Test: Sonic Core B4000 ASB, Creamware

sc-pro-1200

Auch eine Sonic Core-Idee, das Bundle Pro-1200

Kurzinterview mit Sonic Core

Bei meinen folgenden „Dates“ mit der „B“ wollte ich mehr über ihre Herkunft und Familie wissen. Wieso werden plötzlich alle ehemaligen Creamware-ASB-Produkte mit dem Label SONIC CORE  ausgeliefert. Hier die Antworten von Sonic Core (SC).

AMAZONA.de:
Was ist Ihrer Meinung nach der Vorteil der B4000 zu Softwarelösungen oder Konkurrenzprodukten?

SONIC CORE:
Die Klänge der B4000 werden in Echtzeit berechnet, es ist so als ob die Tonewheels sich wirklich bewegen. Es werden keine Samples verwendet. Alle Elemente sind einzeln für sich nachempfunden, deshalb klingt die B4000 lebendiger. Besonders im Live-Spiel macht sich das Hardware-Panel als intelligent gestaltetes Hilfsmittel bemerkbar. Das Panel wurde mit professionellen Spielern zusammen entwickelt. Die B4000 hat ein Durchsetzungsvermögen, das kein anderes Produkt außer dem Original selbst bietet. Die Stärke liegt eindeutig im Klang.

AMAZONA.de: 
Wie haben Sie bei der Entwicklung gearbeitet?

SONIC CORE:
Die Zusammenarbeit mit Musikern ist immer ein wichtiger Bestandteil, aber auch Messungen und Einzelaufnahmen sind notwendig. Da es „den“ Klang eine B3 nicht gibt, muss man herausfinden, wie man ein möglichst breitest Spektrum erlaubt, aber trotzdem authentisch bleibt.

AMAZONA.de: 
Wie kommunizieren Sie die Ereignisse um die Creamware GmbH gegenüber Ihren Kunden? Was passiert mit den bekannten Produkten? Wird das Produkt B4000 ASB weiter gepflegt?

SONIC CORE:
Die CreamWare-Produkte werden von uns weitergeführt. Wir haben im März 2007 alle erforderlichen Rechte an der SCOPE-Technologie erworben, um diese Produkte weiter herstellen zu können, zu vertreiben und zu erweitern. Dazu gehören auch die ASB. Sonic Core wurde neu gegründet. Wir haben etwas gebraucht, um Fahrt aufzunehmen. Es war eine Herausforderung, die Produktion an einem anderen Ort wieder in Gang zubringen. Geschäftsführer der SonicCore GmbH sind Holger Drenkelfort und Jürgen Kindermann. Wir waren in der Vergangenheit bei der Entstehung von SCOPE und der ASB-Produktreihe maßgeblich beteiligt. Glücklicherweise sind einige ehemalige Mitarbeiter von Creamware nun auch bei Sonic Core dabei. Ohne diese Leute wäre eine Weiterführung der Produkte natürlich gar nicht denkbar gewesen. Wir arbeiten inzwischen an einigen Dingen, aber dafür haben wir eine gewisse Startphase gebraucht. Wir haben mit vielen Leuten gesprochen und wir haben zugehört. Die Unterstützung, die wir z.B. von vielen Anwendern bekommen, ist einfach immens. Wir hoffen, die Weichen für die Zukunft richtig gestellt zu haben.

AMAZONA.de: 
Können Sie sich vorstellen, in späteren Updates andere Orgeltypen für die B4000 verfügbar zu machen?

SONIC CORE:Das ist nicht auszuschließen. Wir möchten uns ein bisschen als „Handlanger“ für die Kunden sehen. Wir möchten das machen, was gebraucht und gewünscht wird. Natürlich muss sich das ganze auch rechnen lassen.

AMAZONA.de: 
Wären Sie sehr böse, wenn ich auf der Bühne den Sonic-Core Aufkleber abknibbeln würde?

SONIC CORE:
Nein, natürlich nicht! Denn der Aufkleber war ja in erster Linie für die Pressefotos gedacht ;-) Sie sollten auf der Bühne aber vielleicht etwas anderes zeigen können als an einer Orgel einen Aufkleber abzupiddeln, es sei denn, Sie machen Kabarett und wollen demonstrieren, wie aus Twix wieder Raider wird. ;-)

AMAZONA.de: 
Wir bedanken uns bei Sonic-Core für das kurze Interview

Klangbeispiele
Forum
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    tja, der Preis !

    Ich finde das Gerät sehr interessant und würde es wegen seiner guten Haptik gerne live einsetzen wollen.
    Aber: Gute Orgelsounds habe ich ja (wie die meisten von uns?)zu Genüge, leider nur mit schlechter Liveebedienbarkeit.
    Was wäre mir nun eine bessere Haptik wert?
    Ich habe in mich hineingehorcht, und mein Gewissen sagte mir (oder war´s mein Herz, was mir Angesicht des hohen Preises in die Hose zu rutschen drohte? ;) : Finger weg bei 1000 Euro! Fang erst wieder an, darüber nachzudenken, wenn Du die B4000 für 600 Euro kriegen kannst. Greif sofort zu, wenn Du sie für 500 siehst!!

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      Du kannst den Sound der B4000 schon für 370€ haben, als "Plugiator" von UseAudio, wenn Du ohne die Haptik auskommen kannst… und bekommst nebenbei noch einen Mini…
      John Lord würde sicher deswegen keine der beiden Orgel-Varianten nehmen, weil es im Bereich drive und amp Modelling viel zu wenig Möglichkeiten gibt…

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    Leider geht Soniccore nicht darauf ein, ob die B4000 weitergepflegt wird, d.h. ob es neue Softwareversionen der Remotesoftware geben wird oder ob es irgendwann eine VST-Einbindung geben wird.

    Hört sich daher doch so an wie der Abverkauf der Lagerbestände.

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    Ich finde den Ssound überhaupt nicht überzeugend, sondern dünn.
    Die fette "Rocker-Schweineorgel" gibt das gerät wohl nicht her?

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    Hab mit der Rockschweineorgel des Creamware NOAH, das die gleiche Engine hat, und einem MK461- Keyboard von Evolution im Zugriegelmodus – 4 Jahre gegen 2 Gitarristen abgerockt. Das Teil ist fett und rotzt richtig ab. Da ging ich nie unter wie bei virtuellen Hammonds und sonstigen japanischen Klons. Die klingen teilweise wie Plastik …..

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      Noah gilt nicht, da kann man zusätzliche Effekte routen… Der Noah ist generell vielseitiger als alle ASB Boxen…

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    Schön, daß ich mal nicht der einzige bin, der kritisch über die B4000 schreibt… ich finde auch daß die B4000 viel zu zahm ist – eben nur eine reine Hammond-Orgel, aber ohne variationsreiche Amps und drive/distortion…
    Aber der Tester läßt ja zwischen den Zeilen durchblicken daß er das Teil für GM Aufsteiger sieht und weniger für Leute die wirklich eine Palette ultmativerer Orgelsunds suchen… und an erster Stelle (im Studio?) wird hier auch die NI B4II genannt, und wohl der Höflickeit halber danach noch die B2003, wenn's denn ein DSP plugin sein muß… ;)

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    DOC.. dann lass mal hören.. ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.

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      Im Mix wirken Sounds zwar oft anders als solo, trotzdem habe ich auch meine Zweifel…
      Die B4000 klingt wirklich nicht schlecht, aber nach meiner Meinung eben "zahm", da rotzt nix cremig ab, wenn, dann sägt es höchstens in übelster Transistor-Verzerrungs-Manier wie im Beispiel 4 eben…

      Wie gesagt, Noah ist mehr als eine B4000 ASB Kiste, ich denke das ist der Grund…

  7. Profilbild
    costello  RED

    Weil die gute alte B4000 im Umfeld vom Minimax-Revisited nochmal hochgezogen wurde hier nur der der Hinweis:
    In dem Soundbeispiel ProgRock (Link unten) ist sie recht prominent zu hören. Eingebunden in den Mix und ich finde, da klingt sie nicht dünn oder nach Transistoren-Zerre. Der Ventilator bringt die besten Eigenschaften der B4000 erst richtig nach vorn. Der eingebaute Drive und vor allem auch die Leslie-Simulation der B4000 sind nämlich tatsächlich nicht so der Hit.

    https://www.amazona.de/report-creamware-minimax-revisited-sonic-core/

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