Test: Schecter, Hellraiser C1, E-Gitarre

8. Juni 2010

Schecter Hellraiser

Sie gelten zusammen mit weiteren großen Namen der seligen Achtziger wie Kramer, ESP oder Jackson als die Erfinder der klassischen „Powerstrats“, jener legendären getunten Bretter, welche mit einer Stratocaster lediglich die grobe Form gemein hatten und nicht ohne Floyd-Rose-Vibratosystem, großem Griffbrettradius und zumeist aktiver Pickup-Bestückung daher kamen. Die Rede ist von der damals rein in Nordamerika fertigenden Firma Schecter.

Während die voran genannten Protagonisten sich jedoch seiner Zeit auch gerne mit dem massiven Einsatz von Airbrush-Finish in den abgefahrensten Layouts schmückten, fiel Schecter vielmehr durch die Verwendung von Vogelaugenahorn der gehobenen Klasse und stark gezeichneten Edelhölzer aller Art auf und galt weit bevor Paul Reed Smith dieses Prädikat für sich vereinnahmte als klassischer Vertreter der „Edel-Gitarren“, welche sich nur gut betuchte Kunden leisten konnten.

Kollegen und Redaktions-Chef Gitarre bei AMAZONA.de Stephan Güte werden sich auch noch gut erinnern. Vier-Farb Anzeigen in handelsüblichen Gitarrenmagazinen hatten das Flair eines Playboy-Pinup-Kalenders für Gitarristen und ließen auch hier unmittelbar die rechten Hand zu einer Stakkato-artigen Auf- und Abwärtsbewegung mutieren, wenngleich auch mit anderer Zielsetzung.

Erst als Zulieferer von Einzelteilen für die Giganten Fender und Gibson wusste die 1976 von David Schecter gegründete Firma insbesondere mit ihrem Custom Shop Anfang der Achtziger auch internationale Größen wie Mark Knopfler oder Pete Townsend zu überzeugen. Heute fertigt die Firma ihre Produkte in Südkorea und legt mit der Hellraiser C-1 ein Instrument vor, was nicht stärker an die Wurzeln vor drei Dekaden erinnern könnte.

-- Die Schecter Hellraiser C1 --

— Die Schecter Hellraiser C1 —

Klangbeispiele
Forum
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    tenderboy  

    also eh schöner test…aber tonbeurteilung mit dem digitech?!?

    hmmm…

    und by the way: gerne auch mal baritone-modelle testen! danke!

  2. Profilbild
    SpotlightKid  

    Schöner Test einer wunderschönen Gitarre. Ich habe auch eine Schecter, allerdings zwei Preisregionen tiefer, aber selbst da liefert Schecter noch gute Qualität. Hat sich die Liefersituation in Deutschland inzwischen verbessert? Ich habe öfters gehört, dass man teilweise doch sehr lange auf sein Instrument warten muss. Da lohnt sich schon fast der Eigenimport aus den USA.

    Bei den Klangbeispielen hätte ich mir etwas weniger Hall gewünscht.

    Chris

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