Test: Sandberg California VM5, E-Bass

21. Juni 2011

Sandberg California

Ein Unternehmen nach einer mineralischen Gesteinsschüttung zu benennen, erscheint im ersten Moment durchaus merkwürdig. Jedoch hat dies bei der im Jahre 1986 gegründeten Musikinstrumenten-Manufaktur Sandberg durchaus einen berechtigten Grund. Schließlich befanden sich die ersten Räumlichkeiten der beiden Gründungsmitglieder Holger Stonjek und Gerd Gorzelke „Am Sandberg 8“ in Ehmen, einem Stadtteil der niedersächsischen Autostadt Wolfsburg. Bereits im Jahre 1990 wurden allerdings schon die Umzugskartons gepackt, und es ging ins schöne Braunschweig. Von dort aus beliefert die überschaubar gehaltene Instrumentenschmiede nun bereits seit 21 Jahren den deutschen und internationalen Musikalienmarkt hauptsächlich mit E-Bässen und darüber hinaus sogar mit diversen Gitarrenmodellen.

Neben flexibler Umsetzung von Kundenwünschen sind die „Sandberger“ vor allem aufgrund ihrer überaus hohen Affinität zur Experimentierfreudigkeit bekannt, was sich in innovativen und zum Teil auch in verrückten E-Bässen äußert. Als Beispiel können Bässe aus Plexiglas oder ein streifenartig, aus vielen Lagen zusammengestellter Frankenstein-Bass genannt werden, der pro Streifen eine andere Materialkonfiguration aufweist. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob es die neue Eingebung überhaupt bis zur Markttauglichkeit schafft. Forschung und Entwicklung wird hier eben ganz groß geschrieben, denn selbst das Wissen, ob etwas nicht funktioniert, stellt eine wichtige Erfahrung dar.

Aus diesem Innovationsdrang entstand pünktlich zum Jahrtausendwechsel die CaliforniaSerie, die sich an den klassischen E-Bass Formen, wie dem Jazz- oder dem Precision-Bass orientiert, aber dennoch hinsichtlich der Ausstattung eher moderne Werte vertritt. Genau aus dieser Serie konnten die Amazona Testlabore nun einen Sandberg California VM5 in Highgloss Creme entgegennehmen, um das gute Stück sorgfältig zu begutachten.

-- Sandberg California VM5 in Highgloss Creme --

— Sandberg California VM5 in Highgloss Creme —

Lieferumfang & Ausstattung

Bereits positiv auffallend ist das Gesamtpaket des Sandberg California VM5. Neben dem eigentlichen Instrument erhält man mit dem Erwerb dieses Basses einen sehr hochwertigen und gut gepolsterten GigBag mit mehreren Fächern zum Verstauen von diversen Utensilien, wie z.B. den beiden Inbusschlüsseln zur Einstellung der Saitenreiter an der Brücke und der Halsspannschraube, die bereits dem GigBag beiliegen.

Fördert man den fünfsaitigen Sandberg California VM5 zum ersten Mal aus dem GigBag zu Tage, so wird der erste positive Eindruck weiterhin aufrecht erhalten. Dies kann in erster Linie auf die klassische, aber äußerst ansprechende Farbkombination zwischen der cremefarbenen Korpuslackierung und dem Tortoise-Pickguard zurückgeführt werden, wie sie auch des öfteren bei Fender Bässen zu finden ist. Aufgrund der leicht ins vergilbte tendierenden Lackierung erhält der Bass ein gewisses Vintage-Flair, als ob dieser bereits Jahre in von Zigarettenqualm durchdrungenen Proberäumen oder Kneipen zugebracht hätte. Jedoch trotz fehlender Abnutzungen am Korpus, die je nach Belieben sogar auf Bestellung künstlich durch die Sandberg Werkstätten eingearbeitet werden können. Wer farblich in eine andere Richtung tendieren möchte, kann problemlos aus einer großen Palette an verschiedenen Farben und Lackierungen wählen, so dass dem eigenen Wunschinstrument nichts mehr im Wege steht.

Klangbeispiele
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