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Test: sE Electronics guitaRF, Reflexion Filter

Aufbau

Der Filter hat zunächst einen klassischen Aufbau. Kunststoffschale mit Reflexionsschlitzen, innen ist eine ca. 25 mm dicke Schicht aus Schaumstoffrollen aufgeklebt. Auffällig sind die kompakten Maße des Filterelements, ca. 27 x 20 cm ist das Teil groß, die Seiten sind ca. 10 cm hereingezogen.

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Der Filter von hinten und vorn

Der Filter von hinten und vorn

Das Element wird auf eine Haltestange aufgeschraubt, diese wird in den mitgelieferten Fuß gesteckt. Das Ganze ist höhenverstellbar, was sich allerdings mit ca. 5 cm im Rahmen hält. Der Fuß ist eine schwere Metallkonstruktion, die mit drei Gummifüßen am Rutschen gehindert wird. Durch die Formgebung verschwindet der vordere Teil unter dem Gitarrenamp, so dass ein unabsichtliches Umstoßen verhindert wird.

guitaRF und Amp

guitaRF und Amp

Gleich zwei Mikrofonhalter hat sE mit eingebaut. Der erste ist eine Gummirosette im Filter. Hier wird ein stabförmiges Mikro einfach eingeschoben. Das passt für das gern benutzte SM57 und Konsorten, aber auch schmalere Kleinkondenser finden Aufnahme. Auch das von mir gern benutze Audix D2 hält, trotz kurzem Schaft, sicher.

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Die zweite Halterung wird oben am Filter angeschraubt und kommt für Großmembraner oder eben das zum Test mitgeschickte Bändchen zum Einsatz.  Natürlich können auch beide Halter gleichzeitig bestückt werden.

Voll bestückt

Voll bestückt

Die Metallteile des guitaRF machen eine sE-typischen rustikalen Eindruck, wirken aber stabil und widerstandsfähig.

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Forum
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      Armin Bauer  RED

      Hi Markus,

      sengpielaudio ist mir deutlich zu theoretisch.
      Da du meine Tests ja regelmässig liesst, was ich sehr schätze, weisst du ja. dass ich da eher praktisch, bzw. pragmatisch ran gehe.
      Der Filter ist sicher kein Allheilmittel, kann aber in bestimmten Situationen durchaus eine Hilfe sein.
      Die empirischen Studien überlasse ich gern anderen.

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        Markus Galla  RED

        Ich besitze einen in Tests hochgelobten Nachbau des sE Reflexion Filter und habe bezüglich der Kammfilter-Effekte die von Sengpiel beschriebenen Erfahrungen gemacht. Das Problem ist, dass die Nebengeräusche tatsächlich sinken. Alles wird auch etwas „trockener“. Aber zugleich kommt es zu unschönen Verfärbungen. Ich glaube, dass uns unser Gehirn hier erst einmal etwas vorgaukelt. Die Veränderung wird aufgrund der positiven Erwartungshaltung (Werbeversprechen) zunächst positiv bewertet. Nach einiger Zeit merkt man dann erst, dass da doch was nicht stimmt. Dieser etwas topfige Sound fällt dann plötzlich auf.

        Die Frage, die sich mir insbesondere bei dieser neuen Variante des Reflexion Filter stellt, ist: Warum braucht man das für die Abnahme eines Gitarrenverstärkers? Eine ohne Rauminfos aufgenommene E-Gitarre klingt ebenso schlaff wie ein ohne Raum direkt mikrofoniertes Drumset. Live wird niemand ein Bändchen vor den Amp hängen und bei einer Niere vor einem 100W Röhrenamp stellt sich die Frage von Übersprechen überall, aber nicht auf dem Gitarrenmikro. Wer im Studio ein Bändchen verwendet, sollte das eh nur tun, wenn der Raum stimmt. Wer keinen passenden Raum hat, fährt mit einem Plug-in besser.

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          Armin Bauer  RED

          Hallo Markus,

          klar übertreibt die Werbung immer, die wollen ja verkaufen.
          Dass sämtliche Filter keine Ideallösung sind, sollte klar sein, aber evtl. lässt sich ein Übel gegen ein kleineres Übel eintauschen.
          Mit dem Bändchen fand ich das Teil gut (und es werden durchaus auch Bändchen live eingesetzt).
          Mit der Niere gefiel er mir nicht so. Wie geschrieben, offene Box geschlossene Box. Viele, wenn nicht die meisten Gitarristen mögen aber den Sound einer geschlossenen Box.
          Zur Erwartungshaltung: Ich hatte ja schon mal den Kaotika Eyeball zum Test, der von Sengpiel ja auch nieder gemacht wurde. Da hatte ich auch eher die Erwartungshaltung „Schnapsidee“, aber siehe da, gerade für Sprache war das Teil gar nicht mal schlecht.

  1. Profilbild
    rasmus

    Grad bei Facebook gesehen und dachte mir vielleicht gibt es ja neue Ideen auf dem Feld, aber Pustekuchen ist ja im Prinzip das selbe was es schon gibt nur neu Verpackt.

    Meine Erfahrungen mit Reflektionsfiltern in Kombination mit 8ten sind durchweg schlecht! Die Dinger machen eigentlich, wie auch in dem von Markus schon geposteten Sengpiel Link erwähnt, nur ekelhafte Kammfiltereffekte.
    Natürlich kann es sein das ein Mikrofon in einer solchen Anwendung auch mal klanglich ganz gut da steht mit so einem Kammfilter… aber ohne den Test mit mindestens zwei verschiedenen Mikros der selben Richtcharakteristik gemacht zu haben, am besten in zwei verschiedenen Räumen oder zumindest Positionen, würde ich dem Produkt nicht bescheinigen, dass es seinen beworbenen Zweck auch erfüllt. Noch vorsichtiger wäre ich wenn der Hersteller des Reflektionsfilters mir das Mikro noch nahe legt. ;)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ich verstehe den Ansatz nicht. Wieso sollte es dem Vertrieb nicht erlaubt sein, eine Kombi, von der er überzeugt ist, zum Test anzuliefern? Auf das Mikro bin ich eben nicht näher eingegangen, da es dazu schon einen Test von mir gibt.
      Natürlich hätte ich noch mit einer Kondenser-Acht testen können, ebenso wie mit ca. 40-50 Nieren, die hier sind, aber was würde das aussagen? Es muss sowieso jeder für sich in seinem Setup entscheiden, ob das Teil für ihn in Frage kommt.

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