Test: Schecter, Gary Holt Signature, E-Gitarre

13. Dezember 2011

Schecter Gary Holt

Sie gelten als Wegbereiter des Thrash-Metal und als Vorbilder für vieler populärer Metal-Bands, egal aus welchem Genre. Die Rede ist von Exodus, der Thrash-Legende aus der US Bay Area. Seit den frühen 80ern schon beglücken sie die Heavy-Fans der ganz harten Sorte rund um den Globus mit derben Metal-Riffs, Hochgeschwindigkeits-Drumming und mindestens genau so deftigen Lyrics. Ihr Debut-Album „Bonded by Blood“ gilt als ein Meilenstein des Thrash-Metal und sollte eigentlich gar nicht so heißen. Vielmehr sollte das Album unter dem Namen „A Lesson for Violence“ erscheinen, man konnte sich jedoch für kein passendes Artwork entscheiden. Und das endgültige Coverbild mit den siamesischen Zwillingen war auch eher ein Kompromiss, vielmehr bestand die Band auf ein Cover mit Leichenteilen (!) als Motiv, dies wurde aber von der damaligen Plattenfirma (dankend) abgelehnt. So viel schon mal vorneweg und als Hinweis darauf, was man von der Musik von Exodus erwarten darf und sollte. Wahrlich nichts für Weichspüler.

Seit der Anfangszeit ist auch ein Mann an der Gitarre, der diesen thrashigen Stil immer wieder aufs Neue erfindet und zelebriert: Gary Holt. Das Gründungsmitglied der US-Metaller befindet sich seit geraumer Zeit im Endorser-Stall der Firma Schecter und ist dort in guter Gesellschaft von Künstlern wie Dan Donegan (Disturbed), Jeff Loomis (Nevermore), Ober-Grufti Robert Smith von The Cure oder – man höre und staune – Pop-Legende Prince. Der Schwerpunkt der Schecter-Instrumente ist aber eindeutig dem Heavy-Lager zuzuordnen, was schon allein auf deren Optik zurückzuführen ist. Und eine Gitarre der optisch „ganz wilden Sorte“ ist auch die Gary Holt Signature, die wir heute im Amazona-Test genauer betrachten werden.

-- Die Schecter Gary Holt Signature --

— Die Schecter Gary Holt Signature —

Aufbau/Features/Verarbeitung

Dass man sich mit dieser Gitarre – rein optisch betrachtet – in einer Top 40- oder Tanzband etwas fehl am Platze vorkommt, sollte schon beim ersten Betrachten klar sein. Die Schecter Gary Holt Signature basiert mit ihrem Design auf den Gibson-Klassiker „Flying V“, wenn auch der obere der beiden Korpushälften etwas länger ausgeführt wurde. Als Basis dient eine Mahagoni-Konstruktion, welche es dank des schwarzen Hochglanz-Finish nahezu unmöglich macht, Rückschlüsse auf die Anzahl der verwendeten Holzteile zu ziehen. Gut möglich, dass der Korpus auch aus einem einzigen Stück dieses bewährten und für sein Sustainverhalten beliebten Tonholzes besteht. Die Preisklasse, in welcher sich das in Korea gefertigte Instrument bewegt, liefert auf jeden Fall gute Gründe dafür.

-- Body --

— Body —

Umschlossen wird die Vorderseite des Bodys von einem blutrot auflackierten Binding, welches sich über den Rand des Griffbretts bis hinauf zur ebenfalls hochglanz-schwarz lackierten Kopfplatte fortsetzt. Diese ist bestückt mit sechs schwarzen Grover-Mechaniken, einem Toplock-Sattel sowie einer Abdeck-Kappe für den Zugang zum Hals-Einstellstab, welche die Unterschrift des Künstlers ziert.

-- Grover Tuner --

— Grover Tuner —

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