Test: Sequential Prophet-6, Analog-Synthesizer

Prophet 6 links

Mitbewerber

Wer möchte in diesem edlen Kreis mitspielen? Auf alle Fälle der hauseigene Prophet 08. Und darf man VAs der gehobenen Klasse mitzählen? Warum nicht, denn wenn es um den Sound geht, sind wir großzügig. Also gehören mit in die Reihe Access Virus Ti 2, Clavia Nord Lead 4, Radikal Technologies Accelerator. Allerdings kosten die teils deutlich weniger. Mit im Rennen ist das große Vorbild Prophet-5. Dessen Gebrauchtpreise bei gutem bis sehr gutem Zustand liegen derzeit irgendwo zwischen 3.000,- und 5.000,- Euro.

Prophet 5, 6 und 8 Vergleichstest

Vergleichstest! In einem eigenen Artikel stellt sich der Prophet-6 seinem Bruder DSI Prophet 08 und – außer Konkurrenz – wird dabei auch das Vorbild Prophet-5 betrachtet. Ab sofort Online hier auf AMAZONA.de – HIER KLICKEN

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Fazit

Dave Smith hat es geschafft, auf Basis seiner eigenen Legende Prophet-5 einen würdigen Nachfolger zu bauen. Er verbindet dabei geschickt die Vintage Keys Welt mit der modernen, und zwar sowohl beim Klang als auch den Features. Der Prophet-6 macht richtig Spaß, denn die Sounds sind je nach Bedarf sehr fett und vorn in erster Reihe oder auch sanftmütig und flauschig im Background. Plus einer Menge Schattierungen dazwischen. Und das innerhalb einer Range von typisch 70/80er bis ganz und gar neuartig. Willkommene Nettigkeiten wie Arpeggiator, Sequencer und interne Effekte runden die Sache gelungen ab. Kleinen Punktabzug gibt es für den Tastaturumfang von nur 4 Oktaven, wodurch er allerdings schön kompakt geraten ist, sowie dem etwas umständlichen Konzept für die Anwahl der Sounds. Nur 6 Stimmen Polyphonie, das ist ebenfalls etwas knapp und man muss die Spielweise darauf einrichten. Was jedoch relativ ist, denn das große Vorbild Prophet-5 hat sogar eine weniger. Die Verarbeitung ist robust und der Look charmant. Eigene Sounds machen klappt dank Vollausstattung mit Reglern und Tastern sehr komfortabel. Wer einen Analogen braucht, der insbesondere klanglich hohe Ansprüche erfüllt und ein Freund vielfältiger Modulationsmöglichkeiten ist, der ist mit dem Prophet-6 bestens bedient.

Plus

  • toller Analogsound mit Eigencharakter
  • vielseitige Klangmöglichkeiten
  • extra Features: Arpeggiator, Sequencer, Effekte
  • robuste und kompakte Bauweise

Minus

  • nur 4 Oktaven Tastenumfang
  • etwas umständliches Soundspeichersystem
  • keine Vergabe von Namen für die Sounds möglich

Preis

  • Ladenpreis: 3.086,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Schöner Test Klaus. Ich sehe den Prophet-6 auch nicht als Prophet -5 Kopie, sondern als moderne Alternative im oberen Preissegment. Der Klang ist so wie man ihn heute von einem modernen Analogen erwartet. Mir persönlich fehlt ein bisschen das Unberechenbare und Wilde im Klang, aber das ist immer Geschmackssache. Mr.Smith hat allen gezeigt daß er es noch kann. Dass der Step-Sequenzer und Arpeggiator keine Noten nach draußen sendet, finde ich allerdings auch ziemlich übel.

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      AMAZONA Archiv

      Markos Worten schließe ich mich an. Danke auch noch für die stattliche Zahl an Klangbeispielen.

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        steme  

        uebrigens finde ich die Soundbeispiele so richtig gut ! Macht Spass anzuhoeren und zeigt eine beachtliche Vielfalt. Klasse Job, Herr Rausch ! Danke !

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      bochum

      Total daneben Marko. Du hast offensichtlich den Prophet-6 nicht selber intim ausprobiert, parallel mit einem P5rev2. Gib mir ein Sound-Beispiel, ich werd’s Dir beweisen.

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    AMAZONA Archiv

    Super Synth aber…. Kommt es nur mir so vor als ob die Potis nicht livetauglich und Filterfahrten nur mit Abstufungen möglich sind? Programmiert scheint das ja super zu funktionieren. Der Prophet 8 hingegen gefällt mir immer besser. Bi-timbral, 8 Stimmen und OSC-Mod des Filters. Mir fehlt der echte! Mehrwert. Bis auf den Namen nix frisches. Genauso wie der Prophet 12 kein besserer Poly-Evolver ist. Features sind halt nicht alles. DS tritt m.M.n. eher auf der Stelle.

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      AMAZONA Archiv

      Die Nachfrage nach Vintage Synthesizern scheint ungebrochen, ebenso wie der Wunsch nach analogen Polyphonen, die sich zumeist an den Legenden orientieren (sollen). In diesem Kontext mutet „auf der Stelle treten“ als Sickerwitz an.

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    mdesign  

    …kann man einen synthesizer-test humorvoll, spannend und gleichzeitig sehr kompetent schreiben? man kann. der artikel ist ein vergnügen. danke!

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    Steinklopfer  

    Ich habe den Prophet 8 sicher insgesamt 10 Mal beim Musikhändler meines Vertrauens angespielt, zumal ich nach einem Prophetklang suchte. Nie hatte mich dieser restlos überzeugt. Nie war ich endgültig zufrieden mit dem, das ich diesem entlockte. Den Prophet 6 habe ich zwei Minuten ausprobiert und danach spontan gekauft. Schon ewig suchte ich nach genau dem. Es ist ein Arbeitstier, das einfach genial klingt. Wem eine Tr-8 genügt als 808, kauft sich besser einen 8er, zumal diese auf Ebay derzeit immer wieder sehr günstig zu haben sind und weil dieser mehr Komplexität bietet. Bei Tr-8 war’s bei mir das Gleiche – ausprobiert und nach 10 Minuten die Freude verloren, danach eine originale ersteigert, diese Kick ist für die Ewigkeit. Ich höre einen Unterschied auch im Blindtest auf meinen iPadspeakern. Das schöne am Prophet 6 ist, dass er einfach immer nur verdammt gut klingt. Er könnte meines Erachtens sogar in der Liga der besten überhaupt mitspielen. Ich habe schon alle Jupiters, Junos, Oberheims, PPGs, Moogs, Arps, Prohpets gehört und bin der Meinung, dass dieser Synthesizer in dieser Liga durchaus ohne Probleme bestehen kann. Das letzte Mal war das beim Andromeda der Fall – seitdem gab’s etwas ähnlich klingendes schlicht nicht. Meine Meinung.

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      Tyrell  RED 1

      Bin sehr gespannt auf den Vergleich von KPR, bei dem er nächste Woche den 8er und den 6er vergleicht. Ich glaube ja nicht, dass der 8er so viel schlechter abschneidet.

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        maga

        Ich bin auch sehr gespannt auf den Vergleich.
        Wobei mich „besser“ oder „schlechter“ überhaupt nicht interessiert, sondern ich bin einfach auf die Unterschiede gespannt.
        Was einen besser „gefällt“ muss dann jeder selbst entscheiden….
        (mein 6er kommt demnächst, aber nen 8er würd ich auch nicht von der Bettkante stossen…. ;-))

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          Steinklopfer  

          Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich berichten: Prophet 8 klingt mächtiger, grösser, verlangender, beanspruchender, grolliger, tiefer, schwerer, einnehmeder, vangelis-er. Prophet 6 klingt gremiger, moderner, spritziger, frecher, mixfreundlicher, schneller, jünger, einfacher (im positivem Sinn), vielseitiger (nicht im Sinne der soundtechnischen Möglichkeiten, sondern im Sinn der klangtechnischen Offenheit), leichter. Meine Meinung.

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        Steinklopfer  

        ich Trottel hab in meiner Antwort Prophet 10 mit Prophet 8 verwechselt. Hab ich heute beim neuen Vergleich gemerkt ^^

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      theriverwillflow

      hallo, danke für deinen ausführlichen Kommentar. ich überlege mir, ob ich den Prophet 6 oder den neuen oberheim 6 kaufen soll – oder empfiehlst du noch einen anderen Synthesizer?
      Ich brauche ihn für folgendes:
      – live spielen
      – suche fette flächen, päds
      – einfach arpeggios programmieren, live bedienen
      – live oder programmiert päds verstellen können
      – benutzung auch für leadsynthesizer-sounds
      – pads für 80er, Chillwave, chillout usw

      danke für deine hilfe

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        Steinklopfer  

        Hallöchen – Das kann ich Dir nicht endgültig beantworten, klingen diese doch entsprechend verschieden. Die Verarbeitung wird wohl ähnlich sein. Ein Oberheim klingt einfach eher Padig Schwer Träge Warm mit Kalteinschlag (nach meinem Empfinden) währenddessen ein Prophet eher Brassig, Direkt und nur Warm dünkt. Du wirst diese Frage nur durch ein Ausprobieren beider Synths beantworten können. Oberheim ist weniger explizit meins, aber auf alle Fälle extrem charakteristisch. Ich würde den Prophet als klanglich flexibler bezeichnen (also weniger assoziativ).

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    patilon

    Danke für den schönen Testbericht!

    Ich finde das Aftertouch-Verhalten ja ehrlich gesagt miserabel. Im Vergleich zu Mopho/Prophet 8 ist das Filter nicht wirklich feinfühlig zu kontrollieren und geht eher schlagartig von einem Zustand in den anderen über. Daher für mich nur mit sehr geringen Amount-Werten nutzbar.
    Zweites Minus, dass der Tune-Regler meiner Meinung nach auf die Oberfläche gehört, nicht ins Global-Menü.
    Zudem ist die Qualitätskontrolle bei DSI ziemlich schlampig und so sind einige Prophets im Umlauf, die an schiefen Potis/Displays.. leiden.
    Abgesehen davon schönes Gerät und sehr zufrieden damit! Anders als bei monophonen hab ich auf alte polyphone wegen höherer Anfälligkeit aufgrund der Bauteilmenge schon länger keine Lust mehr und nehme das Fehlen des letzten Quäntchens Unberechenbarkeit daher mittlerweile bereitwillig in Kauf, zumal die Bedienung hier endlich wieder Spaß macht, weil sich nicht 2 Hüllkurven 4 Regler teilen müssen, yeah!

    Die Midi-Ausgabe des Sequencers/Arpeggiators könnte eventuell noch über ein Firmware-Update nachgereicht werden oder nicht?

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    Viertelnote  AHU

    Ein sehr guter Test, der alles beinhaltet, mit sehr viel Liebe zum Detail.
    Ein Vergleich Prophet-6 vs. 08 würde mich brennend interessieren.
    Zum Prophet-6: Ich hatte viele Jahre einen Prophet-600. Der 6er ist vom Klang her typisch Sequential. Minuspunkte meinerseits wären die nur 4-Oktaventastatur, magere LFO Ausstattung und das Fehlen eines Displays um Soundnamen zu vergeben, aber auch um Klänge zu kategorisieren-das gehört für mich einfach dazu. Ansonsten hat Dave Smith wieder (fast) alles richtig gemacht. Ein großartiger Synth zu einem angemessenen Preis.

    mfG

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    AMAZONA Archiv

    Der 6er scheint was für Puristen zu sein. DS tritt für mich deswegen auf der Stelle weil er lediglich seine Technologie diversifiziert. Mopho, Tetra, Mophox4, Evolver etc. Stünde auf dem 6er nicht „Sequential Prophet-6“ wäre dieser weitaus schwieriger zu verkaufen, vor allem weil der 8er zwei Stimmen mehr und zwei unabhängige Synthparts hat. Die hybride Tempest ist für mich die wahre Weiterentwicklung im Sinne eines Poly Evolver 2 mit Live-Features. Die lange Reifezeit der Tempest spricht da für sich. Da kommt hoffentlich noch mehr! ;)

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    TobyB  RED

    Hallo Klaus,

    saubere Arbeit! Der Basslauf 504 morodert wirklich Disco :-) Ich hatte den Prophet bei „Schmidt“ Musik in FFM vor dem Urlaub angetastet und kam sofort klar und bis auf die Tatsache das der Arpeggiator keine Noten sendet gibts nichts zum meckern. Ich setz ihn mir auf die Liste.

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    Atomicosix  

    Die vielen negativen Bemerkungen und Ansichten (siehe auch Sequencer Forum) bezüglich des SCI Prophet 6 kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich finde hier hat sich Dave Smith selbst übertroffen. Das ist einfach ein super Synthesizer! Er ist besser als seine andern DSI Poly-Synth, besser als die Oberheim Matrix Synth, besser als die Juno’s und JX sowieso. Er ist eine gute Mischung aus Tradition und modernen Features. Mit dem Pan Spead kann man z.Bsp. einen alten Oberheim OBX immitieren (…). Für die Soundverwaltung sollte man einfach einen Software-Editor benutzen. Der sehr hohe Anschaffungspreis liegt auch am (für uns) schlechten Dollarkurs. Ein guter Test von einem sehr guten Synthesizer der das Zeug zum Klassiker hat.

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      AMAZONA Archiv

      Was heißt besser? Weil er leistungsfähiger ist, weil er mehr Möglichkeiten bietet? Der Prophet-6 klingt ohne Frage gut aber er kann nie wie ein Roland JX oder Juno und schon gar nicht wie ein OB-X klingen. Schon mal einen OB-X gespielt? Das ist überhaupt nicht vergleichbar und man sollte ihn auch nicht vergleichen. Ich würde einen Juno-60 dem Prophet-6 klanglich immer vorziehen, denn der Klangcharkter ist reine Geschmackssache.

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        c.hatvani  AHU

        Da hat Marko schon recht, einen Juno-60 klanglich nachzubauen ist nicht ohne weiteres möglich. Aber vielleicht kommt ja der neue OB-6 etwas an den OB-X ran? :-) Wobei ich zugeben muß, daß ich die wirklich großen Oberheims noch nie gespielt hatte…

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    costello  RED

    Zu den Mitbewerbern müsste man fairerweise auch den Pro 12 von Creamware/Sonic Core zählen. Zwar nur noch gebraucht erhältlich, trifft er doch den Klangcharakter des alten Prophet 5 besser als der 08. Den neuen 6er konnte ich noch nicht selber antesten.

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    olduser  

    Ich hatte das Vergnügen den P5 zu besitzen, bisher kam kein DSI da ran, dauerde Drahtbrüche der Tastatur und fehlende Kontroller haben mir den Spass vermiest, der Sequential kommt schon in die Nähe. 4 Oktaven sind bei dem Preis ein NO GO für mich.
    Toller Test Klaus , ohne Effekte wäre er für mich aussagekräftiger, aber ich werde ihn testen!!!

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    laubi  

    Da ich schon einige Erlebnisse mit vintage Schlachtschiffen hatte, kann ich bestätigen, daß ein analoger Polyphoner einen besonderen Reiz hat. Bei DSI hat sich das „stimulierende auditive Glücksgefühl“ bisher nicht wirklich einstellen können – der Prophet-6 kanns schon besser, dennoch fehlt es mir noch an Klanggewalt und Klangtiefe. Die oberen Frequenzen empfinde ich eher als flach, leicht trashig – eine DSI Charaktereigenschaft, nicht unbedingt negativ gemeint, aber luftige, seidige Höhen gefallen mir halt besser als brizzelnde, obwohl die alten Prophets auch sägen können… Wer mal zum Vergleich reinhören möchte, auf soundcloud (hans-laubreiter) hab ich dem SCI T-8 mal auf den Zahn gefühlt: https://soundcloud.com/hans-laubreiter/sequential-circuits-prophet-t8-with-midi-vel127-max-env-peaks

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    k.rausch  RED

    Kleine Ergänzung zum Test: Vorgestern hat das Team mit der Abkürzung „OMOM“ eine Extrasoundbank mit weiteren 300 Presets offiziell vorgestellt. Wer diese „Old Man of MIDI“ (= OMOM) sind, und was die selber zu den Sounds meinen und wie es überhaupt dazu kam, das alles kann man hier nachlesen, und natürlich die Soundbank kostenlos downloaden: http://www.....prophet-6/

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    Tyrell  RED 1

    Ich habe zugeschlagen und mir dieses anbetungswürdige Teil gekauft. Obowhl ich zunächst skeptisch war, hat mich dann doch der Sound und vor allem die Bedienung auf Anhieb überzeugt. Kein Display, keine umständlichen Menüs – einfach loslegen, schrauben, speichern – und das beste – klingt eigentlich IMMER gut. Ich persönlich mag auch die kleine Tastatur. Bin jetzt kein virtuoser Pianist und schätze es sehr, dass endlich auch ein Case ohne Muskelprotz zum Gig geschafft werden kann ;-)

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    Sudad G  

    Sehr schöner und ausführlicher Testbericht!
    Allerdings hoffe ich bzw. glaube ich, dass aus dem Prophet-6 noch einiges mehr rauszuholen ist, als es die Presets derzeit demonstrieren – denn diese erinnern mich doch sehr an meinen Waldorf Blofeld, der „nur“ digital und daher wesentlich günstiger ist. Bei den vorgestellten Pads klingt mein Roland SuperJX auch wesentlich breiter und analoger. Ich denke man muss sich mit dem Instrument intensiv beschäftigen und die mäßig klingenden Werkspresets durch eigene ersetzen. Diese zeigen zwar, was alles so an Modulationen und Kuriosem möglich ist, aber mir fehlt halt bei den Hörbeispielen so ein bißchen der berühmte „Wow – muss ich haben“ Effekt – gerade bei einem Preis von knapp über 3.000,- EUR. Da müsste eigentlich mehr rauskommen als das, was man eh schon von einem VA (Blofeld) oder VSTi (Diva) bekommt.

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      AMAZONA Archiv

      Der Prophet-6 kann nie wie ein JX oder Juno klingen selbst wenn man ein Sounddesigner-Gott ist. Er hat einen sehr spezifischen Grundklang der, ich würde sagen „modern analog“, angehaucht ist. Egal wie man es dreht und was man dreht, es wird nie so wie ein Roland, Oberheim oder selbst wie ein Prophet-V klingen. Das ist aber auch gut so.

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        Synthpark

        je länger ich in die Soudnbeispiele reinhöre, desto mehr wired klar, dass modern anscheinend gleichbedeutend mit totem Klang ist.

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    Sudad G  

    Natürlich klingt ein JX nicht wie ein Oberheim und ein Moog nicht wie ein Prophet. Das ist auch gut so. Was ich meinte ist, dass für mich die vorgestellten Werks-Presets bzw. Hörbeispiele nicht nach einem Synthesizer der 3.000 EUR Klasse klingen. Da hätte ich mehr Kauf animierende Sounds erwartet. Hatte ihn auch noch anders in Erinnerung als ihn Dave zum ersten mal auf der NAMM vorstellte und kenne sehr gut den Prophet 08. Ich denke aber, dass dies eher an dem eingebauten Effektprozessor liegt, den man ja zum Glück komplett abschalten kann. Und dann halt ran ans Programmieren, was bei solch einem Synthesizer Spaß machen dürfte.

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    reuterkiez

    ein schöner synth, klingt allerdings etwas statisch, künstlich, warmer analog sound ist was anderes .. trotzdem ein instrument, was spass macht.

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      c.hatvani  AHU

      Hör Dir mal die Sounds unten an, vielleicht hängt auch viel von der Programmierung ab:

      https://www.youtube.com/watch?v=3qQ_HpVYdVA

      Das Video zeigt, was ich nach längerer Beschäftigung mit dem Prophet-6 herausgeholt habe… ich finde, das Teil klingt ganz ordentlich.

      Ganz Unrecht hast Du aber nicht, die Oszillatoren klingen schon etwas statischer/künstlicher als bei einem Prophet-5 oder Jupiter-8… aber das ist z. B. bei Roland JX-3P oder Crumar Bit-99 Oszillatoren im Vergleich auch der Fall.

      Mein Fazit: der Prophet-6 klingt immer noch sehr gut, aber einen Prophet-5 ersetzt er nicht, obwohl ich es mir insgeheim gewünscht hätte. Fairerweise muß ich dazu sagen, daß viele den Unterschied gar nicht bemerken werden, bzw. gar nicht interessiert – je nach Sounds die man mit dem Synth machen will oder je nach Anspruch oder Gehör.

      Vielleicht läßt sich diese unberechenbare Komponente im Sound mit heutigen (und gleichzeitig bezahlbaren) Mitteln nicht so gut hinbekommen… Vielleicht ist es auch legitim, daß es nun mal nicht möglich ist, den Sound einer damals teuren Luxuskarosse vollgepackt mit analoger Technik in eine 3000,- Euro Kiste mit modernster Elektronik zu packen. Man kann nicht alles haben.

      Nichtsdestotrotz: ein sehr musikalischer und inspirierender Synthesizer mit sehr brauchbaren Sounds – super klingende Musik kann man damit auf jeden Fall machen :-).

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    iggy_pop  AHU

    Warum muß das alles so zwergenhaft sein? Klar, Standardisierung der Baugrößen, Einkaufsmengen, Kalkulationen… alles richtig. Aber ein Polysynth mit nur vier Oktaven? Selbst die Pupskisten aus den 1980ern (Polysix, Juno) hatten fünf Oktaven. Die Argumentation, man könnte die Ansteuerung über MIDI-Mastertastatur vornehmen, halte ich für irgendwie nicht sinnstiftend — ungefähr so wie „man kann sein Auto auch vom Beifahrersitz aus fahren“.

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    gaffer  AHU

    Ich finde die Entscheidung zur kleingekastelten Oberfläche kleingeistig. Sieht einfach nur furchtbar aus, diese Rähmchen! Ich weiss, wie vor 35 Jahren. War auch damals schon schlimm. Und er kann es besser, siehe P2/12

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      steme  

      tja, so verschieden sind die Geschmaecker. Fuer mich ist das eher umgekehrt der Fall: Ich finde das Design des Prophet 6 schlicht klasse. Die Rahmen helfen auch sehr bei der Orientierung (mochte ich schon bei meinem Poly Evolver). Die Optik des P12/Pro 2 entaeuschte mich leider – die rote Farbe spricht mich da gar nicht an. Aber wie gesagt: Das ist halt sehr subjektiv.

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    siebener  

    Ein Test genau nach meinem Geschmack: Von einem mir noch unbekannten Synthesizer will ich wissen, welche Möglichkeiten der (Klang) Synthese mir dieser bietet.

    Der Text ist nachvolzeihbar strukturiert, dh. er orientiert sich am Verlauf des Signales einmal durchs ganze Gerät vom Oszillator zum Ausgang. Was sich wodurch modulieren lässt wird anschaulich dargestellt, nur was genau sich mit Modwheel und Toch ansprechen lässt, wird leider nicht erwähnt. Der Autor vermeidet zudem Sprunghaftigkeiten durchs Thema. Auch werden alle Ein-und Ausgänge des Gerätes aufgezeigt, Midi-Möglichkeiten erwähnt, ect. ect..

    Nach dem Lesen dieses Testes und dem Anhören einiger Klangbeispiele, kann ich mir nun recht gut vorstellen, was mit diesem Teil machbar ist. Danke dafür!!! Solche Test sollte es deutlich mehr geben…..

  21. Profilbild
    c.hatvani  AHU

    So jetzt habe ich mir den Prophet-6 auch geholt! Der Sound des Vorgängers Prophet-08 hat mich nicht wirklich überzeugt, aber der Prophet-6 ist über jeden Zweifel erhaben. In jeder Hinsicht ein echtes Sequential Produkt: typischer Sound, Optik, Verarbeitung, Verhalten, Bedienung, Philosophie… sogar die Chord Memory Funktion bedient man wie beim Prophet-600, und dessen „Assign“ Betriebsart im Arpeggiator findet man im Prophet-6 ebenfalls. Die zusätzlichen Effekte, vor allem Delay und Hall finde ich sehr gelungen, der Hall ist für ein Synth sehr gut.

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