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Test: sE Electronics Magneto, Großmembran Kondensator Mikrofon

Form und Farbe

Das Mikrofon ähnelt in seiner Formgebung stark dem X1 aus gleichem Hause, das ich erst kürzlich im Test hatte. Allerdings sind im Gegensatz zu diesem keinerlei Schaltfunktionen vorhanden. So muss das sE Electronics Magneto auf den -10 dB Pad und LowCut verzichten.

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Mein Testexemplar ist in mattschwarz mit eben solchem Einsprechkorb gehalten. Das sieht wirklich schick und wertig aus. Auf der Musikmesse wurde noch die Limited Edition in „purple“ mit silbernem Gitter gezeigt, bei wem diese Farbkombi  Kaufinteresse auslöst, sollte sich wohl zeitnah entschließen, das „Purple“ ist eine limitierte Erstauflage und ist danach nicht mehr erhältlich. Gegenüber der Normalversion fiel mir am sE-Stand auf, dass sich die Oberfläche deutlich glatter anfühlt, das Schwarz bietet ein gummiertes Griffgefühl und ist damit rutschfester. Dieser Punkt dürfte allerdings bei einem Studiomikrofon, das meist fest auf einem Stativ platziert ist, wenig ins Gewicht fallen.

Das Magneto in "Purple"

Das Magneto in „purple“

Das Mikro ist sauber verarbeitet und wirkt deutlich teurer als der aufgerufene Straßenpreis von 96,- Euro. Der Einsprechkorb besteht aus zwei feinmaschigen Lagen mit innen liegendem Fleece und schützt die Kapsel gut. Allerdings könnte das Gitter etwas stabiler ausgeführt sein, schon auf leichten Druck gibt es nach.

Werte

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Das sE Electronics Magneto ist so neu, dass selbst auf der Herstellerseite noch nicht alle Infos verfügbar sind. So fehlen die typischen Frequenzschriebe, macht nichts, ich verlasse mich da sowieso lieber auf meine Ohren. Auch über die Größe der Kapsel finde ich keine Aussage. Das Mikrofon wird als Großmembran angeboten, sollte also zumindest eine 1″ Membran haben, allerdings werden von einigen Firmen, wie auch sE Electronics, auch schon 3/4″ Kapseln so bezeichnet. Ich halte das Mikro gegen das Licht und versuche so ins Innere zu blicken, das Einsprechgitter ist relativ dicht, aber ich glaube, hier eher eine 3/4″ Membran zu erkennen. Wie gesagt, beglaubigte Aussagen finde ich keine, lassen wir diesen Punkt also vorerst ungeklärt.

Ansonsten sind die Werte verfügbar, das Magneto arbeitet mit der Richtcharakteristik Niere, hat den üblicherweise angegebenen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz, eine Empfindlichkeit von -34 dB, die Impedanz beträgt 200 Ohm, der Rauschpegel ist mit 16 dB(A) angegeben.

Das sind alles Werte, die auf eine gute Performance schließen lassen und die in engen Grenzen denen des Schwestermodells X1 ähneln. Die Angabe des max. SPL weicht davon allerdings ab, mit 140 dB verkraftet das Magneto hier satte 15 dB mehr als das X1.

Damit qualifiziert sich der Großmembraner auch für lautere Tätigkeiten, wie z.B. die Abnahme einer Gitarrenbox.

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Forum
  1. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Hallo Armin,

    habe mir aufgrund Deines Testberichtes das Teil eben bestellt, der Preis ist ja unglaublich niedrig. Ich habe von sE bereits das Modell 2000, was ja auch erstaunlich gut ist für den Preis.

    Ja, und ich habe das Ding in PURPLE bestellt! War „Liebe auf den ersten Blick“, als ich das Mikro im Netz in dieser Farbe gesehen habe. Unbedingt brauchen tue ich es eigentlich nicht, aber bei schönen Mikrofonen werde ich ganz leicht so dermaßen schwach…..

    Es grüßt Dich „Onkel Sigi“

    • Profilbild
      tompisa

      Schau an, jetzt geht China also doch ;-) … muss nur richtig und ganz und gar billig sein, dann schlägst selbst Du zu, „Onkel“. Ich verweise auf einen älteren Testbericht von Dir und Deine Hinweise bezugnehmend auf China Ware. Gott zum Gruße ;-)

      • Profilbild
        Onkel Sigi  RED

        Langsam reiten, Cowboy…..

        Erstens:
        Ich habe seit Jahren von sE ein Mikrofon, ein sE 2000, welches sehr ordentlich ist: Sauber verarbeitet, guter Klang. Damit hat diese Firma schon mal gute Karten bei mir.

        Zweitens hatte ich damals VOR dem Kauf im Netz über diese Firma recherchiert und interessante Dinge erfahren: Dass sie z.B. ihre Mitarbeiter wesentlich besser bezahlt als die ganzen Billig-Windigheimer, von welchen dieser unzählige No-Name-Schrott herkommt, den du nach 5 Jahren in die Tonne treten kannst.

        Drittens sind die Arbeitsbedingungen in dieser Firma so wie es aussieht menschenwürdig und entspricht im großen und ganzen unseren hiesigen Arbeitsvorstellungen. Der Gründer von sE, Siwei Zou, ist ein ausgebildeter, klassischer Musiker und sowohl amerikanischer wie chinesischer Staatsbürger mit Kenntnis beider Mentalitäten. Mit sE hat er sich anscheinend seinen persönlichen Traum erfüllt, weiss aber um die Qualität seiner Mitarbeiter. Ohne gute Fachleute und Handwerker sind diese weitgehend handgefertigten Mikros nicht zu realisieren.

        Du wirst im Netz kaum Klagen über diese Company finden und ich glaube auch nicht, dass Rupert Neve für einen Schrottbetrieb Mikrofone entwickeln würde (sE RN 17, sE RNR1).

        Ich habe große Probleme mit der Tatsache, dass alleine aus den sog. „Kostengründen“ alle großen europäischen und amerikanischen Firmen ihre Produktion nach China verlagert haben. Hier geht es schlicht um eine Gewinnmaximierung, an die hinausgeschmissenen Mitarbeiter denkt von diesen Oberkapitalisten keiner. DAMIT habe ich ein Problem. Nicht mit einer rührigen chinesisch-amerikanisch-britischen Firma, die excellente Produkte aus eigener Kraft entwickelt und selbst fertigt.

        Es grüßt Dich der „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Hi Sigi,

    hoffentlich bist du nicht enttäuscht, das wäre ja dann peinlich für mich.

    Das purple ist ein echter Hingucker. Lass hören, wie es dir gefällt, wenn es da ist.

    Grüße
    Armin

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