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Test: Serato Studio, Digital Audio Workstation

Die perfekte DAW für DJs und Sample-Fanatiker?

5. Januar 2026
serato studio test daw

Serato Studio, Digital Audio Workstation

Serato Studio ist eine vollwertige DAW, die sich vorwiegend an DJs und Produzenten bestimmter Genres richtet. Mit einem großen Fokus auf Beatmaking ist sie vor allem geeignet für die Bereiche Hip Hop, Drum’n’Bass und all ihren Subgenres. Wir zeigen euch in folgendem Testbericht, was Serato Studio so interessant macht und für wen sich diese DAW am besten eignet.

Kurz & knapp
Was ist es? Serato Studio ist eine Digital Audio Workstation von Serato, die sich mit starkem Fokus auf Beatmaking vor allem an DJs und Einsteiger richtet.
  • Zielgruppe: Ideal für DJs, Hip-Hop- und Drum’n’Bass-Produzenten sowie Einsteiger, die schnell Ergebnisse erzielen wollen.
  • Workflow: Sehr intuitiv und DJ-nah, mit Sample-Deck, Slicing, Echtzeit-Stem-Separation und Pitch’n’Time-Algorithmus als Highlights.
  • Ausstattung: Solide Grundfunktionen für Produktion und Arrangement, aber eingeschränkte Editiermöglichkeiten bei Effekten und Instrumenten.
  • Stärken: Schnelles, kreatives Sampling und einfache Export-Funktionen machen Serato Studio besonders praxisnah.
  • Einschätzung: Als Haupt-DAW für Einsteiger überzeugend und als Ergänzung für Profis sinnvoll, für Mixing und Mastering jedoch nur bedingt geeignet.

Bewertung

Serato Studio

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Serato – vom Club ins Studio und wieder zurück

Serato, genauer gesagt der Mitbegründer Steve West, hatte bereits 1999 den heute so beliebten Pitch’n’Time-Algorithmus entwickelt. Im Jahr 2000 folgten Serato Noisemap und die Scratch-Edition, womit es erstmals möglich war, digitales Audio mit einer Vinyl zu kontrollieren.

Serato hatte dann gemeinsam mit Rane 2004 ihr erstes digitales DJ-System namens Rane Serato Scratch Live, bestehend aus Software, Interface und Timecode-Vinyls, auf den Markt gebracht. Ich kann mich noch sehr gut an diese Zeit erinnern und daran, wie sehr es das DJ-Dasein revolutionierte.

Nach zahlreichen weiteren Projekten wie Whitelabel.net, Serato Itch, Video-SL und weiterer DJ-Software folgten zwischen 2017 und 2019 die heute aktuellen Tools Serato Sample, Serato DJ Pro und Serato Studio. Hier legte man im letzten Jahr noch mit Serato Hex FX nach, einem Multi-Effekt-Plug-in, in dem sich über 45 Effekte in einer Kette aneinanderreihen lassen.

Mit Serato Sample und Serato DJ hat man gekonnt eine für DJs gewohnte Arbeitsumgebung geschaffen, um den Einstieg in den Bereich Musikproduktion so einfach wie möglich zu gestalten.

Wer bereits mit Serato DJ Pro arbeitet, bekommt eine gewohnte Arbeitsumgebung mit Serato Studio

Technische Spezifikationen von Serato Studio

Zunächst ein paar Fakten in Zahlenform:

  • maximale Bittiefe: 32 Bit
  • maximale Abtastrate: 96 kHz
  • Anzahl an Audiospuren: unbegrenzt
  • unterstützte Plugin-Formate: VST2, VST3, AU (alle in 64 Bit)
  • unterstützte Audioformate: wav, aif, aiff, flac, mp3, ogg, aac, alac, aifc, mp4, m4a
  • unterstützte Videoformate (Video-Audio-Decodierung): dv, mpg, mpeg
  • Betriebssystem: Windows 10 oder höher, macOS 10.13 oder höher
  • benötigter Speicherplatz: 5 GB

Das Setup-Fenster von Serato Studio

Das erste Projekt mit Serato Studio

Im Startmenü von Serato Studio kann man sich, um ein neues Projekt zu erstellen, zwischen „New Beat“ oder „New DJ Edit“ entscheiden. Für die Beat-Optionen stehen Templates aus den Genres HipHop/Rap, Trap, House/Techno, EDM und Dancehall/Latin bereit. Die Templates beinhalten lediglich spezifische Drum-Racks und Tempoeinstellungen.

Startet man ein DJ-Edit-Projekt, wird direkt ein Audio-Deck erstellt und ein Song lässt sich so sehr schnell in Songstrukturen unterteilen und Cue-Punkte, Tempo und Tonhöhe können angepasst werden.

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Die Startseite von Serato Studio

Bedienoberfläche und Aufbau von Serato Studio

Die Bedienoberfläche von Serato Studio ist zunächst in drei Fenster aufgeteilt. Die obere Hälfte zeigt ein ausgewähltes Sample-, Drum- oder Instrument-Rack an, auf die ich im Folgenden noch genauer eingehen werde. Daneben wird entweder ein Noten- oder ein Step-Sequencer angezeigt. Mittig platziert sitzen immer zwei Mixing-Kanäle, jeweils für das Pad und das gesamte Deck, mit Gain, einem 3-Band-EQ, einem DJ-Filter und Panning- und Lautstärkeregler.

Die untere Hälfte lässt sich wahlweise als Library-Browser oder als Arrangement-Fenster nutzen. Der Library-Browser hat die Kategorien Serato DJ Library, Projects, Drums, Audio Samples und FX. Das Arrangement erfolgt linear.

Die Bedienoberfläche ist in bis zu drei Sektionen unterteilt

Tool Bar

In der obersten Leiste befindet sich die Tool Bar. Von links nach rechts angeordnet gibt es hier die Tempoeinstellung mit Tap-Funktion, die Tonart für das Projekt und zwei Schalter für die FX-Sektion sowie die Mixer-Ansicht. Rechts daneben sitzen das Metronom und eine Quantisierungsoption.

Am rechten Rand gibt es ein Hilfe- und ein Einstellungsmenü sowie eine Schaltfläche für das Nutzerprofil. Hat man auf der Herstellerseite seine Lizenz aktiviert, erscheinen hier im Menü des Nutzerprofils Optionen für kostenlose Sound-Packs und die Möglichkeit, einen Serato-Studio-Guest-Pass an einen Menschen seiner Wahl zu schicken, womit jener einen Monat kostenlosen Zugang zur Vollversion von Serato Studio erhält.

Die Toolbar (oben) mit den Optionen zum Nutzerprofil (rechts)

Sample Deck

Das Sample Deck ist wahrscheinlich das herausstechendste Merkmal von Serato Studio. Im Prinzip ist hier die Software Serato Sample integriert, mit der sich Samples mit einem Mausklick in Slices und auf die 16 Pads aufteilen lassen. Die große Wellenformansicht und das Setzen der Cue-Punkte sowie das Scrubbing sind identisch mit allen bisherigen DJ-Softwares von Serato. Das soll DJs helfen, einen leichteren Einstieg in die Materie zu finden.

In der obersten Zeile gibt es eine Play-Taste zum Starten und Stoppen innerhalb des Sample Decks. Daneben gibt es Funktionen wie Monophonie/Polyphonie, Hold- und Trigger-Modus für den Positionszeiger und eine Echtzeit-Stem-Separation mit Mute-Tasten für Vocal, Melody, Bass und Drums. Das Pfeilsymbol rechts daneben öffnet ein Submenü, in dem sich diese vier Gruppen auch im Pegel anpassen lassen.

Ebenfalls aus den Serato-DJ-Softwares bekannt ist das Deck Info Display. Hier werden Interpret, Titel, Tonart, BPM und Spieldauer angezeigt. Rechts daneben lässt sich die BPM anpassen, mit einer Schaltfläche für Double- und Halftime. Um das Sample dem Projekt anzupassen, gibt es noch eine Sync-, Key- und Detune-Funktion.

In der besagten Wellenformansicht lässt sich in einem kleinen, schmalen Fenster die Wellenform des ganzen Songs oder Samples anzeigen. Darunter erhält man einen deutlich vergrößerten Ausschnitt, um Transienten besser erkennen und Cue-Punkte akkurat setzen zu können. Zur Bearbeitung gibt es noch eine Freeze- und eine Grid-Funktion, eine Hüllkurve, bestehend aus Attack- und Release-Zeit mit einem Maximum von jeweils 10 Sekunden sowie Timestretching und Transponierung. Dazu lassen sich auch einzelne Slices rückwärts abspielen und favorisieren. Letzteres ist nützlich, wenn man mit der Autoset-Funktion arbeitet.

Die Autoset-Funktion erstellt automatisch Slices nach fünf wählbaren Algortihmen:

  • Find Samples: Algorithmus der Cue-Punkte zufällig, aber taktgenau generiert
  • Set Slicer: 32 Cue-Punkte in voreingestellter Länge
  • Set Random: 32 Cue-Punkte, zufallsgeneriert
  • Key Shift Pad: einzelnes Pad wird auf alle 32 Pads dupliziert
  • Serato DJ: lädt Cue-Punkte aus Serato DJ

Dazu gibt es noch einen Keyboard-Modus. Mit ihm lässt sich ein ausgewähltes Pad chromatisch über einen MIDI-Controller oder die Tastatur spielen. Eine Play-in-Key-Funktion ist hier ebenfalls untergebracht.

Zum Programmieren steht ein Noten-Sequencer zur Verfügung. Auf den ersten Blick scheint er sehr rudimentär, aber es lassen sich Velocity-Werte festlegen und Automationen einzeichnen.

Das Sample Deck von Serato Studio

Drum Deck

Das Drum-Deck in Serato Studio ist ähnlich aufgeteilt, mit dem wesentlichen Unterschied, dass bei der Wellenformanzeige die obere Menüleiste fehlt und anstelle des Noten-Sequencers ein Step-Sequencer erscheint.

Es lassen sich wahlweise fertige Drum-Kits, bei denen die Anordnung von Kick, Snare etc. immer identisch ist oder eigene Samples aus dem Browser laden. Eigens erstellte Kits lassen sich über den Tab „Create“ und der Option „Save Deck Preset“ speichern.

Das Drum Deck von Serato Studio

Instrument- & Plug-in-Deck

Über das Instrument Deck lässt sich entweder ein fertiges Serato-Instrument oder ein Plug-in-Instrument laden. Da ich während des Testphase den neuen MIDI-Controller SLAB von AlphaTheta zur Verfügung hatte, konnte ich Serato Studio nutzen, ohne im Besitz einer Lizenz zu sein. Dadurch hatte ich allerdings keinen Zugriff auf die Serato-Instrumente und griff auf Plug-ins zurück. Laut Serato Website sind zumindest für den Einstieg aber ausreichend Instrumente enthalten.

Das Instrument- und Plug-in-Deck besitzt eine nützliche Chord-Funktion, die sich auch zum Einzeichnen in den Noten-Sequencer eignet und einen sogenannten Feel-Parameter. Mit letzterem werden Pausen zwischen den Noten eingefügt, die subtil für etwas mehr Humanität sorgen können oder bei Maximalstellung zu einem Arpeggio führen. Bei Nullstellung spielen folglich alle Noten zur selben Zeit.

Einen Glide-Effekt gibt es ebenfalls und damit immer alles schön harmonisch bleibt, auch eine Play-in-Key-Funktion.

Serato-Instrumente bieten einen leichten Einstieg mit lediglich drei Parametern

Audiospuren in Serato Studio

Die Audiospuren können zum Aufzeichnen oder Importieren von Acapellas, Stems oder fertigen Mixes verwendet werden. Sobald sie importiert sind, können dazu Clips festgelegt werden. Um hierfür Cue-Punkte zu erstellen, gibt es, wie bereits im Sample Deck, eine Autoset-Funktion.

Bis auf die Pads ist die Audiospur generell identisch zum Sample Deck. Die Clips können dann im Verlauf beispielsweise, wie auch die Pads, rückwärts abgespielt und favorisiert werden. Timestretching und Transponierung gehen hier natürlich auch.

Die Audiospur in Serato Studio

Die Effekte in Serato Studio

Effekte in Serato Studio können auf Pads, Decks, Szenen, Audiospuren und den Master-Kanal angewendet werden. Neben den mitgelieferten Effekten von Serato selbst lassen sich auch Plug-ins nutzen.

Die Effekt-Slots sind jeweils in einer 3er-Reihe angeordnet, lassen sich aber immer frei verschieben. Die Serato-Effekte sind eher DJ-lastig, es sind jedoch ein paar ganz nützliche Helfer dabei. Manche Effekte, wie beispielsweise die Distortion-Effekte, empfand ich persönlich als unbrauchbar.

Mittig lassen sich die Effekt-Slots ein- und ausblenden

MIDI-Mapping in Serato Studio

Das MIDI-Mapping wurde ebenfalls so implementiert, dass es kinderleicht zu bedienen ist. Über die MIDI-Schaltfläche der Software wird das MIDI-Mapping aktiviert. Im Anschluss wählt man einen Parameter in Serato Studio und bewegt daraufhin ein Bedienelement eines MIDI-Controllers, um diese miteinander zu verbinden.

Weiterhin lässt sich ein separates Fenster für MIDI-Mapping am unteren Bildschirmrand ein- und ausblenden. Hier sitzen verschiedene Steuerelemente, die auf der Bedienoberfläche nicht angezeigt werden.

MIDI-Mapping in Serato Studio

Arrangieren in Serato Studio

Das Arrangieren in Serato Studio verhält sich etwas anders als in anderen DAWs, die mir bekannt sind. Zunächst erstellt man 16-Schritt-Sequenzen, unabhängig davon, ob man den Noten- oder den Step-Sequencer nutzt. Eine von diesen 16-Schritt-Sequenzen wird Szene genannt und es können mehrere Szenen aneinandergereiht werden. Besteht beispielsweise die erste Spur aus einer Szene und fügt man einer zweiten Spur eine zweite Szene hinzu, verlängert sich die erste Spur automatisch auf ebenfalls zwei Szenen, wobei das Pattern kopiert wird.

Eine oder mehrere Szenen bilden zusammen eine sogenannte Scene Bank. Diese Scene Banks werden dann ganz einfach per Drag & Drop in die Song View übertragen und können frei arrangiert werden. Die Rasterung zur Quantisierung ist hier groß, doch leider gibt es keinen Shuffle-Mode, um Überlappungen zu vermeiden.

Im Arrangement-Fenster, genannt Song View, werden neben der Szenenspur auch die Audiospuren und die Master-Spur angezeigt.

Das Arrangement-Fenster ist für Nutzer anderer DAWs zunächst ungewohnt

Mixing & Mastering in Serato Studio

Das Mixing in Serato Studio verhält sich sehr klassisch. Jeder Kanalzug bietet einen Gain, einen 3-Band-EQ, ein DJ-Filter, Panning, Volume, Solo und Mute. Die Parameter lassen sich ebenfalls automatisieren. Kanäle von Drum- und Sample-Decks sind quasi Busse und können die einzelnen Sample-Kanäle entsprechend ein- oder ausblenden.

Die Masterspur verfügt ebenfalls über eine eigene Ansicht. Hier wird die Wellenform beim Abspielen in Echtzeit generiert. In der Kopfzeile werden Titel, BPM, Tonart und Laufzeit angezeigt. Für die Masterspur lassen sich ebenso bis zu drei Effekte laden.

Der Mixer in Serato Studio

Serato Studio in der Praxis

Der Einstieg in Serato Studio gelingt wirklich kinderleicht und Songs sind nach kurzer Einarbeitungszeit dank des schnellen und intuitiven Workflows schnell erstellt. Highlights sind definitiv das Sample Deck und die Audiospur mit den Slicing-Funktionen, der Echtzeit-Stem-Separation und dem Pitch’n’Time-Algorithmus. Nirgends gelang mir das Sampling bisher so schnell und kreativ zugleich. Einfach ein paar Favoriten aus der heiligen Vinyl-Sammlung aufzunehmen, um daraus einzelne Elemente mit der Stem-Separation neu einzuspielen und allen möglichen Tempi und Tonarten anzupassen, fühlt sich fast schon wie Cheaten an.

Weniger gut empfand ich die meisten internen Effekte, vor allem auch, weil sie sich nicht editieren lassen, ebenso wie die Instrumente. Beim Editieren wurde ich an einem Punkt stets im Workflow unterbrochen, denn um mehrere Noten im Sequencer auszuwählen, muss immer in den Selection Mode gewechselt werden. Ein Smart-Modus, wie ihn mittlerweile alle mir bekannten DAWs haben, wäre hier sehr wünschenswert. Ein weiterer, leichter Kritikpunkt ist auch die fehlende Möglichkeit, Decks innerhalb einer Scene Bank stummzuschalten.

Ansonsten macht Serato Studio wirklich Spaß und ist eine erfrischende Alternative zu anderen DAWs. Da sich Serato Studio vorwiegend an Einsteiger richtet, ist die Stem-Export-Funktion auch sinnvoll gelöst. Über das Menü können Drum-Pads als individuelle Files exportiert und die Pegel gemeinsam abgesenkt werden.

Sehr hilfreich: Die Export-Funktionen in Serato Studio

Vergleich mit anderen DAWs

Man merkt Serato Studio schon deutlich an, dass es sich an DJs, teils auch klar an Einsteiger richtet. Daran ist auch nichts verkehrt, ganz im Gegenteil. Ein paar Abstriche, von denen einige vermutlich auch vielen egal sind, muss man dann aber doch machen. So lassen sich die mitgelieferten Instrumente und Effekte nicht editieren. Wenn man bedenkt, dass man als Einsteiger keinerlei Plug-ins besitzt, wird man hier eventuell schnell an seine Grenzen kommen. Auch Funktionen wie Video-Import oder eine Clip-Matrix gibt es beispielsweise nicht und ein detailliertes Audio-Editing wie in vielen anderen DAWs ist ebenso nicht möglich.

Dennoch überzeugt Serato mit den oben genannten Punkten und es gibt einen letzten erwähnenswerten Faktor. Die benötigte Serato-Studio-Lizenz ist kein Abo-Modell und es sind zwei gleichzeitige Freischaltungen möglich. Dazu kommt noch, dass man mit dem neuen AlphaTheta SLAB, einem MIDI-Controller speziell für Serato-Softwares, kostenlosen Zugriff auf alle Funktionen von Serato Studio hat. Allerdings muss hierzu der MIDI-Controller immer angeschlossen sein.

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Fazit

Serato Studio ist eine einfach gestaltete Software für Einsteiger, kann aber auch als zusätzliche DAW für Profis durchaus sinnvoll sein. Man bekommt sehr schnell gute Ergebnisse und wer Serato DJ Pro benutzt, schlägt hier gekonnt eine Brücke zwischen Produktion und Live-Performance. Speziell für Mixing und Mastering eignet sich Serato Studio allerdings nur sehr bedingt.

Plus

  • gewohnte und vereinfachte Bedienoberfläche für Nutzer von Serato DJ
  • integrierte Library aus Instrumenten, Drums und Effekten
  • perfekt für Sampling (inklusive Serato Pitch'n'Time-Algorithmus)
  • Echtzeit-Stem-Separation mit Pegelkontrolle
  • automatische Anpassung an Tempo und Skala
  • Echtzeit-Recording auf Master-Track (direktes Editiing von Cue-Punkten möglich)
  • guter und einfacher Stem-Export
  • kein Abo-Modell

Minus

  • keine direkte Anzeige der Velocity-Werte
  • Schwächen im Editing
  • kein globaler Shuffle
  • interne Instrumente und Effekte lassen sich nicht editieren
  • Mixer recht rudimentär

Preis

  • 229,- Euro
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Über den Autor
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Jens Hecht RED

Irgendwo zwischen Electronica, Dub, Ambient und UK Bass. Freiberuflicher Produzent, Sound Designer und Dozent mit einer Vorliebe für Synthesizer und Eurorack.

Forum
      • Profilbild
        Numitron AHU

        @mort76 OK, der war vielleicht nicht so gut. 😄
        viele der User waren aber eh hiphopper. 😉kannte aber schon Leute die das damals zumindest eine Zeit lang probiert haben.

    • Profilbild
      Basicnoise AHU

      @Numitron Final Scratch ist quasi in Traktor einverleibt worden.
      Es gab zunächst Traktor FS (ich glaube in Kooperation mit Stanton), später hat NI dann seine ganz eigene Version davon entwickelt und Final Scratch wurde eingstellt.

  1. Profilbild
    Livi

    Habe die DAW vor zwei Tagen zum testen runtergeladen und muss sagen ich bin begeistert.
    Nutze seit ungefähr 2008/9 Ableton und habe mich sehr schnell zurechtgefunden in SS. Die DAW ist zwar simpel aber das sehe ich hier als Vorteil.
    Mann kommt schneller voran finde ich, es gibt nicht viel was einen ablenken könnte. Der Fluss wird nicht durch unzählige Möglichkeiten gebremst. Man macht hier viel mehr über das hören, das finde ich sehr gut.
    Mir fehlen auch einige Funktionen, die sind aber nicht wirklich nötig um erstmal die Musik, ein Stück fertig zu stellen. Das ist das wichtigste, fertig werden. Alles andere kann im Nachgang gemacht werden, wenn die Grundstruktur fertig ist. Das konnte bis jetzt keine andere DAW.
    Man muss sich hier einfach nicht so viele Gedanken machen. Einfach ist einfach besser 😂

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