Test: Sony PCM-D100, Mobiler Recorder

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Praxis

Starten wir also mit dem Praxisteil, legen die Batterien ein und gehen wir auf „Sound-Fang“. Stop, so schnell nicht, denn zunächst legen wir fest, in welchem Format er denn aufzeichnen soll. Und hier kommen wir gleich zu einem bzw. zwei Highlights des Recorders, denn neben dem Standard-Format WAV (bis zu 24Bit/192 kHz), was an sich schon sehr gute Wert sind, kann der PCM-D100 auch MP3- (128 und 320 kbit/s) und DSD-Dateien aufzeichnen. Das Format DSD mag vielleicht nicht jedem bekannt sein, daher sei kurz erwähnt, dass es sich hierbei um ein hochauflösendes Audioformat handelt, das vor allem auf Super Audio CDs zum Einsatz kommt. Die MP3 Unterstützung ist mittlerweile nichts Neues mehr bei mobilen Recordern, aber das DSD-Format beherrscht derzeit kein mir bekanntes Exemplar. Und 192 kHz schafft auch bei Weitem nicht jeder Konkurrent.

Richtig interessant ist die Möglichkeit, WAV- und MP3-Dateien simultan aufzuzeichnen, ohne sich vorher auf das letztlich benötigte Format festzulegen. So hat man beide Format in petto, je nachdem, ob man die Datei schnell per E-Mail weitergeben oder aber später im Studio bearbeiten möchte. Auch das kann derzeit kein mir bekannter Recorder – sehr schön.

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Abspielen kann der Sony Recorder allerdings deutlich mehr als die drei Aufnahmeformate. Bei reiner Wiedergabe kommen nämlich noch die Formate FLAC, WMA und AAC hinzu, so dass man mit dem PCM-D100 auch ohne Weiteres unterschiedlichste Playbacks abspielen kann. Hinzu kommt, dass man diese Dateien noch mit einem Equalizer beeinflussen, die Abspielgeschwindigkeit erhöhen/verringern und sogar transponieren kann. Somit ist das hier natürlich kein einfacher Recorder mehr, sondern wirklich auch im Sinne von Üben und Musizieren sinnvoll einzusetzen. Die Probeaufnahme noch mal etwas langsamer abspielen, um eine bestimmte Stelle zu üben oder der Sängerin den Gefallen tun, beim nächsten Gig den ganzen Song einen Halbton tiefer spielen, alles kein Problem bzw. am PCM-D100 selbst liegt es nicht wenn das nicht klappt.

WAV- und DSD-Dateien benötigen natürlich einen entsprechenden Speicherplatz, so dass der PCM-D100 bereits ab Werk über einen 32 GB großen Flash-Speicher verfügt. Über einen SD-Karteneinschub lässt sich der Speicher nochmals erweitern. Akzeptiert werden alle gängigen SD-Karten bis zum Typ SDXC sowie Memory Stick Pro Duo und Memory Stick Pro HG Duo. Maximal 128 GB Speicher sind so möglich.

Klangbeispiele
Forum
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    Franz Walsch  AHU

    Die kleinen Anschlüsse disqualifizieren den Recorder für mich aus der Profiliga. Ich kenne die vielen Probleme mit Buchsendefekten leider zu genau. Außerdem sind diese Anschlüsse generell messtechnisch auch nicht die beste Wahl. Auch schränkt es die Auswahl an externen Mikrofonen sehr stark ein. Aus meiner Sicht war der letzte Profi-Recorder der »SONY TCD-D10 PRO II«.
    Die Mikrofonanordnung im Taserdesign mutet auch etwas seltsam an. Kein X/Y, sondern irgendetwas außerhalb der Norm. Außerdem ist der »DSD-Recording-Modus« nur eingeschränkt zu nutzen, denn ich kenne keine frei käufliche DAW mit der man das aufgezeichnete Signal weiter bearbeiten oder schneiden kann. Also muss jedesmal als erstes gewandelt werden. Wie sinnlos und schade, denn wenn es die Software dazu geben würde, könnte man sich eigene SACDs herstellen. Aber das will die Industrie ja nicht. Auch sei jedem Hi-Res-Fan vorher der aufschlussreiche Hörvergleich DSD & PCM (24bit/176,4 kHz) den es hier: http://old...../index.htm gibt empfohlen. Wer damit leben kann …

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    Markus Galla  RED

    Mich verwundert etwas die Aussage zum Stereobild. Bei den Hörbeispielen wird in der 90° Stellung auf meiner Studio-Abhöre alles hart links gepannt abgebildet. Bei 120° wechselt alles auf die rechte Seite. Bei 0° sind weder Stimme noch Piano zu 100 Prozent in der Mitte. Auch mit einem Kopfhörer lässt sich das nachvollziehen. Wie war denn die Position des Recorders zur Schallquelle, dass sich das so drastisch äußert? Einen Fehleinstellung hier lässt sich ausschließen, da andere Testsignale richtig abgebildet werden. Oder war das Absicht?

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    Stephan Merk  RED

    Ich hatte auch vor längerer Zeit überlegt, meinen Olympus LS-100 gegen den SONY zu ersetzen, mich aber aufgrund der fehlenden XLR-Eingänge dagegen entschieden. Mir gefällt zwar das Klangbild geringfügig besser, beim damaligen Einstandspreis von um 900 Euro allerdings stand diese Verbesserung nicht in Relation zum Mehrwert. Auch wenn Auflösung und Digitalanschlüsse ein Alleinstellungsmerkmal sind, ist die Frage, ob man beides zwingend benötigt. Wer keine PC-Kenntnisse hat und ein Gerät für alles sucht und sich das Geld für externe Mikrofone sparen möchte, findet hier einen tollen Allrounder. Aber für Musiker dürften die Einschränkungen der Anschlussmöglichkeit und fehlende Mehrkanalaufzeichnung doch stärker ins Gewicht fallen, zumal doch die meisten einen Computer nutzen und somit die Daten direkt weiterverarbeiten. Dann fallen auch die Digitalanschlüsse als Vorteil weg.

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      Stephan Merk  RED

      Update: Inzwischen liebäugele ich mit dem Kauf des PCM-D100 und kann einige Punkte von SONY gar nicht verstehen und verstehe noch weniger, warum diese nicht bei vielen Rezensionen zur Abwertung führen, vielleicht habe ich auch was übersehen. Los geht’s mit dem Netzteil AC-ES608K, das zumindest hierzulande nicht beiliegt, aber auch nicht mehr erhältlich ist. Ich vermeide Nachbau- oder Ersatznetzteile, zumal Sony doch sonst nicht knauserig bei teurem Sonderzubehör ist. Als Weiteres der Batteriekasten, auch den finde ich nicht nachkaufbar und hier gehört eigentlich ein zweiter ins Paket. Dass Akkus wenn auch unzeitgemäß nicht im Gerät geladen werden können wäre noch verschmerzbar, aber schnell die Stromversorgung umstellen hätte schon was. Mit der Mini-Klinke kann ich mich arrangieren, wird eben der Mixer mit einem hochwertigen Kabel angeschlossen. Eine mögliche Signalverwirbelung sollte spätestens nach der MP3-Kompression nicht mehr auffallen.

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    Steppenwolf  

    Wenn man per Line-In in DSD Qualität aufnimmt ist der PCM-D100 richtig, richtig genial, selbst wenn man später von DSD in üblicheres 44.1kHz/16bit WAV konvertiert. Es ist auf meiner jahrelangen Suche bisher der einzige Handheld Recorder mit dem man ungelogen in so guter Audioqualität aufnehmen kann dass Mastering quasi überflüssig wird. Da können weder Olympus LS-100 noch andere gängigere Handheld Recorder mithalten. Tascam und Zoom bieten zwar günstige Alternativen an die ebenfalls gute Resultate liefern, allerdings gehen die sämtlich derart schnell kaputt und beherbergen von Haus aus derart häufig Defekte dass man die beiden Marken lieber gänzlich vermeidet. Und die Geräte von Roland überzeichnen generell die Höhen, was das aufgenommene Material ohne Nachbearbeitung unangenehm klingen lässt.

    Der 3.5mm Eingang tut der Klangqualität übrigens absolut keinen Abbruch, VORAUSGESETZT man verwendet gescheite Kabel und befasst sich mit den Unterschieden zwischen den verschiedenen Adapterkabeln ein wenig.

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