Test: Shure SE535 In Ear Monitoring-Hörer

Schallwandler

Wie viele Hörgeräte und andere In Ear-Hörer verwendet Shure sogenannte Balanced Armature Schallwandler des amerikanischen Herstellers Knowles.

Balanced Armature Driver. Quelle: Wikipedia

Balanced Armature Driver. Quelle: Wikipedia

Ein solcher BA-Wandler besteht aus einem starken Permanentmagneten, in dessen Magnetfeld ein beweglicher Anker gelagert ist. In der Mitte dieses Magnetfelds wirkt keine resultierende Kraft auf den Anker, dort ist das System  „balanced“. Fließt ein Audiosignal durch die Spule des Ankers, so wird der Anker magnetisch und durch die resultierenden Wechselkräfte hin und her bewegt. Koppelt man eine Membran an, so kann man hörbaren Schall erzeugen. Diese Membran muss so steif sein, dass der Anker nicht in der einen oder anderen Richtung „festschnappen“ kann, was er von sich aus gerne tut. Dann bliebe der BA-Wandler stumm.

Balanced Armature Driver. Quelle: Knowles

Balanced Armature Driver. Quelle: Knowles

Balanced Armature-Wandler gelten jedoch als sehr robust und haben meist einen höheren akustischen Wirkungsgrad als konventionelle dynamische Kopfhörerkapseln. Auch mit viel akustischer Feinarbeit bleibt der Amplitudenfrequenzgang auf wenige Oktaven beschränkt, daher sind Mehrwegesysteme die Regel. Die Trennung geschieht durch passive Frequenzweichen, die im Hörer integriert sind.

Der SE535 besitzt zwei identische Tiefton-BAs und einen Hochton-BA. Laut Shure ist er damit rund 10dB lauter als das kleinere Modell SE425, welches mit nur einem Tieftöner auskommen muss.

Forum
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    pytrel  

    Also jetzt ganz ehrlich verstehe ich nicht wie man im gleichen test dem KH eine „Färbung der mittleren Tonlagen…“ mit „seriös abgestimmte Referenz …“ Kombinieren kann . ??? Ich meine wie kann eine Referenz die mitten Färben? Dann ist es ja kein Referenz mehr. Insbesondere wenn der Klassische Musik Verfärbt ist es ja kein Referenz KH. Also für einen 500 euro In-Ear ist für mich das mit den mitten ein starkes Kein-Kauf argument.

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    falconi  RED

    Es handelt sich um einen InEar-Hörer auf Balanced Armature Basis, der bei gutem Sitz und geringer Größe sehr laut spielen kann. ohne lästig zu klingen, weil weder die Bässe noch die Höhen bei der Abstimmung „gepusht“ wurden. Ich kenne (bis heute, der Test ist ja schon älter) keinen besser abgestimmten InEar-Hörer in dieser Preis- und Lautstärkeklasse.
    Daher Referenz, trotz – nach heutigem Stand der Technik prinzip- und bauartbedingter – Mittenfärbung.

    Besonders offene oder halboffene HiFi- und Studio-Hörer klingen deutlich sauberer. Sie lassen sich aber nicht ins Ohr stecken.

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      pytrel  

      Ich erwarte schon das mein Dt 880 Pro besser ist. Zumindest was Räumlichkeit betrifft ist er schwer zu übertreffen. Das argument mit der baubedingte Mittenfärbung verstehe ich nicht ganz. Bei Lautsprechern gibt es auch mehrere drei-weg Systeme mit TT-MT-HT Anordnung. Wenn die Abstimmung gut ist klingen solche auch wunderbar . Wenn er schlecht klingt dann nicht weil er einen Mitteltöner hat sondern weil die Abstimmung nicht stimmt. Ich kenne auch keinen 3-weg studio monitor der schlecht klingt weil er 3 chassis hat. Also kann auch ein In-Ear für 400 euro mit Mittenfärbung (also im Endefekt „Mittenfälschung“ denn farbe hinzuzufügen ist keine Ehrlichkeit. ) nicht Referenz gennant werden. Ist nur meine meinung. Ist auch nicht so wichtig. Ist ja immer auch geschmackssache. Selbst bei Referenz Systemen.

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    falconi  RED

    Bei einem Studiomonitor gibt es Platz für eine aufwändige – heute meist aktiv oder digital realisierte – Weiche. Die Treiber kann man aus einem riesigen Angebot auswählen oder vom Hersteller für die eigenen Zwecke anpassen lassen. Zudem sind die Abstrahlbedingungen im akustischen Freifeld vergleichsweise einfach zu verstehen, mit wenig Aufwand zu messen und durch die Anordnung der Treiber und zusätzliche bauliche Maßnahmen am Gehäuse zu optimieren.

    Bei einem InEar-System auf BA-Basis muss man ohne aufwändige Weiche auskommen, hat die Wahl aus einer Hand voll von Schallwandlern von gerade zwei oder drei Ernst zu nehmenden Herstellern weltweit, muss viele akustische Randbedingungen zunächst messtechnisch simulieren, messen, individuell hören lassen und interpretieren, und im weiteren Entwicklungsprozess auf geringstem Bauraum viele Kompromisse eingehen.

    Eine elektroakustisch ausgesprochen anspruchsvolle Aufgabe für einen zudem relativ kleinen Markt.

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