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Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Stems, Effekte und Streaming-Dienste in der kostenlosen DJ-Software

1. Januar 2026
Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Serato DJ Lite – die Light-Version der beliebten DJ Software kann man gratis herunterladen. Und auch wenn jede DJ-Software mehr Spaß macht, wenn man einen passenden DJ-Controller hat, so fangen die meisten erstmal damit an, sich durch eine Software durchzuklicken, bevor man Geld für etwaiges Equipment ausgibt.

Dahingehend dachten wir uns mal, dass wir uns Serato DJ Lite für euch einmal aus dieser Perspektive anschauen. Was bietet das Programm an Features und ist die DJ-Software einsteigerfreundlich? Fragen, die wir heute beantworten möchten, also starten wir direkt mal rein.

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Kurz & knapp
Was ist es? Serato DJ Lite – kostenlose DJ-Software als reduzierte Version von Serato DJ Pro.
  • Funktionsumfang: Übersichtliches Interface, vier Decks, Basis-Effekte und solide Stem-Funktionalität.
  • Workflow: Intuitiv für Einsteiger, trotz kleiner Einschränkungen wie nur vier Cues und fehlender Aufnahmefunktion.
  • Praxis: Flotte Bedienung per Maus oder Shortcuts, inklusive Split-Kabel-Option fürs Vorhören.
  • Zielgruppe & Preis: Ideal für Anfänger, völlig kostenlos und damit perfekt zum Einstieg geeignet.

Die Serato DJ Lite in der Übersicht

Aufgebaut ist Serato DJ Lite wie die Pro-Version. Gleiches Layout, gleiche Farbwahl, auf den ersten Blick gibt es hier keine Unterschiede, wenn man die Ansicht mit der „Erweitert“-Ansicht aus der Pro-Version vergleicht.

Wer sich wundert, wo es den Equalizer und die Effekte gibt, der muss nur oben in die Leiste sehen und kann diese hier genau wie den Sampler einblenden.

Klassisch aufgeteilt haben wir zwei Track-Decks, darunter großzügig über die gesamte Breite des Bildschirms die Waveforms und darunter dann jetzt eingeblendet einen horizontal angeordneten 3-Band-Equalizer, Filter und Crossfader sowie die Effekt-Sektion, mit der sich bis zu drei verschiedene Effekte in Reihe lassen schalten.

Abgeschlossen wird das Ganze dann noch mit der Browser-Sektion, in der wir einerseits durch unsere Playlists gehen können, jetzt aber auch auf Spotify als Streaming-Dienst zugreifen können. Darüber hinaus lassen sich in den Einstellungen auch weitere Streaming-Anbieter wie Apple Music, Beatport, Beatsource, Soundcloud oder Tidal hinzufügen.

Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

So begrüßt uns Serato DJ Lite

Gerade die Browser-Sektion hat durch das neue 4.0 Update die gleichen Upgrades bekommen wie auch in der Pro-Version. Alles ist etwas übersichtlicher und nun können Songs farbig markiert und sogar mit verschiedenen Emojis bewertet werden. Gut, letzteres ist in unseren Augen nicht unbedingt notwendig, aber generell wirkt der Browser gut strukturiert, wobei der Charme der Crates von vorherigen Versionen bestehen bleibt.

Die Track-Decks geben uns dann noch die restlichen Bedienelemente, die wir so brauchen. Hier können Loops gesetzt, das Tempo eingestellt und Hot-Cues abgefeuert werden. Zudem sehen wir hier noch das Stem-Symbol, doch hierzu später mehr.

Wer genau hinschaut, sieht auf der linken Seite dann noch die Zahlen 1 und 3 und auf der rechten Seite 2 und 4. Tatsächlich können wir auch mit Serato DJ Lite gleichzeitig vier Decks bespielen und mixen. Hierbei muss man dann auch in Hinblick auf Equalizer oder Volume-Fader immer schnell umschalten, dennoch finden wir es erwähnenswert, dass es hier umsonst die Kontrolle über vier Decks gibt.

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Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Effekte und EQ können ein- und ausgeblendet werden

Die Effekte von Serato DJ Lite

Die Effekte von Serato DJ Lite sind überschaubar, aber vernünftig ausgewählt. Es stehen die Effekte LPF, HPF, Flanger, Echo, Reverb und Phaser zur Auswahl. Hinzu kommt noch ein Filter pro Kanal, der wahlweise auch als bipolares Dub-Delay verwendet werden kann. Hiermit lässt sich doch arbeiten! Den einzigen Wermutstropfen, den wir anmerken können, ist, dass die Effekte lediglich im Timing angepasst werden können. Bei LPF und HPF wäre es schön, die Resonanz des Filters einstellen zu können oder beim Delay das Feedback. In einer kostenlosen DJ-Software und gerade für Beginner sind diese Funktionen jedoch hintenanzustellen. Klanglich hauen uns die Effekte nicht vom Hocker, aber diese erfüllen voll und ganz ihren Zweck.

Stem-Funktionalitäten in der gratis DJ-Software

Tatsächlich stehen Nutzern in Serato DJ Lite die gleiche Funktionalität hinsichtlich Stems zur Verfügung, die auch Pro Nutzer haben.

Serato hat generell recht früh einen sehr gut klingenden Algorithmus hinsichtlich der Stem-Separierung gehabt und dass es hier keine Beschränkungen in der kostenlosen Software gibt, möchten wir natürlich positiv hervorheben. Zuletzt haben wir Traktor Play getestet, dessen Testbericht wir euch hier verlinken. Diese beschränktere Version von Traktor kostet immerhin 47,- Euro und ermöglicht euch in Sachen Stems lediglich das Stummschalten der Drums. Im direkten Vergleich ist Serato DJ Lite das wirklich charmant.

Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Stems können in einem eigenen Tab stummgeschaltet werden, was visuell in der laufenden Waveform angezeigt wird

Unterschiede zwischen Serato DJ Lite und der Pro Version

Natürlich möchten wir einen Blick auf die Unterschiede der beiden DJ-Softwares werfen. Serato DJ Pro hat nämlich einen regulären Kostenpunkt von 249,- Euro. Jedoch kann man die Software durch das Anschließen von verschiedenen DJ-Controllern, Mixern oder Soundkarten freischalten, ohne die Vollversion kaufen zu müssen.

Die gröbsten Unterschiede, die uns beim 1:1 Vergleich aufgefallen sind, hielten sich jedoch im Rahmen, sodass man Serato DJ Lite als DJ-Software schon ernst nehmen kann. Statt acht Cue-Points pro Track hat man mit der Lite-Version lediglich vier. Ebenso sind auch die Slots im Sampler auf vier limitiert. Die Möglichkeit einer anderen Ansicht oder der Aufnahme seiner Mixe ist deaktiviert. Zudem ist die Palette, wie bereits angeführt, recht überschaubar. Dass die Quantize-Funktion der Pro-Version exklusiv ist, finden wir etwas übertrieben, aber auch das oder die fehlenden Stem FX sowie der nicht aktiviere „Daylight“-Mode sind keinerlei Dealbreaker.

Wir können hierbei sagen, dass es natürlich toll ist, mehr Möglichkeiten zu haben, aber in einer Software, die kostenlos ist, finden wir die Auswahl an Effekten gelungen und die restlichen Restriktionen sind überschaubar und hindern uns nicht im Workflow. Zudem finden wir dies auch einsteigerfreundlich, da man hier Anfangs nicht völlig überfordert wird.

Serato DJ Lite in der Praxis

Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Mixen mit Serato DJ Lite

Das Auflegen mit Serato DJ Lite geht gut von der Hand. Da wir uns gerade nur mit der Maus durchklicken, verwenden wir auch dreist den Sync-Button, so müssen wir nicht unbedingt vorhören. Jedoch haben wir in den Einstellungen die Möglichkeit gesehen, dass man ein Split-Kabel anschließen kann und so einen extra Ausgang für die Verwendung von Kopfhörern hat. Das finden wir super, leider haben wir aktuell keinen solchen Adapter hier.

Wer möchte, kann natürlich auch den Pitch-Fader händisch bedienen und mit dem Plus- und Minus-Button den Takt angleichen. Klassisches Beatmatchen ist also auch nur in der Box möglich.

Für uns ist die horizontale Ausrichtung des 3-Band-Equalizers etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ist eben die Macht der Gewohnheit. Nichts, worauf man sich nicht einlassen könnte und vor allem nichts, was einen stört, wenn man gerade erst anfängt.

Eine Sache, die wir uns wünschen, ist, dass ein Doppelklick auf ein Equalizer-Band dieses sofort in die 12-Uhr-Position bringt. In der aktuellen Version gibt es einen kleinen Punkt über den jeweiligen Bändern, der dies tut, jedoch ist das Doppelklicken in vielen DJ-Softwares verbreitet und erfordert weniger Präzision, was dankbarer ist, um schnell beim Drop passend den Bass reinzudrehen, aber dieses Band nicht durch eine ruckartige Bewegung zu übersteuern.

Wenn man ein wenig Zeit investiert, ist es zudem wirklich ordentlich, was man alles mit Shortcuts bedienen kann, sodass hier auch etwas komplexere Operationen als nur das einfache Klicken mit der Maus stattfinden kann.

Generell läuft alles recht smooth, egal ob Loops setzen und kürzen oder verlängern, Cues triggern, auch wenn es nur vier sind und das Herumexperimentieren mit Stems. Dies ist jedoch nur für eigene Musikdateien verfügbar. Wer also auf Spotify oder andere Streaming-Dienste für seine Musik zurückgreift, kann hier nicht mal eben die Drums oder das Vocal stummschalten. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass es sich hier nicht um die Pro-Version handelt, sondern ist, soweit wir wissen, auch bei allen anderen DJ-Softwares nicht möglich.

Doch auch das Laden via Spotify funktioniert schnell und zuverlässig. Dass der größte Streaming-Anbieter nun bei fast allen DJ-Softwares verfügbar ist, ist schon eine coole Sache und lädt einfach dazu ein, Songs miteinander zu mixen, die man sonst so nicht auf dem Schirm hätte.

Die Zielgruppe der DJ-Software

Die Zielgruppe richtet sich natürlich an Einsteiger. Mit der DJ-Software kann man die verschiedenen Facetten des Auflegens ausprobieren und ein Gefühl für die Software bekommen. Wenn es dann doch etwas mehr als nur reines Mausklicken sein soll, gibt es eine Reihe an DJ-Controllern, mit denen man die Software steuern kann.

Test: Serato DJ Lite, kostenlose DJ-Software

Auch nur mit Maus und Tastatur kann man hier viel Spaß haben

Der Preis von Serato DJ Lite

Wie eingangs erwähnt, ist Serato DJ Lite kostenlos, sodass man die DJ-Software einfach herunterladen und selbst testen kann. Das macht es natürlich super zugänglich, was uns freut, da man hier einfach ohne Kosten ausprobieren kann, ob man am Auflegen an sich Spaß hat.

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Fazit

Serato DJ Lite macht in unseren Augen alles richtig. Auch wenn die DJ-Software mit einem passenden DJ-Controller mehr Spaß macht, bekommt man hier kostenlos eine Vielzahl an Möglichkeiten an die Hand. Spotify als Streaming-Dienst ermöglicht den schnellen Start ins Auflegen ohne eigene Musikbibliothek, die Auswahl an Effekten deckt alles großflächig ab und dass wir sowohl vier Decks bespielen können als auch die Stem-Funktion der Pro Version erhalten, finden wir klasse.

Wer einmal ein wenig ausprobieren möchte, ob Auflegen etwas für einen ist, der kann sich diese DJ-Software guten Gewissens herunterladen und ein wenig ausprobieren.

Plus

  • Stems wie in der Pro-Version
  • Spotify als Streaming-Dienst
  • neue Library wie in der Pro-Version

Minus

  • kein Quantize, Recording oder Stem-FX

Preis

  • kostenlos
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Kundenbewertung:
(122)
Forum
  1. Profilbild
    Woody

    Die Tastenbelegung „Flucht“ finde ich super. Ein Hoch auf die moderne Technik 😄
    Aber dennoch schön, was heute für lau möglich ist.

  2. Profilbild
    Dirk

    „Wer sich wundert, wo es den Equalizer und die Effekte gibt, der muss nur oben in die Leiste sehen und kann diese hier genau wie den Sampler einblenden.“

    Bei mir wird das nicht angezeigt. Kann es sein, dass man hierfür einen kompatiblen Controller benötigt?

    • Profilbild
      The Droids RED

      @Dirk Hey Dirk, auf deinen Kommentar hin haben wir uns das Ganze noch einmal angeschaut und nachdem wir das Programm auf einem anderen Rechner neu heruntergeladen haben und uns einen neuen Account erstellt haben, stehen wir vor dem gleichen Problem wie du und uns wird die Option zum Einblenden von Effekten oder EQ nicht angezeigt.
      Die fehlenden Funktionen werden auf der Webseite von Serato DJ Lite auch mit angeführt, sodass wir hier jetzt den Hersteller anschreiben werden, um nachzufragen, womit dies zusammenhängt.

      Sobald wir eine Rückmeldung erhalten haben, melden wir uns und aktualisieren dementsprechend auch den Artikel.
      Danke für deinen Hinweis!

  3. Profilbild
    Woody

    Ich habe mir das Programm gestern Abend mal näher angesehen und war enttäuscht.
    Um das Programm nutzen zu können, muss man sich einloggen. Ob das auch ohne aktive Netzanbindung geht, habe ich jetzt nicht getestet, ich war so schon ein wenig bedient.
    Anders als im Bericht hatte ich, wie schon von anderer Seite erwähnt, ebenfalls keinen EQ, keine Effekte und auch nur 2 Decks.

    Die Analyse der Lieder war eher mau, bei 10 Liedern musste ich knapp die Hälfte nachjustieren und auch dann klappte es mit dem Tempo oder den Loops nicht sonderlich gut.
    Die Stem-Funktion lieferte auch recht mittelmässige Ergebnisse, aber das hängt wahrscheinlich von der Stilistik ab. Bei einem Lied mit recht minimalem Arrangement (dr, b, synth, vox) hat es ganz gut geklappt, bei einem 80er Synthpop ganz und gar nicht.

    Auch das Verhalten der Decks hat mich etwas irritiert;
    Einstellungen dazu habe ich keine gefunden, aber vielleicht ist das in der Vollversion anders.
    Ich war ein wenig enttäuscht, was allerdings auch mit den nicht zutreffenden Ankündingungen im Bericht zu tun hatte und habe das Programm nach zwei Stunden rumspielen wieder entfernt.

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