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Test: Source Audio Encounter SA 264 Delay & Reverb, Effektpedal

Neue Soundwelten erkunden

22. Februar 2026

Source Audio Encounter Aufmacher

Das Source Audio Encounter ist ein leistungsstarkes Delay-&-Reverb-Kombi-Pedal, das mit dualer Effekt-Engine und flexiblem Routing neue Klangräume für Gitarristen eröffnet. Sicherlich kein Schnäppchen, aber angesichts der gebotenen Leistung ein klarer Fall für einen genaueren Check.

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Kurz & knapp

Was ist es? Source Audio Encounter, Dual-Engine Delay- und Reverb-Pedal mit 6 Hall- und 6 Delay-Algorithmen sowie serieller, paralleler oder Split-Stereo-Verschaltung.

  • Konzept: Zwei frei kombinierbare Effekt-Engines mit 56-Bit-DSP und flexiblen Routing-Optionen.
  • Bedienung: Übersichtlich dank KNOBS-Schalter, erweiterbar per MIDI und Neuro-3-App.
  • Sounds: Von surrealen Ambient-Flächen bis zu rhythmisch präzisen Delays mit hoher Definition.
  • Praxis: Hochwertige Verarbeitung, Silent-Switches und durchdachtes Preset-Management.
  • Kritik: Effekt-Reihenfolge in der App nicht per Direktfunktion tauschbar.
Bewertung

Source Audio Encounter SA 264 Delay+Reverb

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Source Audio Encounter SA 264 Delay+Reverb
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Source Audio Encounter – mein erster Eindruck

Im heutigen Testbericht gibt es sozusagen gleich zwei Pedale auf einmal: Das Source Audio Encounter vereint je sechs Reverb- und Delay-Algorithmen in einem kompakten Pedal und verspricht dem Namen nach nichts Geringeres als die Entdeckung neuer Soundwelten.

Gleich beim Auspacken macht sich die robuste Bauweise des Pedals positiv bemerkbar, denn hier wurde auf ein stabiles Metallgehäuse gesetzt. Bei der Wahl der beiden Fußschalter für Reverb und Delay kommen Silent-Switches zum Einsatz, sodass das Pedal nahezu lautlos ein- und ausgeschaltet werden kann.

Source Audio Encounter top

Die Potis zur Einstellung der Effektparameter des Source Audio Encounter laufen absolut sauber, lassen sich sehr fein justieren und halten zuverlässig ihre eingestellte Position. Wer ganz sicher gehen möchte, dass sich nichts verstellt, kann per Kippschalter die Lock-Funktion aktivieren. Dann verändert ein Drehen der Potis die Einstellungen nicht mehr.

Der gute erste Eindruck setzt sich bei den Buchsen, Kippschaltern sowie dem Dreh-Encoder fort. Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos, alles sitzt exakt an seinem Platz.

Ein großes Lob gibt es für das extrem übersichtliche Layout. Gerade bei Pedalen mit großem Funktionsumfang kann es schnell unübersichtlich werden. Die smarte Lösung ist hier der KNOBS-Kippschalter. Er schaltet die Funktionen der Drehregler um, sodass sie entweder das Delay oder den Reverb steuern.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Pedal ein Mini-USB-auf-USB-A-Kabel sowie ein USB-A-auf-USB-C-Adapter. Außerdem liegt ein kleines Flight-Manual bei, das auf zwei Seiten alles Wichtige zu den Delay- und Reverb-Algorithmen sowie zu den Mappings der Control-1- und Control-2-Regler erklärt. Hier wurde an alles gedacht.

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Source Audio Encounter Front

Die Reverb- und Delay-Algorithmen im Überblick

Reverbs

  • Hypersphere: Surrealistischer Reverb mit kreisenden Reflexionen im freien Raum.
  • Shimmers: Zweistimmiger Pitch-Shift-Reverb.
  • Trem Verb: Kombination aus Tremolo und Reverb mit fünf LFO-Shapes. Das Tremolo ist wahlweise auf Dry, Wet oder den gesamten Mix anwendbar.
  • Reverse: Reverse-Delay-Engine.
  • Lo-Fi: Reverb mit klassischen Tape-Einstellungen für Distortion, Wow und Flutter.
  • Swell: Volume-Swell-Reverb mit Ducking-Funktion. Der Swell kann wahlweise auf Wet, Dry oder den gesamten Mix angewendet werden.

Delays

  • Noise Tape: Basierend auf der Tape-Delay-Sektion des Roland Space Echos.
  • Drum Echo: Rhythmisches Delay mit separater Wash-Control.
  • Kaleidoscope: Kaskadierendes Delay mit harfenähnlichem Klang.
  • Resonant: Analog-Style-Delay mit Resonance-Filter.
  • EchoVerb: Kombination aus Delay und Reverb.
  • Helix: Octave-Up- und Reverse-Delay mit neuen Pitch-Optionen und Reverse-Funktion für Delay-Repeats.

Source Audio Encounter left

Source Audio Encounter right

Alle Facts im Überblick

  • Delay- und Reverb-Effektpedal für E-Gitarre
  • Kann jeweils zwei aus sechs Delay- und sechs Hall-Effekten seriell, parallel oder im Split-Stereo-Routing kombinieren
  • Sechs wählbare Delay-Typen
  • Sechs wählbare Reverb-Typen
  • Duale Signalverarbeitung mit zwei identischen 56 Bit Signalprozessoren erlaubt gleichzeitige Nutzung von zwei Effekt-Typen
  • Acht Presets direkt am Pedal zugänglich
  • 120 weitere Presets über MIDI abrufbar
  • Regler für Delay, Feedback, Tone, Control 1, Control 2 und Mix
  • 12-Wege-Drehschalter zum Auswählen der Effekt-Engines
  • Kippschalter für Tap-Tempo-Unterteilungen
  • KNOBS-Kippschalter bestimmt, welcher Effekt von den Reglern verändert wird
  • Preset-Select-Taster
  • Delay-/Tap-Tempo-Fußschalter
  • Reverb-Fußschalter
  • Status-LEDs
  • Gehäuse aus gebürstetem, eloxiertem Aluminium
  • Universal-Bypass zwischen analog gepuffertem oder relaisgeschaltetem True-Bypass wählbar
  • 2x 6,3 mm TRS-Stereo-Eingänge
  • 2x 6,3 mm TRS-Stereo-Ausgänge
  • MIDI-In- und MIDI-Thru-Anschlüsse
  • Mini-USB-Port für Verbindung mit PC (Windows und Mac kompatibel) und Remote-Control (MIDI)
  • 6,3 mm TRS-Remote-Control-Eingang
  • 6,3 mm Expression-Pedal-Eingang
  • 3,5 mm Source-Audio-Control-Input für Verbindung mit kompatiblen Source-Audio-Geräten (NeuroHub, Hot Hand)
  • Stromversorgung via optionalem 9 V, DC Netzteil (nicht enthalten)
  • 2,1 x 5,5 mm Hohlstecker, Polarität (-) innen
  • Stromaufnahme: 280 mA
  • Abmessungen: 114 x 114 x 51 mm (L x B x H)
  • Gewicht: 450 g

Das Source Audio Encounter im Praxistest

Schauen wir uns nun an, wie sich das Pedal in der Praxis schlägt. Wie bereits erwähnt, ist das Layout sehr gelungen. Durch den KNOBS-Schalter steuern die Potis wahlweise die Delay- oder die Reverb-Seite. So lässt sich das Pedal mit nur sechs Drehreglern vollständig bedienen.

Source Audio Encounter Vollansicht

„Delay“ steuert entweder die Delay-Zeit oder das Pre-Delay des Reverbs. Analog dazu bestimmt „Feedback“ die Anzahl der Delay-Wiederholungen oder die Decay-Zeit des Reverbs. Mit Control 1 und 2 lassen sich spezielle Parameter der einzelnen Algorithmen einstellen. Tone und Mix erfüllen ihre klassischen Funktionen.

Um die volle Bandbreite an Sounds auszuschöpfen, empfiehlt sich die Integration ins Pedalboard via MIDI-Steuerung. Hierfür stehen ein MIDI-5-Pin-Ein- und ein Ausgang beziehungsweise Thru zur Verfügung. Alternativ kann das Pedal über den Control-Input in ein bestehendes Source-Audio-System integriert werden.

Mit der Neuro-3-App steht zudem ein übersichtlicher Editor für PC, Mac und mobile Geräte bereit. Die Bedienoberfläche ist klar strukturiert, sodass man direkt nach der Verbindung mit dem Pedal loslegen kann.

Es macht großen Spaß, die vielfältigen Sounds zu erkunden und durch Community-Sounds anderer Nutzer zu scrollen. Mit der „Soundcheck“-Funktion lässt sich jedes Preset vorab testen, ohne dass ein Instrument angeschlossen sein muss. Perfekt zum Erforschen neuer Sounds oder zum Ausprobieren einzelner Effektparameter und Algorithmen. Eine sehr gute Funktion.

Source Audio Encounter Software

Ein kleiner Kritikpunkt: In der App lässt sich die Reihenfolge der Effekte nicht per Knopfdruck tauschen. Stattdessen müssen alle Parameter manuell von einer Seite auf die andere übertragen werden. Hier wäre ein Software-Update wünschenswert, um die beiden Varianten schneller vergleichen zu können.

Insgesamt liefert das Pedal im Praxistest ein sehr gutes Ergebnis und macht seinem Namen alle Ehre, wenn es darum geht, neue Delay- und Reverb-Klangwelten zu erkunden. Perfekt, um der Kreativität freien Lauf zu lassen.

Source Audio Encounter Klangbeispiele

Um alle Details der Klangbeispiele zu erfassen, empfehle ich hier dringend die Nutzung von Kopfhörern.

Den Anfang macht die Kombination aus Swell-Reverb in Serie mit dem Helix-Delay. Besonders beeindruckend ist, wie die Repeats des Helix-Delays durch das Stereobild schwirren. Schön eingebettet in die Wolke des Swell-Reverbs, der sich öffnet und leicht pulsiert. Ein sehr räumlicher Sound, der Bilder im Kopf entstehen lässt. Ich nenne das Preset „Fireflies“, da es mich an einen Schwarm Glühwürmchen erinnert.

Weiter geht es mit der Kombination aus Kaleidoscope-Delay und Hypersphere-Reverb, diesmal im Split-Modus, also strikt getrennt auf jeweils eine Stereo-Seite verteilt. Beim Hypersphere-Reverb breitet sich der Klang anscheinend immer weiter aus, ohne anzustoßen oder zu reflektieren. Die wabernde Modulation verstärkt diesen Eindruck. Das Kaleidoscope-Delay sorgt auf der anderen Seite mit seinen aufgefächerten Repeats für eine schöne Textur und fügt eine zeitliche Komponente hinzu. Raum und Zeit sozusagen.

Im Parallel-Modus kommen Noise-Tape und Reverse-Delay zum Einsatz. Beide Effekte sind auf beiden Seiten hörbar, existieren jedoch nebeneinander statt in Serie. Mit dem Noise-Tape lässt sich der Sound leicht texturieren und durch Distortion rauer gestalten. Wow und Flutter liefern den leicht eiernden Tape-Charakter. Zusammen mit dem Reverse-Delay entsteht eine interessante Ergänzung zum Rhythmus-Part, die vor allem durch ihre Unvorhersehbarkeit punktet.

Abschließend kombiniere ich Drum-Echo und Trem-Verb. Beide Effekte besitzen eine starke rhythmische Komponente und füllen einen rockigen Rhythmus-Part präzise aus. Die Kombination aus Tremolo und rhythmischem Delay erzeugt einen gut getimten Ducking-Effekt. Selbst bei höherem Mix-Anteil bleibt die Definition des Source Audio Encounter sehr gut erhalten.

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Klangbeispiele
Fazit

Das Source Audio Encounter punktet im Test durch eine sehr gute Verarbeitung und ein trotz umfangreicher Funktionen sehr übersichtliches Layout am Pedal. Detaillierte Einstellungsmöglichkeiten sowie MIDI- und Expression-Pedal-Funktionalität machen das Pedal außerdem sehr flexibel einsetzbar.

Die Reverb und Delay Algorithmen können allesamt durch hohe Details und ausgezeichnete Räumlichkeit überzeugen und ergänzen sich dabei sehr gut. Eine App inkl. Community-Sounds und einer Preview-Funktion zum Vorhören von Presets sowie drei Stereo-Modi runden das Gesamtbild toll ab. Hier gibt es eine ganz klare Anspiel-Empfehlung für alle, die auf der Suche nach einem Reverb/Delay-Pedal sind!

Plus

  • sehr gute Verarbeitung
  • sehr gute Sounds
  • sehr intuitive Bedienung

Preis

  • 399,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Leon Buettner RED

Musik- und Gitarrenenthusiast und mit Hang zum Nerdtalk. Ausbildung klassische Gitarre sowie E-Gitarren Studium an der BfsM Dinkelsbühl und der Popakademie Baden Württemberg.

Aktuell u.a. unterwegs mit Heavysaurus, Fofana Jo, TONI, Leon Büttner Trio sowie LOI und KAMRAD.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    CDRowell AHU

    Das Effektgerät spricht mich sehr an. Es scheint alles passend und die Durabilität ist auch ohne Zweifel im oberen Beriech anzusiedeln.

    Bei persönlichem Antesten fiel mir folgendes auf:

    Schwächen beim Spring Reverb:
    Der Federhall wirkt auf mich weniger authentisch.
    Der typische „Drip“ und die „real wirkende“ Tiefe eines echten Federhalls fehlt mir.

    Lo-Fi Optionen:
    Direkte Regler für Bit-Tiefe oder Samplerate und das Erzeugen von „kaputten“ Lo-Fi-Sounds wären noch super.

    Eingeschränkte Algorithmus-Auswahl:
    Da es sich um ein Kombi-Gerät handelt, bietet es nicht die volle Auswahl an Algorithmen der Einzelpedale Nemesis (Delay) und Ventris (Reverb). Im Collider vermisse ich das.

    Okay, AMAZONA bietet kein Vergleichsportal, jedoch empfinde ich diese Qualitäten als wenig verzichtbar.😩

  2. Mehr anzeigen
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