Test: Schecter USA Custom Traditional HSS BK, E-Gitarre

25. Februar 2014

Schecter USA is back!

Die Leser älteren Semesters werden sich sicher noch an den Namen Schecter erinnern. Firmengründer Dave Schecter fertigte bereits in den 70er Jahren äußerst hochwertige und hochpreisige Instrumente mit seinem kleinen Team in Handarbeit an. Kopien der berühmten Vorbilder Stratocaster und Telecaster standen damals überwiegend auf dem Programm und übertrafen selbst die in den USA bei Fender hergestellten Originale in vielen Disziplinen oft um ein Weites.

Doch irgendwann verschwand der Name Schecter wieder von der Bildfläche, um dann Jahre später doch wieder aufzutauchen. Diesmal jedoch nicht als Hersteller von Highend-Instrumenten, sondern als Produzent koreanischer Massenware. Seit Kurzem wurde aber auch der einstige Custom Shop im kalifornischen Städtchen Sun Valley wieder reaktiviert, von dem wir nun heute ein in Handarbeit hergestelltes Instrument zum Amazona Test begrüßen dürfen. Die Schecter USA Custom Traditional HSS BK wirkt zwar auf den ersten Blick vielleicht etwas bieder, hat aber auf und unter ihrem „kurzen Schwarzen“ doch so einiges zu bieten!

Front

— Schecter USA Custom Traditional HSS BK —

Facts & Features

Ganz klar, bei einer Gitarre jenseits der Zweitausend-Euro-Marke erwartet man einen Koffer im Lieferumfang. Und selbstverständlich wird auch die Schecter USA Custom Traditional HSS BK in einem Case angeliefert. In dessen Innern befinden sich neben dem Vibratohebel auch eine Kunststofftüte mit Inbusschlüsseln für die dann und wann mal anfallenden Einstellarbeiten.

Der Korpus des Instruments besitzt die typische Stratocaster Form mit den bequemen Fräsungen auf Vorder- und Rückseite. Bis auf einen kleinen Unterschied, nämlich dem Hals-Korpus-Übergang, welcher bei unserem Testinstrument ergonomisch ausgefräst wurde und somit den Aktionsradius der linken Hand beim Bespielen der oberen Lagen des Halses angenehm erweitert. Als Tonholz wurde, wie auch traditionell bei vielen Ausführungen der Fender Strat, Erle verbaut. Wie viel Teile Holz für den Body verwendet wurden, lässt sich nur schwer bestimmen, denn die pechschwarze Hochglanzlackierung ist wirklich perfekt ausgeführt und so lassen sich Schnittkanten oder Verleimungen unmöglich erkennen.

Ein einteiliger Ahornhals mit einer sehr schönen Maserung wurde in den Korpus eingeschraubt. Er trägt ein Griffbrett aus Indian Rosewood mit 22 Jumbo-Bundstäbchen, die von Jescar geliefert werden. „Jescar“ ist eine US-Firma, die neben der Herstellung von Bunddraht auch in anderen Wirtschaftsbereichen, wie etwa der optischen Industrie oder der Automobilbranche aktiv ist. Vorteile gegenüber einem regulären Bunddraht sollen in der Praxis unter anderem durch erleichterte Bendings (weil feinere Oberfläche des Bundes) erreicht werden. Am Ende dieses Artikels findet ihr einen Verweis auf die Website von Jescar.

Hals-Korpus

— Ergonomisch gestalteter Hals-Korpus-Übergang —

Klangbeispiele
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