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Test: Sire Marcus Miller M2 günstiger E-Bass

Gut und günstig!

8. Juli 2025

Sire Marcus Miller M2 Aufmacher

Der Sire Marcus Miller ist ein hochwertiger, jedoch erschwinglicher Bass für Einsteiger und Profis, der mit sattem Sound punkten kann.

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Sire Marcus Miller M2

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Kurz & knapp

  • Verarbeitung: Das Instrument ist gut gebaut und der Hals sitzt fest und ohne Spalt.
  • Optik: Die moderne, maritime Farbgebung mit Hochglanzlackierung wirkt ansprechend und hochwertig.
  • Spielbarkeit: Der Bass ist leicht, ergonomisch geformt und lässt sich angenehm spielen, auch im Sitzen.
  • Klang: Unplugged klingt der Bass warm, rund und ausgewogen, mit gutem Sustain.
  • Preis-Leistung: Für unter 400,- Euro bietet der Marcus Miller M2 eine solide, vielseitige Basis mit gutem Sound, allerdings mit kleinen Mängeln in den hohen Registern und beim Output.

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Marcus Miller M2 TBL 2nd Gen
Marcus Miller M2 TBL 2nd Gen
Kundenbewertung:
(54)

Sire ist eine Marke für Musikinstrumente, die 2009 in Südkorea gegründet wurde und sich schnell einen Namen im Bereich der Gitarren und E-Bässe gemacht hat. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung erschwinglicher Instrumente im gehobenen Einsteigersegment spezialisiert. Bereits in den ersten Jahren nach der Gründung gewann Sire Anerkennung für seine recht solide Verarbeitung und dem gutem Verhältnis von Preis und Leistung.

Sire Marcus Miller M2 full

Ein bedeutender Meilenstein in der Firmengeschichte ist die Zusammenarbeit mit dem legendären Bassisten Marcus Miller, die 2014 begann. Miller, bekannt für sein virtuoses und innovatives Spiel mit Künstlern wie Miles Davis, Herbie Hancock und seinem eigenen Projekt, hat sich mit Sire zusammengetan, um Bässe zu entwickeln, die seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden – und wir reden hier immerhin von einer Legende. Diese Partnerschaft führte zur Entwicklung der bekannten Marcus Miller Signature Bässe, die seit 2015 auf dem Markt sind. Im Bereich der Gitarren ist übrigens niemand Geringeres als Larry Carlton der Pate.

Neben den traditionellen Modellen, die sich klar an den Vorbildern Precision und Jazz Bass von Leo Fender orientieren, gibt es seit einigen Jahren auch eine M-Serie. Diese steht für moderne Designs und weicht deutlich von der bisherigen Produktpalette ab. Neben dem besonderen Korpusfuß findet man auch Bässe mit dem Fanned-Fret-System von 4 bis 6 Saiten. Aus dieser Serie stammt unser heutiges Testinstrument.

Aufbau, Verarbeitung und Optik

Gut geschütz in zwei Kartons mit Luftpolsterfolie kommt der Sire Marcus Miller bei mir an. Ich packe des Instrument aus, nehme es in die Hand und stelle fest: Richtig gestimmt und eingerichtet, es kann also direkt losgehen. Lediglich die im Lieferumfang enthaltenden Batterien muss ich einsetzen, was über den Klappverschluss auf der Rückseite auch schnell geht. Dieser ist in Kunststoff gehalten und wirkt zwar nicht sonderlich stabil, funktioniert aber sauber und unkompliziert.

Zum weiteren Zubehör gehört ein passender Inbus, um den Spannstab im Hals einzustellen, allerdings ist der Hals bereits wunderbar gerade, weswegen ich keinen Grund sehe, diesen zu benutzen. Optisch macht der Sire Marcus Miller M2 schon mal einiges her, das dunkle transparente Blau wirkt maritim und hat eine wirklich schöne Tiefe in der Farbe, vergleichbar mit dem Blick, wenn man aus einem Flugzeug auf das Meer schaut. Die Hochglanzlackierung sorgt dazu für spielerische Reflexionen mit dem Licht.

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Sire Marcus Miller M2 Headstock

Vorbildlich verarbeitet sind beim Sire Marcus Miller M2 auch die sonst bei günstigen Modellen eher kritischen Bünde

Durchbrochen wird die blaue Lackierung durch einen Streifen aus naturfarbenem Holz an der Seite des Bodys. Hier kann man das Korpusholz Mahagoni gut erkennen. Die Formgebung des Sire Marcus Miller M2 wird vom Hersteller als „Modern Body Shape“ beschrieben und ist eine Mischung aus diversen bekannten Modellen. Das Shaping am oberen Horn erinnert mich an die Bässe von Paul Reed Smith, die kleine Spitze am unteren des Korpus findet man z. B. bei Alembic oder Ken Smith. Insgesamt ist der Body auch leicht asymmetrisch geformt, wovon sich Sire eine gute Ergonomie verspricht.

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Marcus Miller V7 Alder-4 TS 2nd Gen
Marcus Miller V7 Alder-4 TS 2nd Gen
Kundenbewertung:
(54)

Der Hals und das Griffbrett des Sire Marcus Miller bestehen aus kanadischem Ahorn und habe eine leichte Maserung. Die 24 Bünde wurden sauber eingesetzt, man findet keine scharfen Kanten am Griffbrett, etwas, das in dieser Preisklasse nicht immer selbstverständlich ist. Der Headstock passt mit seiner kantigen Form gut zum Body und kommt in der matched Ausführung, also in der gleichen Farbe, wie der Body.

Die Hardware ist komplett in Schwarz gehalten bis auf die chromfarbigen Saitenreiter an der Bridge sowie den Kippschalter direkt darunter. Kann man so machen, persönlich gefallen mir aber einfarbige Bridges und Potiknöpfe besser. Das elegante Erscheinungsbild des Sire Marcus Miller M2 wird dann leider etwas durch die billig wirkenden Potis aus Kunststoff getrübt. Nicht falsch verstehen, viele Potis bestehen aus diesem Material, diese hier sehen aus der Nähe aber nicht wirklich gut aus.

Der Aufbau der Potis ist: Volume, Balance, Höhen, parametrische Mitten als Doppelstock und Bässe. Zwischen Potis und Bridge finden wir einen Kippschalter, mit dessen Hilfe der Bass aktiv oder passiv geschaltet werden kann. Der Eingang für die Klinkenbuchse ist an der Seite untergebracht, Batterie- und Elektronik auf der Rückseite. Dort sehen wir auch eine klassische 4-Punkt-Verschraubung des Halses sowie die Hülsen für die String-Through-Body Option der Bridge.

Alles in allem gibt es am Sire Marcus Miller M2 nichts zu beanstanden, die Verarbeitung ist ohne Ausnahme gut. Alle Schrauben sitzen dort, wohin sie hingehören, der Hals ist bombenfest, ohne Spalt in seiner Tasche, man spürt keine scharfen Kanten, die Lackierung weist auch keine Mängel auf, einfach ein gut gebautes Instrument.

Sire Marcus Miller M2 Body

Wie spielt sich der Sire Marcus Miller M2 unplugged?

Ich bin ein Verfechter davon, dass Hölzer sehr wohl einen Einfluss auf den Klang eines E-Basses (oder Gitarre) haben. In welchem Maße, darüber kann man sich natürlich streiten, auch ob die den Hölzern nachgewiesenen Klangeigenschaften immer stimmen. Für mich muss ein Bass aber ohne Amp unplugged klingen – und das tut der Sire Marcus Miller M2 auch.

Die Mischung aus dem Mahagoni-Body und dem Ahorn-Hals sorgt für einen runden Ton, der zum einen eine gute Portion Wumms mit sich bringt, zum anderen aber auch knackig viele Obertöne hat. Der Bass hat Attack und reagiert schnell auf den Anschlag, egal ob im Fingerstyle oder geslappt. Das Sustain ist ebenso gut, nach dem ersten Peak stellt sich ein gleichmäßiges Ausschwingen der Saite ein.

Was der Bass nicht mit sich bringt, ist das gern gehörte Knurren im Ton. In den tiefen wie mittleren Lagen bleibt der Ton warm und rund, in den höheren Lagen geht es dann etwas ins Nasale über. Deadspots konnte ich keine finden, der Sire Marcus Miller M2 ist grundsätzlich schon ganz ausgewogen über alle Register und macht daher auch echt Spaß zu spielen. Der leicht quackige Sound ab dem 15. Bund gefällt mir jedoch nicht, hier habe ich dann doch schon Bässe dieser Preisklasse in der Hand gehabt, die mehr gesungen haben.

Die von Sire besonders hervorgehobene Ergonomie kann ich wiederum nur voll bestätigen. Das Hals geht tendenziell mehr in ein C-Profil, fühlt sich aber an keiner Stelle zu dick oder rund an. Überhaupt lässt er sich einfach und leicht bespielen, richtig klasse. Auch der Body steht dem nicht im Wege, egal ob im Sitzen oder am Gurt, der Sire Marcus Miller M2 hängt wunderbar am Körper, ist dabei schön leicht (unter 4 kg) und weist auch null Kopflastigkeit auf. In diesem Punkt spielt der Bass ganz oben mit!

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Marcus Miller V8-4 NT
Marcus Miller V8-4 NT
Kundenbewertung:
(7)

Das Setup des Basses ist vom Werk aus gut einstellt. Der Hals ist gerade und die Saitenlage okay, nicht super flach, aber definitiv auch nicht hoch. Ganz schnarrfrei ist er nicht, wie bei vielen Bässen kann ein leichter Buzz zwischen den Bünden 5 bis 9 einstehen, das ist jedoch völlig im Rahmen und fällt in keiner Weise negativ auf. Mein Anspruch an Saitenlage und Setup ist immer, dass ich sowohl slappen als auch mit einem gesunden Anschlag im Fingerstyle spielen kann – und das erfüllt der Sire Marcus Miller M2 absolut.

Die Sounds des Markus Miller Basses

Beim ersten Anspielen am Amp fällt sofort auf, dass die Pickups sehr viel Output haben. Je nach Preamp muss man aufpassen, nicht in die Übersteuerung zu kommen, hier braucht man etwas Fingerspitzengefühl, um das Instrument richtig einzupegeln. Die beiden Pickups selbst liefern wiederum eine gute Qualität an Sound, sie wirken über das gesamte Frequenzspektrum recht ausgeglichen mit einer leichten Betonung in den höheren Mitten bei ca. 900–1200 Hz.

Sire Marcus Miller M2 Detail Elektronik

Dieser leicht nasale Ton mischt sich ganz gut mit dem eher tiefmittigen Sound des Mahagoni-Bodys und dem schnellen Attack des Ahorn-Griffbretts. Der Sire Marcus Miller M2 macht klanglich insgesamt eine gute Figur, ein echter Allrounder, dessen Sound nie das Ohr verletzt. Um das zu verdeutlichen, habe ich die ersten Beispiele passiv eingespielt. Einmal ein funky Lick mit offener Tonblende und ein eher bluesiges Riff mit geschlossenen Höhen, beide jeweils nur mit dem Neck-Pickup, dem Bridge-Pickup und in Mittenstellung beider Pickups.

Die unterschiedlichen Positionen der Pickups hört man dabei sehr gut heraus, ein klassischer Jazzbass eben. Während der Hals-Pickup ordentlich röhrt, liefert der an der Bridge das bekannte Nölen der Mitten. Beide Tonabnehmer zusammen, also die Mittenstellung des Balance-Reglers, sorgen für einen definierten und druckvollen Ton. Leider bleibt der leicht quackige Sound in den höheren Lagen auch verstärkt erhalten, die Hoffnung, dass die Tonabnehmer das ein bisschen ausgleichen, wurde leider nicht erfüllt.

In der aktiven Variante kommt der massive 3-Band-EQ zum Einsatz. Die parametrischen Mitten bieten viele Möglichkeiten, in den Sound einzugreifen. Auch der Bass- und der Höhenregler greifen ordentlich in den Sound ein, wer zu viel dreht, kann sich den Sound damit auch schnell kaputt machen. Dosiert und gezielt eingesetzt, bringt die Klangreglung aber den bereits passiv ordentlichen Grundsound noch einmal ein Stück weiter. Mit den drei Beispielen habe ich versucht, das ein wenig zu zeigen.

Das Fingerstyle-Lick in Anlehnung an Jaco Pastorius auf dem Bridge-Pickup bekommt mit einem Cut in den höheren Mitten und einem leichten Boost der Bässe einen schönen, runden und knackigen Ton, der dem großen Meister schon recht nahekommt. Beispiel zwei ist ein Marcus Miller Slap-Riff in Mittenstellung, ordentlich Boost in Bässen und Höhen, dazu viel Cut in tiefen Mitten. Im letzten Beispiel hört man dann ein bekanntes Lick der Rockband Deep Purple mit Plektrum, dafür wurde der Hals-Pickup genutzt und ein leichter Boost der Mitten bei gleichzeitiger Absenkung der Höhen durch die Tonblende.

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Klangbeispiele
Fazit

Ganz klar, Sire ist ganz oben dabei, wenn es um das Verhältnis von Preis-Leistung geht. Der Marcus Miller M2 ist ein guter Bass für sehr bezahlbares Geld. Klar hat er ein paar kleine Mängel wie der etwas enge Sound der hohen Register oder dem leicht übertriebenen Output der Pickups, alles aber Dinge über die man locker hinwegsehen kann. Für aktuell unter 400,- Euro bekommt man ein soliden Allrounder in modernen Optik und guter Bespielbarkeit, da kann man nicht viel falsch machen!

Plus

  • schönes Design
  • solide Verarbeitung
  • gute Ergonomie und Bespielbarkeit
  • flexible Klangreglung
  • günstiger Preis

Minus

  • Sound etwas nasal in den hohen Lagen
  • Pickups haben zu viel Output

Preis

  • 349,- Euro
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Marcus Miller M2 TBK 2nd Gen
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Kundenbewertung:
(74)
Marcus Miller M2 WHP 2nd Gen
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(17)
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Marcus Miller M2 TBK 2nd Gen
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Marcus Miller M2 WHP 2nd Gen
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Über den Autor
Profilbild

Naris Sebastian Stolz RED

Professioneller Musiker mit Leib und Seele auf Kontrabass, E-Bass und Fretless. Früher als Bassjournalist beim 'Bass Quarterly', heute für amazona.de und bassic.de. Lehrbuchautor und Unterrichtstätigkeit beim VdM, ansonsten internationale künstlerische Tätigkeit im Studio und on tour.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Mac Abre AHU

    Wäre bei der blauen Version der Hals nicht so verdammt hell, käme er bei mir in die engere Auswahl. Bei dem Preis könnte man aber auch den Blauen und den Schwarzen kaufen und die Hälse austauschen.

  2. Mehr anzeigen
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