anderen Konzepten schwer. Die Bedienschritte dafür sind jedoch entscheidend, wie gut sich dies außerhalb eines Studios einsetzen lässt und wie steil die Lernkurve dabei ist. Herr RPE hat sich wirklich enorm direkte Bedienschritte einfallen lassen, die bestenfalls von Exoten wie dem Ucapps MIDIbox Sequencer V4 oder dem Sequentix Cirklon in die Nähe der Konkurrenz bringen könnte. Ersterer kann nur nach löttechnischer Eigenleistung des Selbstbaus in das eigene Studio finden, und das Problem der Echtzeiteinspielung bleibt meist der Grund, bei dem andere Konzepte etwas zu starr wirken. Es ist ein Wunder, dass sich der SEQ12 bisher als extremer Geheimtipp darstellt. Man arbeitet zur Zeit auch an einer Idee, das Open Source Projekt auch in kleinerer Form zu bauen und diese im dreistelligen Euro-Preissegment zu platzieren. Der Einzelkämpfer Roy muss dabei sicher ganz andere Zeitspannen dafür veranschlagen und finanziell andere Pläne schmieden, als die großen etablierten Hersteller in der Lage sind. Deshalb ist ein Blick auf die Website unbedingt empfehlenswert, denn der Stand der Dinge hält noch viel Potential bereit. Der Vertrieb lief bisher zu deutlich höheren Preisen über den bekanntesten Nerdladen dieses Landes, wird aber in Zukunft direkt erhältlich sein. Das Projekt geht damit in eine neue Runde, und nicht alle Gedanken zur Verbreitung sind bereits gemacht worden, weshalb hier noch die ein oder andere Überraschung möglich ist. Das gilt auch für die stets weiterentwickelte Software im Gerät. So können noch Funktionen hinzu kommen oder die Darstellung sich verbessern.

Fazit

Der neue Preis ist extrem attraktiv für ein Gerät dieser Art. Die eher karge Landschaft wirklich guter und musikalischer Sequencer, die sich auch fürs Jamming eigenen oder mit denen man komplett unvorbereitet „mit leerer Maschine“ auf einen Gig kommen könnte, ist noch immer klein. Die Umsetzung versucht sogar einen Schritt für die Menschheit zu tun und ermöglicht polyphone Eingaben. Was sich heute offenbar immer wieder Menschen wünschen, nämlich vollkommen mauslos arbeiten zu können, klappt ebenfalls. Einschalten – Musik machen – wohl fühlen. Der Octopus lag seinerzeit bei knapp über 2000 Euro. Die Leute von Genoqs haben jedoch aufgegeben und sind möglicherweise an dem komplexen Bedienkonzept gescheitert? Dieser Versuch hat das Zeug zu mehr und ist mit ausreichend vielen Spuren ausgestattet, um vollständige „Tracks“ zu erzeugen. Für ein Orchesterarrangement für es freilich nicht reichen. Es wäre nämlich nicht die dümmste Idee für andere Hersteller, sich dieses Konzept genauer anzusehen, weshalb sind andere nicht darauf gekommen? Die Taster fühlen sich hochwertig an und arbeiten zuverlässig. Man kann mit dem Finger leicht über eine Tastenreihe fahren, um mit einem „Wisch“ die Zustände genau umzukehren. Dieses Gerät wird länger halten als je ein Macbook oder iPhone unterstützt worden ist.

Plus

  • intuitiv
  • direkt
  • einfach
  • übersichtlich
  • Step und Realtime Eingabe
  • absolut livetauglich

Minus

  • Dynamik in Drumspur nur Accent an/aus

Preis

  • 1400,- Euro
Forum
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    ukm  

    Beim Anhören der Demos von solchen technisch ohne Frage interessanten Geräten warte ich immer darauf, wann es jetzt endlich mal anfängt, musikalisch interessant zu werden – meist vergeblich.

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      moogulator  RED

      Mal ein Statement ergänzend zu deinem:

      Bei vielen Demos dieser Art wird unterstellt, dass der Musiker die Möglichkeiten erkennt und diese sich selbst mit diesem Gerät vorstellen kann und die sich ausmalen können ,was sie wohl erreichen könnten. Die Handgriffe sind bei Sequencern und Groovebox von sehr hoher Wichtigkeit und kaufentscheidend und deshalb sind die auch aussagekräftiger als beispielsweise ein irrsinnig gut produziertes Stück aktueller Musikkunst, bei dem ein paar Mutes gedrückt werden. Hier sieht man halt, wie man eine Sequenz erstellt.

      Deshalb zB auch Demos von Synthesizern so unterschiedlich ausfallen. Manche wollen simple Sweeps, andere brauchen kleine Tracks, um einen kleinen Einblick zu gewinnen oder irgendwas dazwischen. Ich habe oft sehr spezielle Fragen, davon wird mindestens eine nicht beantwortet in der Demo, meist noch mehr.

      Soviel dazu aus einer Sicht eines Entwicklers oder auch eines Amazonatesters, wenn er Demos macht. Vielleicht hilft es, wenn man einen „guten Track“ von nur kurzer Dauer macht?

      Ich würde bei Demos allerdings nicht unbedingt tiefgehende wirklich hochwertige Musik erwarten, generell nicht. Es soll ja auch nur das Gerät eingeschätzt werden können.
      SCHADEN würde dies freilich niemandem ;)

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe eine Frage zur Midi-In-Funktionalität:

    Wenn ich einen Track mit dem Sequenzer realisieren möchte, der diverse Harmoniewechsel enthält, müssen die Harmoniewechsel dann Teil der Programmierung sein oder kann ich die Harmoniewechsel für eine Sequenz über Midi-In-Notenbefehle von einem Keyboard steuern?

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      moogulator  RED

      In ist für Echtzeitaufnahme, es gibt also keine fancy-Umharmonisierfunktionen. Noch, denn das Gerät wird noch immer weiterentwickelt und verbessert.

  3. Profilbild
    volcarock  

    Der mit Abstand beste und aufgrund der Matrix übersichtlichste und bedienungsfreundlichste Hardware-Sequencer, den ich je hatte!
    Roy, der Entwickler, schiebt immer wieder mal nützliche Updates nach. Das wichtigste dürfte wohl die „Song Follow“ Funktion sein!
    Ein geniales Teil zum Live Jammen, Komponieren, Arrangieren und Remixen und alles hne auch nur einmal die Stop-taste gedrückt zu haben.!

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