Test: Sennheiser MK 8, Doppelmembran-Kondensatormikrofon

Bei den nächsten Instrumentengruppen muss ich leider passen, Flügel ist nicht vorhanden, an Blasinstrumenten kann ich hier nur ein Kazoo finden, das ist meiner Meinung nach wenig zielgerichtet.

Streichinstrumente sind auch Fehlanzeige, mit einem Streichelinstrument kann ich allerdings aufwarten. Mein kleiner Terrier-Mischling Leni, hausintern auch „Tiny Terror“ genannt.

Leni lässt sich streicheln

Leni lässt sich streicheln

Leni ist aber der Typ „stiller Genießer“, also nichts mit einer Tonaufnahme. Vielleicht leihe ich mir für den nächsten Test Nachbars Katze?

Also machen wir mit Percussion weiter, hier nutze ich ein Sammelsurium aus Kleinpercussion, Woodblock, WahWah-Tube, Ei und kleines Becken.

Das Percussion-Instrumentarium

Das Percussion-Instrumentarium

Der Woodblock wird von beiden Mikrofonen gut übertragen, das ist keine Überraschung, da tut es auch jedes Billigmikro. Schwieriger wird es bei der WahWah-Tube, die einen sehr langen Ausklang hat da reißt der Klang im letzten Ausschwingverhalten gerne auf, nicht so hier.

Beim Percussion-Ei muss sich das Sennheiser leider geschlagen geben, das C 414 überträgt die Dynamik etwas besser und klingt hier in den unteren Höhen spritziger. Auch beim Becken hat das AKG die Nase leicht vorn, beim MK 8 geht der Klang des kleinen 12″ Spashes ganz leicht Richtung Gong.

Forum
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    Klaus Joter  

    Zuerst ein Danke für den Test. Aber leider muss ich feststellen, dass er gerade dort, wo er für mich hätte wichtig werden können, sprich bei Flügel/Klavier, Blas- und Streichinstrumenten, keine Aussage machen kann. Ich verstehe nicht, wie man sich immer wieder auf Stimme, akust. und el. Gitarren sowie Drums kapriziert. Gerade bei etwas höherwertigeren Kondensatormikros sollte man nicht mehr von einer 08/15-Bandbesetzung ausgehen und stattdessen voraussetzen, dass damit auch anspruchsvollere Aufgaben erfüllt werden sollen.
    Wenn es nur nach der Optik ginge, würde ich Sennheiser – wie fast immer – eine goldene Zitrone verleihen, aber das nur nebenbei.

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    Armin Bauer  RED

    Hallo Klaus,

    natürlich hast du da recht. Es muss für den Tester aber auch zu leisten sein.
    Ich möchte mal erläutern, wie so ein Test bei mir abläuft.
    – Anfrage der Radaktion, ob Interesse besteht.
    – Zusendung des Testobjekts durch (i.d.R.) den Vertrieb
    – Testen im eigenen Studio. Da ich im Moment kein Recordingstudio mehr betreibe, sondern Mix und Mastering abdecke, können hierbei eben Stimme und die Instrumente getestet werden, die ich (wenigstens leidlich) spiele. Streich und Blas gehört da eben nicht dazu, Flügel fällt mangels Besitz weg.
    – Wenn möglich Antesten bei einem Live Event. Das hängt aber davon ab, ob da im Testzeitraum ansteht und ob dann vor Ort auch die Zeit und das Entgegenkommen der Musiker vorhanden ist.
    Grundsätzlich lässt sich sagen: Was für Stimme tut ist bei den meisten Bläsern auch unproblematisch. Wenn es an der akustischen Gitarre klingt ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass Piano/Flügel auch ganz anständig rüber kommt.
    Übrigens gerade in Vorbereitung: Ein dritter Teil meines „Mikrofonieren für die Bühne“ Workshops, dieses Mal genau für die von dir geforderten Instrumentenabteilungen. Vielleicht kannst du nach Erscheinen ein Feedback geben und die etwas maue Resonanz auf die Reihe damit erhöhen :-)
    Grüße Armin

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