Groovebox mit Drum-Engine, Sampling & Bass-Synthesizer
Sonicware deconstruct MINIMAL ist eine Groovebox, die sich den minimalistischen Genres aus Techno und House widmet. Im Kern ist sie eine Drummachine, ein Bass-Synthesizer und ein Sampler in einem. Die Produkte der Liven-Serie von Sonicware hatten wir hier bereits ausgiebig getestet, der Name „deconstruct“ scheint also eine neue Serie einzuleiten. Im folgenden Test wollen wir herausfinden, was die kleine Maschine so kann und ob sie eventuell auch für mehr als die genannten Genres zu gebrauchen ist.
Was ist es? Die Sonicware deconstruct MINIMAL ist eine Groovebox, die eine Drum-Engine, einen Bass-Synthesizer und einen Sampler in einem kompakten Gerät vereint.
- Konzept: deconstruct MINIMAL ist auf minimalistische Genres wie Techno und House ausgerichtet und bietet 11 Spuren, 128 Patterns und bis zu 64 Steps.
- Konnektivität: Sie verfügt über USB-C Audio/MIDI, 3,5 mm MIDI In/Out sowie 3,5 mm Stereo-Line-Ein- und Ausgang, ergänzt durch einen integrierten Lautsprecher.
- Bedienung: Die Anordnung der Bedienelemente ist logisch, jedoch ist die Beschriftung stellenweise schwer ablesbar und die Haptik der Keyboardtasten wirkt spielzeughaft.
- Sound-Engines: Die Drum-Sektion bietet vielfältige Sounds, der Sampler unterstützt Mono- und Stereo-Samples bis 8 Sekunden, und der Bass-Synthesizer basiert auf Analog-Modelling mit 303-ähnlichem Filter.
- Effekte: Vorhanden sind Reverb, Delay, ein 3-Band-Isolator und fünf Master-Effekte, die jedoch eher für Performance als für finale Mixe geeignet sind.
- Schwächen: Dem Bass-Synthesizer mangelt es an Durchsetzungskraft, die Effekte klingen teilweise unzureichend, und die Master-Effekte werden nicht mit Presets gespeichert.
Inhaltsverzeichnis
Sonicware deconstruct MINIMAL
Zunächst wagen wir einen Blick auf die Spezifikationen, die der Hersteller im Handbuch auflistet und die Liste ist ehrlich gesagt länger als das Gerät groß ist. Da den Überblick zu behalten, ist schon schwierig, weshalb ich es auf die essenziellsten Informationen heruntergebrochen habe:
- 11 Spuren
- 128 Patterns
- bis zu 64 Steps
- Drum-Engine
- Sample-Engine
- Bass-Synthesizer
- 5 Master-Effekte
- 3 Reverb-Typen
- USB-C Audio/MIDI
- 3,5 mm MIDI In/Out
- 3,5-mm-Stereo-Line-Ein- und Ausgang
- integrierter Lautsprecher
Im Lieferumfang des Sonicware deconstruct MINIMAL befindet sich ein praktisches Cheat-Sheet, das man in der Lernphase immer griffbereit haben sollte. Für die Stromversorgung benötigt man entweder das optional erhältliche Netzteil oder sechs AA-Batterien.
Design, Verarbeitung und Haptik
Bis auf die hellgraue Beschriftung und ein paar gleichfarbige Bedienelemente ist der Sonicware deconstruct MINIMAL fast ausschließlich in Schwarz gehalten. Persönlich finde ich das erstmal sehr ansprechend. Allerdings lässt sich die hellgraue Beschriftung an manchen Stellen nur schwer ablesen.
Die Größe des Sonicware deconstruct MINIMAL ist mit der Größe der Liven-Serie identisch. Auch die Bedienelemente, deren Anordnung und der verbaute Lautsprecher fühlen sich vertraut an, wenn man eines der genannten Produkte bereits besitzt. Das geringe Gewicht ist ein zusätzlicher Bonus bezüglich der Mobilität.
Die Haptik ist in Ordnung, aber nicht überragend. Vor allem die Keyboardtasten fühlen sich für mich sehr nach Spielzeug an. Der Drehwiderstand der kleinen Potentiometer ist höher als der der großen und die Druckempfindlichkeit der Funktionstasten ist stärker als die der Sequencer-Tasten. Im Hinblick auf die Funktionen ergibt das allerdings auch Sinn.
Das Display ist recht klein, erfüllt aber seinen Zweck. Es können lediglich sechs Zeichen angezeigt werden, die allerdings in jeder Situation problemlos gut abzulesen sind.
Anschlüsse
Die Anschlüsse des Sonicware deconstruct MINIMAL sitzen alle oben auf der Bedienoberfläche, was sich vor allem auf kleinen Tischen mit mehreren Geräten positiv bemerkbar macht.
Links befindet sich der Anschluss für das Netzteil und mittig, rechts vom Display, die MIDI-Ein- und -Ausgänge. Rechts daneben ist die USB-C-Buchse angebracht, gefolgt von einem Line-Eingang, einem Line-Ausgang und einem Kopfhöreranschluss. Alle Anschlüsse sind für 3,5-mm-Klinkenstecker ausgelegt.
Bedienung
Die Groovebox Sonicware deconstruct MINIMAL lässt sich in sieben Bereiche aufteilen. Unten sitzt die Keyboard-Tastatur, mit der man entweder alle Sounds einzeln über eine Taste oder einen Sound chromatisch über die ganze Tastatur spielen kann. Sind alle Sounds auf der Tastatur aktiv, haben die schwarzen Tasten (übertragen auf eine klassische Klaviatur aus weißen und schwarzen Tasten) keine Funktion. Bei den Tasten im Bereich der Drums und Samples erschließt sich mir das. Da der Bass in diesem Modus aber über die letzten Tasten chromatisch weitergeführt wird, hätte man hier auch die schwarzen Tasten noch nutzen können.
Die Reihe mit den runden Tasten ist entweder als Sequencer gedacht oder zum Auswählen der jeweiligen Sounds bzw. Tracks. Darüber befindet sich eine weitere Reihe mit Drucktasten für verschiedene Funktionen und Modi. Einige der Tasten in dieser Reihe haben auch eine Shift-Funktion, die über die links angebrachte Function-Taste aktiviert wird.
Die kleinen Potentiometer benötigt man, um einen Sound auszuwählen, ihn zu bearbeiten und in den Mix einzubetten. Die Anordnung ist von links nach rechts sehr logisch aufgebaut. Zuerst wird der Sound ausgewählt und dann das Tuning angepasst. Die Regler Tone, Move, Attack, Decay und Level haben je nach ausgewähltem Sound unterschiedliche Funktionen.
Zur besseren Übersicht hier ein Screenshot aus dem Handbuch:
Für die dritte Spur, deren Tone-Parameter die sogenannte „Snappy Volume“ steuert, gibt es sechs Snap-Modi:
- N88: ähnelt einer 808
- N99: ähnelt einer 909
- NT1: Brush-Style
- NT2: Resonant
- NT3: Akustisch
- NT4: Dissonant
Danach kann jeder Track anteilig zum Reverb und zum Delay geschickt werden, gefolgt von einem Panning- und einem Level-Regler. Dann folgen ein Regler für Zufallswerte, ein Regler für das Reverb und drei für das Delay. Am Ende der Kette lässt sich der Summenausgang steuern.
Die letzten drei Bereiche bestehen aus den größeren Drehreglern. Alle grauen Regler gehören zum Bass-Synthesizer. Es gibt vier Regler für das Filter (Cutoff, Resonance, Hüllkurvenmodulation und Decay), einen separaten Regler zum Steuern der Akzente sowie einen Drive- und einen Level-Regler. Darüber sitzen vier schwarze Regler, drei davon für den Isolator und einer für den Multieffekt.
Die letzten drei Regler, wieder in Schwarz, sind für das Tempo, den Swing und das Menü zuständig.
Die Drums, das Sampling und der Bass-Synthesizer
Die Drum-Sektion
Die Drums der Sonicware deconstruct MINIMAL bieten pro Track unterschiedlich viele Sounds, die in Banks unterteilt sind. So hat die erste Bassdrum beispielsweise 22 Sounds und die Cymbals nur vier. Das Spektrum reicht von klassischen 808- und 909-Sounds bis hin zu weichen und harten Sounds.
Die ersten neun Spuren können frei mit Banks belegt werden, müssen also nicht der jeweiligen Beschriftung entsprechen. Samples können allerdings nur auf den Spuren 7 bis 10 liegen und die Spur 10 ist nur für Stereo-Samples und Loops ausgelegt. Klingt kompliziert? Ist es irgendwie auch.
Nun wird es interessant: Obwohl sich jede Bank für jede Spur auswählen lässt, bleiben die unterschiedlichen Funktionen der Regler Tone, Move, Attack, Decay und Level wie im gezeigten Screenshot den jeweiligen Spuren zugewiesen. Das lädt definitiv zum Experimentieren ein. Eine Choke-Funktion ist übrigens auch nur für die Tracks 5 und 6 verfügbar.
Die Funktionen „Random Depth“ und „Feel“ wirken sich auf jede Bank etwas unterschiedlich aus, wobei „Feel“ keinerlei Wirkung bei der FX-Bank, den Samples und dem Bass-Synthesizer hat. Random-Depth sorgt für zufällige Parameterabweichungen und Feel ist eine Art Humanizer-Effekt.
Samples & Sampling
Die Werks-Samples können jederzeit ausgetauscht werden und es stehen ein paar wenige freie Slots zur Verfügung. Die Samples müssen in 16 Bit und 48 kHz vorliegen. Monosamples können in die Ordner S2 (maximal 2 Sekunden) und S4 (maximal 4 Sekunden) geladen werden und Stereosamples können in den Ordner S8 (maximal 8 Sekunden) geladen werden. Für jeden Slot liegt ein eigener Ordner vor, der jeweils nur ein Sample beinhalten darf.
Für die Sample-Tracks weicht die Beschriftung der Regler teilweise ab. Attack und Decay stehen hier für Start- und Endpunkt. Im Repitch-Modus passt sich die Tonhöhe der Samples dem Tempo an. Es gibt auch verschiedene Playback- und Timestretch-Modi, jedoch keine Reverse-Funktion.
Samples können auch direkt über den Line-Eingang oder über USB-C aufgenommen werden.
Der Bass-Synthesizer
Der Bass-Synthesizer der Sonicware deconstruct MINIMAL besteht aus einem Analog-Modeling-Oszillator und einem Filter im 303-Stil. Er besitzt seinen eigenen Overdrive, verschiedene Send-Optionen und einen Sinus-Suboszillator.
Hier ist es wichtig, das Handbuch gut durchzulesen, denn die allgemeine Lautstärke für den Bass wird über den großen Level-Regler gesteuert und der kleine Level-Regler ist nur für die Lautstärke des Sub-Oszillators zuständig.
Es lassen sich Sägezahn, Rechteck, Dreieck und Puls auswählen und es gibt noch einen fünften Modus namens S01. In diesem Modus ändern sich drei Eigenschaften: Der Attack-Regler kann Sägezahn und Rechteck mischen, die Sinusschwingung des Suboszillators wird zu einem Rechteck und die Hüllkurve des Filters wird zur VCA-Hüllkurve addiert.
Die Effekte
Reverb und Delay
Das Reverb der Sonicware deconstruct MINIMAL besitzt, wie bereits erwähnt, nur einen einzigen Regler zum Steuern der Lautstärke. Über die Function-Taste kann man aber immerhin aus den Modi Room, Hall und Plate wählen. Das Delay hat zwar drei Parameter für Lautstärke, Zeit und Feedback, aber nur zwei Modi: ein einfaches Delay und ein Ping-Pong-Delay.
Beide Effekte lassen sich übrigens auch für die Line- oder USB-Eingangssignale benutzen.
Isolator
Beim Isolator handelt es sich um einen 3-Band-Equalizer, der sich nur auf die Drum-Spuren und wahlweise auch auf Spur 10 auswirkt. Die drei Bänder können bis -∞ dB abgesenkt und um bis zu 6 dB angehoben werden. Die Frequenzbereiche sind wie folgt unterteilt:
- Low: 20 Hz – 400 Hz
- Mid: 400 Hz – 1,5 kHz
- Hi: 1,5 kHz – 20 kHz
Die Einstellungen des Isolators werden nicht mit einem Preset gespeichert.
Master-Effekte
Am Ende der Kette stehen fünf Master-Effekte bereit, von denen sich jedoch immer nur einer nutzen lässt: Sweep-Filter, Phaser, Distortion, Snip-Loop (Repeat-Funktion) und ein Ducking-Kompressor. Je nach Effekt hat der MFX-Regler unterschiedliche Funktionen, die den Effekten leicht zuzuordnen sind: Cutoff, Speed, Drive, Repeat oder Threshold.
Wichtig: Der An-/Aus-Status der Master-Effekte wird nicht gespeichert und der ausgewählte Typ und dessen Einstellungen werden immer lokal gespeichert. Somit taugen die Master-Effekte eher zur Performance und weniger, um das Ergebnis abschließend zu verfeinern.
Der Sequencer
Der Sequencer hat eine maximale Länge von 64 Schritten, wobei er in vier Takte, genauer gesagt in vier Variationen, mit jeweils 16 Schritten aufgeteilt ist. So können Fills erzeugt oder die maximale Länge ausgenutzt werden. Auch ganze Patterns können aneinandergereiht werden.
Die Länge kann pro Spur variieren, wodurch auch polymetrische Patterns möglich sind. Noten können über das Keyboard live aufgenommen oder pro Schritt programmiert werden. Über die Funktion „Phrase Rotation“ lassen sich die Sequenzen verschieben, was zu durchaus interessanten Ergebnissen führen kann.
Das Tempo kann im Bereich von 60 BPM bis 250 BPM eingestellt werden. Der Swing-Faktor reicht von 50 % bis 75 % und wirkt sich immer global aus.
Der Sequencer bietet eine Accent- und Random-Velocity-Funktion und beherrscht auch
Parameter-Locks und Ratchets. Automationen können ebenfalls im Aufnahmemodus aufgezeichnet werden.
Praxistest
Die Einarbeitung in den Sonicware deconstruct MINIMAL gelingt mit Hilfe des Handbuchs relativ schnell und Ideen lassen sich generell gut und fix umsetzen. Wenn man den Master-Ausgang ordentlich aufdreht, klingen die Drums und die Samples ganz gut. Oftmals hatte ich aber das Bedürfnis, etwas Sättigung auf der Summe oder auch auf den Einzelsignalen zu haben. Mit dem Distortion-Modul aus dem Multieffekt ist das leider sinnlos, da die tiefen Frequenzen extrem beschnitten werden, unabhängig vom Distortion-Wert.
Dem Bass-Synthesizer fehlt es für meinen Geschmack bedauerlicherweise etwas an Kraft. Weder Filter noch Drive können dem Signal etwas wirklich Gutes hinzufügen.
Der Attack-Regler der Hüllkurven erhöht nicht die Attack-Zeit, sondern verstärkt den Transienten. Eine zu knackige Bassdrum kann also nicht abgeschwächt werden, was ich sehr schade finde.
Effekte wie Phaser und Delay sind zu gebrauchen, alles andere eher weniger. Vor allem das Reverb klingt schnell metallisch und sollte nur dezent eingesetzt werden. Beinahe alle Presets klangen deutlich besser, sobald ich die Lautstärke des Reverbs verringert hatte. Das Master-Filter (Sweep-Filter) kann schnell mal unangenehme Peaks verursachen, der Ducking-Kompressor ist wohl eher zu subtil für die Zielgruppe und über die besagte Distortion dürft ihr euch im Klangbeispiel euer eigenes Urteil erlauben.
Alternativen
Im Bereich der Grooveboxen gibt es einige nennenswerte Konkurrenten, wobei nur die wenigsten davon einen Synthesizer integriert haben. Dafür bieten sie alle ganz andere und individuelle Funktionen. Zu nennen wären hier unter anderem Elektron Model:Samples oder Model:Cycles, Novation Circuit Rhythm, Roland SP-404 MKII, AKAI MPC Sample oder Teenage Engineering EP-133 K.O. II.
Ich würde persönlich eine Elektron Model:Cycles vorziehen, da sie günstiger ist (Achtung: Der Preis wurde während meiner Testphase drastisch gesenkt!), sogar eventuell direkt im Verbund mit dem Model:Samples. Die geringere Anzahl an Spuren wird durch die Preset-Lock-Funktion ausgeglichen bzw. deutlich erhöht, sollte man sich für beide Modelle entscheiden. Und klanglich sind sie in allen Bereichen überlegen.
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Ich hatte mir das Teil kurz nach Erscheinen zum Einführungspreis von rund 300,-€ zugelegt und muss sagen, dass es dafür schon jede Menge bietet und auch Spaß macht. Wie im Artikel beschrieben klingen die Drum-Samples echt richtig gut und lassen sich mittels des Sequenzers sehr dynamisch programmieren.
Dennoch habe ich das Gerät nach kurzer Zeit wieder zurückgeschickt. Nicht weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil ich gemerkt habe, dass es in meinem Setup keine Lücke füllen kann; alles was das Gerät bietet kann ich bereits mit meinem sonstigen Gear ebenfalls abbilden. Als zweiter 303-artiger Synth für mein Live-Setup kam es leider auch nicht in Frage, da mich der Klang des internen Bassline-Synths genau wie den Autoren ebenfalls nicht so richtig begeistern konnte.
Was ich als besonders nervig empfunden habe ist die Tatsache, dass ich im Display nicht ablesen konnte, welchen Notenwert meiner Bassline ich auf welchem Step programmiert/ eingespielt habe – korrigiert mich gerne falls ich etwas übersehen haben sollte.
Auch wenn die Groovebox letztlich nicht für mich geeignet war glaube ich dennoch, dass viele mit der Deconstruct Minimal ihren Spaß haben werden. :-)
Korg Electribe ES2 Sampler kostet beinahe gleich. Durchaus nach all den Jahren (wird seit 2016 produziert) immer noch eine ALTERNATIVE… die bei mir ständig im Einsatz ist, auch als Sketchbook aber vor allem als eigenständiges Instrument…
Eine der wenigen – in der Preislage – Grooveboxen die zur Eingabe echte Finger-Drum-Pads bietet und noch eine Menge mehr schlaue Details auf Lager hat wie das „Kaoss-Pad“ und die Möglichkeit die erstellten Sequenzen ins Ableton Live – Format zu exportieren.
Da sieht das Liven-Teil und etliche andere (auch viel teurere wie Elektron) daneben ziemlich alt aus…
Die aktuellen, größeren MPC´s haben natürlich auch Drum-Pads sind aber preislich eher frech angesiedelt. Mit Ausnahme der neuen Akai-MPC Sample, die auch in bezahlbarer Region schwebt. Der fehlt aber auch das Touchpad der Electribe – beinahe ein Alleinstellungsmerkmal der KORG-Kiste…
@RaiJed Den Korg Electribe hab ich zumindest schnell wieder verkauft da der Klang nicht überzeugen konnte…
@justcloseyoureyes Mich überzeugt der schon , ich hab es nicht so mit Hochglanz Sounds…
Trotzdem finde ich das Gebotene durchaus druckvoll, zumal ich viel mit eigenen Samples hantiere.
Und der Workflow ist für mich top, der ging mir nach wenigen Stunden in Fleisch und Blut über, das Teil ist ja auch überwiegend selbsterklärend…
Und last but not LEAST: Built like a tank! Kein Verrutschen bei heftigen Finger-Drumming-Orgien… die Haptik, die Verarbeitung, satte Drehregler, Metall-Chassis, beleuchtetes Display – für mich unabdingbar.
Und sehr HALTBAR !!! DasDingen sieht trotz häufiger Nutzung aus wie frisch aus dem Laden… keinerlei Abnutzungsspuren!
Mit den Akais und ihrer „Logik“ werde ich dagegen überhaupt nicht warm (Finger-Pads ausgenommen).
Von denen verwende ich nur das APCmini zur rudimentären Steuerung von Ableton und Plugs…
Novation Circuit Rhythm (DER Plastikbomber): Hat mich der (Nicht)Workflow so genervt und verärgert, dass ich das Teil schon nach 20 Minuten wieder eingepackt und retourniert habe…
Ähnlich verärgert war ich bei den lang getesten Elektron-Maschinen – warum einfach, wenn es umständlich geht scheint denen ihr Firmen-Motto…
@RaiJed die Elektrons haben Anschlagdynamik und Man kann sie chromatisch spielen.
warum nicht Fingerdrumfähig?
wobei ich zugeben muss, die Pads sind merkwürdig. man muss sehr fest reinprügeln.
wie bei der mpc500, hier empfehle ich die thick fat Pads von mpcstuff.com
Bad Gear hatte schon lange dieses Gerät.😆
@Numitron Die KORG Electribe kann auch Anschlagdynamik (sogar für jedes Pad separat einstellbar!!!) und chromatisch kann das Teil auch, sogar 16 fach – Also jedes mit Sound belegte Drumpad kann auch chromatisch gespielt werden und es gibt auch eine Chord-Funktion und noch mehr…
Bin selbst erst sehr spät auf diese Maschine aufmerksam geworden – OH MANNOMANN – GUT GESCHLAFEN !!!
Und ich denke, so geht es ebenfalls immer noch etlichen Kollegen…
DIE UNTERSCHÄTZTE Groovebox…
Für mich ein „Auf Die Insel Mitnehm Instrument!…
@RaiJed ja, leider nur 4 Takte, deswegen sind alle die vorher mit einer emx1 zb gearbeitet haben enttäuscht. und deswegen wird die emx1 immer teurer.
@Numitron …deswegen werden die 4 Takte einfach in Ableton Live weiterverarbeitet…
Die EMX1 hatte ich auch vor etlichen Jahren, leider verkauft…
@RaiJed OK, aber dawless ist dann nicht möglich
versteh nicht, warum es heute nur noch sehr selten mehr als 4 Takte gibt.
sogar die og Groovebox mc303 von vor 30 Jahren hat 8.
dann könnte ich ja alles in der daw machen. irgendwie sinnlos finde ich.
@Numitron ich finde den Mix ganz gut – standalone und DAW. Bei der Hardware Electribe behelfe ich mir beim Produzieren längerer Sequenzen oft einfach damit, daß ich die Takes mit ihren Abwandlungen direkt hintereinander auf den Speicherplätzen platziere…
Nicht ganz elegant, aber praktikabel. So kann ich live oder im Heimstudio durchaus variieren und jedes Patch solange wiederholen lassen, wie ich Lust habe…
So kann ich auch lange Takes ganz simpel auf meinem alten Zoom R-24 Recorder aufnehmen…
@RaiJed OK. ja, dann hat man mehr Möglichkeiten.
@Numitron Nicht alle Elektron Geräte haben Anschlagdynamik!!
Welche meinst Du? Die Model Serie? Ja die können es.
Sonst nur noch der Rytm
@MPC-User ja, genau! dachte es geht um die model Serie?
Na ja, wer so etwas braucht, muss es schon selber wissen. Eher ein Toy-Spielzeug anstatt ernst zu nehmendes Studio-Tool.
@Dayflight wobei die Toys oft mehr Spass machen. 😉
oder wer kauft brüllwürfel wie auratone oder ns10 zum Spass? 🎉
Danke für den Test. Ich hatte mal ein Gerät der Liven Serie. Das mit der Spielzeugtastatur kann ich bestätigen. Nicht sehr schön darauf zu Spielen.
Das Konzept dieser Art von Display ist in der heutigen Zeit überflüssig.
Ein noch so kleines OLED liefert mehr Informationen. Lustig finde ich das beigelegte Cheat-Sheet.
Meine Elektron Flotte hat ja schon ne Menge Shortcuts. Aber das hier übertrifft alles bisher Gesehene.😳
@MPC-User lustig, der kleine China FM1 hat sogar ein farbiges Display und kostet heute 53€. 😄
stimmt, Just say No zu 7 segment Displays.
die waren schon vor 30 Jahren bei der mc303 furchtbar 🫣
@Numitron Dein kleiner Roland hat doch auch diese kryptische Anzeige😜
@MPC-User leider aber bei dem Preis geht es noch…
der kostet ja unter 200€.
Ich habe mir die Groovebox für den nächsten Urlaub geholt.
Alle hier genannten Kritikpunkte treffen voll und ganz zu.
Viele Dinge sind arg limitiert: nur ein Synth, total wenig Samplespeicherplätze, das Display…
Aber um sich mal eben eine Stunde beim Jammen zu verlieren ist sie echt hervorragend.
Die Bedienung ist einfach und geht zügig, wenn mal sich ein bischen damit beschäftigt hat.
Man kann über USB direkt vom Smartphone samplen oder das Smartphone als Mikrophon benutzen.
Ist aber halt am Ende ein „Spielzeug“, wie so viel Gear der lezten 10 Jahre.
Ich habe das Gerät noch für 299Eur bekommen und dafür liefert es wirklich gut ab. Mir war aber nicht bewusst dass es mittlerweile 399 Eur kostet. Für das doppelte bekommt man ja fast schon eine neue MPC One G2 mit einem unfassbaren Funktionsumfang. Als Einsteigergerät, oder als Ergänzung zu Behringer TD3 finde ich die Sonicware Minimal schon Klasse, vor allem weil man damit ja auch samplen kann.
Mich stören aktuell folgende Punkte :
1.) Keine Resonanzfilter
Aktuell hat man außer dem Bassssynth keine Möglichkeit Reonanzfähige Filter zu verwenden – Es gibt nur den Tilt-EQ mit überblendung zwischen Hi/Lopass
2.) Phaser nur als Master Effekt
Der Phaser lässt sich nur als Mastereffekt verwenden – Leider nicht möglich diesen nur einer einzelnen Spur zuzuweisen. Cool wäre hier auch ein Effektsend, damit man den Effekt mehreren Spuren zuordnen kann.
3.) Kein Resampling
Warum ? Es wäre ja so geil den Sequencer laufen zu lassen und als Sample aufzunehmen – Geht leider nicht
4.) Allen Spuren auch eigene Samples zuweisen
Da ja außer den Bassdrum und Snare Models auch Samples jeder Spur zugewiesen werden kann, wäre es ja nur logisch dies auch für User Samples bereitzustellen. Das würde die Flexibilität maximal erweitern.
5.) Kein Sample Reverse möglich
Es ist mir unverständlich warum man User Samples nicht reversen kann oder auch keine „Alternate Loops“ erstellen kann – Das konnte schon der Roland S330 von 1988…
@Markus Harsani ich beobachte schon länger, das solch rudimentären Sample Funktionen in neuen Grooveboxen oft gar nicht oder erst nach zig Updates Einzug halten (z.B. Teenage Engineering KO2 : Erst mit einem Update war es möglich Samples zu umdrehen zu können).
Ich habe noch einige Sampler aus vergangenen Tagen (Roland W30, S330,Dj70, Akai S3000 XL, Akai S3200, Yamaha A4000,.Emu e64,…). Man kann sagen was man will, aber Sound Design technisch kann fast kein neues Hardwaregerät von den Synthese Funktionen den alten Kisten das Wasser reichen (Außer die MPC One, welches meiner Meinung nach das beste Preis/Leistungsverhältnis aller aktuell erhältlichen Harwaresysteme hat).
Naja, aber dennoch finde ich die Sonicware Kiste gut und Sie darf bleiben – Der Hersteller liefert ja auch oft Updates nach.
Als Urlaubs Jambox auf jedenfall Top oder wenn man einfach kein Lust hat die DAW für ein bisschen Jamming anzuwerfen.
@Markus Harsani hast du sehr schön geführt
danke für mühe!🙂
hab ich korg volca sample roland p6
ich nehme nicht viel samplemateriale🙂