Test: Slate Digital Custom Series EQ Bundle, Plug-in

16. November 2015

Spezial-EQs für alle

Die Slate Digital Custom Series Bundle Plug-ins sind die neusten Equalizer aus der Software-Schmiede Steven Slate und er nimmt den Mund mal wieder ziemlich voll, wenn er meint, die Custom Series sei das Beste aus allen EQ-Welten. Bisher lieferten Slate Digital Produkte, was sie versprechen. Ob das bei dem Custom Series EQ auch so ist, lesen Sie im Test.

CSEQ

Installation

Zur Autorisation der Custom Series benötigt man ein iLok 2 und zwei iLok-Aktivierungscodes. Einen für die Customs und einen für das virtuelle Mix Rack, die einem nach Kauf und Eröffnung eines kostenlosen Kontos bei Slate Digital bereitgestellt werden. Dort findet man auch die neusten Installationspakete zum Herunterladen. Eine Autorisation über Festplatte, also ohne iLok, wird leider nicht angeboten.

Das virtuelle Mix-Rack, kurz VMR, ist das „Gehäuse‟, die Shell, in der die EQs und andere Slate Digital Produkte instanziiert werden. Die ganzen Details, Pros und Contras des VMR wurden von uns schon ausführlich im Test zur Virtual Console Collection 2.0 erörtert, so dass wir hier nicht näher darauf eingehen. Die Plug-ins gibt es als VST, AU und AAX für OS X und Windows.

Spezialanfertigung

Was ich an den Slate Digital Produkten so sehr schätze, ist nicht nur der Aufwand in der Grundlagenforschung zur Emulation von analogen Schaltkreisen, sondern vor allem auch die überaus kreative Auseinandersetzung mit den Ergebnissen. So bekommt man hier nicht nur einfache 1:1 Emulationen der Originale vorgesetzt, sondern Produkte, die die Vorteile des analogen Sounds mit den Anforderungen der modernen, computergestützten DAW-Produktion vereinen.

So liest sich denn auch die Entwicklung der Custom Series eher wie eine Detektivgeschichte. Steven saß vor einem Berg der edelsten EQs, die man für Geld kaufen oder zumindest leihen kann. Dann begann er, die EQs in eine handvoll Referenzmixe einzuschleifen, um zu verstehen, wie diese wirken und arbeiten. Ursprünglich lautete das Ziel, einen komplementären EQ zu den FG-N (Neve 1073) und FG-S (SSL 4000) EQs des virtuellen Mix-Racks zu finden.

Was dabei herauskam, war aber etwas ganz anderes. Steven fing zuerst damit an, diese Hardware-EQs zu kombinieren. Dabei formte er durch die Akkumulation der Stärken von mehreren EQs ein hybrides Frequenzband, das kein einzelner EQ allein zu erzeugen vermochte.

Nach einem Monat hatte er bestimmte Frequenzbereiche sowie verschiedene Cut- und Boost-Kurven herausgearbeitet, die die Summe der besten Eigenschaften darstellten, die diese EQs zu bieten hatten. Die Custom Series war geboren. Kling verrückt? Aber so steht es geschrieben.

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