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Test: sE Electronics Magneto, Großmembran Kondensator Mikrofon

Beim Test des X1 Studio Bundle von sE hat mich der Poppschutz in dieser Form nicht überzeugt, deutliche Klangveränderungen waren die Folge. Hier beim Magneto funktioniert diese Bauform deutlich besser, der Luftstrom wird gezügelt und der Sound bleibt weitgehend gewahrt. Das führe ich auf die Konstruktion des Magneto-Korbes zurück, der durch zweilagiges Gitter plus Fleece schon von sich aus recht gut geschützt ist, so dass der zusätzliche Filter nur noch wenig auszubügeln hat. Für Gesang ist sein Einsatz dennoch dringend angeraten.

So kann dem Isolation Pack eine gute Funktion bescheinigt werden, preislich ist er aufgrund der Plastikkonstruktion kein Sonderangebot, hier nochmals der kleine Fingerzeig an die Company, ein Bundle Magneto+Isolation Pack zum Preis von, sagen wir mal, 129,- Euro wäre ein echtes Angebot.

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Nun aber weiter mit unserem Soundcheck. Als nächstes steht die Abnahme einer Akustikgitarre auf dem Programm. Wie immer, wenn das Instrument mit nur einem Mikro abgenommen werden soll, ist hier ein wenig Feinarbeit in die Positionierung zu investieren. Nachdem ich mich für eine Position auf Höhe des 17. Bundes mit ca. 25 cm Abstand zum Instrument entschieden habe, stellt sich ein ausgewogener Sound ein. Gegenüber deutlich teureren Mikrofonen fehlt etwas das Seidige in den Höhen und in den Mitten klingt es etwas granulär, der Klang ist aber in sich stimmig und wird auch mit der nötigen Dynamik übertragen. Für das Homestudio-Szenario ist das sE Electronics Magneto als Gitarren-Mikro also durchaus zu empfehlen.

In der Arbeitsbeschreibung war aber von Gitarren im Allgemeinen die Rede, also sollte auch der Einsatz vor einem E-Gitarren Amp kein Problem sein. Um es kurz zu machen, diese Aufgabe stellt den Probanden vor keine größere Herausforderung. Seine Stärken hat das Mikro in der Abnahme von Clean- und Crunchsounds, Distortionparts lassen ein wenig an Druck vermissen, hier ist die Kombination von Kondenser für die Durchsetzungsfähigkeit und dynamisches Mikrofon für den Druck gefragt. Zugute kommt dem Magneto vor einer Gitarrenbox seine max. SPL von 140 dB, da winken dann schon hart gesottene Heavy-Freaks dankend ab.

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Also auf zum letzten Test, das Magneto als Drum-Overhead.

Die liegende Schönheit

Die liegende Schönheit

Da mir kein Paar zur Verfügung steht, darf das Mikro ein Ride- und ein Splashbecken zusammen abnehmen. Zum Vergleich nehme ich ein von mir oft eingesetztes Kleinmembran-Mikrofon mit dazu.

Hier fehlt mir beim Magneto ein wenig die Spritzigkeit und das Air-Band, das macht eine Kleinmembran naturgemäß besser. Das sE Electronics Magneto empfiehlt sich eher, wenn die Becken nicht ganz so prägnant zum Tragen kommen sollen und das Ride separat abgenommen ist. Auch der klassischen Ansatz, das komplette Set wird nur mit zwei Overheads mikrofoniert, evtl. noch unterstützt mit einem Bassdrum-Mikrofon, dürfte mit einem Paar Magnetos gut funktionieren.

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Forum
  1. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Hallo Armin,

    habe mir aufgrund Deines Testberichtes das Teil eben bestellt, der Preis ist ja unglaublich niedrig. Ich habe von sE bereits das Modell 2000, was ja auch erstaunlich gut ist für den Preis.

    Ja, und ich habe das Ding in PURPLE bestellt! War „Liebe auf den ersten Blick“, als ich das Mikro im Netz in dieser Farbe gesehen habe. Unbedingt brauchen tue ich es eigentlich nicht, aber bei schönen Mikrofonen werde ich ganz leicht so dermaßen schwach…..

    Es grüßt Dich „Onkel Sigi“

    • Profilbild
      tompisa

      Schau an, jetzt geht China also doch ;-) … muss nur richtig und ganz und gar billig sein, dann schlägst selbst Du zu, „Onkel“. Ich verweise auf einen älteren Testbericht von Dir und Deine Hinweise bezugnehmend auf China Ware. Gott zum Gruße ;-)

      • Profilbild
        Onkel Sigi  RED

        Langsam reiten, Cowboy…..

        Erstens:
        Ich habe seit Jahren von sE ein Mikrofon, ein sE 2000, welches sehr ordentlich ist: Sauber verarbeitet, guter Klang. Damit hat diese Firma schon mal gute Karten bei mir.

        Zweitens hatte ich damals VOR dem Kauf im Netz über diese Firma recherchiert und interessante Dinge erfahren: Dass sie z.B. ihre Mitarbeiter wesentlich besser bezahlt als die ganzen Billig-Windigheimer, von welchen dieser unzählige No-Name-Schrott herkommt, den du nach 5 Jahren in die Tonne treten kannst.

        Drittens sind die Arbeitsbedingungen in dieser Firma so wie es aussieht menschenwürdig und entspricht im großen und ganzen unseren hiesigen Arbeitsvorstellungen. Der Gründer von sE, Siwei Zou, ist ein ausgebildeter, klassischer Musiker und sowohl amerikanischer wie chinesischer Staatsbürger mit Kenntnis beider Mentalitäten. Mit sE hat er sich anscheinend seinen persönlichen Traum erfüllt, weiss aber um die Qualität seiner Mitarbeiter. Ohne gute Fachleute und Handwerker sind diese weitgehend handgefertigten Mikros nicht zu realisieren.

        Du wirst im Netz kaum Klagen über diese Company finden und ich glaube auch nicht, dass Rupert Neve für einen Schrottbetrieb Mikrofone entwickeln würde (sE RN 17, sE RNR1).

        Ich habe große Probleme mit der Tatsache, dass alleine aus den sog. „Kostengründen“ alle großen europäischen und amerikanischen Firmen ihre Produktion nach China verlagert haben. Hier geht es schlicht um eine Gewinnmaximierung, an die hinausgeschmissenen Mitarbeiter denkt von diesen Oberkapitalisten keiner. DAMIT habe ich ein Problem. Nicht mit einer rührigen chinesisch-amerikanisch-britischen Firma, die excellente Produkte aus eigener Kraft entwickelt und selbst fertigt.

        Es grüßt Dich der „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Hi Sigi,

    hoffentlich bist du nicht enttäuscht, das wäre ja dann peinlich für mich.

    Das purple ist ein echter Hingucker. Lass hören, wie es dir gefällt, wenn es da ist.

    Grüße
    Armin

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