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Test: Soma Cosmos Multi-Effektgerät

Ein Effektgerät, das einem ein Strahlen ins Gesicht zaubert

2. März 2022

Test: Soma Cosmos Multi-Effektgerät

Wenn der Gründer von Soma Laboratory, der russische Ingenieur Vlad Kreimer, ein neues Instrument auf den Markt bringt, merkt die Synth-Community auf. Seit seinem ersten großen Wurf, dem Soma Lyra-8, einem 8-stimmigen Organismic Synth, sowie dem Drum Wunder Pulsar-23 hat sich Kreimer einen Platz unter den innovativsten und exotischsten Synth-Entwicklern erobert.

Subtile Harmonie und Glück

Wenn dieses neue Instrument dann ein Effektgerät ist, kann man sicher sein, dass es anders ist. Dieses neue Effektgerät heißt Soma Cosmos, von Soma selbst als “Drifting Memory Station” beschrieben. Wir haben es hier mit einer unkonventionellen Mischung aus Delay, Reverb und Granular-Delay zu tun. Wobei die Mischung an sich nicht ungewöhnlich ist, eher die Umsetzung.

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In der hervorragenden deutschen Bedienungsanleitung, die man auf der Website von Soma findet, heißt es dazu im schönsten Esoterik-Sprech: “COSMOS ist eine Drifting Memory Station (die folglich mit einem sich stetig wandelnden Speicher arbeitet), entwickelt, um mit meditativen Zuständen zu arbeiten, die durch Musik erzeugt werden.”  Im nächsten Satz wird dann noch eine Schippe drauf gelegt: “Das Design der Regler, der Funktionen und der entstehenden Klanglandschaften sollen beim Performer als auch beim Zuhörer (wie immer bei SOMA sind mit derlei Begriffen selbstverständlich sämtliche Geschlechter gemeint!) Zustände und Erfahrungen wie bei einer Meditation hervorrufen, wie zum Beispiel unendlichen Raum, Fluss, spontane Entwicklung, Präsenz, die Fähigkeit zum Zuhören, Ruhe und das Erlebnis, dass subtile Harmonie und Glück die ganze Welt umarmen.”

Lange Lieferzeiten im Soma Cosmos

Die Ankündigung des Soma Cosmos Effektgeräts und erste YouTube-Berichte hat Soma Labs haben dazu geführt, dass sich die Auftragsbücher von Vlad Kreimer schnell gefüllt haben. Und die Wartezeiten immer länger wurden.

Nach längerer Wartezeit (ca. 2 Monate) stand eines freitags der DHL-Bote vor der Tür mit einem recht großen Karton. Zwei Tage vorher hatte ich noch die Nachfrage des Redakteurs, wo denn der Test bleibe, abschlägig beschieden – die aktuelle Lieferzeit sei 5-7 weitere Wochen. Ob der Redakteur nachgeholfen hat? Er hat sich jedenfalls mit mir gefreut, dass der Cosmos endlich unter die Lupe genommen werden kann.

Die Verpackung war sehr ordentlich, aber auch wenig spektakulär, ohne hochglanzbedruckte Umverpackung (schlicht und umweltfreundlich), allerdings dann auch mit Plastikpolsterfolie abgesichert. Im Karton fand sich dann der Soma Cosmos und ein Netzteil mit  unterschiedlichen Steckeraufsätzen. Sonst nichts. Keine Papier-Bedienungsanleitung, Garantiekarte oder Trockenmittelpäckchen.

Haptik und Verarbeitung des Soma Cosmos

Beim Auspacken stellte sich das Effektgerät Soma Cosmos als deutlich größer heraus als erwartet. Und schwerer. Die Oberfläche des stabilen Metallgehäuses ist mattschwarz, die sparsam eingesetzte Beschriftung schön schnörkellos weiß und gut lesbar.

Auf der Oberseite sticht zunächst der zentrale Drehschalter ins Auge, um den in einfachen Symbolen verschiedene Betriebsmodi dargestellt werden.

An den hinteren beiden Ecken befindet sich links ein Drehregler für den Eingangspegel, rechts der für den Ausgang des Soma Cosmos Effektgeräts. Auf beiden Seiten des großen Modus-Wahlschalters steuert man links Blur, Drift und Drive, rechts hat man Drehregler für Sup/Com, Feedback und Mix. Vorne auf der Oberseite hat Soma dem Cosmos fünf dankenswert leichtgängige Taster verpasst, die angenehm mit den Fingern zu bedienen sind (im Gegensatz zu manchem Bodentreter-Effektgerät, das auf dem Tisch keinen Spaß macht). Diese Taster sind aber auch gut mit den Füßen zu bedienen, wenn man denn möchte. Stabil genug dafür wären sie allemal.

Positiv fällt der Blick auch auf die Unterseite aus: Nicht die üblichen einzelnen Gummifüßchen, sondern breite Streifen eines solide wirkenden Gummis sind dort angebracht und sorgen für einen stabilen Stand. Auf dem dort angebrachten Etikett findet sich auch ein Hinweis auf den Herstellungsort des Testgeräts: Made in Europe by Sound Machines sp. z o.o., d. h. in Somas europäischer Division in Warschau.

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Anschlüsse

Auf der Rückseite des Effektgeräts hat Soma den Anschluss für das Netzteil, die Stereo-Ein- und Ausgänge sowie einen 6,35 mm Kopfhöreranschluss untergebracht. In der Mitte der Rückseite ist dann auch noch ein USB-Anschluss zu sehen, der allerdings nur für Firmware-Updates über USB-Sticks vorgesehen ist.

Firmware Versionen

Es sind inzwischen fünf Firmware-Versionen (https://somasynths.com/cosmos_firmware/)  für das Soma Cosmos Effektgerät verfügbar. Die von den Frippertronics inspirierte Originalversion, wenn man so will, bei der die Delays sich permanent gegeneinander verschieben. Und das so, dass keine sich wiederholenden Folgen möglich sind, weil die Verschiebungen auf Primzahlen basieren. Diese Version wurde hier getestet.

Eine zweite Firmware-Version ist eher für rhythmische Strukturen gedacht. Ein bisschen schade, dass man für einen Wechsel die ganze Firmware tauschen muss. Mir scheint, dass diese zweite Firmware erst auf Kundenwunsch programmiert wurde und ursprünglich nicht vorgesehen war. Diese Firmware verwandelt den Soma Cosmos in einen echten Looper. Für einen Test der Rhythmus-Variante fehlte leider die Zeit.

Darüber hinaus gibt es zwei Firmware-Versionen, die auf den vorherigen beiden basieren, bei denen aber der Drive-Regler eine andere Funktion hat – mit ihm kann die Tonhöhe des Loops bzw. der gespeicherten Signale verändert werden, indem die Wiedergabegeschwindigkeit angepasst wird. Soma weist darauf hin, dass diese Pitch-Shifting Version eher eine Lo-Fi Variante ist.

Als fünfte Firmware-Version gibt es eine Quadro-Version, mit der man zwei Soma Cosmos Effektgeräte hintereinander schalten kann und dann eine Ausgabe in vier Kanälen bekommt. Diese Firmware wird auf eine der beiden Soma Cosmos geladen. Auf der Firmware Seite von Soma findet sich auch ein Audiobeispiel für diese Anwendung.

Die Effekte des Effektgeräts

Technisch – und auch optisch – sind die im Soma Cosmos Effektgerät verfügbaren Algorithmen in vier Sektionen unterteilt:

  • 2 Delay-Linien
  • 4 Delay-Linien
  • Reverb
  • Granular-Delay

Diese vier Grundalgorithmen sind dann wiederum in jeweils drei Unteralgorithmen aufgeteilt. Der Hauptdrehschalter in der Mitte des Gerätes lässt sich satt schalten (siehe aber auch den Exkurs) auf die einzelnen Algorithmen, die wie auf einem Zifferblatt angeordnet sind.

Zwischen den einzelnen Effektsektionen kann man während des Spielens problemlos umschalten. Ein Knacken wird durch ein Cross-Fade verhindert. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass das Umschalten dennoch hörbar sein kann, etwa wenn ein gerade laufender Loop unterbrochen wird.

Die linke Seite der Bedienoberfläche mit dem zentralen Wahlschalter

Zwei Delay-Linien

Die drei Unterpositionen dieses Algorithmus unterscheiden sich durch die unterschiedlichen Zeiten, mit denen das Delay antwortet: Position 1 (7 Uhr) kurz, Position 2 (8 Uhr) mittel, Position 3 (9 Uhr) lang. In der Bedienungsanleitung werden dazu die Zeiten angegeben, nämlich 2,5 Sekunden, 9,5 Sekunden bzw. 22 Sekunden. Diese Zeiten stimmen in etwa mit dem überein, was ich stoppen konnte. Und die Zeiten beziehen sich nur auf das erste Feedback, denn im Laufe der Wiedergabe ändern sich diese Zeiten immer wieder.

Vom Bespielen her fand ich die beiden kürzeren Einstellungen einfacher zu handhaben. Zweiundzwanzig Sekunden sind schon eine Weile, wenn man darauf wartet, dass da etwas zurückkommt und sich hoffentlich in die Improvisation einfügt.

Zwei Delay-Linien bedeutet auch, dass der Cosmos jeweils eine Delay-Linie auf dem rechten und eine auf dem linken Stereokanal wiedergibt, wenn man ein Stereo-Ausgangssignal hat. Und diese Linien verschieben sich dann gegeneinander.

Klanglich ist auffallend, dass keine Verfälschungen oder Kolorierungen auftreten, solange man die die Regler für Blur, Drift und Drive in der Nullstellung lässt. Auch ist das Soma Cosmos Effektgerät angenehm rauscharm, was Soma mit den hochwertigen verbauten Komponenten im Audio-Signalweg begründet.

Vier Delay-Linien

Grundsätzlich sind die drei Unterpositionen auch hier wieder zeitlich gemeint – Position 1 (10 Uhr) am kürzesten, nämlich wieder 2,5 Sekunden, Position 3 (12 Uhr) am längsten, ca. 11,5 Sekunden.

In diesem Algorithmus werden auf jedem Stereokanal je zwei Delay-Linien gegeneinander verschoben. Wie auch beim vorherigen Algorithmus ist der Klang unverfälscht.

Reverb

Die Reverb-Sektion ist wiederum in drei verschiedene Algorithmen aufgeteilt, die sich durch die Größe des Raums unterscheiden. In der Betriebsanleitung des Soma Cosmos Effektgeräts heißt es dazu wunderschön: “Simuliert ein Echo in einer Halle von mehreren Kilometern Größe. Aufgrund der enormen Ausmaße klingen die Erstreflexionen wie Einzelechos, die sich sehr langsam zu dem fein verteilten Klang mischen, der einem Hall eigen ist.

  • große Halle.
  • supergroße Halle.
  • unfassbar supergroße Halle.

Aufgrund der schieren Größen dieser Hallen geht dem Effekt leider etwas an Räumlichkeit verloren, den man sonst von Reverbs gewohnt sein mag. Wegen des verschwimmenden Delay-Effekts sind diese drei Algorithmen dennoch gut zu benutzen.

Granular Delay

Von den drei Granular-Delay-Algorithmen war ich weniger begeistert. Vor allem das erste, kürzeste Granular-Delay fand ich schwierig einzusetzen. Die beiden längeren Delays waren für mich einfacher einzuordnen.

Wären diese vier Grundalgorithmen die einzigen Funktionen, hätte das Soma Cosmos Effektgerät seine selbstgestellte Aufgabe verfehlt, nämlich zu einer Drifting-Memory-Station zu werden. Erst mit den Zusatzfunktionen und Modulatoren fängt es an, Spaß zu machen …

SOMA Cosmos

SOMA Cosmos

Kundenbewertung:
(5)

Blur

Die Blur-Funktion lässt die ansonsten klar voneinander getrennten Klänge in den Delay-Linien verschwimmen und zwar durch Cross-Fade. Aktiv eingesetzt und eventuell mit dem Feedback-Regler nachgeholfen, kann man so den Speicher langsam verschwinden lassen und nicht abrupt leeren.

In den Granular-Delay-Algorithmen ist es ein Noise-Generator, der mit Blur die Position der einzelnen Grains moduliert. In den Reverb-Algorithmen hat Blur keine Funktion.

Drift

Für den Drift der einzelnen Delay- und Granular-Delay-Linien sorgt in den Delay-Algorithmen ein “asynchroner LFO”. Der Effekt ist eher subtil am Anfang, weil ja auch die Delay-Algorithmen an sich schon asynchron sind.

Wie schon Blur hat Drift bei den Reverb-Algorithmen keine Funktion.

Drive

Dieser Overdrive-Effekt ist eher auf der zahmeren Seite angesiedelt. Zum leichten Anwärmen des Signals ganz gut geeignet. Wer hier mehr erwartet, wird wohl etwas enttäuscht.

Sup/Com

Sup und Com stehen für Suppression und Kompression. Für mich war dieser Regler der Wichtigste, denn damit entscheidet man, wie die einkommenden Signale die Signale im Speicher beeinflussen. Bei Suppression werden die im Speicher befindlichen Signale unterdrückt und so in den Hintergrund geschoben. Das ist wichtig, wenn man vermeiden will, dass aus einem subtilen Delay, das langsam verschwimmt, ein brüllender, unmodulierter Brei wird. Ich fand die Suppression des Soma Cosmos Effektgeräts bei einer Reglerstellung zwischen 10 und 11 Uhr am besten. Die Stärke der Unterdrückung des bestehenden Signals im Speicher wird ja auch durch die Lautstärke des eingehenden Signals mitbestimmt.

Der Kompressor gleicht die Lautstärke der gespeicherten und der eingehenden Signale einander an

Feedback (FB)

Der Feedback-Regler, mit dem man die Pegel der gespeicherten Signale beeinflussen kann. Unter 1.0 nimmt der Pegel mit zunehmender Dauer langsam ab, über 1.0 steigt der Pegel langsam an. Es kann sein, dass der Feedback-Regler meines Testgerätes nicht genau kalibriert war, denn bei einer Aufnahme ist das Feedback langsam lauter geworden, obwohl ich das Feedback auf 1.0 oder darunter eingestellt hatte. Zum Glück kann man den Regler neu kalibrieren, wenn man das Gerät in den Testmodus schaltet. Die Prozedur ist in der Bedienungsanleitung beschrieben und nicht allzu aufwendig.

Die Tasten

High-Pass- und Low-Pass Filter sind eine feine Sache, wenn man nicht möchte, dass die Delays oder Reverbs die eingehenden Klänge überwältigen sollen. Mit den beiden Tasten sind jeweils drei verschiedene Filterstufen verfügbar, die durch das gleichzeitige Drücken der HPF- oder LPF-Taste und der REVERSE/SELECT-Taste ausgewählt werden. Man sollte bei der Benutzung nur im Hinterkopf behalten, dass einmal weggefilterte Signale dann auch weg sind und nicht wieder hergestellt werden können.

Neben der RECORD-Taste ist natürlich die ERASE-Taste wichtig, damit man den Speicher entweder schrittweise oder in der Kombination ERASE+RECORD auch vollständig löschen kann.

Die RECORD-Taste hat übrigens mehrere verschiedene Funktionen, die wiederum in Kombination mit der REVERSE/SELECT-Taste ausgewählt werden können. Die LEDs über der RECORD-Taste zeigen dann an, ob man die neuen Signale in die erste, zweite oder beide Delay-Gruppen aufnimmt. Zusätzlich kann mit der RECORD-Taste auch die Wiedergabegeschwindigkeit halbiert werden, indem man die Taste fünf Sekunden lang gedrückt hält.

Weitere Funktionen

Wem die Verteilung der Delays auf die beiden Stereokanäle zuviel ist oder wer für den Mix eher ein Monosignal braucht, der kann das mit einer Tastenkombination erreichen (HPF+ERASE+RECORD). Damit werden die beiden Signale auf die beiden Stereo-Kanäle summiert.

Das Soma Cosmos Effektgerät verfügt über ein Noise-Gate, das die gespeicherten Loops sauber hält. Mit der Tastenkombination HPF+LPF+ERASE kann die Empfindlichkeit des Noise-Gates erhöht werden.

Beide Einstellungen können nur durch Ein- und Ausschalten des Effektgeräts rückgängig gemacht werden.

Einordnung

Wenn ich mir kurz meine zugegebenermaßen kleine Sammlung an vergleichbaren Instrumenten bzw. Effektgeräten anschaue, dann kann ich guten Gewissens sagen, dass keines dabei ist, das mit dem Soma Cosmos Effektgerät vergleichbar wäre.

Als ich die ersten Nachrichten über den Soma Cosmos sah, dachte ich zunächst, dass ich mit dem Bastl Thyme eigentlich schon etwas Vergleichbares hätte. Das stimmt aber aus verschiedenen Gründen nicht. Erstens ist der Soma Cosmos deutlich leichter zu bedienen und das liegt nicht nur an der Bedienoberfläche (die beim Bastl Thyme eine mittlere Katastrophe ist), sondern auch an der ganzen Philosophie, da der Bastl Thyme eher eine ausgefeilte Tape-Echo-Emulation ist, die sich auch über MIDI steuern lässt. Auch die verschiedenen Space Echo Kopien und Emulationen kommen nicht wirklich hin. Diese sind meistens zu absehbar oder mehr oder weniger direkt auf LoFi-Klänge tariert (z. B. Audiothing Wires, die wunderbare Emulation eines sowjetischen Drahtrecorders). Also, mit Tape-Delays hat der Soma Cosmos nicht besonders viel gemein, zumal die Echos in der Original-Firmware ja explizit nicht rhythmisch und planbar sind.

Klangbeispiele

Exkurs: Wie richtet man einen Endlos-Drehschalter aus?

Beim ersten Testlauf ist mir aufgefallen, dass der Knopf des Drehschalters für die Algorithmen lose war. Die Modi haben sich so natürlich nicht verstellen lassen. Zum Glück wurde auch hier ein stabiles Bauteil verwendet, bei dem ich den Knopf mittels einer Madenschraube wieder festziehen konnte.

Als Tipp, falls das mal passieren sollte, direkt von Soma Lab:

  • Drehknopf am Schaft festschrauben
  • Um das Soma Cosmos Effektgerät in den Testmodus zu starten:
  • Ausschalten
  • Beim Einschalten die HPF Taste halten

Im Testmodus dann die Positionen des Drehschalters durchprobieren, indem man in jeder einzelnen Position den Mixregler bewegt. Diejenige Position, in der Mixregler alle fünf Pegel-LEDs unterhalb des Drehschalters aufleuchten lässt, ist im Originalzustand die 12 Uhr Position.

Den Knopf lösen, auf 12 Uhr drehen und wieder festziehen (das ist aber leider nicht immer so einfach, weil andere Knöpfe und Regler im Weg sein könnten).

Der Soma Cosmo Cosmos auf YouTube

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Fazit

Das Soma Cosmos Effektgerät ist ein sehr gut gelungenes Instrument, das eine hervorragende Balance zwischen Komplexität und Einfachheit darstellt.

Die Bedienung des Gerätes ist sehr einfach und schnell zu erlernen, was den Spaß im Umgang mit dem Cosmos deutlich vergrößert. Die intuitive Anordnung der einzelnen Regler und Tasten tragen dazu bei, dass man das Gerät gerne nutzt. Auch ist jederzeit ersichtlich, welche Funktionen eingestellt sind. Falls es dennoch Fragen gibt, ist die sehr gute deutschsprachige Bedienungsanleitung jederzeit eine Hilfe.

Und trotz aller Einfachheit bietet der Soma Cosmos Effekte, die an sich sehr komplex sind und zum Experimentieren einladen. Vor allem die Delay-Algorithmen haben es mir angetan, insbesondere die Vierfach-Linien in Verbindung mit den Blur- und Drift-Funktionen.

Für Ambient-Freunde ist der Soma Cosmos auf alle Fälle einen genaueren Blick wert, zumal die damit zu schaffenden Klangwelten durchaus eine gewisse Originalität haben. Für alle anderen gibt es ja auch noch die zweite Firmware, die ich nicht getestet habe.

Beim Kauf ist allerdings die Größe des Soma Cosmos zu bedenken. Er hat den Fußabdruck eines Modal Argon 8-M.

Plus

  • ungewöhnliches Konzept für Delays
  • durchdachte Modulationsmöglichkeiten
  • sehr einfach zu bedienen
  • klarer Klang
  • hohe Verarbeitungsqualität

Minus

  • sehr groß
  • Preis

Preis

  • 669,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    dAS hEIKO AHU

    Sehr groß? Versteh ich nicht. Wie klein solls denn sein, bevors für Wurstfinger unbedienbar wird? Und zuuuuu teuer für ein wie man ließt hochwertiges und handgefertigtes(?!?) Gerät seh ich auch nicht. Wer auf der Suche nach eigenwilligem Equipment ist, sollte hier doch seinen Spaß finden.

    • Profilbild
      lunatic AHU

      Das sehe ich auch so. Groß ist anders. Es wird echt Zeit das man Geräte ohne Pinzette bedienen kann.

  2. Profilbild
    Anthony Rother AHU

    Danke für den Testbericht.
    Cosmos ist eine tolle Maschine.
    Schade dass für den Test des Rhythm Algorithmus die Zeit gefehlt hat.
    Der Rhythm Algo ist auch super, Cosmos ist dann ein ganz anderes Gerät.
    Ich hoffe es folgen noch mehr Algos :-)

  3. Profilbild
    Clueless

    Das Gerät hat die Abmessungen 34,2 x 15,3 x 6,8 cm. Für mich ist das weder „sehr groß“ noch ein Minus-Punkt.

  4. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Sehr interessant und eigenständig.
    Leider wird die derzeitige Entwicklung die Lieferzeit wohl auf unendlich stellen…

    • Profilbild
      Pygman

      To buy COSMOS please drop us an e-mail at somasynthsEU@gmail.com with the subject “COSMOS order” and your name, location/country and a phone number for courier delivery.

      heisst wird in Polen hergestellt

      • Profilbild
        Armin Bauer RED

        Dann Gratulation an Vlad Kreimer sich so vorausschauend aufgestellt zu haben. Wäre schade, wenn so innovative Produkte im Kriegsgewirr zerschreddert werden würden.

        • Profilbild
          Pygman

          Soma ist ursprünglich aus Russland. Später wurde eine Division in Polen aufgebaut, die laut letztem Facebook post z.Z. 90 Leute beschäftigen.
          Soma Polen wurde vor ein paar Jahren ins Leben gerufen um Soma Russland produktionstechnisch zu entlasten und die Produkte etwas günstiger anbieten und um Europa Importkosten umgehen zu können.

          • Profilbild
            Larifari AHU

            Das Soma ursprünglich aus Russland kommt, ist schon klar. Der Sitz dient aber mehr oder weniger nur noch dem Image. Die gesamte logistische und finanzielle Abwicklung läuft über Polen. Aus beruflichen Gründen habe ich mit Soma 2-3 mal die Woche zu tun und kenne die betrieblichen Abläufe sehr gut.

              • Profilbild
                Larifari AHU

                @Lunatic .Das könnte gut sein. Russische Synths hatten schon immer eine besondere, fast schon mythische Wirkung auf den westlichen Markt. Für uns nicht lesbare Pannels und kleine Auflagen haben sicherlich dazu beigetragen. Am Ende des Tages hat Soma russische Synth Tradition für den westlichen Markt „kompatibler“ gemacht.

                Anderseits glaube ich daran dass die Synth Community zwischen Kreimer und Putin unterscheiden kann und nicht die boykott keule schwingt.

                  • Profilbild
                    lunatic AHU

                    Das Russen-Image fand ich immer klasse.
                    Elektronika, Formanta, Soma& Co. stehen für mich soundtechnisch für roh, brachial, ungezügelt und schwer zu bändigen. Kurzum ein interessantes Image. Ich hoffe jedenfalls das kleine, unabhängige Hersteller diese Zeit gut überstehen.

  5. Profilbild
    Garfield Modular AHU

    Hallo UBeeh,

    Herzlichen Dank für das Artikel das du hier für uns geschrieben hast! :-)

    Ich bin dir einig das es etwas teuer ist auch wenn das nicht jeder seiner Meinung ist. „Am Ende“ ist es „nur“ ein Effekten Gerät/Pedal, ja ein tolles, sicherlich, aber „come-on“ Euro 669 ist wirklich nicht mehr billig zu nennen, auch nicht für ein (sehr) gutes Effekten Gerät.

    Natürlich steht es jeder frei sich eins zu kaufen und sich selbst zu überzeugen das es günstig war, am Ende ist das einzige das wirklich wichtig ist… „Gefällt es mir für den Preis?“ und solange die Antwort darauf ja ist, ist ja alles gut!

    Für mich persönlich ist das aber nicht wirklich mehr billig oder günstig zu nennen. Da kenne ich noch ein anderes interessantes Effekten Gerät, ein Eurorack Modul, der Strymon StarLab, auch nicht wirklich günstig, eigentlich fast genau so teuer (Euro 25 billiger) aber ich glaube der wurde (mir) auf den lange Dauer mehr Spaß geben/machen. Beide haben das Problem dass die nicht ein-zwei-drei zu kaufen sind wegen die Lieferzeiten.

    Nah-ja, während das warten kann ich schon mal anfangen zu sparen und dann mal schauen welche von den beiden es sein wird…

    Noch mal herzlichen Dank und viele Grüße, Garfield Modular.

  6. Profilbild
    Jante Loven

    Mir gefällt das Teil. Finde es weder zu groß, noch zu teuer (für das, was es ist). Kann es mir sehr gut im Einsatz für Dub-Techno vorstellen!

  7. Profilbild
    Elokom

    Danke für den Artikel! Soma mag ich gerne, der Lyra 8 ist klasse und deshalb habe ich auch den Bericht zu diesem Teil gleich verschlungen. Kann man Cosmos irgendwie zu vergleichbaren Audiobuffer- Effekten positionieren? Ich habe zB das Morphagene, Mimeophon, Erbeverb und Echophon (alle von Make Noise) und natürlich MI „Clouds“, sodass ich mich frage, inwiefern Cosmos zu solchen Modulen vergleichbar ist, die ja auch preislich durchaus ähnlich sind. Danke schonmal!

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