Test: Schecter, C-1 Blackjack ATX FR W, E-Gitarre

8. September 2011

Schecter Blackjack

Die Gründung der Firma Schecter führt zurück in das Jahr 1976, als David Schecter im kalifornischen Städtchen Van Nuys einen Repair-Shop eröffnete. Neben den üblichen Service-Arbeiten, die an einer Gitarre so anfallen, bot er damals auch so gut wie alle Parts an, die man an einer Gitarre ersetzen kann: Hälse, Bodies, Pickups, Pickguards, Potis und Knöpfe sowie Tuner, und viele weiter Teile wurden damals schon an den Mann gebracht. Und die Qualität war so gut, dass selbst Firmen wie Fender und Gibson Schecter Guitarparts auf ihren Modellen montierten. Ende der siebziger Jahre war es dann soweit und Schecter präsentierte sein eigenes, erstes Gitarrenmodell, welches auf der Basis der Fender Stratocaster entstand und damals auch nur in einer sehr kleinen Serie (und zu exklusiven Preisen) verkauft wurde. Prominentester Schecter-User war damals wohl Mark Knopfler, der mit seiner Band Dire Straits im Jahr 1980 das Album „Making Movies“ komplett mit Schecter-Gitarren einspielte.

In den frühen 80ern konnte die kleine Firma der großen Nachfrage nach ihren Instrumenten nicht mehr nachkommen und begann mit der Massenproduktion ihrer Gitarren. Zuerst wurde noch in den USA gefertigt, später verlagerte man die Produktion dann nach Fernost, genauer gesagt nach Korea. Und von dort kommt auch unser heutiges Testinstrument, die Schecter C-1 Blackjack ATX FR W. Ein Instrument der nach wie vor sehr beliebten Kategorie „Superstrat“.

-- Die Schecter C-1 Blackjack ATX FR W --

— Die Schecter C-1 Blackjack ATX FR W —

Aufbau/Verarbeitung

Die Gitarre wird leider ohne Gigbag oder Case ausgeliefert, was man heutzutage in dieser Preisklasse eigentlich schon erwarten könnte, im Karton befindet sich aber zumindest noch der Inbus-Schlüssel zum Justieren des Halswinkels. Die erste Überraschung gibt es dann direkt beim Anheben der Schecter C-1, denn das Instrument besitzt ein überraschend hohes Gewicht und kann diesbezüglich ohne Zweifel in der Les Paul-Liga mitmischen. Hauptgrund hierfür ist sicher das gewählte Tonholz Mahagoni, welches sowohl für den Body, als auch für den Hals verwendet wurde. Aus wie vielen Teilen Holz der Body besteht, lässt sich leider nicht so ohne weiteres sagen, denn er wurde komplett deckend in einem cremeweiß-farbenen Ton lackiert, Schecter nennt dieses Finish „Aged White“. Und tatsächlich wirkt die Oberfläche der Gitarre so, als sei sie vor gut 20 Jahren mal in hellem weiß lackiert worden und der Zahn der Zeit bzw. der Rauch der Clubs, in denen die Gitarre schon gespielt wurde, hätten sich hier in einer Art Gilb verewigt. Auszusetzen gibt es an dem Finish rein gar nichts, es finden sich auch bei genauer Betrachtung weder Schleifspuren, geschweige denn Lacknasen oder ähnliches auf dem gesamten Instrument.

-- Body in Aged White-Lackierung --

— Body in Aged White-Lackierung —

Klangbeispiele
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